{"id":3835,"date":"2011-03-05T00:38:55","date_gmt":"2011-03-04T23:38:55","guid":{"rendered":"http:\/\/sajec.de\/blog\/?p=3835"},"modified":"2011-03-05T00:58:24","modified_gmt":"2011-03-04T23:58:24","slug":"zuruck-in-die-sixties","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sajec.de\/blog\/zuruck-in-die-sixties\/","title":{"rendered":"Zur\u00fcck in die Sixties"},"content":{"rendered":"<p>Wer h\u00e4tte das gedacht! Der Abend war supernett, lustig, entspannt und charmant. ChefChef hatte Geburtstag und lud ein, auf das <strong>Theaterschiff nach Bremen <\/strong>direkt an der Schlachte. Nach dem unverblogbaren &#8222;Zwischenfall&#8220; versp\u00fcrte ich nicht wirklich gro\u00dfe Lust, aber das Essen war bestellt und eine passende Ausrede wollte mir partout nicht einfallen. Dann hatte ich auch noch eine schlimme weil so ziemlich schlaflose Nacht hinter mir und einen Sack voll Arbeit am Vormittag im B\u00fcro. Ich wandelte mehr tot als lebendig vom Kopierer zum Telefon, zur Kaffeemaschine und zur\u00fcck zum PC. Am Nachmittag versuchte ich, wenigstens 2 Stunden Schlaf nachzuholen und lie\u00df Haushalt einfach Haushalt sein. Doch es war nur ein D\u00e4mmern, Schlaf wollte sich nicht einstellen. Geduscht, gef\u00f6hnt, gestylt und warm eingepackt schaffte ich es auch gerade noch rechtzeitig zum Treffpunkt. Was angenehm war: Es herrscht ja nun Alkoholverbot in Z\u00fcgen und so kam es, dass entgegen sonst \u00fcblicher Praxis nicht bereits auf der knapp 1-st\u00fcndigen Fahrt kr\u00e4ftig vorgegl\u00fcht wurde. Kann ich gut mit leben. Wir knabberten Oreos und After Eight und erz\u00e4hlten, erz\u00e4hlten, erz\u00e4hlten. So verging die Zeit schneller als gedacht. (Ich sah ihn nicht an). Wir liefen durch Bremen und ich bedauerte, die Kamera zu hause gelassen zu haben. Demn\u00e4chst muss ich unbedingt doch mal einen fotografischen Ausflug nach Bremen machen.<\/p>\n<p>Das Theaterschiff selbst ist eher unscheinbar und zumindest das Restaurant verdient die Note chaotisch. Unsere Liste mit den vorbestellten Essen war von dem dortigen Fax zwar ausgespuckt worden, dann s\u00e4uberlich an eine Pinnwand geheftet und vergessen worden. Also bestellten wir a la kart und lie\u00dfen die Vorspeisen weg, denn anschlie\u00dfend sollte es ja Theater geben. Ich hatte Folienkartoffeln mit Pfeffersteak. Ich lernte auch recht schnell, nicht auf die Pfefferk\u00fcgelchen zu bei\u00dfen, wollte ich nicht Gefahr laufen, dass mein aufgelegter Mascara mehr einem Massaker glich. Dann gab es den ersten Sex on the Beach f\u00fcr mich &#8211; der Abend konnte lustig werden. Er wurde lustig. Es begann bereits damit, dass ich nach dem Essen rauchen war. Wie nun \u00fcblich, stehen die Raucher im Kalten, vor allem, wenn sie &#8211; wie ich &#8211; aus Bequemlichkeit keine Jacke erst anziehen. In der Jacke, so wu\u00dfte ich, waren diverse Feuerzeuge. Jacke hing brav \u00fcber dem Stuhl im Nichtraucher-Restaurant. Also kramte ich in den Hosentaschen auf der Suche nach Feuer, bereits mitleidig beobachtet von einem Herrn mit Professoren-Schal um den Hals. Nach 1 Minute meines wohl verzweifelt anmutetenden Kramens im Inneren meiner Beinbekleidung bot er mir Feuer an. In dem Moment sp\u00fcrte ich jedoch etwas glattes in der Hand, l\u00e4chelte, dankte artig f\u00fcr sein angebotenes Feuer, aber ich h\u00e4tte gerade eben mein eigenes Feuerzeug doch gefunden &#8211; und hielt tripumphierend den vorsorglich mitgeschleiften Tampon an die Fluppe. *headdesk* Ich bekam dann Feuer von dem netten Herrn Professor gesponsert, dessen Blick B\u00e4nde sprach und der gar nicht mehr aufh\u00f6ren konnte, zu grinsen. Vermutlich bekam ich in seiner Leute-Gehirn-Schublade jetzt den extra-durchgeknallt-Platz.<\/p>\n<p>Ich hatte keinen gro\u00dfen Plan von dem, was da als <strong>Sixty Sixty <\/strong>angek\u00fcndigt war und in dem kleinen Theater unter dem Restaurant stattfand. Der Raum war brechend voll, aber ich sa\u00df am Rand ziemlich weit vorn und man hatte eigentlich von \u00fcberall gute Sicht. Und was soll ich sagen: Obwohl ich in den 60iger Jahren noch nicht in der genetischen Vorbereitung war, ja, sich meine Eltern noch nicht einmal kennengelernt hatten, war ich erstaunlich textsicher, bekam den lang gehegten Verdacht best\u00e4tigt, dass Winnetou und Old Shatterhand die ersten Brokeback Mountainer waren und die K\u00e4se Antje Drogen nimmt, zumindest aber ihre H\u00e4nde zu lange in Palmolive gebadet hatte. Als dann auch noch die Pilzk\u00f6pfe ein Intermezzo gaben, tobte quasi der Laden &#8211; zumindest unsere Reihe. Der 2. Sex on the Beach \u00fcberlebte nur knapp das Erdbeben der Jubelrufe und die spontanen Yeah Yeah Yeah &#8211; Ausrufe. Pause. Zeit f\u00fcr eine Zigarette auf dem Oberdeck (diesmal mit richtigem Feuerzeug), wo unsere Azubine &#8211; 17 Jahr, blondes Haar &#8211; unschuldig und todernst fragte, wer die Boygroup von eben war. Mein Chef ging vor Lachen fast \u00fcber die Reeling. Auch der 2. Teil der musikalischen Zeitreise in die geschauspielerte TV-Welt der 60iger Jahre war unterhaltsam, und alle kennen jetzt Else aus der ersten Reihe.<\/p>\n<p>Mit einem Wort: Es war toll!<\/p>\n<p>PS: Schweigende \u00dcbereinkunft getroffen. Diskretion auf beiden Seiten. Erscheint mir die diplomatischste L\u00f6sung. Sie k\u00f6nnte funktionieren, wenn ich nach dem 3. Sex on the Beach dem Alkohol f\u00fcr den Abend abschw\u00f6re.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer h\u00e4tte das gedacht! Der Abend war supernett, lustig, entspannt und charmant. 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