{"id":11300,"date":"2014-10-21T09:33:25","date_gmt":"2014-10-21T07:33:25","guid":{"rendered":"http:\/\/sajec.de\/blog\/?p=11300"},"modified":"2014-10-21T12:52:33","modified_gmt":"2014-10-21T10:52:33","slug":"the-big-waschbaer-theory","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sajec.de\/blog\/the-big-waschbaer-theory\/","title":{"rendered":"The Big Waschb\u00e4r Theory"},"content":{"rendered":"<p><strong>Vorwort<\/strong>:<\/p>\n<p>Meine h\u00f6chst pers\u00f6nliche Theorie dar\u00fcber, warum ich in letzter Zeit scheinbar nicht mehr so kolossal freaking awesome tr\u00e4ume ist, dass einfach vor meiner\u00a0kolossal freaking Traumzeit das H\u00f6nd\u00fc meinen Lieblingssong spielt und ich aufstehen muss, um Akten zu schubsen. Heute jedoch &#8211; es ist kurz vor 9 Uhr &#8211; habe ich noch frei auf Krankenschein; und im Gegensatz zu den anderen verhusteten N\u00e4chten war es diesmal endlich wieder so, dass ich sofort eingeschlafen bin und durchschlafen konnte, jedenfalls so lange, bis drau\u00dfen zweimal eine d\u00e4mliche Autohupe meinen kolossal fantastischen Traum abrupt beendete. Aber bis dahin war es ein witziger Traum, den ich jetzt, bei Kaffee, einer Batterie von Taschent\u00fccher und dem Gedudel des Morgenshowradioprogramms verbloggen werde.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Durch die Hongkonger Hochhausschluchten irrte eine Horde junger Frauen etwas hektisch und planlos und in seltsame wei\u00dfe Kleider geh\u00fcllt. Eine der Frauen war ich. Wir suchten eine Studentenunterkunft, hatten einen kleinen Zettel als Wegweiser, der aber v\u00f6llig nutzlos war in dem Gewirr. Nebenbei sollten wir noch Zeitungen zustellen. Wir betraten das erste Hochhaus und fuhren mit dem Fahrstuhl in den 13. Stock, um dort mit dem Verteilen der Zeitungen zu beginnen. Dabei sollten wir die uns zugewiesene Unterkunft\u00a0finden. Das war jedenfalls der konfuse Plan. Voller Zuversicht betraten wir den Flur, der pl\u00f6tzlich aussah, wie das Treppenhaus meines alten Elternhauses. Ich erkannte die T\u00fcren der Nachbarn. Doch als wir die Zeitungen durch die Schlitze stopften, \u00f6ffnete sich bereits die erste T\u00fcr und eine Hausfrau in einem karierten Kittel meckerte uns an, dass sie doch keine Zeitung haben wolle. Die n\u00e4chste T\u00fcr, an die wir kamen, erkannte ich sofort: Es war die mit dem geheimen Loch an der Seite, durch die man nur einen l\u00e4nglichen schmalen Gegenstand, etwa eine H\u00e4kelnadel, stecken musste, um die T\u00fcr zu\u00a0\u00f6ffnen. Schon standen wir in der Wohnung, in der nichts weiter stand, als eine hohe, dunkelh\u00f6lzerne Schrankwand, in der ein Unterkasten v\u00f6llig fehlte. Ich betrachtete verdutzt die halbfertige Schrankwand und \u00fcberlegte, wer denn wohl einen einzigen Schrankwandunterkasten stehlen w\u00fcrde und wie er das geschafft haben k\u00f6nnte, ohne dass die restliche Anbauwand v\u00f6llig in sich zusammenst\u00fcrzte. Meine Begleiterinnen jedoch wunderte das scheinbar nicht und sie begannen, die Schrankwand mit den mitgebrachten Zeitungen vollzustopfen.