Da war man gestern nur mal eine knappe Stunde mit dem Enkelkind und den Kindern den Kinderwagen durch Nordenham schiebend unterwegs, und schon tun einem dermaßen die Glieder weh, dass es schon als gemein bezeichnet werden könnte. Die Knie zicken, die Beine sind schwer und Herpes habe ich auch! Und überhaupt ist alles mehr oder weniger furchtbar momentan, wie steif und unbeweglich ich bin, und energielos.

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Traumbesuch

Irgendwo in der Wesermarsch, im Februar 2025

Letzte Nacht hat mich mein kleiner Bruder im Traum besucht. Er stand plötzlich lächelnd in meinem Büro in der Kanzlei am Aktenschrank, als wäre das das Normalste der Welt, und schüttelte den Kopf. Dann erklärte er mir, dass die Akten besser sortiert werden müssten und warum wir denn nicht stabilere Pappen nehmen würden, einige wären ja schon arg zerfleddert.

So war er, mein kleiner Bruder, ein kleiner Pedant mit einem Hang für Paragraphen und Vorschriften. Er hätte eigentlich Anwalt werden sollen, das wäre der richtige Beruf für ihn gewesen. Statt dessen trug er die Post aus in FaM. Ach, Torsten.

Ja, er fehlt mir; und ja, es tut noch immer weh, dass er so plötzlich und quasi ohne Ankündigung und Abschied aus meinem Leben ging; und eben nicht mehr nur einen Anruf oder eine Whats App-Nachricht entfernt ist. Den Traumbesuch mochte ich, bin mit einem Lächeln aufgewacht. So war er eben, mein kleiner Bruder, akkurat bis in die letzte Heftecke.

Weserstrand, aufgenommen Februar 2025

Die beiden Bilder in diesem Beitrag sind im Februar des vergangenen Jahres aufgenommen worden. Der diesjährige Februar zieht sich leider etwas, und auch wenn es nicht mehr friert (jedenfalls momentan nicht), sind wir wohl noch ein paar Wochen vom richtigen Frühling entfernt. Ich habe den Winter langsam satt.

Mit den bisherigen Bürotagen bin ich mehr als zufrieden mit mir selbst. Ich schaffe einiges weg, auch wenn ich derzeit eine Praktikantin neben mir sitzen habe, der ich dann erkläre, warum ich was wie tu, wie wichtig Aktenzeichen sind und das man alles, was man in die Finger bekommt, am besten einscannt, denn meistens bekommt es gerade dann, wenn man es nicht gleich einscannt und zuordnet, ganz schnell und auf magische Weise Beine und läuft weg.

Ha, und gerade eben habe ich noch eine nette kleine AU story ganz nach meinem Gusto entdeckt: Happy reading to me. Sie hat natürlich ein Happy Ending, was anderes kommt mir ja auch gar nicht aufs KINDLE.

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Sonntag, 08.02.2026

Ich schon wieder. Momentan scheine ich ständig was zu erzählen zu haben, aber eigentlich nichts wichtiges, nur Dinge, die mir so durch den Kopf wackeln, während ich mit dem Enkelkindchen und M. ein Stückchen spazieren war.

Gateteiche Nordenham, Februar 2026

Der Winter hält noch alles in Starre, es ist zwar nicht mehr so ganz bitterlich kalt, aber scheinbar ist der Frühling noch weit weg. Hier im Nordwesten haben wir zurzeit um die 1 °C … plus wohlgemerkt. Aber wenn der Wind kommt, fühlt es sich kälter an. Und es ist grau und trüb, die Sonne ist kaum zu sehen. Soeben meldet die NINA-App eine neue Warnung vor Glätte. Und ich bin so reif für Frühling! Ich möchte das BLACKY aus seinem Winterschlaf holen und die ersten Frühlingsboten suchen fahren.

