

Letzte Nacht hat mich mein kleiner Bruder im Traum besucht. Er stand plötzlich lächelnd in meinem Büro in der Kanzlei am Aktenschrank, als wäre das das Normalste der Welt, und schüttelte den Kopf. Dann erklärte er mir, dass die Akten besser sortiert werden müssten und warum wir denn nicht stabilere Pappen nehmen würden, einige wären ja schon arg zerfleddert.
So war er, mein kleiner Bruder, ein kleiner Pedant mit einem Hang für Paragraphen und Vorschriften. Er hätte eigentlich Anwalt werden sollen, das wäre der richtige Beruf für ihn gewesen. Statt dessen trug er die Post aus in FaM. Ach, Torsten.
Ja, er fehlt mir; und ja, es tut noch immer weh, dass er so plötzlich und quasi ohne Ankündigung und Abschied aus meinem Leben ging; und eben nicht mehr nur einen Anruf oder eine Whats App-Nachricht entfernt ist. Den Traumbesuch mochte ich, bin mit einem Lächeln aufgewacht. So war er eben, mein kleiner Bruder, akkurat bis in die letzte Heftecke.

Die beiden Bilder in diesem Beitrag sind im Februar des vergangenen Jahres aufgenommen worden. Der diesjährige Februar zieht sich leider etwas, und auch wenn es nicht mehr friert (jedenfalls momentan nicht), sind wir wohl noch ein paar Wochen vom richtigen Frühling entfernt. Ich habe den Winter langsam satt.
Mit den bisherigen Bürotagen bin ich mehr als zufrieden mit mir selbst. Ich schaffe einiges weg, auch wenn ich derzeit eine Praktikantin neben mir sitzen habe, der ich dann erkläre, warum ich was wie tu, wie wichtig Aktenzeichen sind und das man alles, was man in die Finger bekommt, am besten einscannt, denn meistens bekommt es gerade dann, wenn man es nicht gleich einscannt und zuordnet, ganz schnell und auf magische Weise Beine und läuft weg.
Ha, und gerade eben habe ich noch eine nette kleine AU story ganz nach meinem Gusto entdeckt: Happy reading to me. Sie hat natürlich ein Happy Ending, was anderes kommt mir ja auch gar nicht aufs KINDLE.