<br \/>\nSchon war es Zeit f\u00fcr die Mensa. Wenn wir noch Pl\u00e4tze erhalten wollten, mussten wir uns sputen. Wir fuhren also mit dem Fahrstuhl ein paar Stockwerke weiter und gelangten in ein\u00a0Foyer, das aus Glas bestand. Wie erwartet war es bereits zu einer Warteschlange gekommen, \u00fcberall tratschende Studentenreihen, die auf ihr Essen warteten. Ich sah durch eine der gro\u00dfen Glasfassaden hinaus auf den\u00a0Parkplatz, als dort gerade ein schmutziger dunkelgr\u00fcner alter Opel einfuhr. Mit quietschenden Reifen schlitterte er \u00fcber den Kies und halb \u00fcber den Rasen, fuhr noch etwas r\u00fcckw\u00e4rts und kam zum stehen. Ich kannte das Auto und wusste sofort, wer\u00a0derartige Bremsman\u00f6ver gew\u00f6hnlich hinlegte. Und richtig: Bernadette von TBBT stieg aus; und mit ihr auch alle anderen Schauspieler aus eben jener Serie. Mein Gehirn dachte nur: Bitte nicht die! Doch es war zu sp\u00e4t um sich zu verstecken; die TBBT Gang hatte das Schlangenende und damit mich bereits erreicht und reihte sich ein. Bernadette winkte mir zu und fragte mich, ob ich schon von dem Vorfall auf dem anderen Parkplatz geh\u00f6rt h\u00e4tte? In meine Stirn tauchte ein Reihe von Fragezeichen auf. Welcher Vorfall? Und wieso sah Raj so &#8230; anders aus als in der Serie? Seine Haut war n\u00e4mlich schneewei\u00df, er war blond gelockt und sein indischer Akzent war verschwunden. Aber nat\u00fcrlich! Er war ja nur der Schauspieler, privat sah er eben ganz anders aus. Die Studenten in der Reihe um mich herum tuschelten, sie hatten die Schauspieler auch erkannt und betrachteten sie mit Ehrfurcht. Ich fand das einfach l\u00e4cherlich, hatten die nicht gesehen, wie schlecht Bernadette einparkt?<br \/>\nW\u00e4hrend ich noch dar\u00fcber nachgr\u00fcbelte, erz\u00e4hlte mir Bernadette von dem tragischen Vorfall auf dem Parkplatz nebenan: Ein bewaffneter Waschb\u00e4r h\u00e4tte auf einer kreisrunden, etwa 5 Meter im Durchmesser gro\u00dfen Wiese, genau in der Mitte, ein pl\u00e4rrendes Kind als Geisel genommen. Diese Information setzte die neugierigen Studenten in Bewegung, alle rannten sie zu der Wiese, um den terroristischen Waschb\u00e4r und das pl\u00e4rrende Kind zu beglotzen. Ich beobachtete alles weiterhin durch die Foyerfensterscheiben und war sprachlos, wie dumm die Masse war! Sahen die nicht, dass das Kind den Waschb\u00e4r in seiner Gewalt hatte? Der Waschb\u00e4r war das Opfer! Bernadette schrie irgendwas von: Freiheit f\u00fcr die Wiese! und alle beschlossen, zur\u00fcck in die Mensa zu gehen, Waschb\u00e4r und Kind sich selbst zu \u00fcberlassen und f\u00fcr die Freiheit der Wiese einfach das heutige Mensaessen nicht zu bezahlen! Alle waren begeistert, ich war verdattert, denn das ergab f\u00fcr mich nun gar keinen Sinn. Der Waschb\u00e4r schulterte sein Maschinengewehr, zuckte mit den Waschb\u00e4rachseln und trollte sich davon, w\u00e4hrend das Kind immer noch pl\u00e4rrend und missachtet auf der Wiese hockte.<\/p>\n<p>&#8230;. und dann hupte der d\u00e4mliche Autofahrer und riss mich in den Morgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorwort: Meine h\u00f6chst pers\u00f6nliche Theorie dar\u00fcber, warum ich in letzter Zeit scheinbar nicht mehr so kolossal freaking awesome tr\u00e4ume ist, dass einfach vor meiner\u00a0kolossal freaking Traumzeit das H\u00f6nd\u00fc meinen Lieblingssong spielt und ich aufstehen muss, um Akten zu schubsen. 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