Den Schnupfenangriff werde ich wohl überleben, morgen werde ich wieder ins Büro zurückkehren, für einen halben Tag erst einmal. Schauen, was alles liegen geblieben ist und vorsortieren. Ein Bürofreitag ist okay, denn auch, wenn ich letzte Nacht endlich mal wieder länger als 3 Stunden am Stück schlafen konnte, bin ich doch noch ziemlich angeschlagen.
Zurzeit experimentiere ich mal wieder mit den unterschiedlichsten Bildbearbeitungsprogrammen. Meistens nehme eine meiner Aufnahmen und verändere sie mit AI und Luminar Neo + Photoshop.
Und dann ist da noch die neu entdeckte Liebe zu Anime-Prinzen und Meermänner-Lovestories in Reels, so dass ich mir sogar einen TikTok-Account angelegt habe, weil man mir flüsterte, dort gäbe es unzählige solcher Geschichten. Und ja, es gibt viele, und ich bin jetzt dabei, mir den Algorithmus so zusammenzubasteln, dass ich weniger Schrott angezeigt bekomme. Und dann kann ich mir ja immer noch meine eigenen Silvermoon-Krieger zusammenstellen.
Eigentlich von mehreren, aber der, der mir seit letzten Mittwoch-Nachmittag das Leben verleidet, ist der feindlichste. Ich fühlte mich lange nicht mehr soooo krank. Es begann an besagten Nachmittag mit Halsschmerzen, erst Kratzen, dann minütlich schlimmer werdend, Schluckbeschwerden. Am Bürotagende verabschiedete ich mich bereits von Chef mit dem Hinweis, dass ich keine Ahnung habe, was das jetzt wird, ich muss mal sehen. Ich schleppte mich zu Hause unter die Dusche mit Erkältungsduschbad von Tetesept, bekam die verabredeten Mittwochsnudeln serviert, schluckte Aspirin und lutschte Salbeitabletten, kroch ins Bett und hoffe, dass ich es damit bereits im Keim ersticken könnte.
Dem war nicht so, es wurde schlimmer. Schnupfen, Kopfschmerzen aus der Hölle, Husten, Schluckbeschwerden, kurz gesagt, das volle Programm. An Schlafen war kaum zu denken, denn das Rasseln beim Ein- und Ausatmen hielt mich wach. Alle Glieder taten weh, sogar die Haare, und die Nase lief ununterbrochen. Moni plünderte die Apotheke am nächsten Tag für mich und ich meldete mich erst mal arbeitsunfähig. Den Donnerstag müssten sie ohne mich auskommen und am Freitag hätte ich eh frei gehabt. Dann wird es bestimmt werden, wenn ich das ganze Zeugs aus der Apotheke erst mal intus habe. Aber selbst am nächsten Tag mit Lutschtabletten, Hustensaft und Wick MediDay war es nicht besser, eher im Gegenteil. Die Nacht zum Freitag war noch schlimmer. Was soll ich weiter berichten, man drängelte mich dazu, zum Arzt zu gehen, auch auf die Gefahr hin, dass der mich dann gleich eine ganze Woche aus dem Büroverkehr zieht. ‚Dann ist das eben so!‘ Also ging ich zum Arzt, aber vorher musste ich noch einen Test besorgen, den habe ich in DM bekommen und auf dem Parkplatz gemacht. Himmel, das war einen Herausforderung. Aber er war zumindest negativ. Ich bin mit Negativ-Test und FFP2 Maske zur Anmeldung, wurde isoliert und bekam Blut abgenommen und wollte eigentlich die ganze Zeit immer ein bisschen mehr sterben. Nach einer Stunde kam ich dran. Das gezeigte Foto der amateurhaften Versuche, den Schnupfenanfall mit der Apothekenausbeute in den Griff zu bekommen, belächelte der Arzt nur mit der Bemerkung: Da hat die Apotheke schön dran verdient, aber ob sie das jetzt nehmen oder nicht, ist völlig wumpe. Sie haben Bronchitis. Der Versuch, mir in den Hals zu schauen, scheiterte wie immer, aber er war sich trotzdem sicher. Also bekomme ich Antibiotika und Bettruhe.
