Locationtour

Bin euch ja noch die Bilder von der gestrigen Location-Tour schuldig. Here we go.

Mit dem Bus wurden wir durch halb Canada kutschiert:

Als erstes fuhren wir ins Purgatory:

Das ist auch das Fleckchen Wald, in dem Sam’s Seelen in 6.22 sich selbst im Wald verfolgten.

Zur Erinnerung: Finale Staffel 7 – DEAN und Cas landen im Purgatory.

Dann ging es zu den Crossroads; hier wurde das Finale Staffel 1 gedreht, das Roadhouse stand hier, Route 66 ist hier entstanden und in Lazarus Rising lief Dean da entlang auf die Tankstelle zu.

Wenn viele Leute ein Flecken Gras bewundern, der mitten auf einer Kreuzung steht, muss es was mit supernatural zu tun haben. LOL

Hier, wo Russ steht, soll Episode 1 der  8. Staffel zu sehen sein:

Als nächstes stand das Set auf dem Programm, nach Salvatorischem Imbiss und einem Kurzbesuch von Jim Michaels dort. Alle Dinerszenen ab Staffel 5 wurden in diesem Diner gedreht. Alle! Das ist total seltsam, denn alles ist so klein, dabei wirkt es in den Folgen immer so gigantisch und echt.

Die Gasse, in der Misha in French Mistake erstochen wird und in der Cas auch Dean verprügelt

Schließlich noch der See, in den Levi-Cas geht in 7.02 *schnief*

Die Straße, in der Bobby in 5.01 den Impala abstellt:

In diesem Club wurde Chris Angel ist ein Douchebag gedreht wurde und die uch in der 8. Staffel eine Rolle spielen wird. (Das Damen-Klo da war nicht in Funktion!)

Und natürlich erinnert ihr euch an die Kirche, in der Levi-Cas den Priester killt und die Scheiebn verwandelt? Hier ist sie – wir waren drin – aber keine der Holzbänke war angekohlt:

 

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Mein Jensen Photo-Op

Ich war irgendwie noch nicht fertig mit lächeln. LOL

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J-Two-Deluxe

Endlich, endlich, endlich: Lang ersehntes J2-Panel. Erst mal die Kamera einschießen:

Und dann kann es losgehen: Oberdosis Jensen + Jared Pictures

 

 

 

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J2-Breakfast

Diese Convention ist sehr gut organisiert. Man muss zwar trotzdem anstehen, aber die Wartezeiten sind nicht lang, überall stehen Staff-Mitglieder, die dir die Fragen beantworten.

Das J2-Breakfast-Panel habe ich sonst immer nur von Videos oder Fotos von Twitter gesehen, und diesmal war ich dabei. Zum Glück durfte man vorher essen: Man wurde tischweise vorher aufgerufen, damit man losziehen und sich sein Frühstück zusammenbasteln konnte. Das Buffet war übersichtlich. Crossoints und Muffins, Marmelade, Cornflakes, Früchte …. Alles sehr süß (und kein Körnerkäse!) LOL. Ich hab es auch geschafft, mich nicht zu bekleckern.

Und dann kamen – umzingelt von Bodyguards – Jensen und Jared dazu. Spätestens hier hätte ich sowieso nichts mehr herunterbekommen.

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Impala-Wahnsinn

Zu Supernatural gehört er dazu: Dean’s Baby (auch wenn das ein Nachbau ist).

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Impala!

Kann man das noch toppen? Yes, kann man, mit einem Hug von Jensen! Bin so gespannt auf das Foto – aber vermutlich werde ich neben IHM aussehen wie ein kümmerliches Blümchen am Wegesrand, mit Atemnot!

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Con-Wahnsinn

25.08.

Aus einer Flut von Bildern habe ich ein paar herausgesucht. Ich hoffe, ich werde noch fertig mit dem Hochladne, bevor der wirkliche CON-Wahnsinn beginnt – mit dem Frühstücks-Panel von J2.

Aber erst mal die gestrigen Bilder: (Russ, Julie, Mark & Mark, Richard & Matt und zum Schluss Jim & Misha)

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Nachtrag und Vorblick

25.08. – 8.46 Vancouver-Zeit

Nachtragen von gestern muss ich noch: Ich habe gebadet! Großartig. Da muss ich erst nach Vancouver fliegen, um endlich wieder einmal eine Badewanne zu bevölkern.

