{"id":10536,"date":"2014-05-08T21:04:27","date_gmt":"2014-05-08T19:04:27","guid":{"rendered":"http:\/\/sajec.de\/blog\/?p=10536"},"modified":"2014-05-08T21:11:58","modified_gmt":"2014-05-08T19:11:58","slug":"endlich-darf-ich-es-ausplappern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sajec.de\/blog\/endlich-darf-ich-es-ausplappern\/","title":{"rendered":"Endlich darf ich es ausplappern!"},"content":{"rendered":"<p>Nein, ich bin nicht schwanger! *lach* DAS w\u00e4re eine medizinische Sensation, so in meinem Alter und ohne Geb\u00e4rmutter inside. Nein, es gab in den letzten 7 Tagen eine Achterbahn bez\u00fcglich der nahen <strong>Karniggel-Zukunft<\/strong>. Am besten, ich erz\u00e4hle von Anfang an und der Reihe nach. Es k\u00f6nnte etwas lang werden.<\/p>\n<p>Eines Tages, so vor zirka 4 Wochen, kam mein Knuffelchen auf die Idee, sich auf eine Amtsleiterstelle in Cappeln (das liegt ungef\u00e4hr 80 km von Nordenham weg) zu bewerben. Die Stellenausschreibung passte wie Arsch auf Eimer, als h\u00e4tten sie dort seinen Namen hingeschrieben. Man kann es ja mal versuchen, den\u00a0Marktwert testen, und wir wollten ja schon l\u00e4ngst zumindest n\u00e4her nach OL gezogen sein. Also bewarb er sich. Nat\u00fcrlich machte man sich da schon die ersten zaghaften Gedanken: Was passiert, wenn dort alles passt, die das Knuffelchen als Amtsleiter und Standesbeamten haben wollen und wir umziehen (m\u00fcssen)? Ich schob den Gedanken erst einmal wieder beiseite. Abwarten, wer wei\u00df &#8230; <strong>Vielleicht<\/strong> <strong>ziehen wir ja wirklich nach Cappeln!<\/strong><\/p>\n<p>Dann wurde es Ende April und Knuffelchen fuhr (heimlich) an einem Urlaubs-Dienstag zu dem Vorstellungsgespr\u00e4ch nach Cappeln. Sein Arbeitgeber wusste noch nichts davon. Wir wollten noch abwarten, wie es laufen w\u00fcrde. In der Zwischenzeit haben wir immer schon mal hin und her \u00fcberlegt, wie das dann &#8211; im Falle eines knuffelschchen Jobwechsels nach Cappeln &#8211; finanziell aussehen w\u00fcrde: Er h\u00e4tte in Cappeln\u00a0effektiv erst einmal weniger Netto in der Tasche gehabt, aber als riesiger Pluspunkt stand auf der &#8222;Wir ziehen nach Cappeln&#8220;-Seite, dass man dann ein Auto loswerden k\u00f6nnte. Zurzeit fahren wir ja beide noch fr\u00f6hlich durch die Gegend, um auf unsere jeweiligen B\u00fcrost\u00fchle zu kommen. Ich zwar mehr als er, aber wir fahren; und ein Auto weniger w\u00fcrde sich in der Haushaltskasse durchaus bemerkbar machen. Ein dickes Minus andererseits w\u00e4re: Ich w\u00fcrde &#8211; falls es uns ernsthaft noch im Jahr 2014 nach Cappeln verschlagen w\u00fcrde &#8211; meinen Vormittagsjob bei dem Rechtsanwalt aufgeben m\u00fcssen. Ich schob den Gedanken immer noch beiseite. Noch stand ja nichts fest. Wir hielten mehrere Karniggelkriegsr\u00e4te ab, rechneten hin und her und kamen zu dem Schluss, dass Cappeln, wenn sie das Knuffel\u00a0wirklich haben wollten, noch etwas drauf setzen m\u00fcsste auf seinen Gehaltszettel. Da sie das vermutlich nicht machen werden,\u00a0blieb ich gelassen im Modus: <strong>Wir bleiben sicher, wo wir sind.