Vorwort:
Das ist der erste Versuch, FanFiction zu fabrizieren. Ich schreib einfach mal drauf los, habe aber keine Ahnung, was daraus werden wird. Außerdem werde ich an dieser Story wohl noch eine Weile arbeiten, sie ist also mitten im Entstehen und wird noch so einiges Mal geändert/ergänzt/umgeworfen … werden. Hier schon mal die ersten Versuche:
(Vor Croatoan)
Supernatural – Die Nacht der Wölfe
Unbarmherzig brannte die Mittagssonne auf den U.S. Highway 395 nieder, auf dem als einziges Fahrzeug ein nachtschwarzer Impala unterwegs war, verfolgt von einer riesigen Staubwolke. Aus dem Wagen dröhnte laut Metallica. Die beiden jungen Männer fuhren schon seit Stunden schweigend durch eine immer gleich aussehende Wüstenlandschaft, jeder in seine eigenen Gedanken versunken. Sam wünschte sich, endlich irgendwo anzukommen und der Hitze entfliehen zu können. Er sehnte sich nach einer erfrischenden Dusche, aber sie hatten noch einige Meilen vor sich bis Calico. Sam warf einen verstohlenen Blick auf seinen Bruder. Dean war seit Tagen äußerst schweigsam. Irgendetwas brütete in ihm. Doch wann immer Sam vorsichtig ein Gespräch darauf lenken wollte, wiegelte Dean ab und flüchtete sich in belanglose Themen. Als wenn er damit seinem jüngeren Bruder etwas vormachen könnte. Dean konnte stur sein. Sam wusste, dass sein Bruder früher oder später mit der Sprache rausrücken wird, er wünschte nur, er würde nicht noch länger damit warten. Sam seufzte und griff nach Dad’s Tagebuch. Es schadete sicher nichts, wenn er noch einmal die Fakten durchging, die sie nach Calico führten.
Für Dean fühlte es sich an, als wenn diese Fahrt schon ewig dauern würde. Er spürte die fragenden Blicke seines Bruders auf sich. Aber es war noch nicht die richtige Zeit. Was, wenn alles nur ein großes Missverständnis war, er Dad falsch verstanden hatte? Aber nein, das hatte er nicht. Dad’s letzter Befehl an ihn war klar und eindeutig gewesen – und hinterließ einen ganzen Sack voll offener Fragen. Er schloss kurz die Augen und schüttelte die immer gleichen Fragen in seinem Kopf energisch ab. Es hatte keinen Sinn, jetzt länger darüber nachzudenken. Sie hatten einen Job zu erledigen, verdammt. Dann schaltete er das Autoradio aus und warf Sam einen auffordernden Blick zu.
„Um was geht’s noch mal in diesem höllenartigen Wüstenloch?“ fragte er seinen Bruder. Sam räusperte sich und fuhr sich mit der linken Hand durch die Haare. Sein rechter Arm war noch immer in einem jetzt ziemlich schmutzigen Gipsverband verpackt.
„Okay, letzten Monat verunglückte in einem Reservat in der Nähe von Calico ein junger Mann, 22 Jahre alt. Angeblich ein Motorradunfall.“
„Und was bringt dich dazu zu glauben, dass es kein normaler Motorradunfall war?“ wollte Dean wissen.
„Na ja, abgesehen davon, dass das Motorrad auf völlig gerader Strecke von der Straße abkam und keine anderen Fahrzeuge in den Unfall verwickelt waren, ist da noch der Umstand, dass der Fahrer, ein Junge namens Sandro Mendorra, seitdem im Koma liegt. Die Ärzte wissen nicht warum. Er scheint völlig gesund zu sein, wacht aber nicht auf. Ich hab in der dortigen Lokalzeitung ein Bild von ihm gefunden. Schau dir mal seine Tätowierung an!“
Sam reichte seinem Bruder einen ausgedruckten Zeitungsartikel. Das Bild zeigte das Gesicht eines jungen Mannes mit langen dunklen Haaren. Er lag in einem Krankenhausbett und schien zu schlafen. Auf der rechten Stirnseite des Jungen waren dunkle Linien zu erkennen, die Dean erst für Narben gehalten hatte. Aber Sam hatte von einem Tattoo gesprochen. Dean schaute noch einmal genauer hin und erkannte jetzt auch das komplexe Muster des Tattoos. Ungewöhnlich, sicher, aber bis hier hin noch nicht übernatürlich.
„Hm, gut, für das Tattoo wird er nicht gerade den 1. Preis des New Yorker Best of Black & White erhalten aber ehrlich, ich hab schon schlimmere gesehen. Was soll das überhaupt darstellen?“
„In vielen Kulturen gehören Tattoos zu einer Art Initiationsritus. Das Tattoo auf dem Bild ist so eines. Ich hab es nachgeschlagen. Sandro ist ein Mohwaee-Indianer und die Tätowierung kennzeichnet ihn als … Jäger!“
Sam sah Dean erwartungsvoll an. Dean kniff die Augen zusammen und warf dann einen überraschten Blick auf seinen Bruder.
„Ein Jäger? Du meinst – wie wir?“
Sam nickte.
„Hm. Er ist ziemlich jung für einen Jäger!“
„Das ist noch nicht alles. Das Tattoo ist noch nicht vollständig, ein Teil fehlt.“ erwiderte Sam. „Scheint, als wenn seine Ausbildung noch nicht abgeschlossen war.“
„Aber irgendwas hat ihn vorher von seinem Motorrad geholt. Gut, finden wir raus, was es war!“
Entschlossen drückte Dean auf das Gaspedal.
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