Das Hühnchenkomplott

Auf dem neuen Telefon blinkte eine Nummer, von heute 14 Uhr schlagmichtot, wo doch niemand im Karniggelstall zu hause ist. Die Nummer kam mir vage bekannt vor, es könnte das Hühnchen gewesen sein. Also drücke ich entgegen meiner sonstigen Gewohnheit auf Rückruf und habe eine nette, geschäftsmäßig klingende Stimme im Ohr.

Targo Bank … Was kann ich für Sie tun?

Me (verwirrt): Oh, Sie sind gar nicht mein Hühnchen!

Er: Ähm, nein, hier ist die Targo-Bank, was kann ich denn für Sie tun?

Me: Aber das müssen Sie doch wissen, sie haben doch angerufen bei mir und ich dachte nur, es wäre mein Hühnchen.

Er (jetzt auch verwirrt): Haben Sie denn bei uns ein Konto, Frau Hühnchen?

Me: Nein, nein – ich heiße nicht Hühnchen, ich heiße J.  Hühnchen ist der Name meiner Freundin, und ich dachte, sie wären sie.

Er (wirklich immer noch nett und lachend): Oh, nein, ich bin leider nicht ihr Hühnchen. Haben Sie denn nun ein Konto bei uns?

Me: Ich habe keine Ahnung, sollten wir eines haben?

Er: Unbedingt! Darf ich ihnen unser Angebot näher bringen?

Me: Wissen sie was, ich bringe sie dem Knuffel näher. Oh, und bevor es wieder zu Missverständnissen kommt: Knuffel ist mein Mann. Und der kennt sich aus.

Übergabe des Telefonknochens an Hubby, der hatte vorher ein bisschen mitgehört und meldete sich getreu der Familientradition mit:

Hubby: Hallo, Nicht-Hühnchen …

Fazit des Telefonats: Wir sind immer noch keine Kunden der Targo-Bank, jetzt aber auch in der Liste der „Wir wollen auch keine Werbung und Telefonate mehr!“

Aber er war wirklich nett.

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Update zum Schichtwechsel

Seit Montag arbeite ich in getauschten Schichten, meiner Freundin und Kollegin zuliebe. Seit Montag heißt das für mich: 5 Uhr morgens gurgelt der Wecker. Nach dem üblichen Prozedere im Bad mit Grundsatzdiskussion, ob das Katerchen wirklich immer dann sein Geschäft im Katzenklo verrichten muss, wenn ich gerade Zähne schrubbe, folgt eine Stunde Fahrt ins Büro nach OL. Die Fahrtzeiten variieren unwahrscheinlich, je nachdem, wann man eben unterwegs ist. Und was man alles mit einkalkulieren muss, um die optimale Losfahrzeit auzukundschaften:

  • wie viele sind überhaupt wann unterwegs?
  • sind die Ampeln so früh morgens bereits an? (an manchen Stellen steht man sich ohne Ampel echt die Reifen platt)
  • hat der Bäcker schon auf und die Lieblingsbrötchen parat?
  • müssen die Kühe gemolken werden, so dass ständig irgendwelche Traktoren auf dem Weg zum Stall die Straßen blockieren?

Eine richtige Routine ist nach 3 Tagen nicht wirklich zu erwarten. Was bereits jetzt ein bisschen nervt, sind die immer wieder überraschten Fragen der Kollegen, die mich 8 Jahre lang meist nur nachmittags im Büro gesehen haben; und so erkläre ich jedes Mal geduldig und mit einem Lächeln: Nein, das ist nicht für immer, sondern nur für 2 oder 3 Monate, weil ich nachmittags beim Anwalt arbeiten muss.