Ausgesperrt war ich auch; das ist eben so, wenn man nur mal kurz eine rauchen gehen will, aber die Zimmerschlüssel-Karte beim Körnerkäse im Kühlschrank vergisst. Da stand ich dann, ohne Zimmerkarte, ohne die ich nicht einmal in den 22. Stock mit den Fahrstuhl cruisen kann, denn man muss die in den Schlitz stecken, bevor man dem Lift sagen kann, in welchen Stock man will. Cat & Mari waren auf dem Steve-Konzert und ich vermutete, dass Jo tief und fest eingeschlafen war. An der Rezeption konnten sie auch nicht helfen, denn ich hatte nicht eingecheckt, hieß demzufolge ja auch nicht Jo und bekam damit keine Ersatzkarte. Aber ich durfte das Zimmer anrufen; aber war ja klar, dass Jo das Telefonklingeln für ihren Wecker hielt. Beim Karaoke haben wir uns dann alle wiedergetroffen – zum Glück.

Frisch duftend wartete ich dann darauf, dass das Karaoke-Dingens startet; und wow! Was da so abgeht! Die sind da so …. verrückt … fannah, ausgelassen, übermütig, durchgeknallt … und manche singen sogar echt gut. Alle waren auf der Bühne am Schluss (wo ich schon leider total geschafft im Bett lag): Matt und Richard, Kim und Julian, dann kam auch noch Mark Pellegrino, ein Typ aus Psych (der dortige Dedectiv, hatte sich wohl verirrrt), angeblich auch Khali (aus der Folge Hammer of the Gods) von Richard angeschleppt; und Mark Sheppard ließ sich dann auch überreden, sich auf die Bühne zu stellen. DEATH hat sein erstes Karaoke-Lied in seinem Leben überhaupt gesungen.

Und ich lag im Bett!

Bäh – aber irgendwann sind nach solchen Tagen die Batterien alle.

Ich hatte nur die kleine Nikon dabei und das Licht war die ganze Zeit schummrig, also ist die Qualität der Bilder eher mager.

[youtube]http://youtu.be/qVKzrHNJWBI[/youtube]

Jo und ich haben noch Frontierland geguckt und dann habe ich nicht einmal mehr gemerkt, wie Cat sich irgendwann mitten in der Nacht ins Bad schlich, um zu duschen.

Noch ein Wort zu den Fans:

Ich will hier ja nicht lästern; aber ganz ehrlich: Ich bin erstaunt, mit welchem Selbstbewusstsein einige ausgestattet sein müssen; so wie sie rumlaufen. Boah; ich kam aus dem Gucken und grinsen gar nicht mehr hinaus! Aber ganz abgesehen davon wäre ich nie auf die Bühne gegangen, jedenfalls auf keinen Fall nüchtern! LOL

Heute sind stehen Mark und Mark, Julie McNiven (Anna) Richard, Jim und Misha auf dem Zettel. Am meisten freue ich mich auf Jim! Kann nicht erklären, wieso, ist einfach so.

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Die Con startet

24.08.

Endlich startet die Con richtig. Die Organisation läuft irgendwie viel entspannter ab. Man muss zwar auch in Reihen warten, aber längst und nirgends so lange, wie ich das zB. bei Rogue schon erlebt habe. Man merkt eben, dass die leute von Creation seit Jahrzehnten wissen, was sie tun.

Und wir haben verdammt gute Plätze: 4. Reihe, mit zentralen Blick auf die Mitte der Bühne. Warm-Knipsen für die ersten Panels des Tages:

Heute war Kim Rhodes (Sheriff Jody Miles) dran und um ca. 16 Uhr hatten wir ein Appointment mit Julian Richings (DEATH). Dazwischen lag noch einmal eine SPN-Location-Sucherei in Gastown (siehe anderen Beitrag hier).

Kim ist umwerfend! (Ich finde sowieso immer alle umwerfend!) LOL Aber was am Anfang total verwirrend war: Sie kam auf die Bühne und ich dachte „Ginny!“ Da steht doch jetzt Ginny! Nicht nur vom Aussehen her, sondern auch von ihrer Art, so ein bisschen jedenfalls.

„Can I use my Mommy voice?!“

Und noch neugieriger war ich auf DEATH = Julian Richings. Und richtig: Der Tod ist einer der nettesten und lustigsten überhaupt (und er ist really skinny).

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Auf eigene Faust

… auf Location-Hunting

24.08.

