{"id":10038,"date":"2014-01-24T15:04:43","date_gmt":"2014-01-24T14:04:43","guid":{"rendered":"http:\/\/sajec.de\/blog\/?p=10038"},"modified":"2014-01-25T09:51:44","modified_gmt":"2014-01-25T08:51:44","slug":"die-gefuerchtete-woche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sajec.de\/blog\/die-gefuerchtete-woche\/","title":{"rendered":"Die gef\u00fcrchtete Woche"},"content":{"rendered":"<p>Da ich im Krankenhaus entgegen den vorab gecheckten Zusicherungen nicht den Hauch eines WLan hatte, gibt es jetzt eine kurze Zusammenfassung der letzten Tage, frank und frei und was ich eben dachte:<\/p>\n<p><strong>Der Tag der Einweisung<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"line-height: 1.5em;\">Ich war ja nerv\u00f6s und wollte die Nacht davor kaum schlafen gehen, aus Angst, dass ich sowieso keinen Schlaf finden w\u00fcrde. So kam es dann auch, und um kurz vor 6 klingelte auch schon das H\u00f6nd\u00fc. Mir war schlecht vor Aufregung, aber wenigstens wusste ich, dass ich noch ein M\u00fcsli essen durfte, bevor ich mich bei der Hospital-Anmeldung einfinden sollte.<\/span><\/p>\n<p>Da war ich dann auch p\u00fcnktlich, musste nur ein paar Minuten warten, und dann kamen die \u00c4rzte und Schwestern von allen Seiten auf mich zu, zapften mir Blut ab, wollten Urin, Blutdruck (vorbildlich 120\/80), Fieber messen und zwischendurch ein Haufen Fragen beantworten. Das ging Ratz Fatz und ich hatte gar keine Zeit in Panik zu verfallen. Dann wurde ich auf Station geschickt, da war es dann so gegen 10, wurde noch einmal gyn\u00e4kologisch untersucht, nur um festzustellen, dass mein Uterus immer noch viel zu riesig ist. \u201eWieso ich den so lange habe wachsen lassen?\u201c Tz, was ist das denn f\u00fcr eine Frage? Ich wurde dann aufgekl\u00e4rt, was alles gemacht werden muss, was eventuell passieren k\u00f6nnte, wie man dann schnippelt usw. Ich wollte das einfach nur hinter mir haben und gar nicht wissen, was alles schief gehen k\u00f6nnte. Ich habe auch nicht vor, die von der Assistenz\u00e4rztin betonte Statistik, dass in ihren 3 Jahren, in denen sie hier schon mit wehenden Arztkittel durch die Stationen schwebt, nie etwas derartiges passiert ist, zerst\u00f6ren. Aber man kann ja nie wissen und im Falle eines Falles \u2026 eben die \u00fcbliche Krankenhausabsicherung, damit ich dann als Leiche nicht sagen kann, man h\u00e4tte es mir vorher ja nicht gesagt.<\/p>\n<p>Und dann begann die Warterei auf ein freies Bett. Warten, warten, warten. Wenigstens hatte ich den Kaffeeautomaten entdeckt und bei einem kleinen Spaziergang auch den Netto-Markt nebenan, der K\u00f6rnerk\u00e4se verkauft. Der wird heute Abend sozusagen meine Henkersmahlzeit werden.<\/p>\n<p>Das Zimmer, das mir dann endlich zugeteilt wurde, teile ich mir mit zwei jungen Frauen, beide in anderen Umst\u00e4nden. Sogleich be\u00e4ugten sie mich, aber es ist ja unschwer festzustellen, dass mein Bauch nur Ergebnis von zu viel K\u00f6rnerk\u00e4se ist. LOL<\/p>\n<p>Die schlimmste Nachricht, als mir die Schwester (alle sehr freundlich hier) das Bett und sein Zubeh\u00f6r erkl\u00e4rte: WLan? Nee, so was haben wir hier leider nicht. Ich w\u00e4re am liebsten wieder umgekehrt. So ein Mist aber auch. Aber die H\u00f6nd\u00fc-Connection ist nicht ganz so schlecht und so lange wie ich eine Steckdose finde, um H\u00f6nd\u00fc und iPodNano aufzuladen, wird es schon gehen. An die neue Folge supernatural werde ich schon irgendwann kommen. Ich hoffe ja, dass alles auf den einfachsten Weg morgen von Statten geht und ich am Freitag hier wieder meine Sachen packen darf.<\/p>\n<p>Jetzt sitze ich also endlich auf meinem Bett und m\u00f6chte eigentlich weglaufen. Die zwei Zimmergenossinnen scheinen auf den ersten Blick nett zu sein, aber ich habe nicht vor, viel mit ihnen zu reden. Hab meine eigenen Gedanken. Au\u00dferdem ist mindestens eine von ihnen bekennende Shopping Queen Fan und wohl auch DschungelQuatsch Guckerin. Gl\u00fccklicherweise habe ich meinen Laptop mit. Wenn es mir zu bunt wird, st\u00f6psel ich mir meine Winchesters ins Gehirn und versuche, alles um mich herum inklusive TV Programm auszublenden. Ach, ich mach das am besten gleich. Das ShoppingQueenGelaber geht mir jetzt schon auf den Senkel.