Wie lange ich nicht mehr zum Arzt gehen musste, merkt man auch daran, dass ich im Auto sitzend und noch vor der Praxis stehend krampfhaft überlegte, warum ich denn kein Rezept für die Antibiotika bekommen habe. Also rief ich an, denn ich wollte nicht noch mal rein, wenn ich nicht müsste, war ich doch gerade froh, die Maske wieder abnehmen zu können. Ja, die Rezepte sind jetzt in der Cloud und ich muss nur meine Krankenkarte der Apothekerin hinhalten. Aha … noch nie gemacht. Funktioniert aber.
Nun, ich bin bis Mittwoch krankgeschrieben, und ich sehe ich mich auch nicht davor im Büro. Die Nächte sind nach wie vor kritisch und nicht erholsam. Aber immerhin konnte ich seit gestern das Bett für ein paar Stunden wenigstens verlassen. Knuffel half mir, das Bett neu zu beziehen und ich fühlte mich das erste Mal wenigstens etwas besser.
Mann, mann, mann … so heftig hatte es mich schon lange nicht mehr erwischt.
Und der andere Virus?
Nun, es gibt da so kurze Videos auf Facebook-Reels, oder auch Instagram (ist glaube ich das selbe), KI-generierte short-vids, MM Romances, und einige haben mich total gefesselt, so dass ich nicht länger irgendwelche Schnippsel chronologisch unsortiert aufschnappen will, sondern die ganze Geschichte sehen möchte. Das ist aber gar nicht so einfach, denn es gibt unzählige Plattformen, und als ich mich dann voreilig für eine entschied und dort ein Jahresabo gekauft habe, um DIESE EINE Geschichte komplett und im Zusammenhang schauen zu können, stellte sich anschließend heraus, dass der Rest auf dieser Plattform mehr oder weniger Schrott ist, und die anderen Geschichten auf eben anderen Plattformen herumdümpeln … nun kann ich ja aber nicht einen Haufen Geld ausgeben und jedes Mal Abos abschließen, nur weil ich eine Story sehen will. Es ist zum verzweifeln. So sehr, dass ich gerade auf TikTok wieder einen Account mir angelegt habe (oder das gerade versuche, aber mit dem Nickname ‚werkarniggel* bekam ich sofort eine Verwarnung!) Ich habe jedenfalls die leise Hoffnung, dass auf TikTok die meisten der short stories, die mich interessieren, öfters vorbeigeschwappt kommen.
Und dann ist da ja noch …
… das Hantavirus auf dem Kreuzfahrtschiff, der neue tägliche Krimi in den Nachrichten, nachdem man sich von dem Buckelwal in der Ostsee ja nun verabschiedet hat. Was sind das nur für Zeiten da draußen? Ist es denn ein Wunder, dass ich mich in Meermann-Liebes-Romane und in mein Brian & Justin-Universum verkrümel? Speaking of Brian & Justin: Wie scheiße es mir die letzten Tage und Nächte ging, merkt man auch daran, dass ich zu schwach war, das KINDLE zu halten um zu lesen. Und glaubt mir, ich habe es versucht!
Himmel, ich liebe dieses Foto einfach; Eckwarderhörne, irgendwann in 2025.
Da ging es plötzlich ziemlich schnell, dass der April auch schon wieder in seinen letzten Tagen ist. Der Monat war emotional und gesundheitlich eher durchwachsen, voller schöner Momente, aber auch mit Ohrenschmerzen, Arschweh und dunklen Gedanken. Zu oft auf dem Sofa gelegen, aber auch mit dem BLACKY unterwegs gewesen, auf dem Wochenmarkt für Käse und Steinofenbrot ein kleines Vermögen ausgegeben. Alten Stories auf dem KINDLE neu verfallen, und neue shortvideos entdeckt, die das Potential haben, süchtig zu machen.