Ich werf hier einfach mal ein paar Bilder hinein, denn so ein Vancouver Tag mit Location-Hunting ist anstrengend und ich möchte nur noch ins Bett. Glücklich, aber müde.

„Mommy Dearest“-Place, wo unsere vier von Cas hingezappt werden.

Das Haus der Dragon-Sword-Lady:

Witziger Weise stand da auf der gegenüber liegenden Seite ein gefakter Impala mit Inhalt, war aber weder ein Impala, noch Dean:

Das ist die Gasse, in die Dean einbiegt in der Folge „Tall Tales“ und dann feststellt, dass jemand am Baby die Felgen abgeschraubt hat.

Und hier ist das Hotel aus Tall Tales, in dem Sam und Dean campierten.

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Stanley-Park und Hafen

23.08. 

Heute waren wir im Stanley Park (auch am Beaver-Lake), haben das Real Ghostbuster Convention-Haus gesehen und dann sogar im Hafen im 2. Anlauf wirklich die Stelle gefunden, wo Dean seinen Anfall bekommt, weil Bella den Impala hat abschleppen lassen.

Weil ich aber ziemlich fertig auf die Füße bin (den ganzen Tag sind wir gelaufen ..  gelaufen …. gelaufen …), gibt es erst mal nur die ziemlich unbearbeiteten Bilder, also viel Park und viel Hafen. Vormittags – während der Sightseeing-Tour im Bus hat es geschüttet, aber nach und nach klarte es auf und es wurde sonnig und angenehm warm.

 

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22.08. – Wort-Nachtrag

Gestern habe ich ja nur die ersten zittrigen Bilder von Vancouver, mit der Canon geknippst, hochgeladen, aber konnte gar nicht mehr viel berichten. Das folgt jetzt, denn bis zum Frühstück dauert es noch etwas. Hier ist es gerade mal 6.15 Uhr morgens – aber wer will schon schlafen, wenn es an jeder Ecke etwas zu bestaunen gibt. Heute geht es in den Stanley Park und weitere location-Hunting. Aber zu gestern:

Wir sind über Grönland geflogen! Ich bin noch nie über Grönland geflogen, gut, ich bin auch sonst kaum irgendwo rumgeflogen. Jedenfalls flogen wir über Grönland und unter den Wolken sah man das Eis.

Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich auch Casablanca gesehen und zwar in Englisch. Den Condor-Flugkugelschreiber habe ich auch geklaut; oder habe ich davon bereits berichtet? Egal.

In Vancouver angekommen, haben wir uns ein Taxi geschnappt – und den ältesten und langsamsten Taxi-Fahrer Vancouvers erwischt. Das hinderte ihn aber nicht daran, fast einen Fußgänger umzunieten, der über den hiesigen Streifen vom Zebra stolpern wollte.

Ich hatte jedenfalls eh nur Augen für die Stadt; und als die ersten Schilder auftauchten, gab es zumindest bei mir ein innerliches Gekreische:

Und endlich endlich breitete sich die Stadt tatsächlich vor uns aus:

Gleich nach dem Check in im hohen Hotel ging es auf Erkundungstour; und natürlich fiel uns so was von sofort die kleine Kirche aus House of the Holy in den Blick:

Dann sind wir durch Vancouver gelaufen. Vancouver hat eine eckige Straßenaufteilung. Wir haben geguckt, ob uns Plätze bekannt vorkamen, aber vermutlich sind wir an den meisten vorbei gelaufen, ohne es zu bemerken. Dann stand da eine Gruppe Mädels wartend herum, die eine mit Sam und Dean auf der Brust und schüchtern, wie ich nicht bin und in ziemlich schlechtem Englisch hab ich die angequakt und richtig: die warteten gerade auf ihre Führerin. Jene kam und brabbelte – gut vorbereitet wie sie im Gegensatz zu uns war – gleich los, was hier in der Gegend alles zu finden wäre: Waschsalon-Szene, Vampir-Nest-Gasse und die Bank, wo S&D den Shapeshifter mit den Lazereyes gejagt haben (die haben wir sogar gefunden, bloß war sie schon zu). Einige Gassen sahen so aus, als wenn Dean dort von dem Vampir in der 6. Staffel gebissen wurde hätte sein können – und sie stanken erbärmlich.

