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E-Mail:

Das geheimnisvolle Klopfen

Im Schlafzimmer funkelten die bunten Farbsternchen vom Zimmerplanetarium an der Decke. Eingekuschelt war ich bereit, meine eigene Traumreise anzutreten, als …

… es klopfte!

Tock, tock, tock, tock, tock, tock.

Ein dumpfes Klopfen, schnell hintereinander, das direkt aus der Wand zu kommen schien. Dann eine Pause, schon dachte ich, mich getäuscht zu haben, doch da war es wieder:

tock, tock, tock, tock, tock, tock!

Es klopfte von irgendwoher. Hubby? Aus dem Bazillus-Zimmer nebenan? (Knuffel und Bazillus haben die Schlafstätten getauscht, wegen unüberbrückbarer ehelicher Schnarchmissverständnisse und daraus resultierender Morgenmuffeligkeit, Vorhaltungen und diverser durchboxter Nächte). Aber wieso sollte Hubby an die Wand klopfen? Er hatte andere Möglichkeiten, sich mitzuteilen. Sehr seltsam.

Tock, tock, tock, tock, tock, tock.

Schon überlegte, ich aufzustehen und dem ominösen Klopfer auf die Schliche zu kommen … da war das Klopfen verschwunden und blieb auch weg. Morpheus holte mich wie versprochen an der Traumbushaltestelle ab.

Am nächsten Morgen befragte ich Hubby nach den Klopfgeräuschen. Er war wie erwartet unschuldig und ahnungslos. Doch des Rätsels Lösung offenbarte sich dann doch:

KLECKS

war und ist der Klopfer. Und das kommt so: Klecks hockt im Flur vor der Schlafstube. Dort hockt er vor allem abends ständig in Erwartung, dass er mit ins Bett darf. Dort hockt er minutenlang, bis er kapiert, er darf nicht. Während Kater also da so rumhockt (und ab und an bettelnd mauzt), kann er sich ja auch am Kopf kratzen. Könnte er, wenn sein rechtes Hinterbein nicht immer noch etwas – naja sagen wir es liebevoll – gehandicapt wäre. Was ihn nicht davon abhält, trotzdem den Versuch zu machen, sich am Kopf zu kratzen. Und so hebt er das Hinterbein, kommt aber nicht bis zum Kopf, sondern es zuckt zurück auf den Fußboden …. und klopft. Ähnlich wie es schon bei Bambi’s Freund, dem Hasen ablief. LOL

English-Conversationsgelaber geht in die nächste Runde

Oh weh, auf was habe ich mich da nur eingelassen?! David – so heißt er – klingt zwar nett am Telefon, als wir Stunde und Ort unseres ersten Treffens auspaldoverten; aber …. Oh weh? Was habe ich getan? Hier die Twitter-Zusammenfassung, Twitter-untypisch von oben nach unten und hoffentlich vollständig:

Geschützt: Die Sache mit der AV

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Schlecker

Die Nachricht war letzte Woche in den Schlagzeilen: Schlecker ist Pleite. Ich hab‘s auch gehört und zur Kenntnis genommen und vielleicht ein stilles „Och!“ gemurmelt, bevor ich meinen täglichen Kram weiter erledigte. (Ach ja, ich starb gerade einen Elefantenmagenkrampftod.)

Heute fuhr ich mittags meine gewohnte Strecke von Job 1 zu Job 2, und mein Weg führt mich wie fast immer durch das kleine verpennte Örtchen, an dessen kopfsteinbepflasterter Hauptstraße sich ein Bäcker, ein Fleischer, ein Brautmodenausstatter, ein Blumen- und Geschenkehaus, ein winziger Spar-Lebensmittelmarkt und eben eine Schlecker-Drogerie schmiegen. Der Bäcker wird stark frequentiert, besonders morgens, wenn die Abkürzungs-Pendler – wie ich am Mittag – sich schnell noch das Frühstück sichern. Auch im Spar-Markt war ich schon einige Male, wenn es die Zeit erlaubte. Brautmoden brauche ich eher selten, so war ich in meinen 10 Jahren Pendelei auch nur einmal in diesem Etablissement. Nie dagegen war ich im Blumenladen – dafür habe ich schlicht keine Zeit. Ich nehme es mir manchmal vor, aber dann vergeht die nächste Woche, und ich war nicht stöbern, sondern eilte zum nächsten Job. Der Fleischer hat mittags meistens schon geschlossen, wenn ich dran vorbei fahre.

