Sonntag, 09.06.2024 – Europa hat die Wahl

Binz, aufgenommen im Sommer 2022

Blogposts, die mit „eigentlich“ beginnen, sind eigentlich prädestiniert dafür, dass es ein Jammer-Beitrag werden könnte. Deswegen wollte ich diesen Sonntagsreport nicht mit diesem kleinen, Unheil schwangeren Wort beginnen; denn eigentlich geht es mir gut. Naja, zu großen Teilen zumindest. Da sind immer noch ein wenig Ohrenschmerzen, mal mehr, mal weniger; ich bin immer noch größtenteils müde, da ist immer noch zu viel zu viel zu tun im Büro, da ist immer noch kein Vorankommen in den Erb-Angelegenheiten. Die Wohnung ist sauber, die Sommer Bettwäsche ist aufgezogen, ich habe Brötchen geholt und wir hatten unser Sonntagsfrühstück. Das Abnehmen geht weiter in die richtige Richtung.
Wir gehen heute wählen! Und ich persönlich hoffe, dass Vernunft und Menschlichkeit Nationalneid und Profitgier den Mittelfinger zeigen. Heute Abend kommt kein Tatort, sondern Wahlberichterstattung; das eröffnet die Möglichkeit eines zeitiges Bett-Kindle-Dates. Ich lese gerade eine meine Lieblingsgeschichten RUNNING von Nightvision55 erneut; und es ist mindestens eine neue story in Sicht, die mir den kommenden Sommer versüßen wird. Derzeit schaue ich erneut GOOD DOCTOR auf Netflix, und im Herbst kommt die 3. Staffel HEARTSTOPPER. Wir – oder ich – haben noch keine konkreten Pläne für den Sommerurlaub, der gar nicht mehr so weit weg ist.
Eigentlich gibt es also gar keinen Platz für ein „Eigentlich“ … und doch schwingt es eben mit, ohne so richtig konkret zu werden.

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Good bye May, Hello Pride June.

Schon ist der Mai 2024 zu Ende, und man fragt sich an dieser Stelle: Wo ging er hin, so schnell?
Hello J U N I, hallo Pride-Month.
Für mich immer noch an erster Stelle
BRIAN & JUSTIN
von Queer As Folk.
Das wird sich auch so schnell nicht ändern. Nach wie vor ist es das Universum, das mich auffängt. Vielleicht kommt noch die kleine niedliche Netflix-Serie HERATSTOPPER hinzu, die im Herbst ihre 3. Staffel bekommen wird.

Eigentlich war der Mai gar nicht so unübel. Der Mai ist sowieso einer der hübschesten Monate des Jahres, allein wegen seiner vielen freien Tage.
Abnehmtechnisch habe ich das erste Ziel erreicht:

Aber das soll erst der erste Abschnitt meiner erneuten Abnehmreise sein, es sollen noch mal doppelt so viele folgen, auch wenn es dauern wird. Der Weg ist das Ziel, und der Weg ist meistens köstlich.

Im Büro war es wie immer, wenn Chef kurz vor seinem ersten Jahresurlaub steht: hektisch und von den Diktaten her nicht zu schaffen. Also habe ich ohne schlechtes Gewissen diese letzte Woche vor der chef’schen Urlaubsabwesenheit so weit möglich pünktlich Feierabend gemacht.
Dafür eskalierte eine unserer Büro-Orchideen, und ich glaube, Drusilla, die Büropflanze, die schon da war, als ich vor mehr als 20 Jahren bei Chef mit dem Tippen anfing, wird demnächst auch wieder blühen:

Und wenn alles soweit eigentlich gut läuft, warum fühle ich mich dann so down? Besonders jetzt, am Wochenende? Ich habe keine Ahnung, es ist nur einfach so. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass ich eben das Gefühl habe, dass man nicht gegen die Arbeitsflut ankämpfen kann! Es wird nie genug sein! Irgendwas bleibt immer liegen. Auch die kommenden 2 Wochen, in denen wir das Büro quasi alleine rocken werden, werden nicht ausreichen, um all die Aufgaben mit dem Label „Wenn mal Zeit ist“ zu erledigen. Und das frustriert.
Vielleicht brauche ich einfach nur etwas, auf das ich mich freuen kann, ein Mini-Urlaubs-Auszeit-Ziel, so etwas in der Art … Aber immer, wenn ich in der Richtung irgendwas planen möchte, nistet sich sofort der Gedanke in den Kopf: Ach, halte mal lieber deine Kröten beisammen, wer weiß, welche Rechnung nächsten Monat ins Haus fliegt! und vermiest eine Planung diesbezüglich.
Und so schnappe ich mir mein KINDLE, suche die traurigste Story heraus und versinke in mein Universum – das hat immer ein Happy End (ich erwähnte das bereits bestimmt).