Im Anwaltsbüro verlief es am ersten Tag wie erwartet: Viel zu tun und vor 19 Uhr war kein Ende in Sicht. Aber ich denke, es wird sich auch hier einspielen. Es arbeitet sich übrigens ganz gut, wenn man alleine bestimmen kann, wann man was wie macht; und niemand aller 5 Minuten dazwischen befiehlt: Such mal das, kannste mal eben die Überweisung machen, ich brauche die Telefonnummer von XYZ … usw.

Dass ich abends schon etwas kaputter bin als sonst, merke ich. Viel bleibt eben von dem Tag nicht mehr übrig, wenn ich – aus Vernunftsgründen – dann doch schon um 21 Uhr ins Bett krieche. Ich überlege nun 2 Mal, ob ich wirklich noch eine Folge supernatural inhaliere, oder es am nächsten Morgen zu sehr bereue, dieser Sucht entgegen allem Vernunftsdenken nachgegeben zu haben. Meist gewinnt aber doch noch das Suchtverhalten! Haushalt ist ja auch noch da, wird aber auf den Freitag/Sonnabend verschoben. Entsprechend sehen die Wäscheberge aus; aber mit dem Trockner (ich liebe den Trockner! Leute, kauft euch Trockner! LOL) ist das alles gar nicht mehr so das Problem.

Heute ist mir zum ersten Mal bewußt geworden, dass es nur noch 9 Wochen sind, bis zum großen Rom-Event. Nur noch 9 Wochen! Ein kollosaler Anflug von Panik machte sich breit, unmittelbar begleitet von einem Mega-schlechtem Gewissen, dass ich das Fit for JiB Programm noch immer nicht reaktiviert habe.

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John Barry

Als ich heute Mittag die Jobs wechselte, hörte ich die Nachricht:

John Barry ist im Alter von 77 Jahren gestorben.

Deswegen höre ich heute – ihm zum Gedenken – mal wieder Dances with Wolves.

Ich liebe seine Film-Musiken, nicht nur zu diesem speziellen Film, sondern auch Jenseits von Africa und die vielen anderen (schau einfach bei Wikipedia nach, und ihr werdet erstaunt sein, wie oft ihr vielleicht schon Musik von John Barry erlebt hat, ohne es zu wissen). Überhaupt ist er der Grund dafür, dass ich mir seitdem genauer den Abspann von so manchem Film angesehen habe, um den Komponisten zu entdecken.

Seine Kompositionen sind gewaltig, auch ohne die Filme. Augen schließen, und sich von den fantastischen orchestralen Melodiewogen entführen lassen.

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So kann’s einem am Freitag ergehen

… und DEATH gab Sam die Seele wieder. Gegen Sam’s Willen, denn Himmel und Hölle und auch Sam waren sich sicher, dass diese Seele zu sehr geschunden wurde, als dass Sam mit ihr weiter leben könnte.

Die letzte Szenen … Dean’s besorgter Blick, der gequält aufschreiende Sam … CUT … Abspann …

Dann folgte die Hölle für die supernatural-Süchtigen wie mich. 6 Wochen Pause. Am 28.01.2011 sollte es weiter gehen. Stay tuned.

Ich ergab mich der Hölle, zügelte meine Neugier, tröstete mich damit, dass es nur eine kleine Pause sein würde, zählte mit der weltweiten Fandom auf Twitter die Stunden bis zum 28.01.2011, 9 PM US-Zeit, inhalierte wie ein Ertrinkender fast täglich die „alten“ Folgen (ich schau ja so ziemlich nichts anderes mehr).

Endlich Freitag! Endlich war die hiatus überstanden. Der gesamte Ablauf in der werkarniggel-Familie war bereits geplant: nach der Arbeit Familienkaffee, Haushalt, Einkaufen, ich für meinen Teil würde spätestens um 19 Uhr ins Bett hüpfen um vorzuschlafen für das Livestream-Watching mitten in der Nacht. Alles war schön!

