Jammern und Lamentieren, aber heute war es echt grenzwertig, und zu allem Überfluss streikten dann nach und nach auch noch Programme wie beA und Renostar, Drucker, Kopierer; über das Telefon rege ich mich schon gar nicht mehr auf. Von Stunde zu Stunde wurde ich gereizter, als ich Posteingänge, die doch eigentlich in der eAkte sein sollten, dort eben nicht fand, dafür anderen Kram raussortieren musste. Das 25-Minuten-Diktat war eigentlich schnell getippt, die Ausfertigung dann aber … Puh! Wie gesagt: ich war ständig am Suchen von irgendwelchen Unterlagen oder E-Mails, die doch da sein sollten, aber nicht da waren. Wenn ich mich eines Problems annahm, taten sich zeitgleich 2 weitere auf, dann kackte auch noch der Drucker ab … und ich schmiss dann pünktlich um 16:15 Uhr hin und flüchtete regelrecht aus dem Büro, bevor ich noch jemanden den nicht schreibenden Kugelschreiber an den Kopf werfen würde.
Und wisst ihr was beruhigt? Kochen mit der Tochter und dem Enkelkind, das herumsabbert und kaspert und babbelt, Dark Country Musik dudelt und die Spätzle-Thunfisch-Pfanne blubbert. Zwischendurch trug ich Jakob durch die Wohnung und babbelte mit ihm, zeigte ihm den Wasserkocher (it’s magic) und hatte das Büro in Nullkommanix vergessen.
Und nun trinke ich noch meinen Tee aus, höre Smooth Jazz und nehme mir vor, mich morgen nicht wieder so im Büro stressen zu lassen, nur weil Dinge nicht so klappen, wie ich sie mir vorstelle.
Ja, ich weiß, es ist nicht FREDDIE MERCURY, natürlich war er es nicht. Es sang Valentine Findling; aber er tat das gut, fast konnte man meinen, es wäre Freddie. Und so erlebten wir einen Abend mit Emotionen und den bekannten Queen-Hits, und zu oft zumindest bei mir der Gedanke, wie traurig es ist, dass wir so viele Songs vermutlich nicht erhalten haben, weil er zu früh gestorben ist. Und so fühlte ich mich auch ein wenig alleine und traurig inmitten des ausverkauften Metropol Theaters in Bremen, aber auch energisch und lebendig, wenn Find Somebody To Love oder We Will Rock You erklangen, und natürlich Bohemian Rhapsody. Am Ende waren 2 Stunden zu wenig, und das Gefühl der Einsamkeit ein Stückchen größer. Who Wants To Live Forever, … who waits forever, anyway? Wir haben beim Warten vor dem Einlass und bevor wir zu unseren Plätzen wackelten sehr nette Menschen kennengelernt, Geschichten gehört, ein wenig neidvoll, zugegeben, wenn sie von erlebten Konzerten sprachen. Das Publikum war auch in die Jahre gekommen, klar. Solche Musik wird ja heute nur noch selten gemacht, Musik für die Seele und für die Ewigkeit, die dir auch nach 50 Jahren Gänsehaut verpasst.
Nicht, dass ich irgendwo morgens ganz zeitig gewesen sein müsste. Ich blieb einfach im Bett, denn es war/ist mein freier Freitag, nach einer Woche, die es mal wieder in sich hatte. Wie immer, stehen für Chef + Frau + Hund ein paar Urlaubstage ins Haus, was für uns Tippsen regelmäßig bedeutet, dass er sein Büro „entrümpelt“ und die Diktataktenberge sich stapeln. Ich habe in der letzten Woche getippt, transkribiert, noch mehr getippt, denn alles muss noch raus! Raus! Raus! Die Woche mit ihren langen Bürotagen zehrt an mir und meinen noch immer latent auftretenden Schnupfen; und wenn man dann frei hat, bleibt man einfach liegen und ist endlich erschöpft.
Ich habe bis mittags geschlafen/gedöst, habe gelesen und bin wieder eingeschlafen, bis ich aufwachte und es mir nach Pancakes verlangte. Also habe ich mir eine Protein-Law-Carb-Waffel gemacht, diese mit einer halben Avocado und Tomate-Mozzarella-Aufstrich beschmiert und mit Hähnchenbrustscheibchen hauchdünn belegt. Dazu Kaffee. Passt. Und das WW, die das Design schon wieder geändert haben, so dass man nicht mehr einfach findet, was man sucht; ist halbwegs zufrieden.