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Montagsabend-Update

Was bin ich froh, dass dieser Montag jetzt vorbei ist. Es war ein klassischer Montag, mit allen Schikanen: Telefongebimmel am Rande des Wahnsinns, ein B-Diktat nach dem anderen und dazu noch kurz vor Schluss ein C; ein schnelles, punktearmes kaltes Mittagessen bestehend aus Körnerkäse, Thunfisch und Apfel. Zum Abendbrot gab es dann aber leckeres Resteessen: den übrigen Hackbraten auf Dinkelsandwich, mit Tomaten garniert und mit Spiegelei gekrönt. Sehr lecker! Sehr zu empfehlen. Und bevor Günther dann beim gemütlichen Teil seine #WWM Fragen stellt, wollte ich endlich mal die eine story auf dem KINDLE „flicken“, die warum auch immer nicht mehr auf dem KINDLE ist, sondern mir jedes Mal erzählen will, dass sie sich irgendwo, aber nicht mehr da befindet, wo ich sie vermute. Aber! Backups! Ich habe KINDLE-Backups! Ha! Wäre doch gelacht. Also fix das Backup aufgerufen, die richtige story gefunden und noch mal aufs KINDLE geschubst … nur kam sie da nie an? WAS DA LOS? Noch mal geschubst! NICHTS! Hä?! Kann doch gar nicht angehen! Dann kam auch schon die Meldung von Amazon, dass ich da ein Format hätte, das nicht mehr geht …. Laber nicht, es ist ePUB … aber es war auch noch das azw oder azr … was auch immer; und das musste ich dann doch noch erst löschen, damit das KINDLE nicht herummeckert. (Die wundern sich sowieso seit 12 Jahren, was ich da ständig auf das KINDLE lade und warum ich kaum Zeugs bei denen kaufe!). Puh, geschafft!

Und jetzt bin ich auch ziemlich geschafft, aber Günther fragt noch Fragen, wenn nicht gerade Werbung kommt, und ich brauche dringend noch was zu trinken, bevor ich ins Bett fallen und in das andere Universum sinken kann. Hoffentlich ist meine Frau H. morgen wieder da, denn es ist T minus 4 Tage vor Chef-Jahresurlaub; und wie immer endet das im totalen spiralförmigen hektischem Chaos.

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25.05.2024

Wieder ist eine Woche geschafft, und ich bin recht zufrieden mit mir. Naja, irgendwas ist ja immer. Aber fangen wir (also ich) mit dem Positiven an: Keine Ohrenschmerzen mehr und in dieser Woche bin ich über 24.000 Schritte durch die Botanik gelaufen. Das Laufen macht wieder Spaß; auch wenn ich noch immer Muskelkater danach massiv streichel, aber lächelnd. Mit den neuen Airpods in den Ohren läuft es sich noch besser. Auch im Büro lief es gut, auch wenn ich allein gegen Akten und Diktate ankämpfte. Das Tippen flutschte und ich habe echt was geschafft (mir selbst mental auf die Schulter klopfe, weil es sonst noch immer niemand anderes tut).

Nun ist Samstag und Wochenende, der größte Einkauf ist gestern schon erledigt und der Wohnungsputz ist auch bereits erledigt.