Dann der Schock: The CW hat die Ausstrahlung der neuen Folge um eine Woche verschoben – konnte ich auf Twitter lesen und wollte es erst nicht glauben! Nein! Nicht doch! WARUM? Aber es ist so. Und man kann nichts dagegen tun, als nun noch eine weitere Woche zu warten. #supernatural on Twitter glich einer Kriegserklärung.

Ich gebe zu, ich bin enttäuscht, und verärgert, und der Freitag war schlagartig blöd, trotz Sonnenschein. Ich hatte mich so gefreut!

Wie besessen tippte ich die Schriftsätze runter, nur um nicht zu sehr nachdenken zu müssen. Meine Laune war … unterirdisch. Sorry an der Stelle an Chef, der ja nun gar nichts dafür konnte.

Mittlerweile bin ich zwar immer noch in angepisster mood, aber ich zähle mir immer wieder die Gründe auf, warum diese Verschiebung um eine Woche auch positiv gesehen werden kann:

  • ich darf diese Nacht durchschlafen
  • eine Woche länger Vorfreude (okay, das heißt auch eine Woche länger Beten, Hoffen, Zittern)
  • #supernatural geht damit insgesamt länger (das Argument hinkt, ich weiß)
  • ich kann noch einmal alle bisherigen Folgen der 6. Staffel in Ruhe schauen
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Zeugenaussage

Dienstag, 25.01.2011, ca. 18.16 Uhr, Oldenburg, Alexanderstraße, Autobahnauffahrt zur AB 293 Richtung Wilhelmshaven. Wetterverhältnisse: Dunkel, feucht, aber es hat nicht geregnet.

Ich war spät dran, die Stöpseluhr in Firma 2 piepte 18.05 Uhr. Husch husch nach hause.

Hinter der Zufahrt zur ARAL-Tankstelle auf der Alexanderstraße wechselte ich mit Audileinchen wie gewohnt auf die äußerste rechte Spur, die für die Rechtsabbieger und den Busverkehr reserviert ist. Die Ampel vor mir wechselte gerade auf Grün, das gelbe Blink Blink für Achtung Fahrradfahrer war bereits in Betrieb, als ich ankam. Vor mir war ein heller VW Passat mit WHV-Kennzeichen, das zuvor anhalten und auf Grün warten musste. Als ich langsam heranfuhr, wechselte die Anlage direkt auf Grün und der Autofahrer vor mir ließ 2 oder 3 Fahrradfahrer passieren, als er anfuhr.
Der später verletzte Fahrradfahrer hatte auf jeden Fall noch Grün; um eine Kollision mit dem Autofahrer zu verhindern, musste er jedoch scharf abbremsen. Zu einer Berührung zwischen Fahrrad und Pkw kam es nicht, allerdings flog der Fahrradfahrer über das Lenkrad und landete auf der Straße. Der Pkw-Fahrer vor mir hielt an, stieg aber nicht aus. Er beobachtete, wie der Fahrradfahrer sofort wieder aufstand. Es kam zu einer kurzen Auseinandersetzung zwischen Fahrradfahrer und Pkw-Fahrer, die ich aber akustisch nicht verstand. Ich stand mit Audi noch immer im Kreuzungsbereich, der Pkw-Fahrer fuhr ca. 1 Meter langsam weiter, um den Fahrradweg freizugeben. Offensichtlich wollte er weiter fahren, der verletzte Fahrradfahrer gestikulierte jedoch (wie mir schien und zu Recht) frustriert.

Darauf blieb der Pkw-Fahrer dann mitten auf der Auffahrt mit eingeschalteter Warnblinkanlage stehen und stieg aus seinem Wagen aus.
So weit ich sehen konnte, war das Vorderrad des Fahrrades bei dem Sturz verbogen worden, es war jedenfalls nicht mehr fahrbereit.
Pkw-Fahrer übergab dem verletzten Fahrradfahrer seine Personalien, der Schaden würde über seine Versicherung bezahlt werden.