Jetzt verbringe ich den Nachmittag mit Kaffee und KINDLE auf dem Sofa und versuche mich mit ausgiebigen Nichts-Tun, bevor wir dann nach Bremen zum Tribute-QUEEN Konzert im Metropol-Theater aufbrechen. Es könnte also ein wundervoller Freitag letztendlich werden. Wenn man es zulässt – und eben nach Tagen endlich mal wieder ausgeschlafen ist.
Und dann war da noch Bruce Springsteens Minneapolis-Protest-Song. Gehört, Gänsehaut bekommen, die Faust geballt und mitgesungen! Zeiten sind das, da ist Gleichgültigkeit und Wegsehen unmoralisch. Aber was kann man tun? Als ältere Frau mit geringem Einkommen, mit einer 35-Stunden-Woche und den geliebten FanFictionStories im Kopf, die sich freut, wenn sie ihr Enkelkind in den Arm nehmen kann? Ich möchte mehr tun, und vor allem in meinem Umfeld. Ich werde das TRUMPel nicht aus dem Amt heben können, so sehr ich auch die Faust balle; und es wird ihn und seine Vasallen auch nicht stören, dass ich eben keinesfalls in nächster Zukunft in diese USA reisen werde, auch wenn es bedeutet, dass ich das vielleicht niemals mehr tun und nicht den Grand Canyon sehen werde oder nie live ein (the real) QUEEN + Adam Lambert-Konzert besuchen kann. Aber einfach nur innerlich schreien und die Faust ballen reicht eben nicht, man muss selbst etwas tun, bei sich, in seiner Umgebung. Aufstehen, wenn man hässlicher Hetze begegnet; etwas dagegen sagen, freundlich und mutig, aber entschlossen. Farbe bekennen, und es ist nicht braune Nazi-Scheiße, auch wenn sie sich in Interviews ständig als die patriotischen unterdrückten Opfer inszenieren. Sie sind es nicht! Sei mutig und freundlich; aber sage laut, wenn jemand hetzt.
Meine Güte, ich beruhige mich jetzt erst mal und koche noch einen Kaffee. Vielleicht höre ich auch noch mal die neu entdeckte Dark Country-Playlist durch, die verschafft mir auch Gänsehaut der guten Art. Und dann lasse ich diesen Freitag auf mich zukommen, mit all seinen Momenten, die er noch bereithalten wird.
Alles scheint mir die Tage zu misslingen. Von dem kaputten Geschirr und der defekten Katzenlampe, der falsche Paketdienst, heute startete der Geschirrspüler erst, nachdem wir schon online nach einem neuen geschaut hatten und nachdem ich dann im Netz recherchierte, wie man einen Restart überhaupt anstellt an dem alten Ding. Jetzt läuft er, als wäre nichts gewesen, wir schauen aber trotzdem nach neuen, denn der zickt ja schon eine ganze Weile herum und kommandiert uns seinen Willen auf. Entweder, man wartet minutenlang, ohne dass er anfängt, das Geschirr zu waschen; und gerade, wenn man sich mit diesem Zustand angefreundet hat und eben in der Zeit die Betten machen will oder die Blumen gießen will, dann verlangt er SOFORT, dass man JETZT SOFORT die Klappe schließt. Also lässt man alles stehen und liegen und sprintet in die Küche, um die Gnade des Geschirrspülens nicht zu verspielen.
Wie gesagt: Momentan scheint mir alles zu misslingen. Man beachte die Verwendung des Wörtchens „scheint“, denn rational weiß betrachtet weiß ich natürlich, dass das maßlos übertrieben ist. Aber es fühlt sich eben so an; wie gestern, als ich glaubte, zwei neue Stories für das KINDLE gefunden zu haben, die sich dann doch als unvollständig entpuppten.
Heute soll mein zum Geburtstag geschenktes Zitronenbäumchen ankommen, und ehrlich gesagt habe ich das Gefühl, dass auch das nicht gut ausgehen wird. Vermutlich ist es auf dem Weg zu mir erfroren und wird, sobald ich es auspacken werde (wenn es dann pünktlich mit DPD geliefert werden wird) vor meinen Augen langsam aber augenscheinlich sterben, Tag für Tag ein bisschen mehr. Vielleicht sollte ich mir einfach nur noch Plastikpflanzen in die Wohnung stellen, die muss ich nur abstauben ab und an.