<\/strong><\/p>\n<p>Ein paar Tage sp\u00e4ter kam der Anruf von Cappeln: Sie wollen Knuffelchen so schnell wie m\u00f6glich haben, und zwar auch mit der teureren Gehaltsstufe! BUMM. Da war sie nun, die Entscheidung: <strong>Wir ziehen nach Cappeln<\/strong>, sobald Knuffel seinem jetzigen Arbeitgeber gebeichtet und mit ihm einen Aufhebungsvertrag w\u00fcrde ausgehandelt haben. Das ganze Wochenende war ich unruhig! Aber langsam freundete ich mich mit dem Gedanken an: Warum nicht jetzt ein Neuanfang? Es war zwar nicht der passende Zeitpunkt, denn unser Bausparvertrag l\u00e4uft noch 3 Jahre, bevor wir da an die Knete kommen, aber nun gut, wir w\u00fcrden es schon irgendwie hinbekommen. Nach einer schlaflosen Nacht beschloss ich, begeistert zu sein. So lange wie kein exakter Termin f\u00fcr Cappeln f\u00fcr uns feststand, sollte und\u00a0wollte ich jedoch\u00a0noch die Klappe gegen\u00fcber dem Anwaltsb\u00fcro halten, und nicht verraten, dass ich demn\u00e4chst wohl k\u00fcndigen w\u00fcrde m\u00fcssen. Immerhin musste nun mit dem Knuffel-Arbeitgeber verhandelt werden, zu wann er ihn nach Cappeln ziehen lassen w\u00fcrde. Danach w\u00fcrde ich im Vormittagsb\u00fcro die Bombe platzieren.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich w\u00e4re so ein Neustart die ideale Gelegenheit, das Bazillus in eine eigne Wohnung zu schubsen. Das allerdings ist mit ihrem mickrigen Br\u00f6tchenverkaufsgehalt ganz sch\u00f6n\u00a0schwierig. Nat\u00fcrlich w\u00fcrde sie nicht nach Cappeln mit umziehen, denn sie hat hier in Nordenham ihren Job, ihre Freunde, ihr Umfeld; und sie will ja nun nicht mit ihren\u00a0Alten bis in alle Ewigkeit die Couch teilen und \u00fcber runterzubringende Bioeimer diskutieren. Wir schauten also nach bezahlbaren Wohnungen f\u00fcr Bazillus, und wir schauen immer noch. Das ist echt schwierig, aber wir werden einen Weg finden.<\/p>\n<p>Zwischenzeitlich &#8211; am Montag &#8211; hat dann Knuffel bei seinem Arbeitgeber die Bombe platzen lassen. Es kam eine Lawine ins Rollen. Das Ergebnis: Er kann da doch nicht einfach so k\u00fcndigen! Das geht nicht, &#8222;wir brauchen Sie doch! <strong>Sie k\u00f6nnen doch nicht einfach nach Cappeln ziehen!<\/strong>&#8222;. Es wurde ein eilig einberufenes Teamleitermeeting angesetzt, und man fragte mein Knuffelchen allen Ernstes, was er haben m\u00f6chte, damit er bleibt. Also wenn das so ist?! Knuffel lie\u00df sich ein Angebot machen und hielt Cappeln auf Sparflamme (er hatte noch nicht endg\u00fcltig dort zugesagt). Zun\u00e4chst sollte sein alter Arbeitgeber ihm ein Angebot machen, was er ihnen Wert w\u00e4re, was sie zahlen, damit er bleibt. Im Stillen dachten wir: So berauschend wird das schon nicht sein, dieses Angebot, <strong>wir ziehen bestimmt trotzdem nach Cappeln<\/strong>. In der Tat suchten wir bereits nach Wohnungen dort in der N\u00e4he; und man f\u00e4ngt ja dann schnell an, sich vorzustellen, wie es w\u00e4re &#8230; \u00a0ein Kaminzimmer, die Badewanne! Eine Badewanne! *tr\u00e4um*<\/p>\n<p>Der alte Arbeitgeber kl\u00f6ppelte eiligst\u00a0ein Angebot f\u00fcr Knuffel &#8211; und das konnten wir einfach nicht ablehnen! <strong>Also ziehen wir nicht nach Cappeln<\/strong>, sondern fast alles bleibt erst einmal so, wie es ist; au\u00dfer, dass Bazillus immer noch wild entschlossen ihren eigenen Stall in Nordenham gr\u00fcnden wird.