Nachdem der Pkw-Fahrer dann weitergefahren war, stellte ich Audi vorbildlich und mit eingeschalteter Warnblinkanlage *grins* an den Fahrbahnrand und teilte dem Fahrradfahrer meinen Namen und meine Handynummer mit.

Puh.
Ich sollte mal wieder einen Auffrischungskurs in Erster Hilfe belegen!

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Besuch

Ich sah sie schon vom Balkon aus, die 6 Männer und Frauen, die sich an der Straßenecke trafen und unauffällig die Wachtturmzeitschriften unter sich verteilten. Ich war gespannt, ob sie auch bei uns klingeln würden. Ich drückte die Zigarette aus und schälte mich in meine Jacke, denn es war Sonnabend Vormittag und mein Friseurtermin stand an. Da die Zeit nur für einen Cappuccino zum Frühstück gereicht hatte, stopfte ich mir noch ein Schokoriesenbonbon in den Mund und wollte gerade die Schuhe anziehen, als es tatsächlich klingelte. Ich riss die Tür auf, neugierig, ob es wirklich die Zeugen wären. Sie waren es! Vor unserer Wohnungstür standen eine etwas ältere Frau mit einem breiten, einen Hauch zu aufgesetzten Lächeln, hinter ihr versteckte sich ein junger Mann, nicht älter als 16. Dieser schien direkt aus einer Castingshow für Außenseiter  entlaufen zu sein: schlacksig, immer im Kampf mit der Krawatte, die über dem karierten Hemd hindurchschimmerte, streng gekämmtes Haar. Kurz glaubte ich einen neidvollen Blick von ihm zu erhaschen, der meinem genüsslichen Lutschen meines Schokoriesenbonbons galt, denn natürlich ist das Verputzen von Süßigkeiten während des Predigens ein Zeugnis von Respektlosigkeit und ihm damit untersagt.

„Guten Tag und guten Appetit!“ begrüßte mich die Frau; sie hatte wohl ebenfalls mein zelebriertes Bonbon-Kauen bemerkt. Ich murmelte einen Guten Tag zurück und überlegte bereits, wann und wie ich ihnen die schreckliche Tatsache verkünde, dass sie gerade versucht, Abtrünnige zu missionieren.

„Darf ich Ihnen eine Frage stellen? Glauben Sie an ein Paradies?“ Sie sah mich erwartungsvoll an.

Wie das Riesenschokobonbon lag mir eine flapsige Antwort auf der Zunge, etwa: ‚Oh, ich entdecke mein Paradies täglich neu, in diesem Augenblick in Form eines Bonbons!’. Ich könnte auch von meiner eigenen Theorie eines persönlichen Seelenparadieses erzählen oder von meiner Hoffnung im Herzen, dass da irgendwann, jenseits von allem Körperlichen, mehr sein möge, als nur endlose, unbewußte Ewigkeit.

Ich ließ es sein, denn ich weiß, dass diese Menschen gar nicht an meinen persönlichen Glauben und Vorstellungen interessiert sind, sondern mir das, was sie als Wahrheit verstehen, ins Gehirn zwingen, systematisch mein Weltbild zerhacken wollen, um mir dann das ihrige einzuflößen, tropfenweise, immer darauf bedacht, eigenständiges Denken auszuschalten.

Hatte ich schon – brauche ich nicht noch einmal.

„Ich glaube, Sie dürfen gar nicht mit mir reden. Wir sind Abtrünnige!“ sagte ich ihr freundlich lächelnd und wahrheitsgemäß, gespannt auf ihre Reaktion.

Die verlief wie erwartet: Ihre Gesichtszüge entgleisten in Zeitlupe, ihr aufgesetztes Lächeln vereiste und der Junge hinter ihr trat entsetzt noch einen halben Schritt zurück.