Die neue Fahrradtour-Saison ist eröffnet. Ich habe die erste kleine Runde mit dem BLACKY gedreht, Richtung Blexen, am Deich nach Waddens (zu der kleinen Kirche), durch die Wisch zum Alten Bahndamm in Abbehausen/Sarver Straße und zurück mit Erdbeerkuchen-Abholstopp beim Bäcker. Ich habe den Wind unterschätzt, das Treten war schon anstrengend und einmal kam ich mit Deichsteigung und den richtigen Gang finden und gleichzeitig auch noch antreten nicht zurecht und habe lieber erst mal geschoben; ein bisschen verschämt, dass es mich fast wieder hingelegt hätte nach der Eierei. Mir fehlt eindeutig die Kondition und das nötige Hinternpolster; aber das wird schon. BLACKY kommt jetzt wieder öfter zum Einsatz, denn auch wenn es eben die erste Tour war und ich morgen Muskelkater haben werde, ist man eben nicht unglücklich, wenn einem der Wind (auch wenn er kräftig weht), um die Ohren pfeift, in denen (auf einem zumindest) Bremen Eins Musik trällert (oder eben Bundesliga-Gequatsche, das man an der nächsten Bank bestimmt ausschalten will, aber es dann doch nicht tut).
Wir werden alt. Alle. (Wenn man so viel Glück hat, wie wir). Und wenn man dann nach Jahren endlich wieder und fast spontan (was man eben in unserem Alter bereits als spontan betitelt, hatte „nur“ 8 Wochen Vorlaufzeit und war dann alles in allem ziemlich fesch und zügig geplant und durchgezogen) – wenn man dann also endlich zusammenkommt, dann geht es ziemlich schnell um die werten Zipperleins und Rückenprobleme. Jedenfalls war das auch Thema. Aber natürlich drehten sich die Gespräche und das Gegiggel auch um all die Geschichten, die wir nun bereits zusammen und untereinander erlebt haben bei etlichen CONs und gemeinsamen Urlauben. Hach, schön wars.
Und auch Bad Karlshafen ist ein hübsches kleines (Kur)Örtchens im nördlichsten Teil Hessens (meinem Bruder Torsten so nah). Es gab da einen Punkt, da stoßen 3 Bundesländer aufeinander. Wir sind sogar daran vorbeigefahren, aber weil ich schon an dem Skywalk gescheitert bin (der war einfach zu steil und ohne Geländer), sind die 3 ohne mich losgezogen, um an die Aussichtsplattform zu gelangen, von der man auf die Weser gucken kann. Ja, richtig: Ich blieb an der Weser und sogar die NordWestBahn fuhr hier noch herum. Aber Berge (wobei es ja eher Hügelchen sind) bin ich echt nicht mehr gewohnt. Auch die Hin- und Rückfahrt mit dem BLITZ war eher abenteuerlich, weil … so viele VIELE Bergelchen und manchmal sehr steile Kurven und enge Straßen und immer 100 – 70 – 40 – 50 – 70 – 50 – 30 – 70 – 100 …. es wurde zumindest nicht langweilig. Heute, am Ostermontag und froh, heile gestern wieder zu Hause angekommen zu sein und nicht ins Büro zu müssen, habe ich das Gefühl, dass sich meine Waden im Weser-Bergland verkürzt haben. Ich laufe jetzt eher wie ein olles Weibchen. Aber zum Glück ist heute gefühlt Sonntag und kein Montag.
Die Serie (gestreamt derzeit auf HBO max), deren Namen ich nicht aussprechen kann, jedenfalls nicht richtig, und die mir in den letzten Wochen und Monaten ständig und überall entgegenschwappte, zumindest Szenen davon, auf Facebook und Instagram meistens. Natürlich war ich neugierig, natürlich würde ich sie anschauen. Und das tat ich dann auch. Die ersten 3 Folgen waren … nun ja .. es war eben nicht Queer as Folk; ich fand die Serie bis dahin ziemlich vulgär, was sicherlich auch daran liegt, dass ich sie dann doch lieber auf Deutsch erst mal schaute, weil ich mit dem russischen Akzent-Englisch von Ilya überhaupt nicht klar kam, und auf deutsch klingt alles ziemlich platt und eben vulgär.