Offenbar bin ich nicht die Einzige, die gerade vom Missgeschicken und Fehlplanungen bedrängt scheint: Im Treppenhaus kehrt jemand Scherben zusammen; immerhin weint er/sie dabei nicht, jedenfalls nicht äußerlich. Mir geht es aber derzeit oft so, dass mich Kleinigkeiten aus der Fassung bringen und an allem zweifeln lassen; Tränen schießen mir in die Augen und alles ist sinnlos und hoffnungslos! Liegt es am Monat? Der Januar ist mein Geburtsmonat, und eigentlich mochte ich den immer. Im Januar 2023 ist aber auch mein Bruder Torsten verstorben, und das ist immer noch unfassbar! Ich mag die Stadt nicht, in der er 20 Jahre verbrachte und starb; und ich mag den Monat nicht mehr so sehr, gerade weil es eben nicht mehr nur der Monat ist, in dem ich Geburtstagsgeschenke bekam … oder eben auch nicht. Die Leichtigkeit und Unbeschwertheit ist weg, das „mal eben telefonieren können“, oder die WhatsApp schreiben, wenn mich gerade was aufregt, oder wenn er sich Luft machen wollte über Sachen, die bei ihm quer liefen.
Gerade bekomme ich die Nachricht, dass meine Lieferung an meinem wunsch-Ort hinterlegt wurde. Ich habe einen Wunschort? Ach was, den würde ich auch gerne mal kennen! Geklingelt hat natürlich niemand, und obwohl erkennbar ist, dass es sich um eine Pflanzenlieferung handelt (es steht ja auch drauf), wurde das Zitronenbäumchen in einem Pappkarton draußen vor die Hauseingangstür gestellt. Bei Minusgraden wird das bestimmt enorm gut sein für das Pflänzchen, abgesehen davon, dass es jeder wegtragen könnte. Auseinandergepflückt sieht es auch ein bisschen mitgenommen aus. Nun, ich werde sehen, ob es sich doch von den Strapazen der Reise erholt und hier heimisch werden kann.
An dieser Stelle sollte jetzt ein Bild vom kleinen Zitronenbäumchen stehen, aber … siehe Überschrift: Natürlich kann ich das Bild, egal in welcher Größe und von welchem Upload-Ordner, hochladen. Der Upload-Server ist nicht erreichbar. Natürlich nicht! Etwas, das jahrelang funktionierte, geht nun natürlich nicht mehr. Wieso wundere ich mich eigentlich noch? Oder rege mich auf? Ich sollte einfach alles in die Tonne kloppen!
Das war gerade ein Akt, gepaart mit einem Hauch Verzweiflung und Frustration und auch mit Vorwürfen verziert, ich hätte irgendwas verstellt, nicht richtig angelegt oder vergessen, wie ich das vor 20 Jahren mal gemacht habe. Aber irgendwie haben wir es jetzt hinbekommen. Wenn ich nicht schon graue Haare hätte, würde ich nun welche haben. Vermutlich. Aber hier ist das Zitronenbäumchen. Ich weiß gar nicht, wofür ich das überhaupt noch alles auf mich nehme! Ach ja, weil ich mich hier auskotzen, aber auch die schönen Momente aufschreiben kann, die es auch gibt. Ja, doch, die gibt es auch. Und eines Tages (vielleicht) lesen M. und Jakob oder auch meine Urenkel, was ich hier so niedergeschrieben habe; oder vielleicht auch nicht. Wer weiß das schon? Wenn meine eigene Mutter einen Blog hinterlassen hätte … ja, ich wäre dafür dankbar gewesen.
Was für eine hektische Woche im Büro, und sie ist noch nicht vorbei. Nichts scheint mehr zu klappen, man will ein Problemchen lösen, und hat schwuppdiwupp 2 neue an der Backe und versteht einfach nicht, wo die herkommen. Der Flut der Diktate ist kaum Herr zu werden, es sieht wohl so aus, als wenn ich mir für das Wochenende ein paar mit nach Hause nehmen werde, damit wir wieder Land sehen.