Und ich muss dringend an meiner Form wieder arbeiten. Das Spazierengehen ist wieder anstrengender geworden, und langsamer; als wenn meine Knie wieder eingerostet sind. Das ging schon mal besser, als ich leichter war. Aber daran arbeite ich ja wieder. Es gab und gibt keine Kekse mehr im Büro, und keinen Kuchen zu Hause, auch wenn Sonntag ist. Und ich zähle wieder Punkte mit WW, wobei die App so verändert wurde, dass man nichts mehr findet. Auch das Schrittziel ist jetzt auf täglich mindestens 10.000 Schritte unveränderbar festgelegt, als wenn ich täglich 10.000 Schritte schaffen würde! Wenn ich über 3.000 komme, bin ich schon stolz auf mich. Heute, mit dem Spaziergang, habe ich sogar über 5.000 geschafft; aber so fühlt es sich auch an. Ich schleiche nun den Rest des Sonntages wie eine lahme Ente von der Couch zur Küche und nachher zum Tatort.

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Patronen-, Kugelschreiber- und Tintenrollerchaos

Vom geschenkt bekommenen Tintenfederfüller ist seit Wochen die einzige Patrone alle; und heute hatte ich es endlich geschafft, neue zu besorgen – dachte ich. Zu meiner Zeit waren Tintenpatronen universell, die passten einfach immer. Aber … die, die ich heute erstanden habe (und die ziemlich teuer waren mit knapp 5 € und die auch die einzigen waren, die bei EDEKA in der Schreibwarenabteilung zur Auswahl standen) … also die passten irgendwie nicht. (ich habe gerade eine DIE-Inflation hier!).

Und anstatt jetzt nach dem ersten Krimi am Sonnabendabend ins Bett zu gehen, habe ich die im Haus befindlichen Stifte herausgekramt, um zu schauen, ob irgendeiner davon mit den jetzt falsch geshoppten Patronen kompatibel ist. Dabei sind mir auch die Stifte in die Finger gefallen, die ich von Torsten mitgenommen habe.

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Freitag

Endlich. Es war ein gutes, ruhiges, fast entspanntes Arbeiten im Büro mit einem pünktlichen Feierabend. Ich habe alles geschafft, was auf meinem Zettel für heute stand und auch der Drucker ist wieder ansprechbar und zurück vom Ausflug. Es war wie immer, die einfachste Lösung war die richtige: Das Netzwerkkabel war schlicht rausgefallen, und weil immer alle von WLAN sprachen, kam mir gar nicht in den Sinn, dass das mal vorher drinnen gesteckt haben könnte und der ganze Zirkus mit nur einem Klickeinraster behoben hätte werden können. Nun ja, irgendwo lacht der Mitarbeiter der IT Firma jetzt sicher immer noch.

Dann habe ich meinen WE-Einkauf erledigt, den von M. gleich mit, weil sie derzeit ohne P. und mit dem kleinen Jakob auf dem Arm nicht so wirklich bewegungsfrei ist ;und bei den teilweise noch immer glatten Straßen sollte sie lieber nichts riskieren. P. ist vorübergehend in Erkältungs-Quarantäne zu seinen Eltern gezogen, deswegen habe ich eben den Einkauf für sie eben mit erledigt. Zu Corona-Zeiten is die Kleene ja ständig für uns in das Feindesland einkaufen gegangen, damit wir uns so wenig wie möglich dem Virus aussetzen mussten. Also kann ich ja mal ein bisschen was für sie nun mitbringen. No problemo. Und eine neue Kiste Medium-Wasser fürs Büro habe ich auch gleich mitgebracht.

Und dann habe ich es heute getan! Ich habe nun auch LUMINAR NEO fürs Höndü gekauft und ausprobiert. Hui, das macht Spaß!

Das sind unsere Büro-Tulpen: Montag gekauft, Mittwoch geknippst und unbearbeitet, so, wie sie vor der Handykamera baumelten:

Nichts beschönigt, nichts begradigt, kein Kontrast … niente, nüscht!

Und das ist dasselbe Bild, nun aber mit LUMINAR NEO bearbeitet:

bereit für den Frühling

Wow! Ich habe ein bisschen herumgespielt und ausprobiert, und ich mag es, dass die App dabei so schnarrende Geräusche von sich gibt, als wenn man an einem altmodischen Rädchen dreht.

Aber noch hat uns der Winter in seinen Klauen und so langsam werde ich der Minusgraden überdrüssig. Es ist nasskalt und die Straßen sind teilweise arschglatt.

