{"id":3790,"date":"2011-02-26T11:05:32","date_gmt":"2011-02-26T10:05:32","guid":{"rendered":"http:\/\/sajec.de\/blog\/?p=3790"},"modified":"2011-02-26T12:41:34","modified_gmt":"2011-02-26T11:41:34","slug":"der-traum-im-traum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sajec.de\/blog\/der-traum-im-traum\/","title":{"rendered":"Der Traum im Traum"},"content":{"rendered":"<p>Trubel herrschte auf dem Marktplatz, der mit Menschen \u00fcberf\u00fcllt war, die allen durcheinanderschrieen und von einem Ende des Platzes zum anderen dr\u00e4ngten. Ich war mittendrin in dieser Menschenwoge, ausgeliefert und einer Panik nahe. Doch der Grund f\u00fcr meine Furcht war nicht, dass ich zwischen all diesen Menschen feststeckte. Meine Furcht bestand darin, abgedr\u00e4ngt zu werden von der schwarzen Laterne am Rand, in deren glei\u00dfendem Licht Unerh\u00f6rtes geschah: Ein Kampf, Dean und Sam gegen eine Horde von D\u00e4monen oder Engeln, der Unterschied war nicht mehr ganz erkennbar, alle trugen lange schwarze Lederm\u00e4ntel. Aus der Entfernung konnte ich sehen, dass Cas blutend am Boden lag und Dean deswegen scheinbar v\u00f6llig panisch noch wilder um sich schlug. Ich musste da hin, unbedingt, denn irgendwie kam es darauf an, dass ich dort war. Ich sp\u00fcrte diese unfassbare Gewissheit, dass ich durch die schreiende panische Menschenmenge hindurch zu der Laterne musste, wo Cas blutend am Boden lag und Dean und Sam k\u00e4mpften, um die \u00dcbermacht der Angreifer abzuwehren. Und ich schaffte es. Als ich die Laterne erreichte, sah ich Deans Gesicht und sein erleichtertes Aufatmen, als h\u00e4tte er auf mich gewartet. Ich ber\u00fchrte die Laterne und Dean, Sam und Cas verschwanden mit mir aus dem Gedr\u00e4nge und dem Kampf. Ein blauer Scherbenstrudel trug uns in ein Boot auf einem ruhigen See. Stille, Frieden umgab uns, als wir gemeinsam in dem Boot sanft durch ein gr\u00fcnes Paradies glitten. Sam k\u00fcmmerte sich um den benommenen Cas; und Dean sah mich mit diesem Blick an, der mich erschauern l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Dann wachte ich auf und fand mich in einer Reihe wartender Fans auf einer verschlungenen, eisernen Treppe wieder. Wir warteten auf Autogramme von Jensen und Jared, die auf der obersten Plattform sa\u00dfen. Mir war schwindelig und ich verstand nicht, warum das Boot und der ruhige See so pl\u00f6tzlich verchwunden waren. Langsam wurde mir bewu\u00dft, dass ich getr\u00e4umt haben musste. Nichts von dem Kampf auf dem Marktplatz und der Flucht durch den Scherbenstrudel in das Boot war passiert. Entt\u00e4uschung machte sich in mir breit, aber ich wollte mir nichts anmerken lassen. Der Traum hatte sich so real angef\u00fchlt, so echt. In der Realit\u00e4t dagegen war ich nur eine von vielen. Man schubste mich weiter nach oben, bald war ich an der Reihe, mir mein Autogramm abzuholen. Das Metall der eisernen Treppe k\u00fchlte meine Haut.<\/p>\n<p>Aufregung machte sich breit und auch Furcht. H\u00e4tte es einen Weg gegeben, mich durch die wartende Fanschlange die eiserne Treppe wieder hinunter zu stehlen, ich h\u00e4tte es getan, so wie ich mich energisch im Traum zu der Laterne durchgek\u00e4mpft hatte. Aber das war in einem Traum gewesen &#8211; jetzt sah ich keine Chance, vor meiner eigenen Furcht davonzulaufen. Immer weiter dr\u00e4ngte man mich nach oben; und dann stand ich vor ihm, wagte es nicht, in seine Augen zu schauen. Pl\u00f6tzlich h\u00f6rte ich meinen Namen. Wer hatte meinen Namen gerufen? Erstaunt hob ich den Kopf und langsam wurde mir klar, dass ER meinen Namen kannte. Wieso kannte er meinen Namen? Ich hatte kein Ton gesagt und niemand schien meinen Namen zu kennen, wieso also rief er meinen Namen? Er stand auf und eilte, ein paar junge M\u00e4dchen sanft wegsto\u00dfend, auf mich zu. Auch Jared hatte mich jetzt entdeckt und brach seinerseits die Autogrammstunde an seinem Tisch ab. Schlagartig wurde es still auf der Plattform und auf der Treppe, wo noch immer unz\u00e4hlige Fans geduldig darauf warteten, an die Reihe zu kommen. Dean kam auf mich zu und nahm mich einfach in die Arme. &#8222;Thank you!&#8220; fl\u00fcsterte er nur immer wieder. Sam stand etwas hilflos daneben und l\u00e4chelte schief. Dann f\u00fchlte ich etwas in meiner Hand, einen Zettel. Dean nickte mir zu und lie\u00df mich das zusammengefaltete Papier \u00f6ffnen. Ein Raunen ging durch die wartenden Fans und ich h\u00f6rte die Fragen, was denn los sei und warum es nicht weiter gehen w\u00fcrde. Wieso herrschte so ein Trubel um eine kleine dicke h\u00e4ssliche unscheinbare Frau? Ich h\u00f6rte die gehauchten Antworten, die wie Twitterzeilen durch die Luft wehten: Sie ist es, die Frau aus dem Traum! Dann blickte ich auf die Zeilen auf den Zettel und entdeckte auch da meinen Namen. Das Papier war sehr d\u00fcnn und eng bedruckt, fast schien es aus einer dieser Bibeln mit den hauchzarten Pergamentseiten gerissen zu sein. Der Vers, in dem mein Name stand, schien eine Art Psalm zu sein. &#8222;Und du, Sabine, wirst finden, was deine Seele sucht.&#8220; Das letzte was ich sah bevor ich auch aus diesem Traum aufwachte, wirklich aufwachte, waren Deans gl\u00fcckliche Augen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trubel herrschte auf dem Marktplatz, der mit Menschen \u00fcberf\u00fcllt war, die allen durcheinanderschrieen und von einem Ende des Platzes zum anderen dr\u00e4ngten. Ich war mittendrin in dieser Menschenwoge, ausgeliefert und einer Panik nahe. 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