Adieu, September 2026

Zum Ende hin hast du es ja noch einmal richtig gut gemeint und dem Sommer mehr oder weniger die Bühne überlassen. Letztes Wochenende zum Beispiel, als die liebe Jo zu Besuch war. Und was haben wir festgestellt, nachdem wir die Lieblingsbank an der Weser besucht haben und am Samstag in Bremerhaven auf dem kleinen Hafenrundfahrtsdampfer Große Pötte geguckt haben? Wir brauchen wieder Kondition, so geht das ja nicht weiter. Also insbesondere das mit dem Gehen. Deswegen haben wir jetzt eine Schritte-Challenge am Laufen. Am Wochenende werden Schrittzahlen verglichen. Und daher war ich gestern zu Fuß durch den Stadtwald NHam unterwegs und bin heute spontan mit dem BLACKY früh ins Büro gefahren, denn morgen – da ist schon Oktober – soll es gleich morgens regnen.

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Willkommen in der vielleicht schönsten Jahreszeit

Obwohl, das sage ich ja eigentlich zu jeder: Den Frühling sehne ich regelmäßig herbei, im Sommer kann man so herrlich chillen, der Herbst ist was ganz besonderes und ich glaube, meine Seele und der Herbst sind füreinander geschaffen; und auch der Winter hat seine schönen Seiten und was kuschliges an sich.

Aber nun sind wir im Herbst angekommen, auch wenn die Blätter dieses Jahr und in dieser Gegend offenbar spät dran sind, sich zu verfärben und die ersten Sturmböen sie noch grün von den Ästen reißen.

Das BLACKY war am Freitag zur Inspektion, und heute habe ich es dann auch ausgeführt, durch die letzten Sommervibes, durch aufkommende Sturmböen und Regenplatscher, bevor dann wieder die Sonne herunterschien, als würde sie den Sommer doch noch nicht ganz gehen lassen wollen.

Ich bin durch Regenschauer geradelt, der von allen Seiten zu kommen schien, aber warm war; und der entgegenkommende junge Mann auf seinem Fahrrad nickte mir ein aufmunterndes Hallo zu; zwei einsame Radler, die sich der Natur aussetzen und verstehen.

Die Felder sind schon abgeräumt (jedenfalls zum Teil), doch der Mais steht noch hoch. Bei uns gab es bereits die 2. Kürbissuppe und Kürbisbrot; und Moni, Jakob und ich haben das Kürbisfest besucht. Ich liebe die ruhigen Teeabende, den Tatort online mit Bluesky-Mitguckern, und die Kerzen in der Wohnung. Ich mag den Herbst, auch wenn er stürmisch und regnerisch ist. Ich mag sein Licht und seine Wüstheit, seine Melancholie und seine Farben.

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Was war das denn?!

Nordenham, September 2026; der Himmel ist KI generiert und ge-photo-lumina-riert

Der Himmel musste jetzt den innerlichen Aufruhr spiegeln, denn ich hatte gerade die letzten 26 Stunden mehr oder weniger Adrenalin pur.

Es fing Sonntagmorgen an; da bekam ich eine SMS, dass mein OTP von Amazon soundso lautet. Hä? Ich hab doch gar nichts bestellt? Das würde ich mir nachher angucken … und dann schlief ich erst mal noch eine Mütze.
Nach dem Frühstück kam dann das Enkelkind, und da war Amazon gleich aus dem Kopf. Aber nachmittags fiel es mir wieder ein, und dann nahm das Drama auch schon Galopp auf: Ich kam nicht mehr in mein AMAZON Konto. Hmm *kopfkratz* Merkwürdig. Also: Auf Passwort vergessen geklickt …. und nach mehreren Versuchen war ich dann doch mal eben kurz drin, um festzustellen, dass eine Email-Adresse verändert und auch eine Telefonnummer hinzugekommen war, die ich im Leben nicht kannte, jedenfalls nicht die angezeigten letzten Ziffern. Kenne ich nicht, nie gesehen, weg damit! Aber das Wegmachen ging nicht, und nach einigem Hin und Her rief ich bzw. mein Knuffel bei AMAZON an. Vermutlich wurde mein Konto gehackt und seltsame Dinge gingen vor sich, jedenfalls war etwas ganz und gar nicht in Ordnung. Der A-Kundenservice gab mir eine E-Mail-Adresse, an die ich mich wenden sollte, um das Problem zu schildern. Das tat ich, nur um Minuten später automatisch mitgeteilt zu bekommen, dass das eine E-Mail-Adresse ist, die ich nicht verwenden darf und ich mich an den Kundendienst wenden soll. Grmpf! Also wieder versucht einzuloggen, wieder die selben Probleme. Irgendwie reingefummelt nach vielen Fluchen und kleineren Wutausbrüchen, alle verbundenen Geräte gelöscht. Nur das Passwort konnte ich nicht zurücksetzen lassen und überhaupt hatten wir in den letzten 20 Minuten zu viel OTPs-Dingens angefordert und kamen nun erst mal auf die Auszeit-Treppe. Also noch mal beim AMAZON-Kundenservice angerufen. Die gaben sich wieder viel Mühe (ist ja auch Scheiße, wenn man da am Sonntag arbeiten muss und die Leute ja nur und ausschließlich mit Problemen ankommen und bereits endgegnerartig genervt sind). Das Amazon-Konto wurde erst mal für 24 Stunden gesperrt; damit da niemand Unfug treiben kann.