Aufgefallen sind mir am ersten Abend die vielen Bettler in Vancouver und dass die Möwen gigantisch groß sind und Krach machen. Und ich habe meinen geliebten Körnerkäse entdeckt und weiß jetzt, wo ich mir meine tägliche Porton (die übrigens hier größer sind als zu Hause, nämlich 250 g) herbekomme.

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22.08. – Vancouver Zeit

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22.08. – Der Tag, der keine Nacht hatte

(langsam komme ich mit den Tagen durcheinander) *lach*

Mit dem Taxi zum Bahnhof und dort ungeduldig auf den Zug gewartet, der uns endlich Richtung Frankfurt Flughafen bringen würde. Französische Bahnsteigansagen sind lustig, und wie viele Kofferarten es zu bestaunen gibt, während man so sitzt und wartet und auf die Uhren schaut. Und alle Koffer, die an mir vorbeigerollt und geschoben wurden, hatten einen funktionierenden Rausziehtragegriff!. HMPF!

Vor mir im Abteil saß ein Student. Medienwirkung war sein Thema und er war gerade am Formatieren einer Powerpoint-Datei. Ich lugte durch den Spalt auf das, was er da an seinem Notebook verzapfte, und raufte mir innerlich die Haare, musste aber die Klappe halten, wollte ich nicht als neugieriger, spannender (im Sinne von SPANNEN) Nervzwerg in die Bahnanalen eingehen. Aber was der da machte … Umstand lass nach und hilf ihm, die Short Cuts zu entdecken!

Der Flughafen in Frankfurt ist gigantisch und hat wenig Sitzmöglichkeiten und so gut wie kein WLAN, nix mit relaxten Blogging und Twittern während des Wartens und Eincheckens und Wieder-Warten bis zum Bording. Bei Sturbucks gab es einen Pasta Pesto Fertig-Cup, auf dem aber Cuscus etikettiert war und weshalb Verwirrung ausbrach beim Abkassieren. Geschmeckt hat es trotzdem, genau so wie der Körnerkäse, aber der schmeckt ja immer.

Beim Check-in habe ich mich besonders dusslig angestellt, alles an mir piepste und leuchtete und meinem halben Zitronendeo wurde der Zutritt verwehrt, Feuerzeug und Antiherpescreme im Metalletui durften aber wieder mit. Und ich war erstaunlich ruhig die ganze Zeit, keinen Schimmer von Flugangst oder Nervosität, als würde ich mein ganzes Leben nichts anderes machen, als nach Vancouver fliegen. Nun sitze ich im Flieger, hatte gerade den Campari-Orange; der aufs Haus oder besser Plane geht. Wir sind verspätet losgeflogen, weil in letzter Minuten aus nicht näher erläuterten Gründen die Maschinen noch getauscht werden mussten und dem Catering dann der Zeitplan durcheinander purzelte. Speaking of Catering: Überraschend lecker, ich habe – bis auf das Stückchen Butter – alles verputzt. Irgendwann so in 5 Stunden gibt es noch einmal einen Snack und gerade hatten wir Rätselraten über das Zollformular. Was meinen die mit Homeadresse; die des Hotels? Oder die eigene? Stewardess hat uns auch falsch verstanden und für alle vier ein Formular rübergereicht; wie sich dann herausstellte, muss aber jeder sein eigenes Ausfüllen, weil wir ja auch gar nicht miteinander verheiratet sind. Zweck der Einreise nach Canada: Supernatural Sabber Tour und Convention stand auch nicht als Grund mit drauf, dabei sollten die das doch langsam mal wissen. Ha, und ich habe einen Kugelschreiber von CONDOR abgestaubt, quasi auf dem zweiten Weg über einen Mitpassagier, der schon fertig war mit rumrätseln.

Übrigens fliegen wir angeblich über Grönland, aber die Wolkendecke ist ziemlich dicht, wird wohl nicht viel zu sehen sein.

Und irgendwie ist es alles noch immer mit einem Hauch „Nicht-Real-Wahn“ überzogen.

 

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21.08. – 21.30 Uhr deutsche Zeit

Nun ging es also los, aufgeregt stand ich am Nordenhamer Bahnhof, bereit für die große Fahrt. Davor hieß es, den Vancouver-Koffer in den kleinen Ford Ka meiner Tochter zu hieven. Schon da schwante mir, dass das mit dem Koffer nicht so einfach werden würde. Und richtig, wir hatten noch nicht einmal die ersten Treppen des Nordenhamer Bahnhofes hinter uns gerollt, als es knirschte.

