1. Advent 2025

Wie die Zeit verfliegt, nun ist es bereits der letzte November-Tag und der 1. Advent 2025. Die Wohnung ist bereits weihnachtlich geschmückt (bis auf den Weihnachtsbaum, der kommt erst am 23. 12. dran). Die Pyramide und der Schwibbogen sind aufgestellt und am Wohnzimmerfenster hängen die Lichter. Wichtel und Freunde sowie diverse Weihnachtsterne sind eingezogen und heute beim Frühstück brannte die erste Kerze auf dem Adventskranz. Im TV laufen Weihnachtsfilme, immer nach dem gleichen Schema; und alle sind permanent adrett gekleidet und frisiert. Wenn sie perfekt gestylt in ihren geschmückten und dekorierten Küchen stehen, ist alles – und ich meine wirklich alles – sauber aufgeräumt und kein Haar liegt auch nur irgendwie falsch und keine Mehlspuren sind auf den akkurat gebügelten Schürzen. Und wenn die Protagonisten gute Ratschläge gebend durch die Städtchen und Parks schlendern, die auch alle überladen sind mit Weihnachtsdeko, und natürlich liegt überall weißer Schnee, dann ist es so ridiculous romantic, dass einem schlecht werden könnte.

Dagegen schwitzte und keuchte ich, als ich mit zitternden Beinen auf die Leiter stieg, um die Weihnachtsbeleuchtung zu befestigen. In Jogginghose und mit dem Schlabber-T-Shirt, die Haare wirr und zerzaust, von Kartonchaos umgeben, als ich Lichterketten entwirrte. Es schien kein Ende nehmen zu wollen. Aber nun bin ich fertig und wenn es dann beginnt, ein kleines bisschen nach Weihnachten auszusehen, dann komme ich auch in Stimmung und finde auch die Weihnachtsfilme niedlich. Mein Gehirn besetzt automatisch die meisten mit anderen Hauptdarstellern und nicht nur einmal hüpft der Gedanke in meinen Kopf herum, dass das doch auch eine total hübsche story für mein KINDLE wäre; würde sich doch nur jemand finden, der sie umschreibt …

Ja, ich lese immer noch und nur Brian und Justin! Lacht nicht, ich mag es, es ist meine kleine Flucht, wenn ich mich zu allein fühle, oder ich mir Sorgen mache. Nicht um mich, sondern um mein Enkelkind, das seit letzten Mittwoch mit M. im Krankenhaus ist. Zum Glück ist es nichts wirklich schlimmes, wohl „nur“ eine Kuhmilcheiweißallergie, die vielleicht auch wieder weggeht und der man mit anderen Milchprodukten aus dem Weg gehen kann. Aber es ist eben so ruhig über uns, Jakobs Geschrei fehlt uns doch. M. berichtet aber, dass er nun im KH weniger schreit, seit die Nahrung umgestellt wurde. Er ist jetzt zufriedener, ja, wer wäre das nicht, wenn man keine Bauchschmerzen mehr hat? Also sind wir dankbar, dass der Kleine untersucht und ihm geholfen werden konnte, und er wird bestimmt auch bald wieder zu Hause sein und hektischen Getrappel über uns auslösen.

Und dann habe ich Weihnachtsgeschenke geshoppt. Die meisten habe ich jetzt bereits zusammen. Und für mich selbst ist auch etwas dabei: Dieser Kalender. Gesehen auf Facebook, und sofort bestellt. Bei der Ankunft des Kalenders habe ich durchgeblättert und dabei geweint. So schöne Bilder aus der alten Heimat. Das wäre ein tolles Geschenk für Torsten gewesen!

2026 muss ich für ein paar Tage in die alte Heimat, es ist schon wieder viel zu lange her.

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