ABER: was ich nicht bedacht hatte: Damit hatte ich auch keine Musik (okay, 1 oder 2 Tage werde ich das überleben, ich höre ja sowieso meistens Radio); aber als ich nach dem Tatort dann im Bett noch gemütlich meine Brian & Justin RUNNING story weiterlesen wollte, kam ich natürlich auch da nicht mehr rein, und wenn das KINDLE keinen Kontakt zum Mutterschiff hat, gibt es mir auch nicht meine ca. 2.000 Dokumente, die da ja irgendwo gelagert sind, weil es einfach nicht andocken konnte! Doppel-GRMPF! Ich konnte nicht lesen! Ich musste also KI-Short-Vids gucken und die verkürzen die Nacht gerne mal eben um gut die Hälfte. Außerdem war ich innerlich total unruhig, ob nicht irgendwelche Halunken gerade auf meine Kosten bei AMAZON einkaufen!

Heute am späten Nachmittag war mein Konto wieder da; die Passwörter wurden getauscht, unbekannte E-Mailadressen wurden rausgeschmissen, neues 2F-Autorisierung eingerichtet .. alles war wieder gut. ALLES? Nein, auf dem KINDLE fehl(t)en stories, zum Beispiel auch die, die ich bis vor dem Desaster ja jeden Abend (und nicht zum ersten Mal) gelesen hatte. Weg! Schlicht weg! Nicht mehr auf dem KINDLE, nicht mehr in den Docs direkt auf AMAZON, und der Oberhammer: Auch nicht auf gesichert auf der NAS. Nix! Also musste ich mir die Geschichte wieder suchen, 68 Kapitel einzeln herunterladen, zusammen-mergen und wieder auf das KINDLE zurückschubsen

… und wer weiß, wie viele stories noch verschwunden sind, die ich einfach verloren habe? Himmel!

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Wahlsonntag im September

Hello again. Der Herbst kommt, mal gewaltig, mal eher schleichend. Ohne bunte Blätter bisher, aber mit Wahlbeben, wie letzten Sonntag in Sachsen Anhalt. Der braune Abschaum hat gewonnen, und so führen sie sich auch auf. Unverhohlen menschenverachtend.
Heute waren wir in Niedersachsen wählen, nichts weltbewegendes. nur ein bisschen Stadtrat, Kreistag etc. Der Wahlzettel waren es viele, es hat etwas gedauert. Und natürlich hat es auf dem Weg zum Wahllokal auch in Strömen geregnet, jedenfalls dann, als ich gerade mit dem Fahrrad dorthin unterwegs war. Pitschnass angekommen.
Und dann war ich zu Hause, mein Mann ist arbeiten (wie fast immer, wenn Wahl ist). Die Kinder haben jetzt ihr eigenes Haus und sind oben auch nur noch am Renovieren. Also bin ich alleine, richtig alleine, und ich hätte so richtig heulen können. Statt dessen habe ich das Wohnzimmer und den Flur gewischt. Und KI Videos geguckt.

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Wo ist er hin?