Aber irgendwas ist ja immer; so auch gestern. Freitag. Wiegetag. Ich hatte so gehofft, dass ich nun die 20-kg geschafft haben könnte. Sooooo knapp davor die letzten Male. Und ich bin doch viel gelaufen? Aber hatte auch 3 mal leckeren Apfelkuchen und Eiskaffee und Avocado zum Abendbrot. Aber viel gelaufen, damit ich wieder Wochenpunkte ansammeln kann, um Avocado zu schlemmen und Eiskaffee und Kuchen … also wieder Spazieren gehen … ihr erkennt den Zusammenhang? Freitag also stand ich morgens auf der Waage, schielte an meiner Wampe herunter, und …. UND? Noch mal absteigen, noch mal drauf, selbes Ergebnis. 300 g mehr als letzten Freitag! W T F?! Aber die Hosen passen besser, die Knie tun nicht mehr so weh, und die eine Bluse passte mir letzten Sommer, als ich sie gekauft hatte, überhaupt nicht! GRMPF! Dabei bin ich doch so viel gelaufen! GELAUFEN! Mehr als 24.000 Schritte. Ja gut, das laufen andere an einem Tag zusammen, aber ich bin ja nun mal nicht andere, ich bin ich.
Am Donnerstag-Abend habe ich meine Vorfreude und erwartungsvolles Tiefstapeln noch im WW-Community-Forum geteilt; und auch wenn viele es gelikt haben, gab es auch sofort die Kommentare mit dem Inhalt, dass von dem bisschen Spazieren gehen doch noch keine Muskeln sich aufbauen und damit eine Zunahme auf der Waage erklärbar machen würden. Ja, es hat mich ein wenig runtergezogen, das gebe ich zu; und als ich dann Freitag tatsächlich bestätigt bekam, dass das Minus-20-kg-Abzeichen noch immer nicht erscheinen würde, hätte dieser Freitag auch frustriert beginnen und so auch enden können; aber das tat er irgendwie doch nicht. Ich habe im Büro meine Aufgaben erledigt und mich mit dem beA rumgeschlagen. Das war in Niedersachsen nur eingeschränkt benutzbar; und bei mir ging es gar nicht. Aber es war Freitag, ich kam relativ pünktlich aus dem Büro heraus und erledigte den Wochenendeinkauf. Ohne Avocado (aber ich hatte ja noch eine zu Hause).

Und was mache ich mit dem Wochenende? Ich habe so gar keinen Plan. In Düsseldorf ist Purgatory-Convention. Jared und Jensen sind auch da. Fast hätte ich darüber nachgedacht, spontan hinzufahren; aber nur fast. Es ist zu kurz, und zu teuer; und teuer kann ich gerade nicht brauchen. Ich muss die Tür-Reparatur von Torsten an die Polizei in Hessen bezahlen, und mein Speed-Ticket kommt ja auch noch. Dann brauche ich noch eine neue Brille unbedingt, denn wenn die, die ich momentan trage, mal in die Brüche gehen sollte, dann bin ich Blindfisch nicht in der Lage, Auto zu fahren. Und wenn das dann alles bezahlt ist, dann würde ich gern wieder ein Fahrrad oder ein e-Bike haben wollen; und die gibt es ja auch nicht gerade für ein Appel und ein Ei.
Also bleibe ich besser zu Hause die nächsten Monate und halte meine Kröten zusammen. Und hier gibt es bestimmt auch noch hübsche Ecken zu entdecken, die ich in meinen 24-jährigen Hiersein noch gar nicht betreten habe: das schwimmende Moor in Sehestedt zum Beispiel. Ich denke, das steht als nächstes auf der Liste.

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Spazierengehen wegen Batwurst

Was tut man, wenn man zwar am Montag (der eigentlich ein Sonntag war, an dem man also feiertagsbedingt frei hatte) die Zeit nutzte, um das WW-Wochen-Punkte-Konto aufzuladen; aber schon am Mittwoch – also heute – nach den 2 Geflügelbratwürsten mit Tomatensalat und Schafskäse (!) feststellt, dass man schon wieder alle Wochenpunkte verfuttert hat?
Man geht Spazieren; auch wenn es leicht vor sich hintröpfelte. Auf das Laufband hatte ich keine Lust, und ich habe ja neue Airpods. Also gleich nach dem Abendbrot den bunten Schirm geschnappt, das Handy, eine Tüte Taschentücher (ja, das Ohr zickt noch immer etwas rum) … und losgelaufen. Nur eine kurze kleine Runde (die mir aber immerhin 5 Extra-Punkte wieder bescherte). Und guck: So eine schöne kleine Runde durch die NHamer Schrebergärten „Blüh Auf!“ entdeckt. Die werde ich bestimmt öfters mal gehen.