Mitten drin das kleine Spin off innerhalb der Serie, Folge 3 fokussierte sich primär auf Scott und Kip; und das war quasi die wahr gewordene Coffee shop- guy meets guy-Verfilmung. Hach, und so oft schon so oder in ähnlichen Kombinationen gelesen und verschlungen. Während dessen ficken Shane und Ilya eben heimlich und alle paar Wochen, wenn sie sich bei einem Tunier über den Weg skaten, herum. Shane datet zwischendurch eine semi-bekannte Schauspielerin und Ilya ist pissed, kann’s aber nicht rauslassen, weil es darf ja niemand wissen, dass er und Shane …. , denn man ist ja nicht schwul. Nope! Also sind beide ein bisschen grummelig und unglücklich.
Dann musste ich doch tatsächlich eine ganze Woche warten, bis ich nun heute endlich die 5. Folge schauen konnte. Und das im Zeitalter des Binge-Watchings! Selbstverständlich war ich bereits bis unter die Fußnägel gespoilert und wusste was kommen würde: Shane wird auf dem Eis verletzt (ja, die spielen sogar noch Hockey ab und an!), vor den Augen Ilyas, der am liebsten zu ihm eilen wollen würde, aber nicht darf. Come to my cottage in summer, don’t go back tu Russia! – Maybe. Dann küsst Scott vor allen Kameras endlich seinen Kip und outet sich; und Shane und Ilya und die halbe Welt schauen fassungslos zu. I’m gonna come to your cottage! Abspann. Wieder eine Woche warten, bis es weiter geht.
Und mein kleines FanFic-Herz schlug nun auch höher, jetzt, wo es eben nicht mehr nur um heimliches Alley-Fucking geht, sondern man sieht und spürt, dass Ilya Shane liebt. LOVE! Bin gerade noch ein bisschen aufgedreht. Nicht, dass ich jetzt QaF aus dem Herzen schmeiße, das nun nicht. NIEMALS! Brian & Justin bleiben an erster Stelle, aber HR hat aufgeholt. Ich weiß, dass die AO3 bestimmt gerade brummt mit neuen stories. Und vielleicht … Doch noch bleibe ich lieber bei den geliebten Brian & Justin -Geschichten und freue mich, wenn ich nächsten Freitag die nächste Folge HR gucken kann. Vermutlich ist dann die erste Staffel auch schon geguckt und das Warten auf die – bereits bestätigte – 2. Staffel beginnt.
Und mit der Warterei ist Heated Rivalry ja in bester Gesellschaft: Ich warte auf das Heartstopper Movie, den 2. Teil von Red, White & Royal Blue – Wedding; ich warte auf den Frühling und permanent auf das nächste Wochenende.
Aber jetzt ist erst mal Freitag, ich habe fertig mit der Woche, oder die Woche ist auch fertig mit mir; so fühlt es sich auch gerade ein wenig an.
… und bis hierhin kann ich eigentlich mit der Woche zufrieden sein. Im Büro flutscht es, auch wenn Chef ein bisschen ausgeknockt war die letzten 2 Tage.
Der Frühling kommt plötzlich mit riesigen Schritten und ich habe ganz viel JAKOB-time gerade. Da muss es einen ja gut gehen, zumindest wenn man die Nachrichten ansonsten ignorieren kann.
Da war man gestern nur mal eine knappe Stunde mit dem Enkelkind und den Kindern den Kinderwagen durch Nordenham schiebend unterwegs, und schon tun einem dermaßen die Glieder weh, dass es schon als gemein bezeichnet werden könnte. Die Knie zicken, die Beine sind schwer und Herpes habe ich auch! Und überhaupt ist alles mehr oder weniger furchtbar momentan, wie steif und unbeweglich ich bin, und energielos.
Letzte Nacht hat mich mein kleiner Bruder im Traum besucht. Er stand plötzlich lächelnd in meinem Büro in der Kanzlei am Aktenschrank, als wäre das das Normalste der Welt, und schüttelte den Kopf. Dann erklärte er mir, dass die Akten besser sortiert werden müssten und warum wir denn nicht stabilere Pappen nehmen würden, einige wären ja schon arg zerfleddert.