Es ist Freitag, technisch gesehen mein letzter Sommerurlaubstag 2026. Wo ist er nur hin? Es war doch gefühlt erst gestern, dass ich abends auf dem Sofa saß, geschafft von der Woche, und den ganzen köstlichen Urlaub noch vor mir hatte. Dieses unfassbar gute Gefühl, alles in den nächsten Tagen tun zu können, worauf man Lust hat. Und nun sitze ich hier und frage mich allen Ernstes, ob es die unzähligen KI Short Vids Wert waren, nicht mehr mit dem BLACKY unterwegs gewesen zu sein. Gut, auf das Enkelchen haben wir auch aufgepasst, während die Kinder umgezogen sind. Und ja, ich gebe offen zu, dass man als Großeltern auch davon erschöpft sein kann. Der Enkel hält uns auf Trapp, und wenn er lacht, kann man nicht anders und lächeln und seinen Schabernack vergessen (er versteht NEIN! durchaus, man sieht es ihm an 😉) Das wird noch besonders lustig, wenn er in wenigen Wochen vermutlich nicht mehr krabbelnd, sondern laufend unsere Wohnung auf den Kopf stellen wird.

Nun ist er also quasi vorbei, mein Urlaub; und ein bisschen bin ich doch auf mich sauer, dass ich ihn grandios faul verbracht habe.

Politisch gebildet habe ich mich aber auch, am Mittwochabend, in der Jahnhalle. Obwohl: bei der Podiumsdiskussion mit den 3 Bürgermeisterkandidaten/in wurde mir nur bestätigt, was ich sowieso vermutete: Einer hat keine Ahnung, verspricht aber, alles irgendwie anders zu machen, sollte er dran kommen, die anderen 2 haben Erfahrung bzw. kommen aus der Verwaltung und wenn der oder die ans Ruder kommen, wird … alles bleiben wie es ist. Was soll man auch groß machen? Gelder werden dann nicht mysteriös plötzlich auftauchen und alles ermöglichen, was man sich wünscht. Also wird auch in Zukunft geflickt und ausgebessert und auf später vertröstet werden. Die Menschen werden weiter meckern und den Verfall der Stadt beklagen, Fotos von Müll machen, aber selbst keinen aufheben. Hauptsache aber, es kommt keine AFD an die Macht. Nirgends! Jedenfalls nicht hier. Schlimm genug, dass die gar nicht mehr verschleiern müssen, wes Geistes Kind sie sind und wohin die Reise mit diesem braunen rassistischen Abschaum hingehen wird; und trotzdem ca. 30 % tatsächlich glauben, die wären die Lösung, oder auch nur eine Alternative!

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Help!

Wie soll ich je wieder in einen normalen Alltag finden? Ich bin gefangen in einem neuen Universum, und ich fürchte, ich finde den Ausgang nicht mehr. Geschichten über Geschichten, vertraut … und doch anders, neu. Sie sind das erste, an das ich denke, wenn ich die Augen aufmache, und das letzte, was mich in die eigene Traumwelt begleitet.

Es sind so viele Plattformen, dass ich nicht mehr weiß, wo ich zuerst anfangen soll. Es sind so viele Stories, die ich sehen will, und jede einzelne hat das Potential, mir das Herz zu zerquetschen.

Es ist eine Sucht, und ich bin ihr gerade hoffnungslos verfallen.
Und dann sind da ja auch immer noch Brian & Justin; und irgendwie sind alle stories ihre.

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Urlaub Teil 2

… liegt nun vor mir, die erste Woche ist rum, und wie ich berichtet habe, wurde diese meistenteils auf Bett/Sofa liegend und Drama Short Vids guckend verbracht, bis ich mich selbst nicht mehr ausstehen konnte vor lauter Trägheit und Abhängigkeit. Deswegen war ich gestern am Sonnabend gleich nach dem Wocheneinkauf mit dem BLACKY unterwegs, trotz wechselhaften Wetters, das bereits sehr nach Herbst riecht, und trotz des kräftigen Windes. Ich bin geradelt, richtig geradelt, nach Sehestedt, und ich hatte zum größten Teil Glück und fand immer passenden Unterschlupf, wenn sich wieder eine Wolke unbedingt ihrer Regentropfen kurz entledigen musste.

