{"id":1860,"date":"2010-08-14T11:26:11","date_gmt":"2010-08-14T10:26:11","guid":{"rendered":"http:\/\/sajec.de\/blog\/?p=1860"},"modified":"2010-08-14T11:26:11","modified_gmt":"2010-08-14T10:26:11","slug":"heulend-bei-a-t-u","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sajec.de\/blog\/heulend-bei-a-t-u\/","title":{"rendered":"Heulend bei A.T.U."},"content":{"rendered":"<p>Da ich ja jeden Tag ziemlich weit zu fahren habe zur und von Arbeit nach hause, habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, in dieser Autofahrzeit auch gerne mal H\u00f6rb\u00fccher zu konsumieren. Letzte Woche h\u00f6rte ich \u201cMarley und ich &#8211; mein Leben mit dem frechsten Hund der Welt\u201d. Gelesen von Heiko Deutschmann wird darin die Geschichte eines Labradors in einer amerikanischen Familie geschildert &#8211; lt. New York Times zum br\u00fcllen komisch, an manchen Stellen auch durchaus nett und lustig. Kurz und gut: durchaus ein H\u00f6rbuch, was man entspannt auf dem Weg nach hause h\u00f6ren kann \u2014 oder eben auf dem Weg zu ATU, wie am Donnerstag Abend.<\/p>\n<p>Ich war sp\u00e4t dran, ATU w\u00fcrde um 19 Uhr schlie\u00dfen und vorher musste ich es noch schaffen, Audileinchen abzuliefern! Ich fuhr also so vor mich hin und h\u00f6rte den Geschichten \u00fcber den Hund Marley zu \u2026 als ich zu dem Kapitel kam, wo dieser (da bereits sehr alt) immer gebrechlicher wurde und schlie\u00dflich seine letzten Tage anbrachen. Und ich heulte Rotz und Wasser im Auto, schniefte und schluchzte und wollte gar nicht h\u00f6ren, wie sich die Familie von Marley verabschiedete! So kam ich bei ATU an, hatte wie immer keine Taschent\u00fccher mit, musste aber aus Zeitmangel auch gleich an die Rezeption \u2026 und da stand ich nun, Tr\u00e4nen \u00fcberstr\u00f6mt, verrotzt, schniefend und schluchzend \u00fcbergab ich die Schl\u00fcssel an den Herrn von der Autoannahmestelle: \u201cMein Audi *seufz* muss *schnaub* zum T\u00dcV *schluchz*, wir hatten *schnief* nen *schluck* Termin *Tr\u00e4nen abwisch*\u201d.<\/p>\n<p>Wahrscheinlich dachte der Mann vor mir, dass ich das Gef\u00fchl hatte, Audileinchen gerade der Schrottpresse \u00fcbergeben zu haben, und ich deswegen so zerknirscht und aufgel\u00f6st in der Gegend herumstand. Jedenfalls startete er einen halbherzigen Versuch mich zu tr\u00f6sten, indem er mir versicherte, dass Audileinchen doch gar nicht so furchtbar aussehe und bestimmt durch den T\u00dcV kommt. Ich murmelte noch erkl\u00e4rend zwischen zwei Schniefern, dass ich gerade ein trauriges H\u00f6rbuch geh\u00f6rt und noch keine Zeit hatte, mich wieder salonf\u00e4hig herzurichten.<\/p>\n<p>Am Freitag dann wartete ich auf den ATU-Anruf, weil verabredet war, dass sie bei gr\u00f6\u00dferen Sachen vorher Bescheid geben sollten (und ich rechnete fest damit, dass mal wieder ne gr\u00f6\u00dfere Reparatur f\u00e4llig sein w\u00fcrde). Als sie sich kurz vor Ladenschluss immer noch nicht gemeldet hatten, machte ich mir ernsthaft Sorgen und sah Audileinchen in Gedanken bereits verschrottet, erkl\u00e4rte mir das Schweigen der KFZ-Heile-Macher jedoch damit, dass sie sich aufgrund meines emotionalen Tieffluges am Tag zuvor nicht getrauten, mir die schreckliche Nachricht von Audileinchens Tod per Telefon mitzuteilen. Also rief ich an, fragte nach und bekam zur Antwort: \u201cWir haben nichts gefunden!\u201d &#8211; Was ich aber \u00fcbersetzte mit \u201cWir haben das Auto nicht gefunden!\u201d (Auf den Gedanken, dass sie keine M\u00e4ngel gefunden haben, kam ich gar nicht). Ich einer Panik nahe versicherte aber meinerseits am Telefon, dass ich das Auto ganz bestimmt und h\u00f6chst pers\u00f6nlich am Vorabend abgegeben habe, was der nette Mensch hinter der Theke bestimmt bezeugen kann, wenn er sich an eine v\u00f6llig aufgel\u00f6ste und verheulte Person erinnern m\u00f6ge.<\/p>\n<p>Es kl\u00e4rte sich alles auf, Audi bekam seinen T\u00dcV, diverse ATU-Bejackte vermutlich noch einen Lachkrampf, zumindest aber ein Grinsen, das H\u00f6rbuch seinen Platz im CD-Regal und diese Seite hier eine neue Geschichte &#8211; oder ist es doch eher ein Blog?<\/p>\n<p>M\u00e4rz 2007<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da ich ja jeden Tag ziemlich weit zu fahren habe zur und von Arbeit nach hause, habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, in dieser Autofahrzeit auch gerne mal H\u00f6rb\u00fccher zu konsumieren. 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