So war er, mein kleiner Bruder, ein kleiner Pedant mit einem Hang für Paragraphen und Vorschriften. Er hätte eigentlich Anwalt werden sollen, das wäre der richtige Beruf für ihn gewesen. Statt dessen trug er die Post aus in FaM. Ach, Torsten.
Ja, er fehlt mir; und ja, es tut noch immer weh, dass er so plötzlich und quasi ohne Ankündigung und Abschied aus meinem Leben ging; und eben nicht mehr nur einen Anruf oder eine Whats App-Nachricht entfernt ist. Den Traumbesuch mochte ich, bin mit einem Lächeln aufgewacht. So war er eben, mein kleiner Bruder, akkurat bis in die letzte Heftecke.
Weserstrand, aufgenommen Februar 2025
Die beiden Bilder in diesem Beitrag sind im Februar des vergangenen Jahres aufgenommen worden. Der diesjährige Februar zieht sich leider etwas, und auch wenn es nicht mehr friert (jedenfalls momentan nicht), sind wir wohl noch ein paar Wochen vom richtigen Frühling entfernt. Ich habe den Winter langsam satt.
Mit den bisherigen Bürotagen bin ich mehr als zufrieden mit mir selbst. Ich schaffe einiges weg, auch wenn ich derzeit eine Praktikantin neben mir sitzen habe, der ich dann erkläre, warum ich was wie tu, wie wichtig Aktenzeichen sind und das man alles, was man in die Finger bekommt, am besten einscannt, denn meistens bekommt es gerade dann, wenn man es nicht gleich einscannt und zuordnet, ganz schnell und auf magische Weise Beine und läuft weg.
Ha, und gerade eben habe ich noch eine nette kleine AU story ganz nach meinem Gusto entdeckt: Happy reading to me. Sie hat natürlich ein Happy Ending, was anderes kommt mir ja auch gar nicht aufs KINDLE.
Ich schon wieder. Momentan scheine ich ständig was zu erzählen zu haben, aber eigentlich nichts wichtiges, nur Dinge, die mir so durch den Kopf wackeln, während ich mit dem Enkelkindchen und M. ein Stückchen spazieren war.
Gateteiche Nordenham, Februar 2026
Der Winter hält noch alles in Starre, es ist zwar nicht mehr so ganz bitterlich kalt, aber scheinbar ist der Frühling noch weit weg. Hier im Nordwesten haben wir zurzeit um die 1 °C … plus wohlgemerkt. Aber wenn der Wind kommt, fühlt es sich kälter an. Und es ist grau und trüb, die Sonne ist kaum zu sehen. Soeben meldet die NINA-App eine neue Warnung vor Glätte. Und ich bin so reif für Frühling! Ich möchte das BLACKY aus seinem Winterschlaf holen und die ersten Frühlingsboten suchen fahren.
Und ich muss dringend an meiner Form wieder arbeiten. Das Spazierengehen ist wieder anstrengender geworden, und langsamer; als wenn meine Knie wieder eingerostet sind. Das ging schon mal besser, als ich leichter war. Aber daran arbeite ich ja wieder. Es gab und gibt keine Kekse mehr im Büro, und keinen Kuchen zu Hause, auch wenn Sonntag ist. Und ich zähle wieder Punkte mit WW, wobei die App so verändert wurde, dass man nichts mehr findet. Auch das Schrittziel ist jetzt auf täglich mindestens 10.000 Schritte unveränderbar festgelegt, als wenn ich täglich 10.000 Schritte schaffen würde! Wenn ich über 3.000 komme, bin ich schon stolz auf mich. Heute, mit dem Spaziergang, habe ich sogar über 5.000 geschafft; aber so fühlt es sich auch an. Ich schleiche nun den Rest des Sonntages wie eine lahme Ente von der Couch zur Küche und nachher zum Tatort.
Vom geschenkt bekommenen Tintenfederfüller ist seit Wochen die einzige Patrone alle; und heute hatte ich es endlich geschafft, neue zu besorgen – dachte ich. Zu meiner Zeit waren Tintenpatronen universell, die passten einfach immer. Aber … die, die ich heute erstanden habe (und die ziemlich teuer waren mit knapp 5 € und die auch die einzigen waren, die bei EDEKA in der Schreibwarenabteilung zur Auswahl standen) … also die passten irgendwie nicht. (ich habe gerade eine DIE-Inflation hier!).