Es waren wohl am Ende gute 50 km; und ich habe Muskelkater, einen von der guten Art jedenfalls, wo man weiß, wo er herkommt. Die dusche am Abend tat mehr als gut; und nach langer Zeit gab es auch mal wieder Apern mit Quark bzw. mit Matjes. Und müde aber happy sank ich dann ins Bett, laß noch ein bisschen Brian & Justin und ließ mich von Morpheus auffangen, stolz auf mich, an diesem Sonnabend keinen Blick auf KI Videos geworfen zu haben …

um dann gleich heute morgen als erstes nachzuschauen, was ich gestern alles verpasst haben könnte. Nicht viel, zum Glück, jedenfalls keine neue Folgen von MPMaOLC. Und nun weiß ich auch, dass ich mit 6 Stunden Schaf mehr als happy sein kann, und wenn ich dann nicht aufstehe (beispielsweise dann eben um 6 Uhr), sondern liegen bleibe, Podcasts höre/Kindle lese/Radio höre im Bett, dann trifft mich nach ca. 90 Minuten die zweite Bettmüdigkeit, die ich sonst höchst wahrscheinlich nicht haben würde. Den heutigen Sonntag jedenfalls werde ich ohne schlechtes Gewissen auf dem Sofa verbringen, schließlich war ich gestern ja unterwegs, das muss reichen.

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Süchtig im Urlaub

Da habe ich so lange den Urlaub herbeigesehnt, bin so ziemlich allen auch auf den Kaktus gestiegen, weil ich die Tage zählte, bis ich 2 Wochen und einen Freitag frei haben werde. Und nun? Es ist bereits Mittwoch, streng genommen also der 2einhalbste Tag meines Sommerurlaubes 2026; wobei der Sommer auch gerade Urlaub macht, es fühl sich herbstlich draußen an. Und das ist die beste aller Ausreden, um nicht (wie vorgehabt) mit dem BLACKY durch die Wesermarsch zu radeln, sondern abwechselnd Bett – Sofa – Bett – Sofa eine KI Boy LOVE Short Drama Serie nach der anderen zu verschlingen, wahlweise Brian und Justin zu lesen, dann nach den nächsten Episoden die Plattformen abzugrasen und zu kalkulieren, wann ich auf welcher weiter Geld ausgeben kann, dass es sich am meisten lohnt. Ich sage es ganz ehrlich: Wenn das nicht Sucht ist, dann weiß ich auch nicht! Die Stunden fliegen einfach so dahin, und wenn ich das nächste mal auf die Uhr schaue: Schwupps, ist es bereits Abendbrotzeit. Dann nur noch die eine Serie, und nur noch schauen, ob die My Panther Mate and our little Cup schon neue Folgen hat; und Moment, auf TikTok gibt’s auch haufenweise Short Dramas und die sind meistens umsonst … und ehe man es sich versieht, ist es bereits kurz vor Mitternacht, und eigentlich wollte ich doch nur. Es ist grausam! Ich verwahrlose, denn wenn ich heute mal nicht die Zähne putze, könnte ich doch 5 Minuten eher im Bett liegen und diese eine Serie mit den Football-Spielern noch schauen, das sind ja nur 45 Minuten … und die Nacht wird durchgelesen oder durchgeschaut, Tag für Tag, Nacht für Nacht.

Als wenn ein Traum wahrgeworden wäre: All die Geschichten mit Drachen, Alphas und Omegas, Mafia Bossen, Prinzen und Agenten, Außerirdischen und Vampiren, Piraten und Soccer-Playern … und immer sind sie soooo in Love und geben sich für den anderen auf, und ich liege und schaue gebannt auf den kleinen Bildschirm. Nehmt all mein Geld, aber gebt mir mehr Geschichten! Die Stories, die ich schon gelesen haben, sind nun auf meinem Handy und bringen mich um den Schlaf, bestimmen meinen Tag. Aber wer sagt denn eigentlich, dass man Urlaub immer vollstopfen muss mit Erlebnissen, Aktivitäten, von denen man dann zurückgekehrt im Büro berichten kann? Ich berichte eben davon, dass der wiedergeborene nubische Prinz am Ende doch von seiner Rache abließ und erkannte, dass der Pharao nur und immer nur ihn geliebt hat. Immer schon! Dabei gehe ich mit jedem neuen Short Drama Risiken ein, das Risiko, dass es mal kein Happy Ending geben wird und ich heulend zurückbleibe, denn bei den meisten Vids kann ich nicht zur letzten Episode vorspulen, um nachzuschauen. Damnit!