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Hinter dem Tunnel

Wenn man keine Wochenpunkte mehr übrig hat, weil es 3 Tage lang nachmittags immer Eiskaffee und leckeren Apfelkuchen gibt, denen man nicht widerstehen kann, dann verlässt man eben am freien Pfingstmontag beherzt die Couch und fährt durch den Tunnel; biegt gleich danach rechts ab. Und dann stellt man das Auto am Schöpfwerk ab und läuft 2 x ca. 45 Minuten, einmal an der Weser entlang, und zurück hintern Deich mit Blick auf die Loxstedter Marsch. Eine kurze Pause macht man am Alten Schöpfwerk. Man hört Vögel und Grillen, ein Kuckuck ruft, ein anderer antwortet; in der Ferne pflügt ein Traktor das Feld, begleitet von einer Schar Möwen. Es ist Sommer, man sieht die ersten Gewitterwolken aufziehen; aber man kommt trocken zurück am abgestellten Auto, und freut sich, dass man mit den zusätzlichen Schritten auch Punkte addiert bei WW und zu Hause dann Eiskaffee und Apfelkuchen serviert bekommt. Muskelkater gibt’s auch, aber den nimmt man fast lächelnd in Kauf. Und man freut sich, dass es mit dem Laufen schon so viel besser geht und dass man es geschafft hat, den A. vom Sofa zu bekommen. Die Dusche danach tut auch einfach nur gut.

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Pfingsten 2024

Der letzte Abend und die Nacht waren von Ohrenschmerzen begleitet; dieses Mal das linke, nachdem das rechte damit durch zu sein scheint. Ich habe also Ohrentropfen geträufelt und einohrig Podcasts und Dokus gehört. So ist es auch kein Wunder, dass ich am Sonntag – noch dazu am Pfingstsonntag – vor 9 Uhr schon wach und auf den Beinen war. Genauer gesagt in den Latschen. Denn es ist warm, fast schon ein wenig wie Sommer, warm genug jedenfalls, dass man keine Socken mehr braucht, zumindest nicht, wenn man eben fix die 100 Meter zum Bäcker gehen will.

Und so klapperte ich los, zum Bäcker; und ich dachte dabei, dass ich das Klappern von Schuhen auf Asphalt oder Steinen schon immer angenehm fand. Ich mag das einfach, das Geräusch, das Klappern. So, wie ich auch Regen mag. Es regnet nun, während ich hier sitze. Im TV laufen Dokus, interessante Einblicke in fremde Leben, aber mit vertrauten Themen. Sektenaussteiger zum Beispiel; und ich frage mich, ob ich jetzt mit Torsten darüber hätte diskutieren können, ob er so etwas auch schauen würde, oder ob er komplett damit abgeschlossen und das hinter sich gelassen hat. Er war ja durch uns bei den ZJ, und am Ende viel länger darin involviert, als wir.
Kurz huschte der Gedanke durch meinen Kopf, dass ich ja auch zum Pfingstgottesdienst gehen könnte. Warum habe ich diesen Gedanken? Wo kommt der her? Vermutlich, weil ich eben diese Dokus schaue und im Grunde mich nach etwas Gemeinschaft sehne, nach wie vor.

Andererseits aber auch nicht. Ich mag es auch, für mich zu sein, mit meinen Gedanken, meinem Kindle. Das Kindle spielt schon eine große Rolle in meinem Leben, merkt man, oder? Gerade lese ich MOONRIDER, und zwei neue kleinere stories warten bereits. Diese kleine Flucht wäre in einem Leben mit und als Zeugin Jehovas absolut undenkbar! Seine Zeit mit so weltlichen Dingen zu verbringen, anstatt predigen zu gehen oder die Bibel zu studieren; noch dazu zu einem Thema, das nach der Auffassung der ZJ von Gott verabscheut wird, das einfach eine krankhafte Fehlleitung ist, was man durch den gehorsamen Umgang in der Wahrheit heilen könnte! Mich schaudert es, wenn ich nur daran denke. Spätestens jetzt wäre ich wohl sowieso ausgestiegen; oder ich wäre gar nicht bis hier hin gekommen, denn das sind ja weltliche Dinge, die mich vom wahren Glauben abhalten, mich von der Wahrheit abbringen sollen, weswegen man sie sich ja selbst verbietet, weil es angeblich das ist, was Gott von dir erwartet, tiefste Ergebenheit. Da hat eine Liebe zwischen zwei Männern – fiktional oder nicht – keinen Platz! Nein, es ist schon gut so, wie es ist, dass wir unseren eigenen Weg wieder gefunden haben; und der bescherte mir eben auch Supernatural, Canada, Hawaii und Queer as Folk, mit allen Gefühlswelten.

