{"id":18493,"date":"2018-09-12T16:44:58","date_gmt":"2018-09-12T14:44:58","guid":{"rendered":"https:\/\/sajec.de\/blog\/?p=18493"},"modified":"2018-09-12T16:50:45","modified_gmt":"2018-09-12T14:50:45","slug":"lennie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sajec.de\/blog\/lennie\/","title":{"rendered":"Lennie"},"content":{"rendered":"\n<p>&#8230; oder warum ein kanadischer Schriftsteller, der einst dem Englischen Patienten auf die Welt verhalf, dadurch bekannt wurde und der heute auch noch Geburtstag hat, mich daran erinnerte, dass ich Lennie und Tom verloren habe. <\/p>\n\n\n\n<p>Es ist ja bald vorbei, die Zeit, die ich mittags Radio h\u00f6rend damit verbringe, von Job 1 zu Job 2 zu kutschen; aber noch kutsche ich &#8211; und h\u00f6re Radio; und erfahre dadurch so Dinge, wie zum Beispiel, dass der kanadischde Schriftsteller Michael Ondaatje heute 75 Jahre alt wird. Oder wurde. Oder schon ist. Das allein w\u00fcrde mich noch nicht aus dem Auto schleudern und ich gebe sogar zu, dass ich weder das Buch noch den Film zum Englischen Patienten gelesen oder gesehen habe, wobei aber zumindest letzterer 9 Oscars mit nach Hause gebracht haben soll &#8230; also ich kenne weder den Roman, noch den Film und auch sonst habe ich heute den Namen Michael Ondaatje zum ersten Mal geh\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p>Und doch stubbste es etwas an in mir, als er im Interview davon erz\u00e4hlte, dass er ja nur f\u00fcr sich schreibt, und nicht, um irgendwelche Preise zu gewinnen; und dass er &#8211; wenn er dann einmal ein Buch ver\u00f6ffentlicht hat &#8211; er es nie wieder liest. Au\u00dferdem verriet er, dass er manchmal ein Buch eigentlich 2 oder 3 Mal komplett \u00fcberarbeitet hat, bevor er damit zufrieden ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem allen lauschte ich, und dachte nach; dar\u00fcber, dass bei meinen geliebten FanFics es Autoren\/innen gibt, die schreiben &#8211; schreiben &#8211; schreiben &#8230;.\u00a0 Tag und Nacht scheinbar (und ich beschwere mich nicht, sondern warte mehr oder weniger geduldig so manches Mal auf die Vollendung des n\u00e4chsten Werkes). Also diese (meistens) Damen schreiben Zehntausende von W\u00f6rtern und basteln Geschichten, mit scheinbarer Leichtigkeit und nie endenen Enthusiasmus, obwohl sie auch mit Jobs und Familie jonglieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Und ich scheitere daran, meine Lennie-Story seit mehr als einem Jahrzehnt in die n\u00e4chste Umlaufbahn zu schubsen. Mittlerweile ist sie sogar verschwunden, denn der Laptop zu Hause wurde in den vergangen Jahren bereits 2 mal gewechselt; und als ich heute nachgucken wollte, ob ich die Lennie-story irgendwo in der Blogcloud gespeichert habe, musste ich feststellen: habe ich nicht. Sie ist erst mal weg!<\/p>\n\n\n\n<p>Aber ich m\u00fcsste sowieso wieder ganz von vorn anfangen, wenn ich dann wieder anfange. Will ich wieder anfangen? Heute &#8211; nach dem inspirierenden kurzen Interview mit Herrn Michael Ondaatje im Radio &#8211; w\u00fcrde es mich schon reizen. Ab November, wenn sich meine berufliche Situation nach 16 Jahren grundlegend ge\u00e4ndert haben wird, h\u00e4tte ich sogar ein wenig mehr Zeit, genau das zu tun &#8230; Lennie und Tom neu zu beginnen, auszubauen, stetig aber konsequent zu entwickeln; denn sie ist nach wie vor in meinem Kopf, ihre Geschichte, noch ein bisschen foggy aber eben da; und sie sollte erz\u00e4hlt werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Problem ist eben nur: JETZT bin ich voller Schreibdrang, aber schon n\u00e4chste Woche k\u00f6nnte mir das Leben wieder schwer in der Seele liegen und dunkel herumjaulen; oder ich falle in mein FanFiction Universum, und das ist so viel weicher und sch\u00f6ner, selbst wenn es aus lauter Drama vor dem jeweiligen Happily Ever After besteht. Was also, wenn ich dieses Projekt (wieder) anfange, aber auf nicht mal halben Wege scheitere, an der n\u00f6tigen Disziplin und an der Konsequenz, weil ich schlicht zu ersch\u00f6pft bin? K\u00e4me dieses Scheitern dann nicht zu der Waagschale des kompletten Versagens hinzu? <em>Sieh, wie dein Abnehmen, wie dein Sportprogramm &#8230; du f\u00e4ngst Dinge an, bist Feuer und Flamme, und am Ende versagst du doch und l\u00e4sst Unfertiges zur\u00fcck! So typisch!<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; oder warum ein kanadischer Schriftsteller, der einst dem Englischen Patienten auf die Welt verhalf, dadurch bekannt wurde und der heute auch noch Geburtstag hat, mich daran erinnerte, dass ich Lennie und Tom verloren habe. 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