{"id":9320,"date":"2013-07-13T09:23:22","date_gmt":"2013-07-13T07:23:22","guid":{"rendered":"http:\/\/sajec.de\/blog\/?p=9320"},"modified":"2013-07-13T09:55:30","modified_gmt":"2013-07-13T07:55:30","slug":"der-freitag-mal-anders","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sajec.de\/blog\/der-freitag-mal-anders\/","title":{"rendered":"Der Freitag mal anders"},"content":{"rendered":"<p>Es ist Sonnabend, denke ich. Sicher bin ich mir nicht. Es ist auch noch zu zeitig, und ich frage mich gerade, warum ich schon wach bin. Dann f\u00e4llt es mir wieder ein: Kopfschmerzen. Nicht die \u00fcblen, sondern eher die, die man l\u00e4chelnd ertr\u00e4gt, weil man wei\u00df, wo sie herr\u00fchren. Vom Freitag; also von meinem Freitag, der so g\u00e4nzlich anders gestern verlief, als die Freitage es gew\u00f6hnlich tun.<\/p>\n<p>Dabei war der B\u00fcrovormittag noch wie immer. Aus dem Chef-Zimmer drang des \u00d6fteren ein fr\u00f6hliches Muawha heraus, scheinbar verlaufen einige F\u00e4lle zur anw\u00e4ltlichen Zufriedenheit. Mein neuer PC schnurrte auch zufrieden vor sich hin, jedenfalls so lange, bis es an das Speichern der WORD-Dokumente gehen sollte. Da zickte er rum. Schwierige Sache, wenn man im fachspezifischen Anwaltsprogramm die Texte speichern soll, aber nicht kann, weil keine Verkn\u00fcpfung zu finden ist, und das Office-Programm dann einen Nervenzusammenbruch bekommt, wobei das RenoStar sich auch gleich daran anschlie\u00dft. \u00dcber 5 Ecken und mit Austrixen konnte ich dann meine Texte sehr umst\u00e4ndlich und zeitraubend, und immer mit dem Risiko verbunden, dass es nicht klappt und sie mal eben ins Nirvana und die Ewigen Textgr\u00fcnde von Sonstwo entfleuchen, abspeichern. Ich hatte jedesmal einen Adrenalin-Kick. Die angefunkte und um Hilfe angebettelte Hotline h\u00fcllte sich in Schweigen. Nun, am Montag werde ich das Problem irgendwie aus der Welt schaffen m\u00fcssen &#8211; mit oder ohne Hotline.<\/p>\n<p>Der Vormittag war dann auch relativ fix vorbei. Ein zufriedenstellendes Gef\u00fchl. Danach hatten wir (und mit Wir meine ich meine Kollegin) noch ein gemeinsames Schwimmdate. Also gleich vom B\u00fcro aus die Schwimmhalle erobert, die anfangs noch erfreulich leer war. Und so schwammen wir gemeinsam unsere Bahnen (wie ich an dieser Stelle nicht unstolz erw\u00e4hnen will: Ich ein wenig schneller als sie, auch mit Ohne Schwimmflossen an den F\u00fc\u00dfen).<\/p>\n<p>Nach dem Schwimmen noch eben die Post zur Post gebracht. Das war auch so ein Akt. Ich hatte drei etwas gr\u00f6\u00dfere Briefe. Es waren noch keine P\u00e4ckchen, aber eben auch keine Briefe; irgendwas dazwischen. Der Postbeamte, an dessen einzigen Schalter ich dann nach einer gef\u00fchlten Ewigkeit treten durfte, untersuchte jeden einzelnen Brief pedantisch, wog, verma\u00df, schob durch Schlitze von Schablonen, und murmelte unabl\u00e4ssig irgendwelche DIN-Koordinaten halblaut vor sich hin. Erkl\u00e4rte dann 5.000 Varianten, wie und zu welchen Kosten der Brief verschickt werden k\u00f6nnte &#8211; die mir alle ziemlich egal waren; ich wollte einfach nur nach hause, denn nach dem Schwimmen war ich angenehm m\u00fcde und vor allem hungrig. Seit dem M\u00fcsli am Morgen hatte ich nichts gegessen und mittlerweile war es nach 3. Irgendwann hatte er dann seine Briefe\/Nicht-Briefe endlich fertig frankiert, mir sage und schreibe 12,60 \u20ac abgekn\u00f6pft und ich durfte nach hause dackeln, wo die family schon mit Kaffee und Kuchen meiner Ankunft harrte. Kaffee tat gut. Dann erkl\u00e4rte ich eben noch family und Twitterfriends, dass es jetzt eine gute Idee w\u00e4re, noch vor dem Kinoabend eine Runde zu nappen. Denn ausgemacht war, dass J. 10 Min., bevor sie und H. zum Kino nach OL losd\u00fcsen, mich eben anrufen und mich aufgabeln. Und mittlerweile war es nach 4. Ich ging also ins Bett &#8230;<\/p>\n<p>&#8230;. klemmte mir die Schlafbrille auf die Nase, stellte das H\u00f6nd\u00fcweckerchen vorsichtshalber auf 5.30 Uhr, r\u00fcckte die Schlafbrille noch einmal zurecht; drehte mich in Schlafposition &#8230; als auch schon das Telefon klingelte. &#8222;Wir sind in 15 Minuten da und holen dich ab!