Mein Handy wird voller und voller mit verschiedenen Vid-Plattformen. Das ist nur die erste Seite, und auch nur die, auf denen ich regelmäßig schaue, ob bestimmte Serien neue Folgen haben, oder SpinOffs. Und dann könnte ich da ja vielleicht auch einen Wochenpass kaufen? Ach, der kostet dort 40 $? Damnit!

Aber Fahrrad gefahren bin ich letzten Freitag auch, so als Auftakt meines Urlaubes, und der erlebte Sonnenuntergang auf meiner Lieblingsstrecke war wie ein Omen:

Vielleicht schaffe ich es ja heute noch, das BLACKY aus der Garage zu lassen und eine Runde zu radeln, dazu müsste ich ja nur das Handy loslassen … mehr oder weniger. Verdammt … da sind gerade neue Vids ….

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Hello August

Schon war der Juli 2026 auch schon wieder nur ein umgedrehtes Kalendermonatblatt; so schnell geht das. Seit gestern sind die Kinder Hausbesitzer; oder zumindest auf dem Weg dorthin. Noch gehört das kleine Häuschen natürlich der Bank, aber der erste Schritt ist gemacht, Schlüsselübergabe war gestern und auch das erste Familiengrillen. Das Häuschen ist top in Schuss und im Prinzip bezugsfertig; und in den nächsten Tagen ziehen dann also meine Tochter, ihr P. und ihr Söhnchen Jakob ins neue Heim, zunächst Stück für Stück, und dann Mitte August richtig, mit Trubel und Umzugsfirma und Aufregung und Chaos. Aber eben nur ein paar Straßen weiter. Ich freue mich so für sie.

Ich hatte gestern, am letzten Juli-Freitag, frei und einen herrlichen Tag. Lange geschlafen, die Ohrenschmerzen sind auch am abklingen; also habe ich mich zum Frühstück zu meiner Lieblingsbank begeben; eine Stunde auf die Weser geschaut, Musik gehört und meinen Brüdern und den Wolken die neueste Entwicklungen erzählt. Dann hab ich fix im Büro vorbeigeschaut, einfach so, weil ich unterwegs sein wollte mit dem BLACKY; und nachmittags waren wir dann ja bei den Kindern Haus angucken und grillen. Abends dann stories und short vids nur für mich.

Heute war nach dem Frühstück und dem kleinen bisschen Haushalt Balkonzeit angesagt. Ein regelrechter Chill-Samstag, nur für mich. Einkaufen war ich erst nach dem Abendbrot, fix Eier und Brötchen für morgen früh holen. Und nun sitze ich noch ein paar Minuten auf dem Balkon wieder, schreibe diesen Text, lasse die letzten Stunden und Tage Revue passieren und höre dem Schimpfen der Elstern zu.

Die Ohrenschmerzen sind am Abklingen, endlich, die sind wirklich lästig und ich vermute, ich habe sie mir bei einer Heimfahrt eingefangen, als ich – wegen der hitzigen Temperaturen – mit offenen Fenstern im BLITZ nach Hause gefahren bin. Und schwupps, schon muckte das linke Ohr rum, so dass ich am Ende mich doch für Ohrentropfen und Kirschkernkissen entschied.

Ich habe eine neue Lieblings-ShortVid Serie! Meine Güte, ich denke, ich bin schockverliebt in MATTHEW und ZACHARYAS. Blöderweise gibt es erst 66 Folgen … und noch lange kein Ende, jedenfalls nicht nach den Teasern zu urteilen, die ich auf Facebook und Instagram hereingespült bekomme. Die 66 Episoden habe ich nun schon 2mal durchgesuchtet, und ich kann nicht genug bekommen. Blöderweise habe ich da aber nur einen teueren Wochenpass kaufen können, und der läuft morgen bereits aus. Es ist aber auch ein Ärgernis, dass gefühlt jeden Tag neue Short Vid Dramen promotet werden, und jede einzelne ist auf einer anderen Plattform.