Das LIDL-Geschirr, das ich online geshoppt habe und auf das ich mich freute, kam gestern in Scherben an und ist heute schon wieder auf dem Weg zurück. Sehr schade, das war wohl nichts. 60 % der Teller und Schüsseln waren kaputt; und die Tassen sowieso zu klein. Traurig bin ich schon. Auch die anderen angekündigten Geburtstagsgeschenke, die angeblich auf dem Weg sind, sind noch nicht angekommen. Die gewünschte Mosaik-Katzen-Lampe habe ich mir heute selbst beim großen A gekauft, keine Ahnung, warum die bei Knuffel aus China zusammengeklöppelt und verschickt wurde und wer weiß wo gerade herumdümpelt. Bei meinem Füller ist die Tinte alle und Batterien konnte (zumindest die preiswerten in AA) waren komplett ausverkauft letzte Woche, so dass meine zahlreichen Kerzen und Dekoleuchten im Waldwohnzimmer eher schwach nur noch glimmen. Nichts scheint also so zu klappen, wie man denkt.
Alphahosting hat es endlich geschafft, unsere Homepage auf irgendeinen Cloud-Hoster zu verfrachten. Hat auch nur 1,5 Jahre gedauert. Die aktuelle php-Version habe ich aber immer noch nicht, das muss ich mir erst in Ruhe anschauen, am besten mit Knuffel zusammen. Vielleicht klappt ja wenigstens das nun.
Beim täglichen Blick in die Nachrichten wird einem auch schlecht und übel! Es ist, als wenn die ganze Welt verrückt geworden ist und jeden Tag ein neues bizarres TRUMPel-Verlangen heftigst und aufgeregt diskutiert werden muss. Alles wird in Frage gestellt und man erwartet, dass jeden Augenblick die Nachricht kommt, dass jemand durchdreht und alles in Schutt und Asche legen wird. Tote im Iran, Hinrichtungen; von Syrien und der Ukraine ganz zu schweigen. Überall brennt es und die angeblich Stärkeren lassen die Waffen schon mal klappern. Aber auch im Kleinen setzt sich fort, was mir schon 2025 aufgefallen ist: Alle hetzen durch den Tag und durch die Supermarktgänge, kein Lächeln, keine Rücksichtnahme, sofort auf 180. Die Welt hat ihre Zuversicht und die Solidarität verloren.
Es ist also gar nicht so sehr verwunderlich, dass auch ich fahrig und hektisch bin und leicht explodiere, meistens aus Ärger über mich selbst. Ich versuche, gelassener zu werden, aber es gelingt im Moment nicht immer, ruhig zu bleiben, und das bei Kleinigkeiten, wie wenn mir zum 3. Mal der Löffel herunterfällt, ich zum 4. Mal den selben Brief suche oder schlicht vergessen habe, warum ich gerade in die Küche gerannt bin.
Deswegen klammere ich mich noch mehr an meine Zuflucht, das KINDLE und seine (Lieblings)Stories und seit heute auch noch an den Schlafotter. Der gehört eigentlich Jakob, aber ich darf ihn mir bestimmt ausborgen und teile ihn mit dem Kleinen, wenn er bei uns zu Besuch ist.
Zwischen diesen Aufnahmen liegt genau eine Woche, ein Geburtstag und etwa 10 °C Temperaturunterschied. Letzten Sonntag habe ich mich noch durch Schnee gekämpft, am Weserpromenadenufer entlang. Heute war ich eine Stunde im Seenpark I spazieren. Man möchte meinen, es sind zwei unterschiedliche Monate, aber eben alles Januar 2026. Es ist mal wieder alles so dazwischen: Zwischen Aufbruch und Energie, und zwischen ‚Ach, lass mal‘ und innerlichem Grau.