<\/p>\n<p>Man man man! Das waren Chaostage, zwischen Vorfreude und Schiss; wie sage ich es meinem Chef, dem Anwalt? So manches mal w\u00e4re es mir fast herausgerutscht, besonders auch gegen\u00fcber der VK, wenn sie mal wieder den Spruch brachte: <em>Du bringst das aber schneller und besser, k\u00fcmmer du dich mal darum!<\/em> Da war ich drauf und dran zu erwidern: Demn\u00e4chst wir&#8217;ste das alles alleine machen m\u00fcssen, wenn ich hier verschwunden bin! Aber ich tat es gl\u00fccklicherweise nicht. Einerseits bin ich nun doch froh, dass wir nicht Hals \u00fcber Kopf das Jahr 2014 zum Umbruchsjahr machen m\u00fcssen; so ein Umzug ist nun nicht gerade Erholung und da w\u00e4re ein Haufen Arbeit in k\u00fcrzester Zeit\u00a0zu erledigen gewesen. Andererseits: Hach, ich vermisse nun doch die Badewannen, die wir uns bei den bereits ausgeguckten Wohnungen in und um Cappeln schon virtuell angesehen hatten. Aber sicher ist es so besser, wie es jetzt ist. Mit deutlich mehr Geld in der\u00a0Haushaltskasse und gen\u00fcgend\u00a0Ansparzeit, um in 2 bis 3 Jahren ordentlich umziehen zu k\u00f6nnen, wenn auch<strong> nicht nach Cappeln<\/strong> *lach* Eher in die OL-Gegend, wie wir es uns schon lange vorstellen. Dass ich aber n\u00e4chste Woche doch mal die Andeutung im Anwaltsb\u00fcro machen werde, wie knapp sie gerade an einer K\u00fcndigung meinerseits vorbeigeschliddert waren &#8230; Ha! Die Gesichtsz\u00fcge meines Chefs werden\u00a0bestimmt entgleisen. Er w\u00fcrde mir zwar kein <em>Was auch immer\u00a0es ist, was sie wollen &#8211; sie bekommen es, wenn sie bleiben<\/em>-Angebot machen, aber der Schreck w\u00fcrde ihm geh\u00f6rig in die Glieder fahren. \ud83d\ude1b<\/p>\n<p>Nach all diesem Hin und Her tut mir der morgige freie Freitag geh\u00f6rig gut.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nein, ich bin nicht schwanger! *lach* DAS w\u00e4re eine medizinische Sensation, so in meinem Alter und ohne Geb\u00e4rmutter inside. Nein, es gab in den letzten 7 Tagen eine Achterbahn bez\u00fcglich der nahen Karniggel-Zukunft. Am besten, ich erz\u00e4hle von Anfang an &hellip; <a href=\"https:\/\/sajec.de\/blog\/endlich-darf-ich-es-ausplappern\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-10536","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-tagebuch"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sajec.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10536","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sajec.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sajec.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sajec.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sajec.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10536"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/sajec.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10536\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10541,"href":"https:\/\/sajec.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10536\/revisions\/10541"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sajec.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10536"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sajec.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10536"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sajec.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10536"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}