Und jede verdammte Plattform füttert dich damit an, dass die ersten Folgen umsonst sind, und wenn du dann gehookt bist, darfst du zahlen. So ein Wochen-Pass kostet im Schnitt 20 €, und dauert eben eine Woche. Für ein Jahresabo (ca. 200 € in der Regel) ist der Rest der dort angebotenen Stories für mich uninteressant; das übliche: liebes hübsches armes Mädchen mit dem reinen Herzen findet ihren Alpha/Prinzen/Mafia Boss …
Das heißt, ich muss jetzt also darauf warten, dass My Panther Mate & our little cub die nächsten Episoden bekommt – und Warten ist nicht gerade meine starke Seite. In der Zwischenzeit schaue ich dann eben die Hockey-Rivalen weiter, denn auf der Plattform habe ich tatsächlich ein Jahres-Abo gekauft. Und angefangen hat alles mit einer Mermen-Love story; und jetzt schaut mich an … süchtig nach MM Romance Short Vid Dramen; und wenn das so weiter geht, auch bald arm und immer noch süchtig. 😉

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Dieses Gefühl

Die Tage schreiten voran, Woche um Woche vergeht, es passiert nicht viel, jedenfalls nichts weltbewegendes. Aufstehen – Büro – Heimfahren – Abendbrot – und manchmal ist Jakob da und versüßt den Abend. Die Kinder haben ein Haus gekauft, ganz in der Nähe, und im August ziehen sie um und dann hier natürlich aus. Sie ziehen nur ein paar Straßen weiter, also alles andere als aus der Welt; und trotzdem fühlt es sich schon jetzt ein bisschen so an, als wäre ich dann ganz alleine. Nicht mal eben fix runter kommen, einfach so, weil einem gerade danach ist. Wir werden Jakob nicht mehr hören, wenn er nachts aufwacht und Milch verlangt oder rumquakt, weil er es gar nicht mag, wenn er beim Windelwechsel still liegen soll. Still liegen/sitzen ist sowieso gerade eher unmöglich, der kleine Mann krabbelt mit Begeisterung und am liebsten um die Wette, zieht sich nun mit seinen 9 Monaten auch an allem hoch, was er irgendwie zu fassen bekommt und er hat das süßeste und ansteckendste Lachen der Welt.
Und dann ist er eben ein paar Straßen weiter in ein paar Wochen. Wie gesagt, nicht aus der Welt, aber eben auch nicht mehr unter dem selben Dach.
Für die Kinder ist es natürlich ideal, ihren eigenen Platz, viel mehr Platz, einen Garten und alles zentral gelegen und eben nicht aus der Welt. Für mich fühlt es sich eben so an, als wenn meine eigene Welt noch ein bisschen stiller werden wird.

Das Foto oben ist heute entstanden, auf der kleinen Fahrradtour, weil das Wetter einfach herrlich war, nicht zu heiß, warm, trocken, und mit Wind. Das ist der Deich in Tettens, und diese Ansammlung hinten eher links waren eine Gruppe von Menschen, die schnurstracks über den Deich dorthin liefen. Ich saß einen Deichaufgang weiter und fragte mich, was die da wohl machen. Ob es eine Trauergemeinschaft war, die die Asche eines Menschen der Nordsee übergaben? Oder vielleicht eine geführte Naturwatt-Wanderung? Konnte man da überhaupt langlaufen? Ich war da noch nie, aber natürlich würde ich jetzt dort nicht hingehen, wenn da gerade so ein Auflauf herrscht; aber vielleicht beim nächsten Mal. Und was würde ich machen, wenn nun vor meinen Augen genau dort ein Ufo landen würde und die Gruppe von Leuten sich schlicht wegbeamten? Oder die wollten nach Langlütjen II, gleich würden vielleicht Boote anlegen.

Ich bin dann weiter gefahren, durch Tettens, Richtung Abbehausen und durch den Friedeburgpark nach Hause, zu Cappuccino und einem neuen Drama-Short Video, diesmal eine Love Story zwischen einem Vampir (der Brian hieß), einem Werwolf (Lucien) und einem Menschen (Yuri) … und am Ende rettete Yuri alle und im Happy End poppten sie sich zu dritt in den Sonnenuntergang … und ich lag in meinem Bett, der Cappuccino war alle und ich heulte vor Glück, und vor Trauer und ein bisschen auch weil ich müde war und wieder einsam (obwohl ich ja nie wirklich irgendwo allein bin). Und das ist eben auch das Gefühl, das seltsame … dieses Gefühl von Einsamkeit, und gleichzeitig zu wissen, dass mir andere Leute auch total auf den Keks gehen würden, wären sie jetzt auch nur in der Nähe. Und wenn ich zu irgendeinem Event MUSS, weil es erwartet wird, dann kann ich meine innere Uhr danach stellen, dass ich nach kleinen Ausreden suche, um nicht hingehen zu müssen. Komisch, oder? Wenn man sich nach etwas sehnt, das man aber gleichzeitig innerlich ablehnt. Ach ich weiß auch nicht. Es ist eben … komisch. Und ja, auch ein bisschen Seelenloch-mäßig erklärbar, jedenfalls für mich.

