{"id":14855,"date":"2016-02-01T17:10:34","date_gmt":"2016-02-01T16:10:34","guid":{"rendered":"http:\/\/sajec.de\/blog\/?p=14855"},"modified":"2016-02-01T17:10:34","modified_gmt":"2016-02-01T16:10:34","slug":"heya-im-still-alive","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sajec.de\/blog\/heya-im-still-alive\/","title":{"rendered":"Heya &#8211; I&#8217;m still alive"},"content":{"rendered":"<p>Ja, ich wei\u00df &#8230; der Blog war schon mal aktiver. Derzeit bin ich gefangen in einer anderen Welt (noch immer, und es besteht keine Aussicht auf Heilung &#8211; nicht, dass ich \u00fcberhaupt geheilt werden m\u00f6chte!)<\/p>\n<p>Dabei passieren durchaus noch erz\u00e4hlenswerte Geschichten im Real Life. Das letzte Wochenende zum Beispiel: Das steckte voller \u00dcberraschungen und Freude; obwohl es mit einem Schock am Donnerstagabend begann:<\/p>\n<p>Geplant hatte ich f\u00fcr den Freitag einen Geburtstags-\u00dcberraschungsbesuch bei Jo. Daf\u00fcr bekam ich den Freitag beim Anwalt frei. Der Donnerstagabend ist &#8211; daran hat sich nichts ge\u00e4ndert &#8211; f\u00fcr supernatural reserviert, und die letzte Folge war gut! So verdammt gut, dass ich es kaum erwarten konnte, sie noch einmal zu sehen. Habe ich dar\u00fcber \u00fcberhaupt gebloggt? Vermutlich nicht. Egal jetzt. Ich wollte also schnellstm\u00f6glich nach Hause, und sah es als pers\u00f6nlichen Angriff an, als schon wieder auf der B ein ellenlanger Stau war, wie auf der Heimfahrt am Vorabend auch schon. Was ist diese Tage los auf den Stra\u00dfen in der Wesermarsch?! Jedenfalls: Diesmal entschied ich mich, durch die Wisch abzuk\u00fcrzen und den Stau zu umfahren. Die Wisch ist Wiesen- und Moorlandschaft. Die Stra\u00dfen sind eng und geteert, aber die Baumwurzeln k\u00fcmmern sich nicht darum, und so sind es Huckelpisten, \u00fcber die man besser nicht mit 120 km\/h braust. Das wei\u00df ich nun auch, denn mitten im Moor, abseits jeglicher Zivilisation, gab es einen Knall, und dann klapperte es im hinteren Radkasten des D\u00e4monenmazdas. Zuerst dachte ich, dass sich ein st\u00f6rrischer Ast drin verfangen hat; doch es h\u00f6rte nicht auf. Also hielt ich an, kletterte drunter, sah nichts. Und es klapperte weiter. Irgendwas war definitiv kaputt. Schei\u00dfe! Und ich mitten im Moor, kein Licht, nicht mal einen Anhaltspunkt, wo ich sein k\u00f6nnte. Das altersschwache H\u00f6nd\u00fc moppt mich sowieso bei jeder Gelegenheit, das brauchte ich gar nicht fragen. So schleppte ich mich in Schrittgeschwindigkeit 15 km weiter, bis ich zumindest in bewohnte Gegend kam. Fortuna war mir hold, ich stoppte klappernd den Mazda vor einer Autowerkstatt, wo gerade die Lichter ausgingen. Ein junger Mann sah mich verzweifelt winken, schmiss sich unter den Mazda, leuchtete alles ab und diagnostizierte: Sto\u00dfd\u00e4mpferbruch. Klasse! Kann ich so gar nicht gebrauchen. Er bot sich an, den Wagen in seine Werkstatt zu schubsen und zu schauen, ob er es flicken kann. Aber er hat doch Feierabend, und ich bin eine freundliche Person, die niemanden den Feierabend rauben will. Also lehnte ich ab, erbat nur die Koordinaten, um dem ADAC zu rufen &#8211; wozu bezahlen wir den? Also rief ich die Abschleppengel, schilderte Problem, Standort, Autofarbe, Diagnose und dass ich dringend nach Hause muss, und erflehte Hilfe. Diese wurde mir innerhalb der kommenden 60 Minuten versprochen. Fein! Warten! Warten ist kein Problem &#8211; ich hatte das KINDLE mit. Mit dem KINDLE ist Warten \u00fcberhaupt nicht schlimm. Ich twitterte noch schnell mein Mischgeschick, sagte das verabredete supernatural-Watching-Date seufzend ab; und vermutlich strich dann Jo gedanklich auch schon den geahnten Besuch meinerseits.