<\/p>\n<p><strong>22.01.2014<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe die OP \u00fcberstanden, das aufwachen war auch gar nicht so schlimm. Ich h\u00f6rte mich selbst eine Mischung aus Deutsch und Englisch reden. Der Katheder, den ich eine Nacht lang dran hatte, war gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig, und die ganze Bauchdecke f\u00fchlt sich an, als h\u00e4tte ich zu viele Situps gemacht und den tierischsten aller Bauchmuskelkater. Auch die Schl\u00fcsselbeine taten weh, von dem Gas, das man in mich hineingepumpt hat und das jetzt erst so nach und nach wieder den Weg nach raus finden muss. Ich bin noch ein wenig wacklig unterwegs, aber immerhin schon wieder unterwegs und geduscht habe ich auch. Der Wasserdruck der Dusche ist hier \u00fcbrigens ein Witz, denn mit Druck hat das nicht viel zu tun. Den gestrigen Tag verbrachte ich mehr oder weniger d\u00e4mmernd. Da meine Zimmerkolleginnen Dschungelcamp-s\u00fcchtig sind, musste ich da auch durch, allerdings nur h\u00f6render Weise. Daf\u00fcr hatte ich mein eigenes Fernsehprogramm dank schwenkbaren Mini-TV direkt \u00fcber dem Bett. Aber als nach 23 Uhr immer noch \u00fcber mir der Gemeinschaftsfernseher mit Dschungelzeugs pl\u00e4rrte, war ich schon etwas genervt. Die anderen schliefen scheinbar st\u00e4ndig ein, zumindest diejenige mit dem Wissen, wie man das Teil um- bzw. ausschaltet. Dann ging das Schnarchen los. Irgendjemand schnarcht ja immer. Ich vermutlich auch, denn meine Nase ist dicht.\u00a0Knuffelchen brachte mir aber gl\u00fccklicherweise Salbeitabletten mit, au\u00dferdem K\u00f6rnerk\u00e4se und Marmelade und GANZ WICHTIG die neue supernatural-Folge. Oh man \u2026 die hab ich gerade geschaut, Salbeitabletten lutschend. Das sind ja ganz neue Handlungsb\u00f6gen, die sie uns da zumuten. Hoffentlich bin ich f\u00fcr die n\u00e4chste Folge wieder zu hause. Das sieht aber gut aus, ich steh ja schon wieder und der Bauchdeckenschmerz l\u00e4sst auch langsam aber immerhin nach. Andererseits sollte ich die Tage hier noch ausnutzen, wo ich nichts weiter zu tun habe, als ein bisschen rumzulaufen, zu schlafen, auf das Essen zu warten und darauf, dass mir wieder jemand Blut abnimmt. Dazwischen kann ich supernatural schauen oder lesen und twittern, ganz wie ich will. Das reinste Schlaraffenleben hier. Sogar das Essen ist genie\u00dfbar, jedenfalls bin ich nicht so meckerisch drauf. Die Dinkelbr\u00f6tchen zum Fr\u00fchst\u00fcck sind jedenfalls klasse. Aber zu hause ist es eben doch noch bequemer in manchen Dingen, besonders, was das Schlafen betrifft.<\/p>\n<p><strong>24.01.2014<\/strong><\/p>\n<p>Die heimische Couch hat mich wieder. Alles geht in Slow Motion, aber es geht. Nur, dass ich mindestens 4 Wochen nicht einmal daran denken soll, mich sportlich zu bewegen, macht mir jetzt schon etwas Sorgen. Andererseits versp\u00fcre ich momentan gar keinen Drang, mich irgendwie zu bewege, was aber an dem Abschiedsgeschenk &#8222;Schnupfen&#8220; liegt. Der macht mir gerade mehr zu schaffen, als die Nachwirkungen der Geb\u00e4rmutter-Amputation. Schauen wir mal, was die n\u00e4chsten Tage und Wochen so bringen werden, ob es mir gelingen wird, meinen Eisenstand zu pushen und wann mir die Stubendecke auf den Kopf zu fallen droht. Auf die heutige Abenddusche freue ich mich, denn endlich wird es wieder Duschen sein, und nicht nur &#8222;betropfen&#8220;. Und jetzt muss ich mich schon wieder hinlegen, der Kreislauf hat das Kommando und ich werde auf ihn h\u00f6ren.<\/p>\n<p><strong>Beste Zitate aus dem Krankenhaus:\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Wieso haben Sie das denn so wachsen lassen? (In Bezug auf die Myome in der Geb\u00e4rmutter)<\/p>\n<p>Haben Sie ihren Mutterpass dabei?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da ich im Krankenhaus entgegen den vorab gecheckten Zusicherungen nicht den Hauch eines WLan hatte, gibt es jetzt eine kurze Zusammenfassung der letzten Tage, frank und frei und was ich eben dachte: Der Tag der Einweisung Ich war ja nerv\u00f6s &hellip; <a href=\"https:\/\/sajec.de\/blog\/die-gefuerchtete-woche\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-10038","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-tagebuch"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sajec.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10038","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sajec.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sajec.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sajec.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sajec.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10038"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/sajec.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10038\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10043,"href":"https:\/\/sajec.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10038\/revisions\/10043"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sajec.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10038"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sajec.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10038"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sajec.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10038"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}