Das Bild hier links ist allerdings schon im Februar 2025 entstanden. Momentan sieht es eher grau aus, grauer als grau; der weiße Schnee von vor 3 Wochen ist vereist und schwarz und verrußt, darunter sind manchmal regelrechte Eisschollen, so dass man nur im Pinguin-Watschelgang von A zum kleinen b kommt, zum Beispiel wenn man den Müll zur Tonne bringen will.

Also ja: Sehr bereit für Frühling!

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Header-Bilder

Ich weiß noch nicht, ob ich es behalten werde, oder noch ein ganz anderes mache. Header-Bilder basteln macht Spaß, und so oft wechsel ich den Blogkopf ja auch nicht. Das vorhergehende war glaube ich fast 2 Jahre da? Nee, guck an, seit Januar 2022 schon!

Davor hatte ich lange Zeit dieses hier:

… und zwar von 2018 an bis eben 2022. Und da davor war …. das?

Nee, das muss nach 2012 gewesen sein, als wir diesen fantastischen fast 4,5-Wochen langen Urlaub in Canada gemacht haben, von dem ich heute noch schwärme. Keine Ahnung, was ich da für einen Header hatte, in der Mediathek vom Blog ist er jedenfalls nicht mehr. Davor war vermutlich eine ähnliche Version wie bis 2022.

Was ist zum Beispiel mit dem hier?

Oder etwa so?

Brian & Justin bleiben erhalten, diese Leidenschaft habe ich immer noch nicht abgelegt. Schuldig im Sinne der Anklage, aber wo kein Richter, da kein Henker … oder so.

Hmm, vielleicht etwas mit Nebel?

Einen habe ich noch, ohne Landschaft:

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Der vorhergehende Beitrag

ist geschützt, weil … ich musste mal Dampf ablassen, sonst wäre ich vermutlich explodiert.

Aber jetzt geht es mir schon wieder besser; und morgen ist ja auch schon Freitag. Verdient!

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Geschützt: Ich weiß jetzt, …

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Ich will nicht schon wieder …

Jammern und Lamentieren, aber heute war es echt grenzwertig, und zu allem Überfluss streikten dann nach und nach auch noch Programme wie beA und Renostar, Drucker, Kopierer; über das Telefon rege ich mich schon gar nicht mehr auf. Von Stunde zu Stunde wurde ich gereizter, als ich Posteingänge, die doch eigentlich in der eAkte sein sollten, dort eben nicht fand, dafür anderen Kram raussortieren musste. Das 25-Minuten-Diktat war eigentlich schnell getippt, die Ausfertigung dann aber … Puh! Wie gesagt: ich war ständig am Suchen von irgendwelchen Unterlagen oder E-Mails, die doch da sein sollten, aber nicht da waren. Wenn ich mich eines Problems annahm, taten sich zeitgleich 2 weitere auf, dann kackte auch noch der Drucker ab … und ich schmiss dann pünktlich um 16:15 Uhr hin und flüchtete regelrecht aus dem Büro, bevor ich noch jemanden den nicht schreibenden Kugelschreiber an den Kopf werfen würde.

Und wisst ihr was beruhigt? Kochen mit der Tochter und dem Enkelkind, das herumsabbert und kaspert und babbelt, Dark Country Musik dudelt und die Spätzle-Thunfisch-Pfanne blubbert. Zwischendurch trug ich Jakob durch die Wohnung und babbelte mit ihm, zeigte ihm den Wasserkocher (it’s magic) und hatte das Büro in Nullkommanix vergessen.

Und nun trinke ich noch meinen Tee aus, höre Smooth Jazz und nehme mir vor, mich morgen nicht wieder so im Büro stressen zu lassen, nur weil Dinge nicht so klappen, wie ich sie mir vorstelle.