Ich werde mich also gleich auf mein entzündetes Ohr legen und in das andere Universum abtauchen. Vielleicht habe ich ja auch Glück, und es gewittert heute. Es herrscht diese besondere Licht- und Luftstimmung, die auf Gewitter hindeuten. Und wenn nicht, könnte ich ja auch die Gewitter-App starten auf der Sonos. Aber ich sollte vorher noch eine Ibu nehmen, damit ich am Dienstag für das Büro bereit bin. Und ich brauche noch meinen Kaffee sowie meine wöchentliche Bloglektüre. Alles ganz gemächlich, ohne Hektik, ohne Stress, sonntagsgemütlich eben. Nichts muss, alles kann. Und immer in Gedanken an meine Brüder, meine Familie.

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Ach, Torsten!

Gerade bin ich von meinem kurzen Ausflug nach Eckwarderhörne nach Hause gekommen und wollte diesen Freitag ganz sanft ausklingen lassen. Noch ein wenig Jazz (ich wundere mich immer noch über mich selbst), noch einen kleinen Pfirsich-Saft-Drink; also ganz ruhig und friedlich. Ein paar Schritte musste ich auch noch auf den Tacho laufen, damit die beiden Fischbrötchen heute zum Mittag nicht gleich das Wochenbudget total auffressen.
Noch schnell in den Briefkasten geschaut: Ah, ein gelber Brief. Wird wohl mein Bußgeldbescheid sein, weil ich zu schnell gefahren bin. Das habe ich ja zugegeben. Kommt zum Glück nicht oft vor, aber im April hatte ich die 50 km/h-Begrenzung nach der Brücke in Berne so gar nicht mehr auf dem Schirm gehabt.

Aber es war gar nicht mein zu schnelles Fahren; es war die Hessische Polizei (und dort bin ich garantiert nicht zu schnell gefahren!). Die haben mir als Erbin von dir einen Kostenbescheid geschickt. Knapp 630 € wollen sie haben, dafür, dass sie dich Silvester 2022 aus der Badewanne retteten und dabei anschließend deine Wohnungstür flicken mussten. Einen Erbschein habe ich immer noch nicht, aber die Rechnungen trudeln noch immer fröhlich bei mir ein. *seufz*
Nun, so ist das eben. Ich werde wohl nichts dagegen tun können und bezahlen; und hoffen, dass ich irgendwann mal wirklich mit dem ganzen Kram abschließen kann.

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16.05.2024

Huch? Mitten in der Woche, und ein Blogeintrag? Ist was passiert? Nö! Nix ist passiert. Mir war einfach nach ein bisschen Bildbearbeitung und Bloggen. Nichts Besonderes eben.

Es waren turbulente Tage im Büro, aber auch lustig. Ich konnte gut Tippen, kam aber trotzdem nicht gegen die Diktatflut an. Es gab geschenktes Avocado-Gewürz, und also auch Avocado zum Abendbrot. So lecker. So punkte-intensiv! Also musste ich am Dienstag, nachdem ich ganz alleine und voller Genuss 4 Knäckebrote mit Avocado + Gewürz und einen Apfel verputzt hatte, noch mal los: Eine Runde um den Block. Dabei entstand auch u. a. das obige Foto, das Sieltief in Nordenham. Und überhaupt: Sagte nicht mal jemand, dass er eigentlich nur Sport treibt, um Essen zu dürfen, ohne dass das Gewissen die Kalorien gegen den Genuss aufrechnet? Ja, da ist was dran. Nach den 40 Minuten jedenfalls hatte ich 9 Wochenpunkte extra wieder auf dem Konto und mein Gewissen war etwas beruhigt.

