{"id":14581,"date":"2015-09-30T09:18:46","date_gmt":"2015-09-30T07:18:46","guid":{"rendered":"http:\/\/sajec.de\/blog\/?p=14581"},"modified":"2015-10-03T12:52:12","modified_gmt":"2015-10-03T10:52:12","slug":"mit-dem-zug-in-die-pfalz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sajec.de\/blog\/mit-dem-zug-in-die-pfalz\/","title":{"rendered":"Mit dem Zug in die Pfalz"},"content":{"rendered":"<p>(der erste Teil des Pfalz-Wochenend-Berichtes)<\/p>\n<p>\u201eKommt doch zu mir!\u201c lautete der Vorschlag, und \u201ezu mir\u201c hie\u00df in diesem Fall ins wundersch\u00f6ne Baden-W\u00fcrttemberg zu @cat. Mit mir war @JMacLean unterwegs, und schon die Zugfahrt zu Cat war aufregend.<\/p>\n<p>Eigentlich fahre ich supergern Zug, es erinnert mich an meine Kindheit. Da bin ich irgendwie st\u00e4ndig Zug gefahren, was kein gro\u00dfer Akt war, wenn der Vater bei der Bahn arbeitet und man deswegen nie eine Fahrkarte kaufen brauchte, sondern wann immer man wollte man kreuz und quer durch die Republik fahren konnte, so man denn Zeit und Lust dazu hatte.<\/p>\n<p>Jedenfalls freute ich mich auf die Zugfahrt und die Erlebnisse, die sie mit sich bringen w\u00fcrde. Dabei war die Buchung des Tickets schon Wochen vorher alles andere als einfach. Es musste ein Zug gefunden werden, der nicht 2 Mio. Jahre bis nach Mannheim braucht, zu einer annehmbarer Zeit dort ankommen w\u00fcrde, nicht zu viele Umsteigeakte erforderlich macht und auch noch von Bremen \u00fcber Essen fahren sollte, damit Jo zusteigen kann.<\/p>\n<p>In dem ganzen Zugbuchungshickhack fanden wir dann einen, der uns beiden gefiel und buchten; gl\u00fccklicherweise auch die dazugeh\u00f6rigen Platzreservierungstickets, was sich als sehr (sehr!) clever noch herausstellen sollte.<\/p>\n<p>Weniger clever war die Tatsache, dass ich die falsche Abfahrtszeit erwischte. Freitags ist ja noch immer Gro\u00dfkampftag im Anwaltsb\u00fcro, und mein eigentlicher Plan sah so aus, dass ich erst die Akten schubsen wollte, nach B\u00fcroschluss zum gegen\u00fcberliegenden Bahnhof spaziere und die Fahrt in die Pfalz antrete. Doch:<\/p>\n<p>Erst am betreffenden Freitag fiel mir auf, dass der gebuchte Zug eine \u00be Stunde nach B\u00fcroschluss zwar tats\u00e4chlich abfahren w\u00fcrde, allerdings in Bremen; und um nach Bremen zu kommen, m\u00fcsste ich das B\u00fcro so ca. 1,5 Stunden vor meinem eigentlichen Freitagsfeierabend verlassen. Na super! Chef (so bef\u00fcrchtete ich) w\u00fcrde not amused sein, hatte ich doch letzten Freitag schon 1 Stunde geschw\u00e4nzt \u2013 wenn auch mit Chef\u2019s Erlaubnis.<\/p>\n<p>Nun gut, es nutzte ja nichts, die tickets waren nun mal so gebucht, der neue Rucksack mit dem Schlafschaf drin gepackt \u2026 mit Chef w\u00fcrde ich schon einig werden. Und ich wurde, tigerte \u00e4u\u00dferlich entspannt aber innerlich aufgeregt wie ein kleines Kind zum Bahnhof und freute mich auf ein fantastisches Wochenende.<\/p>\n<p>Die Strecke bis Bremen war ereignislos, die NordWestBahn klapperte die Klitschen ab. Nur hatte ich den fatalen Fehler begangen, mir die Zwischenstopps der langen Fahrt nach Mannheim separat auszudrucken, in der irrigen Annahme, dass, wenn ich den Fahrplan mit meiner gebuchten Zugnummer ausdrucke, ich dann automatisch die richtige Strecke erwischen w\u00fcrde. Mit Erschrecken stellte ich dann im Zug nach Bremen fest, dass ich in Dortmund umsteigen sollte \u2026 und f\u00fcr den neuen Zug w\u00e4ren dann keine Sitzpl\u00e4tze f\u00fcr Jo und mich markiert! Fehler! Fehler! Fehler! Ich lief innerlich Amok. Ich war ja so bl\u00f6d! Aber vielleicht konnte ich das ja noch in Bremen berichtigen, die haben da ja so einen Service-Point, da kann ich bestimmt noch Platzkarten nachtr\u00e4glich reservieren.