„Oh, das wusste ich nicht“ stammelte sie; und ich glaubte ihr, denn ihr ins Gesicht geschriebene Entsetzen und die Abscheu waren echt. Da stand ich also vor ihr, munter und am Leben, wo wir uns doch von dem einzigen Gott wissentlich abgewandt, ihn verstoßen, uns seiner Führung entzogen hatten. Ich sollte ein unglückliches, von Zweifeln und Ängsten zerfressenes Leben führen, denn das war es doch, was Abtrünnigen widerfährt ohne die Liebe des wahren und einzigen Gottes und seiner Organisation. Glück, Zufriedenheit, Liebe standen uns nicht mehr zu. Und doch stand ich vor ihr, Bonbon kauend, lächelnd, selbstbewußt – und frei.

„Sie haben sich also entschieden?“ hakte sie nach, mehr, um überhaupt etwas zu sagen. Aus ihrer Stimme war jede Freundlichkeit schlagartig verschwunden.

„Ja, wir haben uns für das freie Denken entschieden!“

Ich beobachte, wie sie mit sich rang. Die Verhaltensvorgaben der Wachttumrorganisation für einen solchen Fall sind klar definiert. Alles ist klar reglementiert und definiert in diesem Verein, selbst die Sätze, wie man ein Gespräch beginnt, lenkt und beendet! Sie hatte sich umzudrehen und ohne Gruß davonzugehen.

„Entschuldigen Sie!“ murmelte sie. Ihr Paradies hatte sie völlig vergessen.

„Einen schönen Tag noch“, lächelte ich ihr hinter her und ein bisschen tat sie mir jetzt Leid. Die einzelnen Zeugen Jehvoas sind sicher keine schlechten Menschen und ein Großteil glaubt – will glauben – dass sie die einzig wahre Wahrheit gefunden haben und sie durch ihr Predigen Menschenleben retten, dass es das ist, was der liebende Gott von ihnen fordert. Sie sehen nicht ihre Unfreiheit, ihre Verblendung, ihr Benutzt-Werden, ihr ständiges Hetzen nach immer mehr absolvierten Predigtdienststunden und übergebenen Zeitschriften. Ich war damals eine von ihnen. Damals. Das ist lange her, ein anderes Leben.

Als ich Minuten später die 3 Etagen durch den Hausflur nach unten stiefelte, begegnete ich den zwei unermüdlichen Predigern vor der nächsten Wohnungstür. Ich lächelte immer noch. Sie beachteten mich nicht mehr. Für sie war ich bereits weniger als Luft. Es war mir egal. Ich bin zufrieden mit meinem Leben. Der Sonnabend gehörte mir.

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Happy Birthday

DEAN WINCHESTER !

Thanks universe and Kripke and all guys on set they chose you and now my life has a hero again.

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Spaziergang

Obwohl dieser Sonntag eher trüb und grau blieb, hielt es mich nicht auf dem bequemen Sofa. Ich wollte hinaus! Also schnappte ich mir das neue Teleobjektiv, bastelte mir meine Lieblingsmusik auf die Ohren und marschierte los. Und es war wie im Film, wenn man nur die Musik hört und sogar trübe graue Landschaften einen Hauch von etwas Besonderen erhalten.

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Geschützt: Freundinnen

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Ein gaaaaaaaaanz großes Dankeschön

… an alle, die an mich gedacht haben, mir Emails, SMSen, Tweets, Kommentare und Postkarten schickten. Ihr seid unglaublich!

Besonderer Dank geht an

JMacLean – für die DEANsche Schneekugel

Catgiggles – für 2 Mal 2 CD’s voll Supernatural Soundtracks, die sogar noch in supernatural-Papier eingewickelt waren, so dass ich mir gar nicht getraute, es zu öffnen

Witchblade und Ginny – die mir eine Postkarte schickten und einen Überraschungsrest für Mai ankündigten, was mich neugierige Person in schiere Gedankenüberstürzungswehen treibt

Bine O. (meine Freundin und Nachmittagskollegin) – die bereits jetzt den Grundstein legte, dass ich Mr. #GREEN im April nicht in abgewetzten T-Shirts gegenüber stehen werde.

