{"id":16562,"date":"2017-10-24T13:46:54","date_gmt":"2017-10-24T11:46:54","guid":{"rendered":"http:\/\/sajec.de\/blog\/?p=16562"},"modified":"2017-10-24T13:52:50","modified_gmt":"2017-10-24T11:52:50","slug":"spieglein-spieglein-tief-in-mir","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sajec.de\/blog\/spieglein-spieglein-tief-in-mir\/","title":{"rendered":"Spieglein, Spieglein &#8230; tief in mir &#8230;"},"content":{"rendered":"<p>So schnell sind&nbsp; ganze 4 Wochen ins Land gegangen, und schon war sie f\u00e4llig, die Darmspiegelung, um der Gereiztheit meines Darmes auf die Ph\u00fcnykel zu f\u00fchlen. Ich sah es gelassen, was h\u00e4tte ich auch sonst anderes tun sollen? Das haben schon andere hinter sich gebracht, also werde ich das auch \u00fcberstehen und dann wissen, woran ich bin.&nbsp;<br \/>\nAb Montag 17 Uhr ging es mit der Vorbereitung los, Zeugs schlucken, was ich eklig in Erinnerung hatte, das aber erstaunlich gar nicht so schlecht schmeckte. Dann innerhalb einer Stunde 1 Liter Wasser in mich hineinkippen, und in den nachfolgenden zwei Stunden noch einmal ein Liter. Puh! Das ganze dann noch mal 4 Stunden vor der eigentlichen Darmspiegelung, also den Wecker auf 5 Uhr stellen, um die Prozedur noch einmal zu starten. Ich als Trinkmuffel war nur am St\u00f6hnen, aber ich hab es geschafft, die geforderte Trinkmenge irgendwie in mich hineinzukippen. Immer, wenn der Weckeralarm los ging, zwang ich mir 250 ml in den Rachen. Sprints zum WC waren dann nat\u00fcrlich unabwendbar, und die Nacht deswegen auch eher &#8230; beschissen. Aber was soll&#8217;s, da musste ich eben irgendwie durch.<br \/>\nErw\u00e4hnte ich, dass ich nicht nur meinen Kaffee ab Montag schmerzlich (und ich meine schmerzlichst!) vermisste? Und ich hatte Hunger! Mann, was hatte ich f\u00fcr einen Hunger! Keine Tomaten ab 3 Tage vor der Untersuchung! Und auf was hatte ich Appetit, als w\u00fcrde mein Leben davon abh\u00e4ngen? Tomaten! Oder M\u00fcsli, und seit gestern gab es sowieso nur noch Suppe und Tee, oder Tee und Suppe.&nbsp;<\/p>\n<p>Dienstag, frisch geduscht und erstaunlicher Weise noch immer gelassen, selbst bei der Vorstellung, dass man mir bald irgendwas in den Hintern schieben wird, sa\u00df ich dann mit KINDLE bewaffnet (nie ohne mein KINDLE!) im Wartebereich und las. Bl\u00f6derweise war ich in der story gerade an der Stelle, wo eines der Kids von Brian &amp; Justin stirbt; und was passiert? Nat\u00fcrlich &#8230;&nbsp; mir liefen hemmungslos die Tr\u00e4nen. Was diverse Schwestern und \u00c4rzte auf den Plan rief, die besorgt dachten, ich bekomme einen Nervenzusammenbruch wegen der bevorstehenden Untersuchung. LOL Also versuchte man mich zu beruhigen und geleitete mich in eine Mini-Umkleidekabine, wo ich alles ablegen und in eines dieser internationalen OP-Hemdchen schl\u00fcpfen musste. Diese sehen \u00fcberall auf der Welt gleich aus: wei\u00df mit blauen kleinen P\u00fcnktchen, hinten offen und man d\u00fcrfte selten darin majest\u00e4tisch aussehen, sondern einfach nur albern. Es sei denn, man ist Dean Winchester oder Brian Kinney &#8230; dann kann man selbst diese l\u00e4cherliche Hemdchen tragen und seine W\u00fcrde bewahren.