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Hello, Freddie

Ja, ich weiß, es ist nicht FREDDIE MERCURY, natürlich war er es nicht. Es sang Valentine Findling; aber er tat das gut, fast konnte man meinen, es wäre Freddie. Und so erlebten wir einen Abend mit Emotionen und den bekannten Queen-Hits, und zu oft zumindest bei mir der Gedanke, wie traurig es ist, dass wir so viele Songs vermutlich nicht erhalten haben, weil er zu früh gestorben ist. Und so fühlte ich mich auch ein wenig alleine und traurig inmitten des ausverkauften Metropol Theaters in Bremen, aber auch energisch und lebendig, wenn Find Somebody To Love oder We Will Rock You erklangen, und natürlich Bohemian Rhapsody. Am Ende waren 2 Stunden zu wenig, und das Gefühl der Einsamkeit ein Stückchen größer. Who Wants To Live Forever, … who waits forever, anyway?
Wir haben beim Warten vor dem Einlass und bevor wir zu unseren Plätzen wackelten sehr nette Menschen kennengelernt, Geschichten gehört, ein wenig neidvoll, zugegeben, wenn sie von erlebten Konzerten sprachen. Das Publikum war auch in die Jahre gekommen, klar. Solche Musik wird ja heute nur noch selten gemacht, Musik für die Seele und für die Ewigkeit, die dir auch nach 50 Jahren Gänsehaut verpasst.

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Verschlafen

Nicht, dass ich irgendwo morgens ganz zeitig gewesen sein müsste. Ich blieb einfach im Bett, denn es war/ist mein freier Freitag, nach einer Woche, die es mal wieder in sich hatte. Wie immer, stehen für Chef + Frau + Hund ein paar Urlaubstage ins Haus, was für uns Tippsen regelmäßig bedeutet, dass er sein Büro „entrümpelt“ und die Diktataktenberge sich stapeln. Ich habe in der letzten Woche getippt, transkribiert, noch mehr getippt, denn alles muss noch raus! Raus! Raus! Die Woche mit ihren langen Bürotagen zehrt an mir und meinen noch immer latent auftretenden Schnupfen; und wenn man dann frei hat, bleibt man einfach liegen und ist endlich erschöpft.

Ich habe bis mittags geschlafen/gedöst, habe gelesen und bin wieder eingeschlafen, bis ich aufwachte und es mir nach Pancakes verlangte. Also habe ich mir eine Protein-Law-Carb-Waffel gemacht, diese mit einer halben Avocado und Tomate-Mozzarella-Aufstrich beschmiert und mit Hähnchenbrustscheibchen hauchdünn belegt. Dazu Kaffee. Passt. Und das WW, die das Design schon wieder geändert haben, so dass man nicht mehr einfach findet, was man sucht; ist halbwegs zufrieden.

Jetzt verbringe ich den Nachmittag mit Kaffee und KINDLE auf dem Sofa und versuche mich mit ausgiebigen Nichts-Tun, bevor wir dann nach Bremen zum Tribute-QUEEN Konzert im Metropol-Theater aufbrechen. Es könnte also ein wundervoller Freitag letztendlich werden. Wenn man es zulässt – und eben nach Tagen endlich mal wieder ausgeschlafen ist.

Und dann war da noch Bruce Springsteens Minneapolis-Protest-Song. Gehört, Gänsehaut bekommen, die Faust geballt und mitgesungen! Zeiten sind das, da ist Gleichgültigkeit und Wegsehen unmoralisch. Aber was kann man tun? Als ältere Frau mit geringem Einkommen, mit einer 35-Stunden-Woche und den geliebten FanFictionStories im Kopf, die sich freut, wenn sie ihr Enkelkind in den Arm nehmen kann? Ich möchte mehr tun, und vor allem in meinem Umfeld. Ich werde das TRUMPel nicht aus dem Amt heben können, so sehr ich auch die Faust balle; und es wird ihn und seine Vasallen auch nicht stören, dass ich eben keinesfalls in nächster Zukunft in diese USA reisen werde, auch wenn es bedeutet, dass ich das vielleicht niemals mehr tun und nicht den Grand Canyon sehen werde oder nie live ein (the real) QUEEN + Adam Lambert-Konzert besuchen kann. Aber einfach nur innerlich schreien und die Faust ballen reicht eben nicht, man muss selbst etwas tun, bei sich, in seiner Umgebung. Aufstehen, wenn man hässlicher Hetze begegnet; etwas dagegen sagen, freundlich und mutig, aber entschlossen. Farbe bekennen, und es ist nicht braune Nazi-Scheiße, auch wenn sie sich in Interviews ständig als die patriotischen unterdrückten Opfer inszenieren. Sie sind es nicht! Sei mutig und freundlich; aber sage laut, wenn jemand hetzt.