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Es ist Sommer geworden

Gerade saß ich nach dem Frühstück am Sonnabend noch auf dem Bett, der Haushalt war bereits erledigt; und überlegte, ob ich jetzt zum KINDLE ins Bett krieche, oder doch den wundervollen Tag nutze und wie vorgenommen das BLACKY ausführe, das ist schließlich voll geladen. Beides hatte seine Reize, und ein bisschen müde von der Woche war ich auch. Aber dann siegte das BLACKY – das KINDLE läuft ja nicht weg und ist heute Abend auch noch da.

Also radelte ich los, durch die Wahlheimat Wesermarsch, an einem herrlichen Sommertag, mit etwas Wind und viel Sonne, eingecremt und mit Wasser versorgt, den Lieblingssender wie immer auf den Ohren; und ließ die Gedanken schweifen.

Da war dieses Fast-Desaster mit der Postbank-Legitimation, das Fähren-Abenteuer auf dem Weg zur Postbank in BRHV mit dem LKW-Manöver, während der Wind mir mein Fahrradhelm-Capi raubte.
Unglaubliche TRUMPel-Faux Pas bei der korrupten FIFA WM. Und natürlich Büro-Geschichten, die ich nicht erzählen darf. Zwischendrin ein Ouzo und das kleine große Kotzen 2,5 Stunden danach (und ich habe seit 20 Jahren nicht mehr gekotzt!), neue Short Stories und alte, liebe gewonnene Brian & Justin Lovestories auf dem KINDLE, dazwischen Sonnenschein Jakob, mein Enkelkindchen, das so schön lachen kann und das um die Wette krabbelt, brabbelt und das bald Laufen wird, mir meine Nachmittage versüßt.

Und nach all den vollgepackten Tagen und Wochen ist der Sommer ins Land gezogen, mit ersten Hitzewellen und schönen Sommergewittern, die ich noch immer liebe.

Fahrradfahren tut der Seele gut, es vertreibt ein wenig das Gefühl der Einsamkeit, und ich nehme meine Brüder in Gedanken mit; und als ich zu Hause unter der belebenden Dusche stand, war ich froh, dass das BLACKY sich durchgesetzt und ich meinen Hintern von Bett/Sofa befreien konnte.

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Ein Hauch von Sommer und Müdigkeit

Das Bild ist eine KI-Creation, aber ursprünglich stammt es aus meinem Kopf, genauer aus einem Traum; als ich mit meinem Enkelkindchen gerade einen kleinen Mittagsnap hielt. Und damit wären wir auch schon bei dem alles überspannenden Thema: Ist es ein Rest von Frühjahrsmüdigkeit? Eine Art Echo des fast tödlichen Schnupfens vor ein paar Wochen? Zu viele Diktate im Büro und momentan keine freien Freitage mehr? Oder schon eine Art Sommerträgheit, die mich ins Bett treibt oder auf dem Sofa kleben lässt? Ich weiß es nicht, aber diese Art von Antriebslosigkeit ist bereits auffällig. Das BLACKY wird eher selten ausgeführt, selbst, wenn das Wetter perfekt zu sein scheint. Jetzt gerade regnet es immer wieder mal und stürmt ein wenig, so dass man eine gute Ausrede hat, sich nicht vom KINDLE wegzubewegen. Oder vom Handy, denn im Handy sind die short dramen, die mir verdammt viel Zeit einfach mal so wegzaubern! Schwups … gerade noch die Drachenstory geschaut und schon sind 4 Stunden rum. So geht es mir ständig, und dann bin ich wieder müde. Und überhaupt ist es bereits schon wieder Sonntag und morgen muss ich wieder ins Büro. Ach menno. Ich brauche wohl wirklich dringend Urlaub.