&nbsp;<br \/>\nDa stand ich also, im OP-Hemdchen, die Tr\u00e4nen wegen dem Drama in der story halbwegs getrocknet, und noch immer war ich &#8230; ruhig und gelassen. Ich staunte \u00fcber mich selbst. Man schubste mich sanft auf eine bereitstehende Pritsche, verkabelte meine Nase mit Sauerstoff und st\u00f6pselte meinen linken Zeigefinger an das Pulsmessger\u00e4t. Plopp &#8211; Plopp &#8211; Plopp &#8230; regelm\u00e4\u00dfig gongte mein Puls durch den Raum, auch der Blutdruck war zufriedenstellend. Eine Schar \u00c4rzte wurde hereingesp\u00fclt, die dann alle um mich herumstanden, wie ich da so auf der Pritsche lag, ohne Brille, mit dem l\u00e4cherlichen OP-Hemdchen an und das st\u00e4ndige ruhige Puls-Geplobbe. &#8218;Na, sie sind ja total entspannt! Hat sie schon was bekommen?&#8216; fragte der Schamanenanf\u00fchrer schmunzelnd. N\u00f6, ich hatte noch nicht, aber ich sollte gleich bekommen.&nbsp;<br \/>\nHallo! Was f\u00fcr awesome Zeug ist das denn bitte gewesen? Nur wenige Sekunden, dann wurde es mir ein wenig schwummrig, aber nicht so, dass man kotzen m\u00f6chte, und dann war ich weg. Irgendwann d\u00e4mmerte ich halbwegs wieder zu Bewusstsein, h\u00f6rte was von Polypen und &#8230; grabschte eine Hand, die da vor mir war &#8230; bekam noch eine Dosis, und war Sekunden sp\u00e4ter wieder selig hin\u00fcber. Ein 2. und 3. Mal wurde ich noch wach, es war nie unangenehm, aber das rumgespiegel dauerte doch bei mir l\u00e4nger, als veranschlagt. Und irgendwann wachte ich dann auf, und es war vorbei. Jemand hielt meine Hand, l\u00e4chelte mich an und hie\u00df mich welcome back im Land des Bewusstseins. Nach einer Weile durfte ich mich auch wieder aufsetzen und anziehen. Nun musste ich nur noch auf den Arztbericht warten.&nbsp;<\/p>\n<p>Und der sieht schlicht so aus: Wie bereits vermutet, ist mein Darm besonders h\u00fcbsch! LOL Nee, ernsthaft, bei einigen Menschen haben manchmal Darmabschnitte so kleine Ausbuchtungen, in denen sich eben Zeugs festsetzen kann, was sich dann entz\u00fcndet und die Gereiztheit und die Probleme verursacht. Bei mir ist das nicht nur bei einem kleinen St\u00fcck Darm, sondern quasi \u00fcberall. Ich soll unbedingt darauf achten, langsam zu essen, gut zu kauen und den Stuhl immer weich zu halten! Trockenpflaumen, Zwetschgen, Feigen etc. Ein Abstrich musste auch gemacht werden, aber dessen Ergebnis bekomme ich erst, wenn ich in Hawaii bin.&nbsp;<\/p>\n<p>Jetzt hab ich erst mal Hunger, und mein Kaffeelevel ist auch noch nicht wieder da, wo es sein k\u00f6nnte. Na dann &#8230;&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So schnell sind&nbsp; ganze 4 Wochen ins Land gegangen, und schon war sie f\u00e4llig, die Darmspiegelung, um der Gereiztheit meines Darmes auf die Ph\u00fcnykel zu f\u00fchlen. Ich sah es gelassen, was h\u00e4tte ich auch sonst anderes tun sollen? 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