Meine Güte, ich beruhige mich jetzt erst mal und koche noch einen Kaffee. Vielleicht höre ich auch noch mal die neu entdeckte Dark Country-Playlist durch, die verschafft mir auch Gänsehaut der guten Art. Und dann lasse ich diesen Freitag auf mich zukommen, mit all seinen Momenten, die er noch bereithalten wird.

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Langsam nehme ich das persönlich!

Alles scheint mir die Tage zu misslingen. Von dem kaputten Geschirr und der defekten Katzenlampe, der falsche Paketdienst, heute startete der Geschirrspüler erst, nachdem wir schon online nach einem neuen geschaut hatten und nachdem ich dann im Netz recherchierte, wie man einen Restart überhaupt anstellt an dem alten Ding. Jetzt läuft er, als wäre nichts gewesen, wir schauen aber trotzdem nach neuen, denn der zickt ja schon eine ganze Weile herum und kommandiert uns seinen Willen auf. Entweder, man wartet minutenlang, ohne dass er anfängt, das Geschirr zu waschen; und gerade, wenn man sich mit diesem Zustand angefreundet hat und eben in der Zeit die Betten machen will oder die Blumen gießen will, dann verlangt er SOFORT, dass man JETZT SOFORT die Klappe schließt. Also lässt man alles stehen und liegen und sprintet in die Küche, um die Gnade des Geschirrspülens nicht zu verspielen.

Wie gesagt: Momentan scheint mir alles zu misslingen. Man beachte die Verwendung des Wörtchens „scheint“, denn rational weiß betrachtet weiß ich natürlich, dass das maßlos übertrieben ist. Aber es fühlt sich eben so an; wie gestern, als ich glaubte, zwei neue Stories für das KINDLE gefunden zu haben, die sich dann doch als unvollständig entpuppten.

Heute soll mein zum Geburtstag geschenktes Zitronenbäumchen ankommen, und ehrlich gesagt habe ich das Gefühl, dass auch das nicht gut ausgehen wird. Vermutlich ist es auf dem Weg zu mir erfroren und wird, sobald ich es auspacken werde (wenn es dann pünktlich mit DPD geliefert werden wird) vor meinen Augen langsam aber augenscheinlich sterben, Tag für Tag ein bisschen mehr. Vielleicht sollte ich mir einfach nur noch Plastikpflanzen in die Wohnung stellen, die muss ich nur abstauben ab und an.

Offenbar bin ich nicht die Einzige, die gerade vom Missgeschicken und Fehlplanungen bedrängt scheint: Im Treppenhaus kehrt jemand Scherben zusammen; immerhin weint er/sie dabei nicht, jedenfalls nicht äußerlich. Mir geht es aber derzeit oft so, dass mich Kleinigkeiten aus der Fassung bringen und an allem zweifeln lassen; Tränen schießen mir in die Augen und alles ist sinnlos und hoffnungslos! Liegt es am Monat? Der Januar ist mein Geburtsmonat, und eigentlich mochte ich den immer. Im Januar 2023 ist aber auch mein Bruder Torsten verstorben, und das ist immer noch unfassbar! Ich mag die Stadt nicht, in der er 20 Jahre verbrachte und starb; und ich mag den Monat nicht mehr so sehr, gerade weil es eben nicht mehr nur der Monat ist, in dem ich Geburtstagsgeschenke bekam … oder eben auch nicht. Die Leichtigkeit und Unbeschwertheit ist weg, das „mal eben telefonieren können“, oder die WhatsApp schreiben, wenn mich gerade was aufregt, oder wenn er sich Luft machen wollte über Sachen, die bei ihm quer liefen.

Gerade bekomme ich die Nachricht, dass meine Lieferung an meinem wunsch-Ort hinterlegt wurde. Ich habe einen Wunschort? Ach was, den würde ich auch gerne mal kennen! Geklingelt hat natürlich niemand, und obwohl erkennbar ist, dass es sich um eine Pflanzenlieferung handelt (es steht ja auch drauf), wurde das Zitronenbäumchen in einem Pappkarton draußen vor die Hauseingangstür gestellt. Bei Minusgraden wird das bestimmt enorm gut sein für das Pflänzchen, abgesehen davon, dass es jeder wegtragen könnte.
Auseinandergepflückt sieht es auch ein bisschen mitgenommen aus. Nun, ich werde sehen, ob es sich doch von den Strapazen der Reise erholt und hier heimisch werden kann.