Da stehe ich nun, aufgeregt, zitternd, eine halbe Stunde zu früh am Bahnhof.

Bazillus setzte mich in den Zug, der erfrischend klimatisiert und vor allem leer war. Erste Kratzspuren am Vancouver-Koffer ließen sich nicht vermeiden, Reisespuren gehören nun mal dazu, sagte ich mir.

Die NordWestBahn, mit der ich die erste Etappe bis Bremen zurücklegte, beweist auch Humor und hat die häufigsten Ausreden schon mal plakatiert:

Selbstverständlich checkte ich zum gefühlt 3.692sten meine Reisedokumente, ob ich auch alles dabei habe. Hatte ich und so ließ ich die Heimat hinter mir, fuhr an Deichen vorbei und an meinem Vormittagsbüro:

Der Zug ratterte und quietschte, aber nicht beängstigend. In Bremen hatte ich genügend Zeit, um Kaffee zu suchen. Der Anschlusszug nach Dortmund hatte bereits 10 Minuten Verspätung. Ich kletterte mit meinem Koffer in den Zug – leider erwischte ich den richtigen Wagen (8) aber am falschen Ende und musste mich in eine Ecke quetschen, um die Massen erst einmal durchzulassen, bevor ich mich entgegen des Schwarms zu meinem Sitzplatz Nummer 15 durchkoffern konnte. Kurz wunderte ich mich noch, wieso es noch immer einige Mitreisende gibt, die keine Reservierung brauchen und dann fröhliche Platzwechselspieldiskussionen veranstalten. Dann drang auch ich endlich zu meinem reservierten Sitzplatz Nummer 15 durch: Abteilplatz. Super, wollte ich auch haben. Die Mitabteiler waren sehr nett und der junge Mann (Canon-Träger) erbot sich auch gleich, meinen schweren Koffer nach oben zu wuchten.

Die 10 Minuten Verspätung holten wir bis Dortmund nicht ganz ein, aber ich schaffte meinen Anschlusszug dann doch ohne Schwierigkeiten, hatte ich doch gelernt und mindestens 30 Minuten Umsteigezeit mir ausbedungen. Kurz vor dem Aussteigen stellte sich dann auch erst heraus, dass die beiden zugestiegenen kichernden Mädels auch nach Vancouver wollten. Aber da musste ich schon raus und konnte nicht mehr recherchieren, ob nun nur so oder wegen Supernatural oder wegen Fringe.

In Dortmund ging dann der Koffer – besser gesagt das Rausziehtragegriffdings – total kaputt. Aber die Leute sind nett und hilfsbereit. Ich musste nie um Hilfe bitten, denn immer stand ein nettes männliches Wesen bereit und bot von sich aus an, meinen störrischen Koffer in oder aus den Zug zu schleppen oder auch Treppen runter, wo es keine Rollende oder Fahrstühle gab.

Kurz vor Wattenscheid noch ein kleiner Schock: Der letzte Wagen, in dem ich vor dem Klo stand, hielt am Bahnhof, aber da war noch kein Bahnsteig! Der fing erst ca 5 Meter weiter an! Die Menschleins, die hier aussteigen mussten, hüpften aber leichtfüßig und ohne schweres Gepäck den halben Meter über den Schlund – und ich betete, dass Essen ordentliche Bahnsteige aufweist und ich den im letzten Wagen auch erreiche.

Es klappte, und Jo konnte mich einsammeln. Wir holten noch fix jeder ein Eibrötchen zum Abendbrot und dann schleppten wir meinen Koffer zu Jo nach Hause. Danach war ich fix und fertig. Wir saßen auf dem Balkon und futterten Eibrötchen und Muffins, neugierig beobachtet von zwei Nachbarsstubentigern.

Und dann besah ich mir erst mal die Bescherung am Koffer:

Vielleicht muss ich morgen in Frankfurt doch noch einen neuen Koffer organisieren und dann umpacken. Das könnte lustig werden. Aber ich guck erst mal … Vielleicht geht es ja auch ohne Trageziehgriffdingsbums, wenn auch anstrengender. Aber wir trampen ja nicht und der Koffer muss ja immer nur vom Auto zum Motel später.

Das sind übrigens die Beine von Commander William T. Riker, der den Staubsauger von Jo bewacht:

Jetzt gibt es gleich Körnerkäse und eine oder zwei Folgen Supernatural und morgen geht’s dann richtig los.

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