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Nachmittagsjob

So sieht übrigens mein Nachmittagsbüroschreibtisch aus – nicht immer so ordentlich aufgeräumt, wie heute. Man beachte das Monitor-Bild *lach*

Der Plan, in der Firma nichts von meinem Geburtstag zu erzählen und mich wohlweislich auch gar nicht erst auf dem Firmenrundschreiben damit zu verewigen ist voll aufgegangen – bis auf meine liebste Kollegin und Freundin nahm niemand von der Tatsache Notiz, dass ich jetzt eine 4 vor der Null stehen habe. Gut so. Es hat sich ja auch gar nichts weiter verändert, wenn man genauer drüber nachdenkt. Midlife-Crisesissesisssisss sind völlig sinnlos, denn sie ändern gar nichts an der Tatsache, das man Zeit eben nun mal nicht aufhalten kann. Wenn ich also jeden Tag bewußt erlebe und nicht nur hinter mich bringe, dann wird das schon. In diesem Sinne:

Keiner kann wie du denken – so denke auch du nicht, was wohl die anderen über dich denken könnten – Gedanken sind nämlich so frei, wie alles und jeder, der sich seiner eigenen Freiheit bewußt ist und bewußt sein Leben erlebt, ohne daran zu verzweifeln!

© Bruno O. Sörensen, (*1936), Kaufmann im Ruhestand, Buchautor und Helfer in Lebensfragen

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Es ist ein gaaaaaanz normaler Sonnabend,

… der 15. Januar …. nichts außergewöhnliches. Nirgends fällt ein Reisbehälter um, auch kein Blumenkübel. Die Welt dreht sich weiter und wird erst morgen untergehen, oder nächste Woche, oder nächstes Jahr oder vielleicht vorgestern.

Aber: Ich habe eine Schneekugel mit DEAN #hach* geschenkt bekommen und kann ihn jetzt in apokalyptische Schneestürme versenken. Die Schnee-DEAN-Kugel bekommt den Platz direkt auf dem Nachtschrank und wird dafür sorgen, dass ich jeden Abend die wundervollsten #GREEN-Träume habe. Danke Jo ! *hugs*

Kittylein-Bazillus und ihres Zeichens Tochter des Hasens schenkte mir schwarze Perlenohrringe, die ich sofort angesteckt habe und die fantastisch an Hasenohren aussehen. DANKE.

Von Knuffel-Hubby bekam ich das lang gewünschte, immer wieder beseufzte und mit Zaunpfählen bewinkte Teleobjektiv für die Canon und außerdem einen Blendvorsatz. Habe heute Morgen als erstes versucht, die Nachbarvögel, die auf dem Baum 100 m entfernt hausen und grundsätzlich Krach machen, wenn ich noch schlafen will, telefotografisch zur Strecke zu bringen – aber die haben alle Lunte gerochen und sind getürmt. Feige Bande! Aber ich krieg die schon noch, wo ich doch ab jetzt mit einem Teleobjektiv bewaffnet bin.

Heute Abend gehen wir fein Essen und der Besuch bei Grandma steht auch noch an.

Alles in allem also ein gaaaaaanz normaler Sonnabend, so am 15. Januar.

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12

Stunden Büroarbeit hinter mir. Müde und der Kopf tut weh. Mehr gibt’s nicht zu sagen.

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Müllhalden-Samstag

Sophie zappelte am Frühstückstisch und verschlang hastig das halbe Brötchen mit Marmelade. Das alte Röhrenradio an der Wand über dem Kühlschrank dudelte fröhliche Musik und die Frühlingssonne strahlte durch das weit geöffnete Küchenfenster. Vater raschelte mit der Zeitung und es roch nach Kaffee. Sophie mochte den Geruch von Kaffee. Mamutschka summte leise zu der Melodie im Radio und lächelte.

