{"id":18261,"date":"2018-08-07T10:54:57","date_gmt":"2018-08-07T08:54:57","guid":{"rendered":"https:\/\/sajec.de\/blog\/?p=18261"},"modified":"2018-08-07T11:17:58","modified_gmt":"2018-08-07T09:17:58","slug":"das-gruene-wesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sajec.de\/blog\/das-gruene-wesen\/","title":{"rendered":"Das gr\u00fcne Wesen"},"content":{"rendered":"\n<p><em>\u00a0Es k\u00f6nnte wirr werden, der Traum war wirr, aber aufregend, spannend und abenteuerlich. Und ein wenig magisch:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-very-dark-gray-color has-pale-cyan-blue-background-color\">Ein hoher Raum, altmodisch eingerichtet, eine Art Bibliothek. Es roch nach Holz und Wachs und die Dielen quietschten, wenn man sie betrat. Hohe Fenster, vor denen wei\u00dfe Vorh\u00e4nge wehten. Es ist idyllisch, ruhig, fast zu ruhig. Zwei Menschen betreten den Raum aus entgegengesetzten Richtungen, und ihre Blicke treffen sich. Sie verharren in ihrer Bewegung, sehen sich an, minutenlang, schweigend, nur wenige Meter voneinander getrennt. Seine gr\u00fcnen Augen funkeln, ihr L\u00e4cheln ist strahlend. Sie kommunizieren ohne Worte, nur mit Blicken. Die wei\u00dfen Vorh\u00e4nge wehen und Licht flutet den Bibliotheksraum, in dem sie sich noch immer schweigend und gebannt gegen\u00fcberstehen.\u00a0<br\/><br\/>Doch die Ruhe ist nicht von Dauer, weitere Menschen n\u00e4hern sich, bewaffnet mit Forken und Harken, w\u00fctend schreiend, sich gegenseitig aufputschend. Sie st\u00fcrmen in die Bibliothek und bleiben pl\u00f6tzlich stehen, starren auf das Paar und wissen nicht, ob und wie sie weiter vorgehen sollen. Das Schweigen ist unheilvoll. Gewalt knistert. Ein Funke, ein Ausruf gen\u00fcgt, um die Situation eskalieren zu lassen.<br\/><br\/>Sie \u00fcberwindet die letzten wenigen Schritte zu ihm, nimmt seine Hand in die ihre. Ihr L\u00e4cheln \u00fcberstrahlt das Licht, das noch immer in die Bibliothek flutet, \u00fcberstrahlt die drohende Gewalt und den wabernden Hass, der ihnen von der Meute entgegenschl\u00e4gt. Seine Augen sind gr\u00fcn und beschw\u00f6ren sie, bei ihm zu bleiben.<br\/><br\/>Noch immer wortlos, ein leichtes Dr\u00fccken seiner Hand, und sie versteht: &#8222;Vertrau mir!&#8220; Sie greift seine Hand fester und l\u00e4chelt. Sie vertraut. Sie kann nicht erkl\u00e4ren, warum und wieso, doch sie f\u00fchlt, dass sie vertrauen kann. Bedingungslos. Blind. Von der ersten Sekunde an. Er umschlie\u00dft sie mit seinen Armen, dr\u00fcckt sie an sich, besch\u00fctzend.<br\/><br\/>Und dann verwandelt er sich, seine Augen beginnen zu leuchten. Er dreht sich, h\u00e4lt sie noch immer in seinen Armen, wendet seinen Blick nicht von ihr ab. Sie dreht sich mit ihm, schmiegt sich seiner Bewegung an. Sie hat keine Angst. Die Drehung wird schneller, wirbelnder, er wird zum kristallischen Gr\u00fcn; und w\u00e4hrend sie sich mit- und umeinander drehen, schweben sie in die H\u00f6he, aus der Reichweite der Harken und Speere der Menge, die am Boden zur\u00fcckbleibt, in Angst und Furcht vor dem, was sich vor ihren Augen abspielt, was sie nicht verstehen, und doch oder deswegen ablehnen.<br\/><br\/>Er h\u00e4lt sie fest umschlungen, besteht nur noch aus funkelndem Kristallgr\u00fcn. Sie sieht sein wahres Wesen, sie sp\u00fcrt nach wie vor den leichten Druck auf ihrer Hand und sieht sein Flehen in den Augen, keine Angst vor ihm zu haben. Und sie hat keine Angst, sie vertraut, w\u00e4hrend das gr\u00fcne funkelnde Kristall sie umschlie\u00dft und davon tr\u00e4gt, weg von der tobenden Meute unter ihnen, die nicht verstehen will.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0Es k\u00f6nnte wirr werden, der Traum war wirr, aber aufregend, spannend und abenteuerlich. 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