An dieser Stelle sollte jetzt ein Bild vom kleinen Zitronenbäumchen stehen, aber … siehe Überschrift: Natürlich kann ich das Bild, egal in welcher Größe und von welchem Upload-Ordner, hochladen. Der Upload-Server ist nicht erreichbar. Natürlich nicht! Etwas, das jahrelang funktionierte, geht nun natürlich nicht mehr. Wieso wundere ich mich eigentlich noch? Oder rege mich auf? Ich sollte einfach alles in die Tonne kloppen!

Das war gerade ein Akt, gepaart mit einem Hauch Verzweiflung und Frustration und auch mit Vorwürfen verziert, ich hätte irgendwas verstellt, nicht richtig angelegt oder vergessen, wie ich das vor 20 Jahren mal gemacht habe. Aber irgendwie haben wir es jetzt hinbekommen. Wenn ich nicht schon graue Haare hätte, würde ich nun welche haben. Vermutlich. Aber hier ist das Zitronenbäumchen. Ich weiß gar nicht, wofür ich das überhaupt noch alles auf mich nehme! Ach ja, weil ich mich hier auskotzen, aber auch die schönen Momente aufschreiben kann, die es auch gibt. Ja, doch, die gibt es auch. Und eines Tages (vielleicht) lesen M. und Jakob oder auch meine Urenkel, was ich hier so niedergeschrieben habe; oder vielleicht auch nicht. Wer weiß das schon? Wenn meine eigene Mutter einen Blog hinterlassen hätte … ja, ich wäre dafür dankbar gewesen.

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Zwischenstand

Was für eine hektische Woche im Büro, und sie ist noch nicht vorbei. Nichts scheint mehr zu klappen, man will ein Problemchen lösen, und hat schwuppdiwupp 2 neue an der Backe und versteht einfach nicht, wo die herkommen. Der Flut der Diktate ist kaum Herr zu werden, es sieht wohl so aus, als wenn ich mir für das Wochenende ein paar mit nach Hause nehmen werde, damit wir wieder Land sehen.

Das LIDL-Geschirr, das ich online geshoppt habe und auf das ich mich freute, kam gestern in Scherben an und ist heute schon wieder auf dem Weg zurück. Sehr schade, das war wohl nichts. 60 % der Teller und Schüsseln waren kaputt; und die Tassen sowieso zu klein. Traurig bin ich schon. Auch die anderen angekündigten Geburtstagsgeschenke, die angeblich auf dem Weg sind, sind noch nicht angekommen. Die gewünschte Mosaik-Katzen-Lampe habe ich mir heute selbst beim großen A gekauft, keine Ahnung, warum die bei Knuffel aus China zusammengeklöppelt und verschickt wurde und wer weiß wo gerade herumdümpelt. Bei meinem Füller ist die Tinte alle und Batterien konnte (zumindest die preiswerten in AA) waren komplett ausverkauft letzte Woche, so dass meine zahlreichen Kerzen und Dekoleuchten im Waldwohnzimmer eher schwach nur noch glimmen. Nichts scheint also so zu klappen, wie man denkt.

Alphahosting hat es endlich geschafft, unsere Homepage auf irgendeinen Cloud-Hoster zu verfrachten. Hat auch nur 1,5 Jahre gedauert. Die aktuelle php-Version habe ich aber immer noch nicht, das muss ich mir erst in Ruhe anschauen, am besten mit Knuffel zusammen. Vielleicht klappt ja wenigstens das nun.

Beim täglichen Blick in die Nachrichten wird einem auch schlecht und übel! Es ist, als wenn die ganze Welt verrückt geworden ist und jeden Tag ein neues bizarres TRUMPel-Verlangen heftigst und aufgeregt diskutiert werden muss. Alles wird in Frage gestellt und man erwartet, dass jeden Augenblick die Nachricht kommt, dass jemand durchdreht und alles in Schutt und Asche legen wird. Tote im Iran, Hinrichtungen; von Syrien und der Ukraine ganz zu schweigen. Überall brennt es und die angeblich Stärkeren lassen die Waffen schon mal klappern. Aber auch im Kleinen setzt sich fort, was mir schon 2025 aufgefallen ist: Alle hetzen durch den Tag und durch die Supermarktgänge, kein Lächeln, keine Rücksichtnahme, sofort auf 180. Die Welt hat ihre Zuversicht und die Solidarität verloren.