<br \/>\nNun, was soll ich sagen: Ich kam nicht weit mit dem KINDLE, nicht mal ein Kapitel, als der ADAC blinkend heranrollte, dessen Fahrer ich erst einmal umarmte vor Erleichterung, dass er mich \u00fcberhaupt so schnell gefunden hat. Er schmiss sich seinerseits auch noch einmal unter den Mazda, best\u00e4tigte den Sto\u00dfd\u00e4mpferbruch, verlud mein Mazdachen und brachte mich nach Hause. Mazda kam gleich zu den Rotjacken, und diese bekamen einen Hilfebrief samt Autoschl\u00fcssel in den Briefkasten geschmissen.<\/p>\n<p>Meine gesamte Planung f\u00fcr den \u00dcberraschungsbesuch in E. war aber jetzt auf den Kopf gestellt; ohne Mazda blieb nur noch Zug. Also packte ich am Freitagmorgen fix meine Sachen neu und reduzierte alles auf einen Rucksack voll; Kaffee (!, von dem ich wusste, dass ich bei Jo keinen bekommen w\u00fcrde, sie ist eine sture Kaffeeverweigerin), die Schlafdecke, das Six-Pack Hollunder-Bier, das ich plante mitzubringen &#8211; all das musste zu Hause bleiben. Aber immerhin w\u00fcrde ich Gelegenheit haben, im Zug gen\u00fcsslich meine Stories zu inhalieren &#8211; und so tat ich. Vermutlich machte ich Ger\u00e4usche dabei, und fast h\u00e4tte ich den Ausstieg verpasst, aber nur fast. Ich schaffte es zu Jo, und \u00fcberraschte sie. Was f\u00fcr eine Freude! \u00dcberraschung gelungen w\u00fcrde ich sagen.<\/p>\n<p>Der Nachmtitag verging wie im Flug mit Reden und (nat\u00fcrlich) supernatural-Schauen (was sonst?!), und dann war es auch schon an der Zeit, Jo zu entf\u00fchren. Ich hatte einen Tisch reserviert f\u00fcr 20 Uhr in einem Lokal namens Moschmosch in Oberhausen. Ich nahm an, es servierte Pizza. Ich war irgendwie auf Pizza eingestellt. Es kam anders. Aber lecker. Und es kamen wie verabredet noch Kaddy &amp; Ecki dazu; und die Chemie stimmte von der ersten Minute. Wir hatten Spa\u00df &#8211; und leckere japanische Nudelgerichte, und ich sp\u00e4ter dann &#8211; nach einem verzweifelten Blick zu dem Kellner &#8211; auch eine Gabel statt St\u00e4bchen. Es war ein zauberhafter Abend; das sollten wir mal wieder machen! Gerne auch mit Chardonnay. Mehr Chardonnay &#8211; das Zeug kann man trinken, danach kann man mich aber nicht mehr f\u00fcr voll nehmen! LOL<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Tag begann faul, mit einem kleinen Fr\u00fchst\u00fcck at Jo&#8217;s und viel Reden und ein bisschen Lesen und supernatural schauen und heimlich mit Pitti twittern, die ich \u00fcber Twitter anflehte, Kaffee mitzubringen. Pitti kam, mit ihr der Kaffee. Ich verspeiste gen\u00fcsslich Jensens Mund und Ohr von der geschenkten Jensen-Schokoladen-Torte (yummi!). What next? Pizza? N\u00f6 &#8211; RoadStop-Kneipe zum Abendessen. Die Fahrt dahin mit Pitti als Chauffeur. Und was soll ich euch erz\u00e4hlen? Kann man sich in eine Kneipe verlieben? Ich kann! Auch, wenn wir 25 Minuten warten mussten, bis endlich ein Tisch frei wurde, es hat sich gelohnt! Das war ein richtiges Road-House, und das Feeling war einfach umwerfend, totally amerikanisch. Ich wollte gar nicht mehr weg! Dazu gab es den besten Burger, den ich jemals gegessen habe! WOW!