Morgen geht es wieder auf die Waage; ich bin gespannt, ob ich die 20-kg-Marke knacke. Das wäre fabelhaft! Aber selbst wenn nicht; ich bin auf einem guten Weg, kann wieder besser Laufen (naja, Gehen) und es passen Shirts, die ich letztes Jahr geshoppt hatte, aber nicht anziehen konnte, weil sie einfach wie Presswurst an mir aussahen. Das hebt erheblich das Selbstbewusstsein.

Morgen ist bereits Freitag, und danach steht wieder ein langes Wochenende einschließlich freiem Pfingstmontag bevor. Ich werde morgen alleine im Büro sein und habe einiges auf dem Zettel stehen; möchte aber auch wirklich pünktlich ins Wochenende gehen. Dann wird sich herausstellen, ob mein Zeitmanagement sich bewährt.

Der Fernseher ist aus, in der Sonos läuft Jazz. Seit wann höre ich eigentlich freiwillig Jazz? Egal, es ist gerade so chillig. Draußen sieht und riecht es nach Gewitter; was nach den aufgeheizten letzten Tagen nicht überraschend käme. Ich mag Gewitter immer noch, nur sind die hier eher selten und wenn, dann kurz. Aber so ein kleines Gewitterchen würde jetzt gut in die Stimmung passen. Nennt man das Gefühl gerade Zufriedenheit? Es fühlt sich gut an, entspannend. Einen Pfirsich-Sprudel lang kann ich sicher noch aufbleiben und das Gefühl genießen.

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Memories eines Muttertagssonntages

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Einsamer Muttertag

Der Wald meiner Kindheit hatte keine Mücken, aber Felsen. Ich sehnte mich nach Wald, eigentlich sehne ich mich seit mehr als 20 Jahren nach Wald, richtigen Wald. Aber hier ist weit und breit nichts, was man als Wald identifizieren könnte.

Aber halt, das stimmt nicht ganz. Etwa 45 Autominuten hinter Varel soll es einen Wald geben. Google weiß so etwas. Es soll sogar ein Urwald sein. Und warum nicht? Es ist Sonntag, herrlichsten Maiwetter. Anstandshalber habe ich Knuffel gefragt, ob er mit wolle. Wollte er natürlich nicht. Rücken! Ich kann’s ja verstehen. Vor knapp 20 kg wollte ich zwar auch überall hin, aber schon der Weg zum Auto war die 100 Schritte zu viel. Ich erinnere mich an unseren letzten gemeinsamen Rügen Urlaub.

Auch M. wollte nicht mit; aber das kann ich verstehen. Es ist Muttertag, und an Oskar denken, tut einfach noch weh. Mir auch. Jeder trauert auf seine Weise und manchmal muss man das auch für sich alleine tun.

Also bin ich alleine los. Ich stellte es mir friedlich vor, wie ich eine Waldbank finden, mein blaues Handtuch darauf ausbreiten und ein wenig im mitgenommenen Kindle unter grünen Blättern und zahlreichen Vogelgezwitscher entspannt und alleine lesen würde. Hübsche romantische Vorstellung, oder?

Nun, zunächst einmal herrschte zäher Verkehr auf der Bundesstraße zum ausgesuchten Zielobjekt Wald. Aus den angekündigten 38 Minuten wurde fast eine Stunde. Angekommen auf dem Waldparkplatz (ja, ich bin clever und gebe in weiser Voraussicht immer Parkplatz dortundda ins Google Navi ein); bräuchte ich eigentlich erst Mal eine Toilette. Aber da war natürlich keine. Nicht mal ein Dixie. Ich lauschte in mich hinein und entschied, dass ich es noch eine Weile ohne aushalten würde. Und ansonsten war ich ja im WALD, Natur und so. Ich schnallte mir den Rucksack auf, stülpte das Cappi auf die zerzausten Haare und stiefelte los.