Ich war auf der Waage. In einem Anflug von Wahnsinn war ich gestern drauf, hab die Zahl gesehen und hätte heulen können. Es ist, als hätte ich nie WW gemacht, 20 kg sind wieder da, die schon mal weg waren. Und ehrlich gesagt: Ich merke es ja auch, die Schritte sind wieder schwerfälliger, die Hosen kneifen und die Unterhemden rollen sich am Bauch so hoch, was ich hasse! Regelrecht hasse! Also habe ich mich wieder angemeldet beim WW, es gab da das 6,75 € pro Monat Angebot, und dann habe ich das genommen. Deswegen stand ich auf der Waage, deswegen bin ich auch heute Spazieren gewesen, ich brauche wieder Zusatzpunkte. Aber mental macht das natürlich was mit dir. Dieser „VERSAGT!“-Stempel! Und dass ich mich nicht gesund fühle, hängt auch damit zusammen, natürlich. Und es sind nicht nur die Kekse, die ich im letzten halben Jahr in mich hineingestopft habe, und die Brötchen, die reichlichen Abendbrote und die Schokopudding! Alles irgendwie. Wird schon passen, bis die Klamotten eben nicht mehr passen. Also heißt es wieder Punkte zählen und nein zum Pudding – vielleicht.
Dann habe ich mit STRANGER THINGS angefangen. Die ersten vier Folgen sind geschaut, und ich weiß, dass VECNA (auf den ich insgeheim warte, weil ich vollkommen verspoilert bin von Instagram) erst ab der 4. Staffel auftauchen wird. Es dauert also noch ein bisschen, und bis dahin finde ich Dustin einfach knuffig. Guckt sich gut, die Serie, aber ist jetzt noch keine Suchtgefahr. Cuteredhead leistet mir über WhatsApp Gesellschaft und wir kommentieren zusammen die geschaute Folge, wann immer uns danach ist.
Pläne für ein Mädels-WE über Ostern haben wir auch bereits konkretisiert, die Ferienwohnung ist bereits gebucht und bezahlt. Ich freue mich auf die kleine Auszeit im Teutoburger Wald? Da war ich noch nie, und bis dahin muss ich wieder ein bisschen fitter werden, daher stand heute (und wird auch die nächsten Sonntage) Spazieren gehen auf dem Programm stehen.
Und dann ist da ja noch am 30.03. das Queen Konzert; also nicht die echten Queen, aber eine wohl der besten CoverBands. Aber auch dafür braucht man Energie und gesunde Knie. Und ich will doch nicht so alt durch die Welt watscheln, wie ich mich gerade fühle.
Da bist du ja, 2026. Fast hätte ich den Jahreswechsel verschlafen. Tatsächlich lag ich schon kurz nach 22 Uhr im Bett, hatte eine Ein- und Durchschlafpille geschluckt und um Mitternacht vergessen, dass Silvester war, als ich wegen der Böllerei aus dem ersten Tiefschlaf gerissen wurde und kurz einen Panikanfall hatte. Es ging mir aber auch nicht wirklich gut am letzten Tag von 2025. Mit Kopfschmerzen aufgewacht, leichte Magenschmerzen und generell eher so mau. Ich habe Tee getrunken zu den Berlinern am Nachmittag.
Auch dem Enkelkindchen ging es nicht gut, vermutlich Koliken, oder doch schon die ersten Zähnchen? Er war jedenfalls am Quengeln. Ich fühlte mit ihm.
Jedenfalls war ich zeitig im Bett und das war eine gute Entscheidung. Ich habe dann auch bis 7 Uhr tatsächlich durchschlafen können und fühle mich nun schon bedeutend besser; wenn auch nicht übermütig energetisch, dass ich den aufziehenden Sturm laufen wollen würde. Couch und noch eine Tasse Tee (diese aber eher zum Genuss) stehen auf dem Plan. Es langsam angehen lassen.
Vorsätze habe ich … habe ich welche? Langsamer und weniger essen, mehr bewegen, bewusster genießen.
Na dann: Hallo 2026. Sei gut! Sei friedlich, entspannt, locker und voller Momente, auf die man später gern zurückblickt.