<\/p>\n<p>Am besagten Bahn-Service-Punkt stand eine Schlange, aber da ich Zeit hatte, stellte ich mich an; kam auch dran, schilderte meine Verwirrung und mein Problem, und erntete ein mildes L\u00e4cheln. \u201eSie fahren nicht oft Zug, oder?\u201c Na vielen Dank auch! Ja, ich bin ein seltener Zugfahrer, aber einen Zugfahrplan kann ich schon noch lesen und da steht Umsteigen und anschlie\u00dfend nichts mehr mit Platzkarten \u2026<\/p>\n<p>Die milde l\u00e4chelnde Dame belehrte mich dann, dass ich doch ein Sparticket gebucht habe, nie und nimmer umsteigen br\u00e4uchte, sondern brav von Bremen bis Mannheim auf meinen Platz bleiben konnte. Die Verbindung, die ich mir nachtr\u00e4glich ausgedruckt hatte, beginnt zwar auch mit meiner Zugnummer, ist aber f\u00fcr die Eiligen, die dann in den ICE umsteigen, um eine ganze Stunde fr\u00fcher in Mannheim oder Stuttgart anzukommen.<br \/>\nUff! Aha. Na, dann ist ja alles gut.\u00a0Gl\u00fccklicherweise habe ich nachgefragt (Frauen tun so etwas!), sonst w\u00e4re ich tats\u00e4chlich in Dortmund aus dem Zug gesprungen und h\u00e4tte alles durcheinander gebracht.<\/p>\n<p>Mein Schlafschaf, das seinen Kopf aus meinem Rucksack steckte, erregte Aufmerksamkeit auf dem Bahnsteig. Ein Mann schaute es besonders l\u00fcstern an und ich kl\u00e4rte ihn auf, was die Vorz\u00fcge eines Schlafschafes sind.<\/p>\n<p>Dann fuhr endlich der Zug ein mit dem Wagen dran, in dem unsere Sitzpl\u00e4tze sein sollten, und nach einer chaotischen Ewigkeit vor der Zugt\u00fcr wartend und von der Lautsprecheransagerin bereits ermahnt, nun endlich einzusteigen in\u00a0Wagen 8!\u00a0Ja, wie denn? Ich will ja, wie die 20 anderen neben mir auch, aber wir k\u00f6nnen nicht, der Zug ist verstopft! &#8211; Geschafft!<br \/>\nDie reservierten Sitzpl\u00e4tze erwiesen sich als Segen und als ich den meinigen gefunden und mit Beschlag belegt hatte, konnte ich beobachten, wie die\u00a0Sitzplatzreservierungsverweigerer Sitzplatz-Hopping betrieben. Also mir pers\u00f6nlich w\u00e4re das zu anstrengend.<\/p>\n<p>Neben mir nahm ein s\u00fc\u00dfes altes Ehepaar Platz, mit denen man sich herrlich unterhalten und \u00fcber die Erlebnisse bei einer Bahnfahrt philosophieren konnte. Und so verging die Zeit wie im Flug im Zug, das KINDLE war mit, auch Musik, man brachte mir Kaffee, der scheu\u00dflich schmeckte, aber eben Kaffee war. Jo fand mich in Essen und danach verging die Zugfahrt noch rasanter.<\/p>\n<p>Cat pfl\u00fcckte uns wie versprochen in Mannheim ab \u2013 Hallo und Wiedersehensge-HUG-se \u2013 und chauffierte uns durch ein n\u00e4chtliches, volles und br\u00fcckenchaotisches weil gesperrtes Monnheem auf die \u201erichtige\u201c Rheinseite. Und dann war ich froh, dass es endlich Essen gab, eine Couch und ein gem\u00fctliches #supernatural-watching der geschnittenen Szenen der Staffel 10!<\/p>\n<p>Morgen sollte es auf gro\u00dfe Wanderung gehen, durch die Pfalz \u2026 und dann gibt es auch Bilder.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(der erste Teil des Pfalz-Wochenend-Berichtes) \u201eKommt doch zu mir!\u201c lautete der Vorschlag, und \u201ezu mir\u201c hie\u00df in diesem Fall ins wundersch\u00f6ne Baden-W\u00fcrttemberg zu @cat. 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