Natur war da, Leute leider auch und noch schlimmer: Mücken. Und die schienen mich als Essen auf Füßen zu verstehen. Das Buffet war eröffnet; und während ich noch fasziniert jeden Baum, Baumstumpf, Wurzelgebildet und Blättermagie fotografierte, wehrte ich mit der anderen Hand die Biester so gut es ging ab. Sitzen und ein Buch lesen? Vergiss es! Aber nun war ich hier, hatte mich durch den Verkehrsstau gekämpft und wollte mich nicht von ein paar Insekten aus dem Wald verscheuchen lassen. Zu Hause würde eine gründliche Dusche und Behandlung mit Fenistil sicher helfen. Ich spazierte also Mücken abwehrend meine 3000 Schritte durch den Wald.

Irgendwann wurde das Pipi-Problem allerdings doch mächtig. In knapp einer Stunde könnte ich zu Hause sein, denn nach den Mückenkampf im Wald war ich ein wenig verschwitzt und nicht mehr öffentlichkeitstauglich vorzeigbar. Ich beschloss nach Hause zu fahren. Genug Wald.

Die Nach-Hause-Fahrt ging schneller. Die scheinen immer schneller zu gehen. Die Klimaanlage im Mazda half, mich wieder einigermaßen akklimatisiert ausgehfertig zu bekommen, und Pipi musste ich eigentlich auch längst nicht mehr soooo dringend. Ich könnte also eigentlich auch auf einen Kaffee zu den Weserterassen. Okay. Auf geht’s. Es ist schließlich Sonntag, und Muttertag und wer sollte mir es verbieten?

Die Weserterassen hatten geschlossen. Blöd, sie hätten sicherlich Umsatz machen können. Ich spazierte an die Weser, am Strand entlang, kurz in die Büsche. Und nun sitze ich hier auf der Bank und schreibe diese Zeilen. Ich bin immer noch allein, und auch ein wenig einsam, aber es ist jetzt okay, innen drinnen. Die Weser rauscht und die Vögel zwitschern auch hier. Aber keine Mücken! Im Kindle eine hot Story, natürlich Brian & Justin, what else? Ich merke wie die Unruhe von mir abfällt, mein Herz ruhiger schlägt, die Gedanken nicht mehr so gehetzt durch den Kopf jagen. Es ist schön hier, fast ein bisschen wie im Urlaub.

Ich denke an meine Mutti. Ich habe sie nie richtig kennen lernen dürfen. Erinnerungsschnipsel, wie sie mir die Haare flechtet, während ich zwischen ihren Beinen stehe und kleine weiße Friedenstaube singe. Ich hoffe, ich werde sie wiedersehen. Wie alle anderen aus meiner Familie. Vielleicht in einem Wald. Irgendwie, irgendwann. Meinem Vater hätte der Wald gefallen. Torsten sicher auch. Ich vermisse euch. Es ist seltsam, dass man mit den Jahren intensiver vermissen kann. Vielleicht ist das so, weil man nicht weiß, wie viel Wegstrecke Leben man selbst noch vor sich hat; man ahnt aber, dass der Weg nun kürzer wird. Vorher war man so sehr mit dem Vorwärtskommen beschäftigt, hat selten zurück schauen können. Jetzt ist das anders. Und so blicke ich mit ein wenig Wehmut zurück und wünschte, ich hätte mehr Zeit gehabt mit meiner Familie.

Ich werde sentimental. Das wollte ich gar nicht. Die Sonne scheint und ein sanfter Wind weht. Noch immer rauschen die Wellen der Weser und auch wenn ich allein bin, es geht mir gut. Besser als so manch anderem auf diesem Erdenrund. Also genieße diesen Moment, im Mai, an der Weser, mit den Erinnerungen an den Wald meiner Kindheit.

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Faul

Nichts getan heute. Nur gelesen, geschlafen/gedöst, irgendwas im TV oder auf Netflix geschaut … und dann war der Freitag schon vorbei.