Gestern wurde ich übrigens geheilt. Geheilt von der Vorstellung, dass man das, was einem die Werbung verspricht auch bekommt am Ende. "Erleben Sie ein Live-Event mit Lichtinstallation, Musik, Animation. Tauchen Sie ein in die Welt der Wikinger!" Klingt gut? Fand ich auch. Dafür habe ich dann
…. die Akten auch. Es wird hektisch im Büro, auch wie jedes Jahr, aber auch spaßig. Es vergeht eigentlich kein Tag, wo wir nicht in seltsame Gesprächsthemen abrutschen und Chef dann in seine Kaffeetasse prustet, oder Frau H. den Kopf auf den Tisch legt. Besser so, als Totenstimmung; und auch wenn es stressig ist und die Akten irgendwie nicht weniger werden wollen, so lange, wie man gern ins Büro kommt, ist alles gut. Aber es darf jetzt ein bisschen ruhiger werden. Step by step, ab morgen dann so ziemlich nur noch ich und Chef. Wenigstens sind die Abende im Waldwohnzimmer entspannt; Kerzen, Fensterleuchtdeko und DEVIL IN DISGUISE Song von Marino (mein derzeitiger Lieblingssong, zu dem es unglaublich gute kleine Reels gibt, die alle Spaß machen und mit denen ich letztens auf Instagram Jo ein bisschen geflutet habe 😉)
Gerade sitze ich bei Tee, Spekulatiusse und der kleinen silbernen Tisch-Pyramide auf dem Sofa und überlege, ob ich nun lieber einen Weihnachtsfilm schauen möchte oder dazu schlicht zu müde bin.
Ich weiß nicht, es ist zurzeit … schwerfällig. Alles irgendwie. Kopfschmerzen machen mir das Leben ein bisschen schwer, das sowieso schon wieder schwerer ist, sieht man rein das Gewicht; oder schätzt es, denn ich war schon Wochen nicht mehr auf der Waage, ahne ich doch, dass sie mir die Wahrheit schonungslos und ungefiltert entgegenschleudern würde. Das ewige Projekt „Abnehmen“ habe ich auf Anfang 2026 verschoben, denn zurzeit fehlt mir schlicht ein wenig Energie. Die Knie schmerzen wieder mehr und ich bin schwerfälliger unterwegs.
Gestern war ich meinen neuen Führerschein beantragen. Allein das war anstrengend, noch dazu, wenn man sich selbst in Panik versetzt, ob man rechtzeitig genug losgefahren ist, um sich mit den online gemachten QR-Termin-Code auch wirklich innerhalb der vorgesehen Zeit anmelden zu können. Das hat dann mehr oder weniger auch geklappt, nachdem mir auf dem Parkplatz des Kreishauses wieder einfiel, dass ich doch schon 10 Minuten mehr Puffer eingeplant hatte.
Anschließend war ich in Brake im FAMILA einkaufen; mit mir tausend andere auch. Die Gänge waren eng und nach einer Logik angeordnet, die sich mir beim besten Willen nur zur Hälfte erschließen wollte. Der Einkauf war trotzdem teuer, aber darüber mag ich mich jetzt nicht auch noch aufregen, es ändert ja nichts daran. Essen wir eben weniger und Schokolade soll ja auch wieder etwas besonderes bleiben. (Aber unter uns: knapp 5 Euro für einen Nikolaus-Beutel, der „früher“ sicher unter 2 € zu bekommen gewesen ist!). Nee, das macht alles zurzeit so überhaupt keinen Spaß! Gar nicht!
Was Spaß macht, ist das Enkelkindchen. Jakob war gestern zu Besuch und ich durfte ihn auch zum ersten Mal halten. Er riecht so gut nach Baby, und er schläft so niedlich, dass man spontan selbst noch mal… nee, das dann doch nicht. Der kleine Kerl hatte uns ja vorletzte Woche ganz schön in Schrecken versetzt. Aber es geht ihm gut und es gibt ja Kuheiweißersatzmilchprodukte. Und so nuckelte er zufrieden an seinem Fläschchen und pupste in die Windel, alles in einem. Und als der Popo wieder trocken gelegt war, schlief er gleich wieder zufrieden ein. Das kleine Äffchen.
Derweil ist Knuffels Oma, M.’s Uroma und Jakobs Ururoma am Donnerstag 100 Jahre alt geworden. 100! Naja … ich fand es schade, dass das bei uns nur eine Rand-Bemerkung war und Knuffel sich weigerte, seine Schwester nach der Adresse von Omi zu fragen, damit wir wenigstens Blumen hinschicken könnten. Da ist nun auch ein bisschen Sturheit drin verpackt, denn jahrelang schert sich ja auch keiner darum, wie es uns so geht. Dafür kann aber Omi ja nichts! Und daher verpackt man die Bequemlichkeit und Sturheit hinter dem Vorwurf, ja nicht Interesse heucheln zu wollen. Es ist … kompliziert. Mein Vater wäre im kommenden Jahr im Oktober 100 geworden.