<\/p>\n<p>Der Abend dann verlief ruhig (mit noch einer Folge supernatural), und die Nacht verbrachte ich noch lesend (was auch sonst) auf Jo&#8217;s bequemer Couch. Der Sonntag begann sp\u00e4t, fast zu sp\u00e4t. Zeit f\u00fcr die Heimfahrt. Ich hatte mir vorgenommen, die aktuelle Story auf der 3-Stunden-Zugfahrt gem\u00fctlich weiter zu lesen. Es muss ja Vorteile haben, wenn man Zug f\u00e4hrt. Ich fand den gebuchten Sitzplatz, der war belegt. Aber nicht so schlimm, da war ja noch einer nebendran frei. Die Frau neben mir r\u00e4tselte in einer japanischen Zeitung und entschuldigte sich, dass sie sich so breit machte, als sie ihre Zeitung und Stifte fix zusammensuchte. &#8222;Keine Panik, ich hole sowieso gleich mein KINDLE raus, und wenn ich dann merkw\u00fcrdige Ger\u00e4usche machen, st\u00f6ren Sie sich bitte nicht daran, das ist bei mir normal!&#8220; antwortete ich schmunzelnd. &#8222;Was lesen sie denn?&#8220; fragte die Dame neugierig, und meine Ohren wurden wohl etwas rot. &#8222;Das kann ich nicht verraten!&#8220; murmelte ich. Worauf sie lachte und meinte, dass in Tokio die Menschen ganz ungeniert ihre Porno-Comics lesen, obwohl man doch annehmen sollte, dass die Japaner so zur\u00fcckhaltend sind. &#8222;Sie waren in Tokio? Und sie lernen Japanisch? Ich bin beeindruckt!&#8220; Das war ich wirklich, und es entspann sich ein Gespr\u00e4ch, \u00fcber Tokio, die Leute, ihr Leben (sie ist Bauzeichnerin und 72 Jahre alt), \u00fcber Taifune und Erdbeben, \u00fcber Kanada und meine Serie und wie sie mein Leben ver\u00e4nderte, \u00fcber die unterschiedlichen Mentalit\u00e4ten und Br\u00e4uche, \u00fcber Essgewohnheiten, Politik und Fl\u00fcchtlinge &#8230; schlicht \u00fcber Gott und die Welt. Zwischendurch stieg noch ein weiteres P\u00e4rchen ein und platzierte sich an unseren Tisch, und sie wurden sofort in die Unterhaltung einbezogen. Auch die zugestiegene Frau war Bauzeichnerin, ihr Mann arbeitete beim NDR. Die Geschichten wurden noch lustiger und unterhaltsamer und bald waren wir am Erz\u00e4hlen und Lachen, \u00fcber Fasching und Urlaub und Kinder &#8230; die Zeit verging wie im Flug und ich hatte nicht einmal ins KINDLE geschaut. Die \u00e4ltere Dame lud mich auf einen Kaffee ein, und wenn sie mir nicht erstaunt pl\u00f6tzlich zugerufen h\u00e4tte: &#8222;Heya, sind wir schon in Bremen?&#8220;, h\u00e4tte ich verdammt noch mal meinen Ausstieg verpasst. Wir verabschiedeten uns herzlich! &#8218;Ob ich denn \u00f6fters auf dieser Strecke unterwegs w\u00e4re, ob man sich wieder sehen w\u00fcrde?&#8216; wollte sie wissen. Vermutlich eher nicht, denn wenn mein Mazda nicht in der Wisch &#8230; Schade &#8230; oder vielleicht klappt es ja doch noch einmal! Zugfahren mit den richtigen Leuten ist unterhaltsam!<\/p>\n<p>Der Rest des Weges von Bremen nach Hause verlief unspektakul\u00e4r und verlesend, der Marsch vom heimischen Bahnhof zur Couch war anstrengend, vermutlich habe ich mir doch eine klitzekleine Erk\u00e4ltung zugezogen. Zu Hause ist das Internet verloren gegangen. Die neue Fritz-Box findet es jedenfalls nicht. Aber nicht so schlimm: Mein KINDLE-Lesestoff reicht noch f\u00fcr ein oder zwei Wochen, bis ich Nachschub laden muss.<\/p>\n<p>So war das Wochenende aufregend und sch\u00f6n und spannend &#8230;<br \/>\nHeute Morgen habe ich Mazda geheilt von den ATUern zur\u00fcck geholt, die Woche etwas relaxter gestartet, und noch immer muss ich schmunzeln \u00fcber das vergangene Wochenende.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ja, ich wei\u00df &#8230; der Blog war schon mal aktiver. Derzeit bin ich gefangen in einer anderen Welt (noch immer, und es besteht keine Aussicht auf Heilung &#8211; nicht, dass ich \u00fcberhaupt geheilt werden m\u00f6chte!) 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