{"id":18966,"date":"2019-07-14T10:49:02","date_gmt":"2019-07-14T08:49:02","guid":{"rendered":"https:\/\/sajec.de\/blog\/?p=18966"},"modified":"2019-07-14T11:03:12","modified_gmt":"2019-07-14T09:03:12","slug":"die-besorgnis-die-erleichterung-der-schock-und-das-abkommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sajec.de\/blog\/die-besorgnis-die-erleichterung-der-schock-und-das-abkommen\/","title":{"rendered":"Die Besorgnis, die Erleichterung, der Schock und das Abkommen"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><a href=\"https:\/\/sajec.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/klecks_juli2019.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/sajec.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/klecks_juli2019.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-18968\" width=\"572\" height=\"937\" srcset=\"https:\/\/sajec.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/klecks_juli2019.jpg 572w, https:\/\/sajec.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/klecks_juli2019-183x300.jpg 183w\" sizes=\"auto, (max-width: 572px) 100vw, 572px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Seit Tagen kotzte Klecks, und nicht nur aufgrund des extra geshoppten Katzengrases. Als er dann anfing, auch nicht mehr fressen zu wollen, sogar die sonst hei\u00dfgeliebte Leberwurst verschm\u00e4hte und H\u00e4hnchenst\u00fcckchen einfach nicht mal mehr in den Mund nehmen wollte, beschlossen wir, ihn letzten Montag zum Tierarzt zu schleppen. Was an sich schon logistisch eine Herausforderung war, denn zurzeit hat die Familie nur ein funktionierendes Auto, und das stand brav mit mir im Anwaltsb\u00fcro, 15 km von zu Hause und dem Tierarzt entfernt, als ich dort letzten Montag anrief, um erst mal einen Termin zu bekommen. Den bekam ich dann auch und nach einigem Hin und Her bekamen wir es auch hin, dass Tochter mit dem Zug zu mir kam, sich das Auto holte, den Klecks zum Tierarzt kutschte und mich abends von der Arbeit pfl\u00fcckte. Das klappte dann auch alles. Klecks wurde untersucht, bekam Blut abgenommen. <br>Erste Diagnose danach und am n\u00e4chsten Tag per Telefon: Soweit scheint es nichts schlimmes zu sein; er hat kaum noch Z\u00e4hne, aber vermutlich einen Wurm, den er sich auch trotz Stubentigerkarriere eingefangen haben kann. Er hat abgenommen (von guten 8 kg wog er jetzt nur noch 5 kg). Er bekam eine Wurmkur verabreicht, Schmerzmittel und wurde dann wieder mit nach Hause gegeben. Die Blutbildauswertung ergab: Alles supi f\u00fcr sein Alter. Eventuell eine Schilddr\u00fcsen\u00fcberfunktion, aber nichts, was man nicht irgendwie medikament\u00f6s handeln k\u00f6nnte. Zur Sicherheit aber sollte man am Mittwoch noch einen Ultraschall machen lassen, nur um sicher zu gehen. <br>Also kutschte ich unseren Klecks eigentlich zuversichtlich Mittwochmorgen vor der Arbeit noch mal zum Tierarzt, gab ihn, der schweigend in seiner Box sa\u00df, ab und fuhr zur Arbeit. Dann begann das Warten auf den Anruf, was der Ultraschall ergeben hat. Wie gesagt, ich war zuversichtlich, denn mittlerweile fra\u00df der Racker ja wieder, schnurrte, spielte und putzte sich, nur schlief er auch sehr viel und suchte sich bevorzugt nun Ecken, dunkel und still. Aber er kotzte weniger und schien ansonsten munterer. <\/p>\n\n\n\n<p>Und dann kam der Anruf, bzw. Knuffel wurde angerufen und er erz\u00e4hlte es mir: Pankreas-Krebs, zu sehr fortgeschritten, um ihn noch behandeln zu k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<p>Das war ein Schock!<\/p>\n\n\n\n<p>Wir bekamen Klecks wieder mit nach Hause und Schmerzmittel f\u00fcr ihn. Wir sollten \u00fcberlegen, wie es weiter gehen soll. Und wir \u00fcberlegten. Klecks derweil benahm sich wie immer: verlangte Futter, trank sein Wasser, versuchte Passw\u00f6rter am PC zu knacken, schaute mit Knuffel seine Serien und trampelte mir im Gesicht herum, auf der Suche nach der passenden Stelle, um mir ins Ohr zu schnurren. Alles schien\/scheint nun normal zu sein. <br>Und so beschlossen wir, es einfach hinzunehmen. Die Tage\/Wochen\/vielleicht auch noch Monate, die kommen werden, werden wir ihn verw\u00f6hnen und der kleine Racker sp\u00fcrt, dass er nun mit mehr Unfug durch kommt. So lange, wie er scheinbar vergn\u00fcgt und  schmerzfrei sein Leben genie\u00dfen kann, lassen wir ihn &#8211; und feiern jeden Tag, den er noch bei uns sein darf. Und vielleicht feiern wir ja auch noch n\u00e4chstes Jahr seinen 14. Geburtstag? Wir nehmen, was kommt, und lassen ihn gehen, wenn er nicht mehr mag.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Leben ist endlich, das muss man akzeptieren, wenn man sich ein Haustier anschafft. Es tut selbstverst\u00e4ndlich trotzdem weh, Abschied nehmen zu m\u00fcssen. Aber nach dem Schock macht sich gerade Dankbarkeit breit, dass wir ihn noch ein bisschen um uns haben d\u00fcrfen, bevor das unvermeidbare dann irgendwann kommen wird. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Tagen kotzte Klecks, und nicht nur aufgrund des extra geshoppten Katzengrases. 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