{"id":19960,"date":"2021-08-07T13:09:37","date_gmt":"2021-08-07T11:09:37","guid":{"rendered":"https:\/\/sajec.de\/blog\/?p=19960"},"modified":"2021-08-07T14:32:42","modified_gmt":"2021-08-07T12:32:42","slug":"drama-baby-drama","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sajec.de\/blog\/drama-baby-drama\/","title":{"rendered":"Drama, Baby, Drama!"},"content":{"rendered":"\n<p>Und zwar in mehreren Akten! Mit Tr\u00e4nen! Und kurz vor der Aufgabe! M\u00fccken! Im Schlafzimmer!<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist ja nicht so, als wenn es nicht jedes Jahr das selbe Spielchen w\u00e4re: Mein Schlafzimmerfenster steht immer &#8211; immer! &#8211; offen, aus rein Kopfschmerzen vorbeugenden \u00dcberlegungen heraus. Und im Sommer gibt es nunmal M\u00fcckenviecher, die den Weg auch in den 3. Stock meines Schlafgemaches finden. Aber dieses Jahr ist es extrem (finde ich). <\/p>\n\n\n\n<p>1. Nacht<br>Kaum mache ich das Kindle aus und will mich zur Ruhe begeben, f\u00e4ngt es an zu surren, dieses penetrante surrrrrrsurrrr, nah an den Ohren und um meinen Kopf, sekundenlang. Ich wedel mit meinem Arm, mehr m\u00fcde als genervt. Geht weg! Sie gehen nicht weg. Licht an, gucken &#8211; ohne Brille nat\u00fcrlich. Was jedoch nicht unmittelbar 50 cm vor meinen Augen herumsummt, sehe ich aber sowieso nicht, kurzsichtig wie ich olle Blindschleiche bin. Nat\u00fcrlich sehe ich nichts. Licht aus. Surrr. Licht an! Nichts. Licht aus. Surr. Wedel. Licht an. Nichts da. <br>Oder doch, da in der Ferne. Flatterte da nicht was? Wenn das Viech nur nah genug rankommen w\u00fcrde, damit ich es t\u00f6ten kann! Einige eher prophylaktische h\u00e4ndische Klatschma\u00dfnahmen sp\u00e4ter war mir klar: Ohne Bewaffnung komme ich nicht weiter. Also fix Fliegenklatschen in Expresslieferung bestellt, den Plagegeistern w\u00fcste Todesverfluchungen an den M\u00fcckenkopf gebr\u00fcllt, mir meine Decke \u00fcber meinen Kopf gezogen und versucht, wieder in den Schlaf zu finden. Der eingeschaltete Ventilator hat einen Timer und ich stelle mir vor, wie die M\u00fccken in ihrem Angriffsflug auf mich von dem Luftzug weggepustet werden und dabei nicht gerade gl\u00fccklich aussehen. <\/p>\n\n\n\n<p>2. Nacht<br>Die M\u00fccken haben sich wieder in meinem Schlafzimmer versammelt und warten auf den richtigen Moment ihres Angriffes. Aber diesmal bin ich aber bewaffnet, die Fliegenklatschen sind angekommen. 3 St\u00fcck liegen neben meinem Kopfkissen. Ja, ich wei\u00df, ich kann sowieso nur eine nutzen, aber die anderen 2 dienen quasi der Demonstration waffentechnischer \u00dcberlegenheit! Stundenlang tut sich nichts, ich lese meine KINDLE stories, bis mir der Kopf schwer wird. Kaum ist das KINDLE aus und ich an der Schwelle zu Morpheus Traumland, beginnt der Angriff: Surr ~ surr ~ surr. Sie sind da! <br>Gelernt aus den Vorkommnissen der letzten Nacht habe ich aber nicht nur jetzt eine Waffe, sondern auch eine Strategie: Das Handytaschenlampenlicht ist viel schneller und heller als die Nachttischlampe. Einmal sch\u00fctteln &#8211; Licht an &#8211; KLATSCH! Klatsch! Klatsch-klatsch-klatsch! Nehmt dies, ihr Arschlochm\u00fccken. Sieg nach Punkten f\u00fcr mich! Als ich denke, die gegnerische Plageviecherarmee soweit in die Flucht geschlagen zu haben und mein m\u00fcdes Haupt zur\u00fcck auf das Kissen sinken lassen will, geht es einige Minuten sp\u00e4ter wieder los: surr ~ surr. Einige Partisanenm\u00fccken m\u00fcssen \u00fcberlebt und beschlossen haben, den Tod ihrer Genossen um so aggressiver zu r\u00e4chen. Ich ziehe mir die Decke \u00fcber den Kopf und w\u00e4hrend ich \u00fcber eine neue Strategie nachdenke, schlafe ich ein. <\/p>\n\n\n\n<p>3. Nacht <br>Die M\u00fccken sind ja schon ein bisschen doof, denke ich bei mir. Wenn die einfach die