{"id":21543,"date":"2024-10-05T17:28:28","date_gmt":"2024-10-05T15:28:28","guid":{"rendered":"https:\/\/sajec.de\/blog\/?p=21543"},"modified":"2024-10-05T17:28:28","modified_gmt":"2024-10-05T15:28:28","slug":"an-der-grenze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sajec.de\/blog\/an-der-grenze\/","title":{"rendered":"An der Grenze"},"content":{"rendered":"\n<p>Grenze ist eigentlich nicht das richtige Wort f\u00fcr das seltsame Gef\u00fchl, mit dem ich heute aufwachte. Als wenn sich meine Seele nicht entscheiden k\u00f6nnte, ob sie happy oder traurig sein m\u00f6chte. Es gab\/gibt eigentlich keinen Grund, unhappy zu sein; dunkle Gedanken zu haben. Die Woche verlief gut, keine besonderen Vorkommnisse. Der freie Donnerstag tat gut; ich bin viel Fahrrad gefahren und habe das Herbstwetter genossen, ich nahm mir sogar Zeit, auf dem Weg ins B\u00fcro am Freitag den Morgennebel \u00fcber den Wiesen zu fotografieren. <\/p>\n\n\n\n<p>Von HEARTSTOPPER habe ich alle 8 Folgen der neuen Staffel geschaut, und vielleicht war sie ein Grund, warum ich dieses seltsame Gef\u00fchl nun hatte. An der Grenze eines Gef\u00fchls; eine Art Weggabelung, an der ich mich entscheiden muss, ob ich traurig sein werde oder zufrieden. Seltsam eben, mich selbst so au\u00dferhalb des F\u00fchlens zu betrachten. Vielleicht, weil es bald der 7. Oktober sein wird, J. h\u00e4tte Geburtstag. Vielleicht ist es auch einfach der t\u00e4gliche Nachrichtenwahnsinn, der mich bedr\u00fcckt. Oder eine generelle Melancholie, der Jahreszeit geschuldet und dem Wissen, dass man selbst im Herbst des Lebens l\u00e4uft. Vielleicht, wenn man ganz gn\u00e4dig ist, Sp\u00e4tsommer. <\/p>\n\n\n\n<p>Dann war da dieser Tweet\/Skeet (wie hei\u00dft es denn nun richtig?) auf BlueSky, den ich kommentierte, ohne es b\u00f6se zu meinen. Im Gegenteil, eigentlich mag ich den Verfasser und seine poetischen Betrachtungsweisen. Aber bei diesem Post, in dem er davon sprach, dass man auch Danken lernen muss und von einem Bekannten schrieb, dem er liebevoll und mit ein paar Zeilen zu dessen Geburtstag gratulierte, und dieser Bekannte ihm nur mit einem Smiley antwortete, obwohl er doch sonst von seinen Reisen wortreich berichtet &#8230; dieser Post triggerte etwas in mir:<br>Ich k\u00f6nnte ebenso jemand sein, der gar nicht wei\u00df, wie man richtig erwidert, wenn man unerwartet etwas bekommt, womit man nicht rechnet, und wo einem die richtigen Worte nicht einfallen wollen, sollen sie doch nicht phrasenhaft, aufgesetzt und abgen\u00f6tigt wirken. <br>Es entstand ein kleiner Disput, in dem mir dann vorgeworfen wurde, belehren zu wollen und absichtlich misszuverstehen. Und an der Stelle drohte dann, meine ohnehin bereits grenzwertige Stimmung endg\u00fcltig in Richtung Dunkelheit zu kippen. Offenbar bin ich nicht gut genug, nicht verst\u00e4ndnisvoll genug, passe nicht hinein, verletze. <\/p>\n\n\n\n<p>Es gab nun zwei M\u00f6glichkeiten: mich verkriechen, auf dem KINDLE die tragischste Story suchen, die melancholischste Playlist anwerfen, die Bilder meiner Br\u00fcder und meiner Eltern anstarren und dar\u00fcber nachdenken, wie allein ich bin in dieser Welt, trotz der Mini-Familie um mich herum &#8230; <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">oder <\/p>\n\n\n\n<p>Ich k\u00f6nnte das sch\u00f6ne Wetter nutzen und BLACKY ausf\u00fchren. Die Canon k\u00f6nnte auch mit, sie braucht aber eine neue SD Card. Ich entschied mich f\u00fcr diese Art, den Sonnabendnachmittag zu verbringen; und es war die richtige Entscheidung. Ich fuhr den Akku von BLACKY alle, radelte durch den Seenpark I und II von N&#8217;Ham, durch die Weite der Wesermarschwisch, an der Moorseer M\u00fchle vorbei; bei herrlichstem Sonnenschein und Oktoberwetter; Simon &amp; Garfunkel auf den Ohren. BLACKY bekam zu Hause dann das versprochene Putzing und ich Cappuccino und einen Berliner. <\/p>\n\n\n\n<p>Und nun geht es mir wieder gut. Wirklich. Es hilft, wenn man sich nicht der Melancholie ergibt, sondern hinausgeht in die Welt. Und die Welt ist sch\u00f6n, zumindest hier, friedlich. So unendlich friedlich. <br>Ich habe Bilder mitgebracht, von der gerade absolvierten Tour, aber auch vom Freitagmorgen, mit dem wunderbaren Nebel \u00fcber den Feldern und Wiesen. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/sajec.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/05102024_7.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"728\" src=\"https:\/\/sajec.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/05102024_7-1024x728.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-21544\" srcset=\"https:\/\/sajec.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/05102024_7-1024x728.jpg 1024w, https:\/\/sajec.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/05102024_7-300x213.jpg 300w, https:\/\/sajec.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/05102024_7-768x546.jpg 768w, https:\/\/sajec.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/05102024_7.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a 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