Einzig im Schlecker war ich öfters, um Kekse zu kaufen oder Taschentücher, Zigaretten – die tausend Kleinigkeiten, die man spontan braucht, beim Mega-Wochenendeinkauf vergessen hat oder auf die man just im Vorbei-Fahren Lust verspürt.

Wenn ich abends die selbe Strecke nach Hause fuhr, räumten die zwei Schlecker-Frauen die Auslagen gerade wieder in den Laden und löschten pünktlich 18 Uhr das Licht.

Und heute Mittag war Schlecker geschlossen. Kein Licht, keine Auslagen, keine parkenden Autos am Straßenrand. Ausgestorben, verrammelt, geschlossen. Das war schon seltsam für mich. Wie komisch muss es sich erst für die Dorfbewohner anfühlen, wenn ein Stückchen ihres Dorfes einfach so – von einem Tag zum anderen – dicht macht. Und für die Angestellten, deren Job ich nicht haben wollen möchte, die aber jeden Tag ihre Arbeit erledigt haben und mir bei Bedarf die Zigaretten aus dem Käfig angelten und Opa Krause halfen, den richtigen Auftragszettel zum Entwickeln der Enkelkinder-Fotos auszufüllen. Ich hatte nie großartig Zeit. Maximal ein kleiner Small-Talk zwischen Kasse und Auto, ein Lächeln. Husch und weg.

Alles vorbei. Kein Schlecker mehr. Der kleine Laden an der geheimen Abkürzungsstraße ist wohl eine der Filialen, die sich nicht wirtschaftlich rentieren. Vielleicht, weil zu viele immer nur daran vorbei fahren und Opa Krause nicht jeden Tag in Filzpantoffeln hinüberschlürfen kann, um Fotos entwickeln zu lassen oder Hundehaarshampoo zu kaufen.

 

Frühling im Büro

Chef hat dann doch noch an meinen Geburtstag gedacht … und es brach Frühling aus. Ein kleiner zauberhafter Lichtblick am Montag.

Magenkrämpfe

Fragt nicht! Seit Donnerstag Nacht. Freitag bin ich nicht ins Büro, es wäre nicht gegangen, denn aller 5 bis 10 Minuten hatte ich das Bedürfnis, mich wimmernd zusammenzukauern. Es fühlte sich in etwa so an, als versuche ich seit 24 Stunden, einen dämonischen Elephanten zu gebähren. Mittlerweile (Samstag Nachmittag) geht es ein wenig besser, wenn auch nicht gut. Zumindest werden die Abstände zwischen den Krämpfen größer. Ich hoffe mal, dass ich bald mit dem Mist durch bin – denn das braucht wirklich niemand. Damit ist dieses Wochenende schon vor seinem Beginn richtig für’n Arsch! Zum Glück habe ich das Wärmflaschenschaf, mein Trost, mein Halt und das einzige, was mir zu helfen scheint.

Update am Sonntag:

Der Magen-Darm-Tee ist gar nicht so eklig, wie befürchtet, und er wirkt, jedenfalls bilde ich mir das ein. Es ist erträglich – sowohl Tee als auch Krämpfe. Ich denke, ich habe es überstanden, mehr oder weniger. Werde noch weiter mit Tee und Zwieback meinen rebellischen Magen kurieren.

Danke für die vielen Besserungswünsche und “das Sorgen machen” – I will survive; schließlich hab ich dieses Jahr noch so viel vor, da werde ich mich doch nicht von so ein paar blöde Krämpfen aus der Bahn werfen lassen!

Englisches Gelaber – ein weiterer Versuch?

Seit Oktober letzten Jahres bin ich einmal wöchentlich Schülerin der hiesigen Volkshochschule und büffel englische Grammatik, aber – wenn ich der Wahrheit die Ehre geben will – die meiste Zeit langweile ich mich dort, denn  die anderen sind echt langsam im Begreifen. *rummotz* Einmal habe ich deswegen auch schon geschwänzt. Aber der begonnene Kurs wird nun auch zu Ende gemacht. Basta.

