{"id":5430,"date":"2012-03-05T18:57:45","date_gmt":"2012-03-05T17:57:45","guid":{"rendered":"http:\/\/sajec.de\/blog\/?p=5430"},"modified":"2012-03-05T18:57:45","modified_gmt":"2012-03-05T17:57:45","slug":"killing-modus-am-montag-morgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sajec.de\/blog\/killing-modus-am-montag-morgen\/","title":{"rendered":"Killing Modus am Montag-Morgen"},"content":{"rendered":"<p>Vorab: Ich bin mir sicher, es gibt auch andere Jobcenter-Mitarbeiter, die nicht so sind. Aber was mir heute Morgen passiert ist, l\u00e4sst mich immer noch innerlich vor Wut anschwillen.<\/p>\n<p>Chef hatte in der Anwaltskanzlei eine Akte vom Jobcenter eingesehen &#8211; soll ja vorkommen. Diese Akte wollte das Jobcenter auch schnell wieder zur\u00fcck. Kein Problem, dachte ich noch am Freitag, stopfte die Akte in einen gigantischen Umschlag, klebte Marken drauf und gedachte, das nunmehr zum Aktenp\u00e4ckchen angewachsene Versandwerk mit den anderen Briefen in den \u00f6rtlichen Briefkasten zu bef\u00f6rdern. So die hiesigen Postbeamten wollen, h\u00e4tte das Jobcenter p\u00fcnktlich am Montag seine Akte wieder zur\u00fcck. Nun &#8211; der Briefkasten wollte nicht, der Schlitz war schlicht zu klein.<\/p>\n<p>Kein Problem (dachte ich abermals), du musst sowieso am Montag zum Gericht um die Gerichtspost dort rauszuholen, f\u00e4hrst du eben etwas fr\u00fcher los und gibst das Aktenp\u00e4ckchen direkt beim Jobcenter ab. So tat ich. P\u00fcnktlich 7.45 Uhr stand ich heute vor der verschlossenen Glast\u00fcr des Jobcenters. Auf der Glast\u00fcr stand in gro\u00dfen Lettern: \u00d6ffnungszeiten 8 Uhr bis &#8230; Durch die Glast\u00fcr sah ich, wie erst ein Mitarbeiter und dann noch eine jeweils mit Kaffeebechern bewaffnet um eine Ecke verschwanden, nachdem sie jedoch noch einen Blick auf mich und die hektisch um Aufmerksamkeit heischend herumgewedelte Akte warfen. HMPF! dachte ich und klingelte. Klingelte, klingelte, klingelte. Niemand erschien, aber wenigstens ein Kaffeebechertr\u00e4ger hatte mich defintiv gesehen. Sollte ich jetzt etwa hier eine 1\/4 Stunde vertr\u00f6deln und darauf warten, dass es 8 Uhr wurde? Ich hatte auch noch andere Dinge zu erledigen und Chef erwartete mich p\u00fcnktlich im B\u00fcro zur\u00fcck. Also klingelte ich weiter Sturm.<\/p>\n<p>Endlich kam eine der Kaffeebecherrumtr\u00e4gerinnen gem\u00fctlich an die Glast\u00fcr geschl\u00fcrft, schloss auf und bluffte mich an:<\/p>\n<p>&#8222;K\u00f6nnen Sie nicht lesen? Wir haben erst ab 8 Uhr ge\u00f6ffnet!&#8220;<\/p>\n<p>F\u00fcr einen Moment war ich sprachlos! Dann fand ich mit inzwischen angeschwollenen Wut-Hals ein paar Worte wieder:<\/p>\n<p>&#8222;Hallo? Ich habe Ihnen doch gezeigt, dass ich etwas abgeben m\u00f6chte, oder glauben Sie, ich mache hier zum Spass so einen Zirkus? Ich muss schlie\u00dflich auch zur Arbeit!&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Aber das kann ich doch nicht wissen!&#8220; schnippte sie zur\u00fcck.<\/p>\n<p>&#8222;Ja klar, wenn Sie nicht nachfragen, k\u00f6nnen Sie das auch nicht wissen! Auf die Akte wartet hier jemand, aber ich kann sie auch gern wieder mitnehmen!&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Nun geben Sie schon her!&#8220;, zickte sie, grabschte sich die Akte aus meiner Hand und ich kehrte ohne Gru\u00df und Wiedersehen dieser schnippischen Kuh den R\u00fccken!<\/p>\n<p>Also wirklich: Ich war so auf Hunderachtundachzig, das glaubt ihr gar nicht! Wenn Mandanten erz\u00e4hlten, sie w\u00fcrden im Jobcenter von Oben herab behandelt werden, dachte ich bisher immer, sie w\u00fcrden \u00fcbertreiben. Tun sie offensichtlich nicht, denn diese Tussi da hat mich ebenfalls behandelt wie eine dumme G\u00f6re.<\/p>\n<p>Ich f\u00fcr meinen Teil werde zuk\u00fcnftig bestimmt keine Akten oder was auch immer da hin schaffen &#8211; dann sollen sie eben warten, bis der Postbote zweimal klingelt. HMPF!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorab: Ich bin mir sicher, es gibt auch andere Jobcenter-Mitarbeiter, die nicht so sind. Aber was mir heute Morgen passiert ist, l\u00e4sst mich immer noch innerlich vor Wut anschwillen. 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