Wie die Zeit verfliegt, nun ist es bereits der letzte November-Tag und der 1. Advent 2025. Die Wohnung ist bereits weihnachtlich geschmückt (bis auf den Weihnachtsbaum, der kommt erst am 23. 12. dran). Die Pyramide und der Schwibbogen sind aufgestellt und am Wohnzimmerfenster hängen die Lichter. Wichtel und Freunde sowie diverse Weihnachtsterne sind eingezogen und heute beim Frühstück brannte die erste Kerze auf dem Adventskranz. Im TV laufen Weihnachtsfilme, immer nach dem gleichen Schema; und alle sind permanent adrett gekleidet und frisiert. Wenn sie perfekt gestylt in ihren geschmückten und dekorierten Küchen stehen, ist alles – und ich meine wirklich alles – sauber aufgeräumt und kein Haar liegt auch nur irgendwie falsch und keine Mehlspuren sind auf den akkurat gebügelten Schürzen. Und wenn die Protagonisten gute Ratschläge gebend durch die Städtchen und Parks schlendern, die auch alle überladen sind mit Weihnachtsdeko, und natürlich liegt überall weißer Schnee, dann ist es so ridiculous romantic, dass einem schlecht werden könnte.
Dagegen schwitzte und keuchte ich, als ich mit zitternden Beinen auf die Leiter stieg, um die Weihnachtsbeleuchtung zu befestigen. In Jogginghose und mit dem Schlabber-T-Shirt, die Haare wirr und zerzaust, von Kartonchaos umgeben, als ich Lichterketten entwirrte. Es schien kein Ende nehmen zu wollen. Aber nun bin ich fertig und wenn es dann beginnt, ein kleines bisschen nach Weihnachten auszusehen, dann komme ich auch in Stimmung und finde auch die Weihnachtsfilme niedlich. Mein Gehirn besetzt automatisch die meisten mit anderen Hauptdarstellern und nicht nur einmal hüpft der Gedanke in meinen Kopf herum, dass das doch auch eine total hübsche story für mein KINDLE wäre; würde sich doch nur jemand finden, der sie umschreibt …
Ja, ich lese immer noch und nur Brian und Justin! Lacht nicht, ich mag es, es ist meine kleine Flucht, wenn ich mich zu allein fühle, oder ich mir Sorgen mache. Nicht um mich, sondern um mein Enkelkind, das seit letzten Mittwoch mit M. im Krankenhaus ist. Zum Glück ist es nichts wirklich schlimmes, wohl „nur“ eine Kuhmilcheiweißallergie, die vielleicht auch wieder weggeht und der man mit anderen Milchprodukten aus dem Weg gehen kann. Aber es ist eben so ruhig über uns, Jakobs Geschrei fehlt uns doch. M. berichtet aber, dass er nun im KH weniger schreit, seit die Nahrung umgestellt wurde. Er ist jetzt zufriedener, ja, wer wäre das nicht, wenn man keine Bauchschmerzen mehr hat? Also sind wir dankbar, dass der Kleine untersucht und ihm geholfen werden konnte, und er wird bestimmt auch bald wieder zu Hause sein und hektischen Getrappel über uns auslösen.
Und dann habe ich Weihnachtsgeschenke geshoppt. Die meisten habe ich jetzt bereits zusammen. Und für mich selbst ist auch etwas dabei: Dieser Kalender. Gesehen auf Facebook, und sofort bestellt. Bei der Ankunft des Kalenders habe ich durchgeblättert und dabei geweint. So schöne Bilder aus der alten Heimat. Das wäre ein tolles Geschenk für Torsten gewesen!
2026 muss ich für ein paar Tage in die alte Heimat, es ist schon wieder viel zu lange her.
Das ist meine ganz persönliche kleine Austob-Seite. Sie ist lustig, fröhlich – oder auch abgedreht, verzweifelt, nah an der Grenze zum Wahnsinn. So, wie ich mich gerade fühle, wenn ich schreibe. That’s me.
Viele Themen werden sich um Supernatural drehen, weil ich süchtig nach dieser Serie bin.
Das meiste wird direkt aus meinem Leben sein, weil es nun einmal das ist, was mich beschäftigt.
Ich bin jetzt KEINE 49 Jahre mehr, sondern ALT (aber immer noch kaum erwachsen), weiblich, wohne nahe der Nordsee …