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Sonnenaufgang am Langwarder Groden

Was man halt so macht, in aller Herrgottsfrühe an einem Feiertag: Man steht kurz vor 4 Uhr auf, um rechtzeitig an den Langwarder Groden zu fahren; weil man da tatsächlich noch nie war. Sonnenaufgang gucken! Fast hätten wir sie verpasst, denn Wolken standen im Weg. Aber wir bekamen eine zweite Chance, in der zweiten Reihe sozusagen. Es war magisch.
(Klick auf das Bild vergrößert übrigens)

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Etwas Regen – innen und draußen

Sonntag, nach dem späten Frühstück. Es regnet. Es regnete auch schon in der Nacht. Ich mag den Regen und seinen beruhigenden Klang, das leichte Klopfen an die Fensterscheiben. Er tut mir gut. Kurz habe ich überlegt, mir den Regenbogenschirm zu schnappen und ein wenig Spazieren zu gehen; aber andererseits mag ich es auch gerade, einfach auf dem Sofa im Waldwohnzimmer zu sitzen. Im TV laufen Dokus über das Leben. Ich habe Kaffee und das KINDLE liegt in greifbarer Nähe.
Auf WW habe ich von Oskar berichtet, und das er nun ein Sternenkind ist, das wir nicht mehr kennenlernen durften. Die Anteilnahme war groß und ich bin sehr gerührt darüber, aber letztendlich müssen wir als Familie da durch und hoffen, dass es irgendwann einfach gut sein wird.
Vielleicht bin ich deshalb auch so empfindlich gerade auf der Seele.

Das Bild mit den Regentropfen entstand auf Hawaii im Jahre 2017; wir saßen im Taxi auf den Weg zurück zum Flughafen. Den gesamten Stick mit allen Hawaii-Fotos habe ich ja leider derart verlegt, dass er für alle Zeit verloren scheint, denn selbst beim Umzug habe ich ihn nicht mehr finden können; aber ein paar Handybilder hatte ich noch in der Wolke gesichert und nun doppelt abgesichert abgespeichert, damit zumindest diese nicht auch noch verschwinden.
Und so träume ich mich zurück, an den Strand von Waikīkī. Das ist jetzt 6 1/2 Jahre her, und in der Erinnerung wird es hoffentlich nie verloren gehen; die Eindrücke, die Bilder, die Erlebnisse, die Emotionen. Traumhaft. Einzigartig, vermutlich der einzige Hawaii-Besuch in meinem Leben.

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Und wieder ein Wochenende

… an dem man irgendwie den Kopf und die Hände beschäftigt halten sollte, damit man nicht nachdenken muss. Der Wohnungsputz ist erledigt, der kleine Wocheneinkauf auch, ich bin durch die Gateteiche spaziert und habe anschließend meine Foto-Wolke aufgeräumt.

Wenn nicht diese Schwermut wäre und der andauernde mentale Kampf mit der unaussprechlichen Vermieterin von Stefan, könnte es mir fast gut gehen. Die Vermieterin hat sich jetzt einen Anwalt genommen (das hatte Chef ihr ja geraten) und dem wohl allerhand Unfug aufgetischt, frei nach dem Motto: Diese unmögliche Person (also ich) will sich unberechtigter Weise in die Münchner Wohnung einnisten und die zu ihrem Vorteil behalten! Es ist zum Piepen! Chef hat sich fürchterlich über den juristischen Unsinn, den der gegnerische Anwalt daraufhin an uns geschrieben hat, aufgeregt. Ich will einfach nur, dass das endlich einen Abschluss findet! Der bestellte Nachlassverwalter gibt auch keinen Mux von sich, geschweige denn, dass ich irgendwie an einem Teil-Erbschein gekommen wäre. Es ist alles irgendwie sirupartig festgefahren, und es geht nicht vorwärts. Und jeden Woche kommt ein neuer Vorwurf der Frau Dr. Unaussprechlich dazu.

Aber okay: Step by step. Das predige ich den anderen immer so gern; also sollte ich mich auch daran halten. Immer eines nach dem anderen und nichts überstürzen. Es dauert eben, so lange wie es dauert.

So wie das Abnehmen. Freitag war wieder Tag der Waage. Nur 100 g sind es weniger zu letzter Woche; aber immerhin weniger. Letzten Freitag hatte ich sogar ein Plus zu verzeichnen auf der doofen Waage. Dabei laufe ich mehr und auch wieder gerne.

Sonst gibt es eigentlich nichts Neues. Alles wie immer. Naja, bis auf die Schwermut, die wohl noch eine Weile bleiben wird. Ist ja auch kein Wunder.
Ich muss jetzt noch Wäsche zusammenlegen und mich dann um das Abendbrot kümmern. Es soll so eine Art Cottage-Cheese-Pizza geben mit Tomaten und Wiener Würstchen belegt.

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