Und anstatt jetzt nach dem ersten Krimi am Sonnabendabend ins Bett zu gehen, habe ich die im Haus befindlichen Stifte herausgekramt, um zu schauen, ob irgendeiner davon mit den jetzt falsch geshoppten Patronen kompatibel ist. Dabei sind mir auch die Stifte in die Finger gefallen, die ich von Torsten mitgenommen habe.
Endlich. Es war ein gutes, ruhiges, fast entspanntes Arbeiten im Büro mit einem pünktlichen Feierabend. Ich habe alles geschafft, was auf meinem Zettel für heute stand und auch der Drucker ist wieder ansprechbar und zurück vom Ausflug. Es war wie immer, die einfachste Lösung war die richtige: Das Netzwerkkabel war schlicht rausgefallen, und weil immer alle von WLAN sprachen, kam mir gar nicht in den Sinn, dass das mal vorher drinnen gesteckt haben könnte und der ganze Zirkus mit nur einem Klickeinraster behoben hätte werden können. Nun ja, irgendwo lacht der Mitarbeiter der IT Firma jetzt sicher immer noch.
Dann habe ich meinen WE-Einkauf erledigt, den von M. gleich mit, weil sie derzeit ohne P. und mit dem kleinen Jakob auf dem Arm nicht so wirklich bewegungsfrei ist ;und bei den teilweise noch immer glatten Straßen sollte sie lieber nichts riskieren. P. ist vorübergehend in Erkältungs-Quarantäne zu seinen Eltern gezogen, deswegen habe ich eben den Einkauf für sie eben mit erledigt. Zu Corona-Zeiten is die Kleene ja ständig für uns in das Feindesland einkaufen gegangen, damit wir uns so wenig wie möglich dem Virus aussetzen mussten. Also kann ich ja mal ein bisschen was für sie nun mitbringen. No problemo. Und eine neue Kiste Medium-Wasser fürs Büro habe ich auch gleich mitgebracht.
Und dann habe ich es heute getan! Ich habe nun auch LUMINAR NEO fürs Höndü gekauft und ausprobiert. Hui, das macht Spaß!
Das sind unsere Büro-Tulpen: Montag gekauft, Mittwoch geknippst und unbearbeitet, so, wie sie vor der Handykamera baumelten:
Nichts beschönigt, nichts begradigt, kein Kontrast … niente, nüscht!
Und das ist dasselbe Bild, nun aber mit LUMINAR NEO bearbeitet:
bereit für den Frühling
Wow! Ich habe ein bisschen herumgespielt und ausprobiert, und ich mag es, dass die App dabei so schnarrende Geräusche von sich gibt, als wenn man an einem altmodischen Rädchen dreht.
Aber noch hat uns der Winter in seinen Klauen und so langsam werde ich der Minusgraden überdrüssig. Es ist nasskalt und die Straßen sind teilweise arschglatt.
Das Bild hier links ist allerdings schon im Februar 2025 entstanden. Momentan sieht es eher grau aus, grauer als grau; der weiße Schnee von vor 3 Wochen ist vereist und schwarz und verrußt, darunter sind manchmal regelrechte Eisschollen, so dass man nur im Pinguin-Watschelgang von A zum kleinen b kommt, zum Beispiel wenn man den Müll zur Tonne bringen will.
Das ist meine ganz persönliche kleine Austob-Seite. Sie ist lustig, fröhlich – oder auch abgedreht, verzweifelt, nah an der Grenze zum Wahnsinn. So, wie ich mich gerade fühle, wenn ich schreibe. That’s me.
Viele Themen werden sich um Supernatural drehen, weil ich süchtig nach dieser Serie bin.
Das meiste wird direkt aus meinem Leben sein, weil es nun einmal das ist, was mich beschäftigt.
Ich bin jetzt KEINE 49 Jahre mehr, sondern ALT (aber immer noch kaum erwachsen), weiblich, wohne nahe der Nordsee …