Endlich legte Vater die Zeitung weg. „Na, dann wollen wir mal!“ brummte er und Sophie sprang jubelnd auf, um sich ihre Schuhe anzuziehen. Es war Sonnabend, der erste warme Frühlingstag, und sie durfte mit Vater auf die Mülldeponie gehen. „Mach dich nicht zu sehr schmutzig!“ rief Mamutschka Sophie hinterher, als diese schon mit wippenden Zöpfen auf den Hof hinaus lief, wo Vater den klapprigen großen alten Leiterwagen aus dem Verschlag holte. Die eisenbeschlagenen Räder ratterten über das Kopfsteinpflaster, und Sophie begann fröhlich zu singen und unentwegt zu plappern, während sie im Leiterwagen saß, den ihr Vater vergnügt lächelnd zog.

Nach etwa einer Stunde hatten Vater und Tochter die Deponie am Dorfrand erreicht. Stundenlang stöberten sie in Bergen aus weggeworfenen Möbeln und Matratzen, alten Töpfen und zerfledderten Büchern, zwischen Bauschutthügeln und Sperrholztürmen. Für Sophie war es ein Abenteuer, fremde Welten voller unerzählter Geschichten. Immer wieder tönte die helle begeisterte Stimme des Mädchens zu ihrem Vater hinüber: „Schau, Papa, was ich gefunden habe!“ und stolz zeigte sie ihm ein altes Buch mit einer besonders verschnörkelten Schrift, die Sophie nur mit Mühe entziffern konnte; oder einen Topf, der nur ein winziges Loch im Boden und einen losen Henkel hatte. Vielleicht war ja in der nächsten halb demolierten, vermoderten Küchenkommode ein Schatz versteckt. Manchmal fanden sie sogar Geldmünzen. Sophies Vater suchte vor allem nach Kupferdraht, Altpapier und Gläsern, für die man bei der Sero-Sammelstelle Geld bekam. Für Kupfer bekam man sogar richtig viel Geld.

Schrauben, Bücher, Werkzeuge, durchnässte Plüschtiere, defekte Radios und Holzbretter stapelten sich bald im Leiterwagen. Auch Sophies Topf befand der Vater als noch brauchbar, das Loch im Topfboden würde er zulöten können. „Was ist das, Papa?“ fragte sie neugierig eine Art Eisenspule betrachtend, und Vater erklärte ihr geduldig, wie ein Röhrenradio funktionierte und das man das soeben gefundene Exemplar ganz sicher wieder zum Spielen bringen könnte. „Die Leute werfen einfach zu schnell alles weg!“, sprach er oft und schüttelte dabei missbilligend seinen Kopf. Sophie nickte dazu und strich sich eine blonde Strähne aus dem Gesicht. Die Sonne kitzelte die ersten Sommersprossen auf ihrer Nase heraus.

Als der Leiterwagen mit der Müllbeute randvoll gefüllt war, trabten Vater und Tochter, noch immer vergnügt pfeifend und singend, nach hause. Sophie hatte die Ermahnungen Mamutschkas, sich nicht zu sehr schmutzig zu machen, völlig vergessen und Vater nannte sie neckend Dreckspätzchen. „Du kommst dann gleich in die Badewanne!“. „Aber erst zeigen wir Mamutschka noch den Topf, wenn du das Loch geflickt hast. Sie wird sich bestimmt freuen!“ sprudelte das Mädchen. Sophie’s kleine Welt war in Ordnung und schön. Das war ein perfekter Sonnabend.

PS: Mamutschka bedankte sich lächelnd für den geflickten und gesäuberten Topf und gab ihn ein paar Tage später heimlich dem Trupp Junger Pioniere mit, die ihn zur Wertstoffsammelstelle brachten.

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Jupiter und Venus

„nah“ beim Mond:

… and I know when ever HE looks at the moon it will be the same one that previously took the prayer of my soul.

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