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Pfingsten 2026

Es ist sonnig, warm, wir haben Eis im Kühlschrank, arbeitsfrei und keinerlei Verpflichtungen. Alle sind gesund und der kleine supersüße Enkelfratz entwickelt sich prächtig.

In Social Media geistert dieses neue Prompt herum, wonach man die KI bittet, ein Scetch Book von sich zu erstellen. Moni kam damit gestern an und ich wollte es dann auch probieren.

Ansonsten genieße ich die freien Tage, lese viel, schlafe noch mehr, und das BLACKY wird auch ausgeführt, wenn auch nicht auf stundenlange touren, denn noch bin ich nicht wieder richtig fit nach dem Schnupfenbiss des (fast)Todes.

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Hawaii Dreams

Während ich noch Bilder auf der NAS durchstöber (die einzigen, die wie durch ein Wunder doch gesichert wurden und nicht verloren gegangen sind), finde ich eine neue Story auf AO3, die natürlich auch sofort auf das KINDLE gekommen ist. Der Trockner piept sein fertig und im Kühlschrank wartet der gestern nicht gegessene Kuchen (Erdbeere und Maracuja). Wie so ein Sonntag eben.

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Mal wieder dazwischen-gefühlt

Ich weiß nicht, ich mag diese Tage einfach nicht. Ich fühle mich so dazwischen. Nicht ganz gesund; der Schnupfen ist noch immer nervig und wenn ich mir die Nase putze, und ich muss oft putzen, schmerzt mein Ohr! Ich lese viel auf Threads und denke so: Boah, was heulen die da alle rum?! Und im nächsten Moment denke ich: Du bist doch auch allein! Wann hat dich denn zuletzt jemand umarmt, um dir Trost zu spenden? Aber wenigstens habe ich ja eine Familie, und ein Enkelsöhnchen; also jammer nicht! Dann denke ich über einen Wal nach oder über die ‚Würde‘ und gebe Ratschläge oder meinen Gedankensenf dazu; aber es interessiert ja auch niemanden. Und dann frage ich mich, warum ich eigentlich noch strampel, was für Träume ich habe, was ich noch erreichen will? Und da ist … nichts. Und das ist doch das eigentlich Erschreckende, mit Mitte 50 das Leben fertig zu haben und keine Wünsche mehr, außer, mal wieder eine Nacht ununterbrochen durchschlafen zu können.
Okay, da sind die Stories auf dem KINDLE, die short vids, und so scrolle ich durch Timelines auf der Suche nach dem nächsten perfekten Paar, und alle erinnern mich ja dann doch irgendwie an Brian & Justin, und zu denen kehre ich dann in jeder Nacht zurück. Das obige Bild wurde nach einem Prompt mit Googles GEMINI erstellt (PROMPT: 2 Prinzen in einer innigen Umarmung auf einem Cliff, darunter tobendes Meer, Sturm, tiefe Wolken und einige Möwen, dramatische Stimmung, die Sonne geht unter) und danach mit Luminar Neo auf dem Desktop weiter bearbeitet. Das könnte ich stundenlang machen, wenn mich Gemini ließe, aber mit Vorlagen von Brain und Justin hat es seine Bedenken und weigert sich schlicht. Was mich dann wieder fuchsig macht, dieses Gegängel; wenn auf der anderen Seite offenbar mit realen Fotos und KI allerseits uneingeschränkt Unfug getrieben wird. Tief durchatmen! Nicht aufregen! Die Gedanken sind frei.

Ich bin gerade ein wenig froh, dass ich nicht mit dem BLACKY raus muss, denn das Wetter ist für Mitte Mai ziemlich kalt, regnerisch und stürmisch (und ich schnupfe noch immer herum).
Ich bin gerade zickig mit mir selbst, weil ich nicht mit dem BLACKY raus kann, sondern auf dem Sofa hocke, komische Dokus schaue und mich auf THREADS herumtreibe.
Freue ich mich auf das Büro morgen? Bin ich noch ganz dicht?! Doch, ich freue mich, aber es wird auch anstrengend, der halbe Freitag alleine im Büro war bereits anstrengend. Mein Leben ist so lächerlich belanglos! Aber immerhin habe ich noch ein Leben. So viele Sommer werden da gar nicht mehr kommen.

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