Es ist also gar nicht so sehr verwunderlich, dass auch ich fahrig und hektisch bin und leicht explodiere, meistens aus Ärger über mich selbst. Ich versuche, gelassener zu werden, aber es gelingt im Moment nicht immer, ruhig zu bleiben, und das bei Kleinigkeiten, wie wenn mir zum 3. Mal der Löffel herunterfällt, ich zum 4. Mal den selben Brief suche oder schlicht vergessen habe, warum ich gerade in die Küche gerannt bin.

Deswegen klammere ich mich noch mehr an meine Zuflucht, das KINDLE und seine (Lieblings)Stories und seit heute auch noch an den Schlafotter. Der gehört eigentlich Jakob, aber ich darf ihn mir bestimmt ausborgen und teile ihn mit dem Kleinen, wenn er bei uns zu Besuch ist.

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So lala

Zwischen diesen Aufnahmen liegt genau eine Woche, ein Geburtstag und etwa 10 °C Temperaturunterschied. Letzten Sonntag habe ich mich noch durch Schnee gekämpft, am Weserpromenadenufer entlang. Heute war ich eine Stunde im Seenpark I spazieren. Man möchte meinen, es sind zwei unterschiedliche Monate, aber eben alles Januar 2026. Es ist mal wieder alles so dazwischen: Zwischen Aufbruch und Energie, und zwischen ‚Ach, lass mal‘ und innerlichem Grau.

Ich war auf der Waage. In einem Anflug von Wahnsinn war ich gestern drauf, hab die Zahl gesehen und hätte heulen können. Es ist, als hätte ich nie WW gemacht, 20 kg sind wieder da, die schon mal weg waren. Und ehrlich gesagt: Ich merke es ja auch, die Schritte sind wieder schwerfälliger, die Hosen kneifen und die Unterhemden rollen sich am Bauch so hoch, was ich hasse! Regelrecht hasse! Also habe ich mich wieder angemeldet beim WW, es gab da das 6,75 € pro Monat Angebot, und dann habe ich das genommen. Deswegen stand ich auf der Waage, deswegen bin ich auch heute Spazieren gewesen, ich brauche wieder Zusatzpunkte. Aber mental macht das natürlich was mit dir. Dieser „VERSAGT!“-Stempel! Und dass ich mich nicht gesund fühle, hängt auch damit zusammen, natürlich. Und es sind nicht nur die Kekse, die ich im letzten halben Jahr in mich hineingestopft habe, und die Brötchen, die reichlichen Abendbrote und die Schokopudding! Alles irgendwie. Wird schon passen, bis die Klamotten eben nicht mehr passen. Also heißt es wieder Punkte zählen und nein zum Pudding – vielleicht.

Dann habe ich mit STRANGER THINGS angefangen. Die ersten vier Folgen sind geschaut, und ich weiß, dass VECNA (auf den ich insgeheim warte, weil ich vollkommen verspoilert bin von Instagram) erst ab der 4. Staffel auftauchen wird. Es dauert also noch ein bisschen, und bis dahin finde ich Dustin einfach knuffig. Guckt sich gut, die Serie, aber ist jetzt noch keine Suchtgefahr. Cuteredhead leistet mir über WhatsApp Gesellschaft und wir kommentieren zusammen die geschaute Folge, wann immer uns danach ist.

Pläne für ein Mädels-WE über Ostern haben wir auch bereits konkretisiert, die Ferienwohnung ist bereits gebucht und bezahlt. Ich freue mich auf die kleine Auszeit im Teutoburger Wald? Da war ich noch nie, und bis dahin muss ich wieder ein bisschen fitter werden, daher stand heute (und wird auch die nächsten Sonntage) Spazieren gehen auf dem Programm stehen.

Und dann ist da ja noch am 30.03. das Queen Konzert; also nicht die echten Queen, aber eine wohl der besten CoverBands. Aber auch dafür braucht man Energie und gesunde Knie. Und ich will doch nicht so alt durch die Welt watscheln, wie ich mich gerade fühle.

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10.01.2026

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