Früher war es ja so,  dass ich einmal pro Woche für 1 Stunde am Englisch-Unterricht der Firma teilnehmen konnte. Da kam dann extra Duncan in unser Büro gefahrradelt und dann erzählten wir uns gegenseitig in mehr oder weniger Englisch, was gerade so los ist. Das war toll und dabei lernte ich eine Menge! Leider wurden dann die Zeiten verschoben, so dass ich keine Chance mehr hatte, daran teilzunehmen. Daraufhin hab ich ja dann den Englisch-Kurs bei der VHS gebucht.

Und heute nun hing an der Edeka-Pinnwand ein Zettel:

“Amerikaner gibt Conversations-Englisch. Einzel- oder Gruppenunterricht. Fairer Preis nach Absprache.”

Darunter eine Handynummer. Ich habe einen Schnipsel mitgenommen und umschleiche diesen jetzt wie die Katze den heißen Brei. Soll ich -  oder soll ich nicht?

Ach, ich schick mal eben eine SMS an den Amerikaner und berichte dann weiter.

Edit um 15.50 Uhr

Das Höndü schweigt, ich bekam bisher keine Nachricht auf meine SMS. Hmmm … vielleicht hab ich in dem ersten Kontaktanbändelungsversuch schon diverse Grenzen überschritten (ich nannte mein Alter und dass ich ein hoffnungsloser Fall wäre).

Ab ins Bett!

Heute ist Schlafen angesagt. Nach hause gekommen, fix das gefuttert, was Bazillus brav geköchelt hat. Gleich gibt es eine ausgiebige warme Dusche und dann kuschel ich mich ins Bett, höre Dan Brown zum gefühlten 5. Mal zu Ende und habe vor, bis morgen früh 5.50 Uhr – wenn das Handy Brothers in Arms summt – durchzuschlafen. Einfach so! Weil die Tage lang und anstrengend sind und ich in letzter Zeit ständig viel zu lange abends wach bin und dann am Morgen müde. Das ist jetzt jedenfalls der Plan; und den setze ich auch um, falls ich es schaffe, nicht mehr in Twitter einzuloggen, denn – da muss ich ehrlich sein – Twitter ist eine Zeitfalle; stecke ich dort einmal fest, öffnet sich völlig unbemerkt eine Art Zeitportal und verschluckt Stunden. Schaue ich dann auf die Uhr, packt mich regelmäßig Entsetzen, denn was ich als 5 Minuten fühlte, entpuppt sich dann oft doch als 50 Minuten. Also kein Twitter heute, ich versuche es zumindest. Gute Nacht.

Ziemlich beste Freunde

Ich bin mit hohen Erwartungen in diesen französischen Film gegangen, und sie wurden nicht enttäuscht. Absolut sehenswerte Balance zwischen Earth, Wind & Fire und Mozart und Vivaldi, viel Humor, wohltuender unbekümmerter Umgang mit einem Thema, das eigentlich nicht viel zu Lachen bietet. Rasante, fast actiongeladene Momente wechseln mit nachdenklicher Stille, ohne dabei ins Alberne abzudriften. Es wird nicht auf Schicksalen herumgeritten, einiges wird jedoch nur angedeutet; kleine, nur angetippte Geschichten der Personen um Philippe herum.

Die zwei Hauptdarsteller spielen fabelhaft und man fragt sich, ob der Darsteller des gelähmten, reichen Philippe tatsächlich im realen Leben auch querschnittsgelähmt ist. Driss (der unkonventionelle, eher unfreiwillige Pfleger) vereinnahmt mit seiner offenen Unvoreingenommenheit, Humor und Ehrlichkeit. Man lächelt und lacht mit ihm.

Fazit: Lohnt sich für den etwas anspruchsvolleren Kinoabend ebenso wie für einen DVD-Abend. Macht Spass zu schauen und hinterlässt eine seltsame Mischung von Lebensfreude, Dankbarkeit und ein wenig auch Melancholie.

Zur offiziellen deutschen Webseite des Films geht es hier.

Kinozeit

Momentan überlege ich, ob es noch eine weitere Kategorie hier geben sollte, die sich mit (Kino)Filmen befasst. Immerhin gehe ich mehr oder weniger regelmäßig mit Family oder Mädelzkinotruppe ins Kino. Heute z. B. schauen wir uns den französischen Film “Ziemlich beste Freunde” an, der von den Trailern und der Story her einiges verspricht. Ich freu mich jedenfalls gigantisch darauf und bin ordentlich neugierig.