Klappe halten und sich lautlos anschleichen w\u00fcrden, k\u00f6nnten die mein Blut trinken, ohne dass ich wie wild um mich wedeln und Todesdrohungen aussto\u00dfen m\u00fcsste. F\u00fcr die schlimmsten M\u00fcckenstiche gibt es genug Salben und Gele, die bei mir auch gut wirken. St\u00f6ren tut mich das Gesurre, wenn ich doch schlafen will. Diesmal habe ich mir \u00fcberlegt, dass ich es mit Ignorieren versuche. Ich stopfe meine Ohren voll mit In-Ear-Kopfh\u00f6rern und lege mir Schlafmusik auf die Ohren, in der Hoffnung, das nervige Surren damit auszuschalten, bis ich eingeschlafen bin. Es klappt nur semi. Sie surren sich durch die Musik. Irgendwann greife ich wieder zur bewaffneten Verteidigungsstrategie aus der 2. Nacht, in Kauf nehmend, dass das Geklatsche meinen nebenan schlafenden Ehegemahl morgens ziemlich muffelig sein lassen wird. (Ist das \u00fcberhaupt richtige deutsche Grammatik?). <br>Ich schlage mich erneut mit den Terrorm\u00fccken herum. Surr! &#8211; Handytaschenlampenlicht an! &#8211; Klatsch! Minutenlang. Danach bin ich voller Adrenalin und m\u00f6chte einen Kriegstanz auff\u00fchren, unterlasse es aber in Anbetracht der Uhrzeit. Es ist 2 Uhr. Der Sonoswecker wird in 4 Stunden und 32 Minuten das Dr. Balou Theme abspielen. \u00dcberlege die Anschaffung einer neuen Waffe: Ein Insektenkillerlicht! Handy gez\u00fcckt, bei dem gro\u00dfen A. geshoppt, Lieferung am n\u00e4chsten Tag! Nehmt das ihr bl\u00f6den Mistviecher, ihr werdet alle sterben! Da ich nun mit Adrenalin vollgestopft und wach bin, beschlie\u00dfe ich, mich mit Katzenvideos zuzudr\u00f6hnen und die Ignorierungsmasche zu fahren. Irgendwann schlafe ich dann doch ersch\u00f6pft und mit dem Gesurre im Ohr ein. <\/p>\n\n\n\n<p>4. Nacht<br>Die Lampe ist da. Nun werde ich den Kampf gewinnen. Vorbildlich, wie ich bin, lese ich die Bedienungsanleitung durch. Hm, bei geschlossenen Raum das Ding 2 bis 3 Stunden vor dem Schlafengehen aufstellen und damit die Plagegeister t\u00f6ten. Okay, ich lese ja sowieso erst mal mindestens 2 Stunden, in der Zeit kann das Fenster eventuell auch geschlossen sein. Ein bisschen tut es mir Leid um das wunderbare Gewitter, das blitzend aber ansonsten eher stumm vor dem Fenster tobt. Das Killerlicht ist blau und leise, ich lese und hoffe, dass das die erste Nacht sein wird, in der ich mir um das Terrorgesurre keinen Kopf machen muss. <br>Think again!<br>Denn als mir m\u00fcde das KINDLE aus den Fingern glitt, musste ich noch einmal aufstehen, um das Licht auszuschalten und das Fenster wieder zu \u00f6ffnen, denn ich kenne mich: Schlafen ohne Frischluftzufuhr endet in h\u00f6llischen Kopfschmerzen bei mir. Kaum war das Licht aus, das Fenster offen und ich wieder im Bett, begann das  nun schon bekannte Drama: Surr! Das darf doch jetzt nicht wahr sein! Zum einen brauche ich unbedingt eine ferngesteuerte Killerlichtausmachsteckdose (fix bei dem gro\u00dfen A. eine geshoppt, es lebe das Internet!) und zum anderen: Was zur H\u00f6lle haben die Viecher nicht verstanden an: Fliegt in das Killerlicht! Fliegt, und sterbt! Funktioniert die Killerlampe \u00fcberhaupt? Dann m\u00fcssten ja Insektenleichen zu finden sein. Da waren aber keine! &#8211; Bis ich, schlaftrunken und den Tr\u00e4nen wegen des neuerlichen Gesurre nahe, feststellte, dass ich die Leichen am \u00e4hnlich gebauten Ventilator suchte. Arrrr. An der eigentlichen Killerlampe fanden sich dann tats\u00e4chlich ein paar der M\u00fccken, die mir noch zuvor die Nacht zur H\u00f6lle gemacht haben. Ha! Habe euch doch gesagt, dass ihr sterben werdet! Das habt ihr nun davon!<\/p>\n\n\n\n<p>Ich muss mehr M\u00fcckenstichsalbe einkaufen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und zwar in mehreren Akten! Mit Tr\u00e4nen! 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