&#8220; \u00c4hm &#8211; ja. Mist. Wieder raus aus dem Bett und im Eiltempo kinofertig gemacht.<\/p>\n<p>Das hab ich dann auch irgendwie geschafft. Das verpatzte sp\u00e4te Mittagsnapping w\u00fcrde ich verkraften, immerhin freute ich mich auf den Film. H. kutschierte uns ins Lieblingskino, ins CASA nach OL. Er f\u00e4hrt wie ein Henker! Henker! So 2 bis 3 Mal schloss ich innerlich mit meinem Leben ab!<\/p>\n<p>Im CASA gab es <a title=\"&quot;Papadopoulos &amp; S\u00f6hne&quot;\" href=\"http:\/\/www.papadopoulos-und-soehne.de\/\" target=\"_blank\">&#8222;Papadopoulos &amp; S\u00f6hne&#8220;<\/a> ***\/5<\/p>\n<p>H. spendierte die Kinokarten, ich seinen Rotwein und das Popcorn. Der Film war: keine Kom\u00f6die, obwohl es sich in der Beschreibung so las. Es war okay, aber nicht schreiend komisch (es h\u00e4tte aber schreiend komisch sein k\u00f6nnen, das Potential war da). Daf\u00fcr kamen mir die Tr\u00e4nen an der einen Stelle, als der Bruder &#8230; na, schaut es euch selbst an. Man muss f\u00fcr den Film vielleicht nicht unbedingt ins Kino gehen, ein DVD-Abend tut es auch. Erwartet aber keine Lachflashs. Es ist eine nette kleine Geschichte, aus der man h\u00e4tte mehr machen k\u00f6nnen, die viel mit &#8222;Dazwischen und Nicht-Gesagtem&#8220; spielt.<\/p>\n<p>Jedenfalls fuhr uns Henkerchen H. nach dem Kino wieder nach hause; lie\u00df sich aber \u00fcberreden, einen kleinen Abstecher ins Moor zu machen, wo G. &amp; E. vermutet wurden. <em>Nur mal eben kurz Hallo sagen!<\/em> Und jetzt kommen wir zu dem Teil, der mir die heutigen leichten Kopfschmerzen beschert und gestern ein paar angeschickste Tweets in meinen Twitteraccount schubste:<\/p>\n<p>E. &amp; G. waren tats\u00e4chlich zufrieden im Moor, als wir dort einfielen. Ich hatte Hunger, und bekam K\u00f6rnerk\u00e4se. Yummi K\u00f6rnerk\u00e4se mit noch mehr leckerererer selbst gezimmerter Holundermarmelade. Ich war selig &#8211; aber immer noch hungrig. Dann schleppte J. aus E.&#8217;s K\u00fcche TucTuc-Kekse und Salami an; und weil man nun eh so nett beieinander im Winterg\u00e4rtchen sa\u00df, konnte man ja auch etwas trinken. E. \u00fcberredete mich quasi dazu, HUGO zu kosten. Widerspruch wurde nicht zugelassen. Schwupps hatte ich ein riesiges Weinglas vor der Nase. Ich kostete HUGO &#8211; und verlor; erst jeden Widerstand, dann jede Kontrolle. Hicks. Das Zeug war lecker, die Runde nett und ich h\u00e4tte da sicher noch bis heute Morgen gesessen, wenn man mich nicht ins Auto geschleift h\u00e4tte. Streng genommen waren es nur 2 gro\u00dfe Gl\u00e4ser HUGO, die ich hatte, die aber eben auf ein alkoholtechnisch ziemlich untrainiertes Karniggel. Ich war sehr tippsy. \ud83d\ude00 Aber ich hatte Spass.<\/p>\n<p>Eingeladen haben wir uns quasi sowieso f\u00fcr demn\u00e4chst. Ins Moor. Zuerst eine Fahrradtour dorthin (immerhin einfache Strecke 26 km etwa, aber ich bin ja drahteselchenarscherprobt), dann Grillen und Schwimmen am und im Teich, \u00dcbernachtung in Blockh\u00fctte (wobei ich ein richtiges Bett vorziehen werde; davon gibt es ja dort auch gen\u00fcgend). Nach einem Fr\u00fchst\u00fcck am n\u00e4chsten Morgen dann die 26 km mit dem Fahrrad zur\u00fcck. Sofern es nicht zu viel HUGO gibt am Abend. *lach* Ich freu mich drauf. Hoffentlich klappt das.<\/p>\n<p>Und jetzt starte ich so ganz langsam den gew\u00f6hnlichen Sonnabend, immerhin will der Hausputz erledigt werden und nach dem ersten Kaffee f\u00fchlt es sich auch schon nicht mehr so hugo-schwerlastig an in mir.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist Sonnabend, denke ich. Sicher bin ich mir nicht. Es ist auch noch zu zeitig, und ich frage mich gerade, warum ich schon wach bin. Dann f\u00e4llt es mir wieder ein: Kopfschmerzen. 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