
gesehen, mitgesungen, geliebt.
Gänsehaut! Tränen der Rührung! Lachen, Weinen und …
Überraschung!
Einfach LIEBE!
#supernatural

gesehen, mitgesungen, geliebt.
Gänsehaut! Tränen der Rührung! Lachen, Weinen und …
Überraschung!
Einfach LIEBE!
#supernatural
Seit 12 Jahren fahre ich so ziemlich jeden Montag, Dienstag, Mittwoch und auch Donnerstag die gleiche Strecke von OL nach Hause. So natürlich auch heute. In der Ferne – mit den Gedanken schon bei der anstehenden kleinen Hausarbeit und was ich wohl noch eben fix Diättechnisches aus dem ALDI für’s Abendbrot mitbringen könnte – sah ich bereits die vertrauten Ampeln und Abzweigungen. ‚Huch! (dachte ich so während ich vergnügt vor mich hinsummend und zufrieden mit diesem arbeitsreichen Mittwoch im Mazda saß) Huch! Haben die schon wieder die Kreuzung umgebaut? Das war doch gestern noch anders?‘ Dachte ich so kurz in mich hinein – und bog wie gewohnt ab, nachdem ich selbstverständlich vorschriftsmäßig den Fahrtrichtungsanzeiger betätigt hatte. Die Ampel war grün – prima, ist sie ja nicht immer, wenn ich um diese dunkle Uhrzeit angemazdat komme – und dann?
Wieso sieht das hier alles anders aus, als sonst? Da stand ich auch schon auf einem fremden Hof.
Da bin ich doch zum ersten Mal in 12 Jahren eine Ampel zu zeitig abgebogen … und war zutiefst 5 Minuten lang verwirrt, bis ich meinen Irrtum bemerkte.
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Und nun hat WP das Theme aktualisiert und ich kann meinen supernatural-Header nicht mehr finden. Der ist verschüttet. Das bedeutet, ich muss die Tage einen neuen basteln. Menno! Ich hatte mich an den jetzt verschwundenen schon so gewöhnt!
Gerade noch über die guten Vorsätze gebloggt, als die Couch bereits wieder wisperte: Bleib doch, es ist so kuschelig und warm, das Wetter ist blöd für Winter so ohne Schnee … bleib einfach liegen! Morgen ist auch noch ein Tag!
Nichts da! Gegen die Trägheit, gegen das zum Kaffee verfutterte Tiramisu! Raus mit dir, so lange das Licht noch Canon-tauglich zu sein verspricht. So spazierte ich um den Seenpark.

Morgen kommt unvermeidlich der erste Büromontag 2015 mit seinem Mimi. Ein langer Tag, denn auch der Abendenglischkurs fängt sofort wieder an. So werde ich gleich meine Tasche für morgen packen und mich dabei ein kleines bisschen wie damals als Schulkind fühlen, wenn ich am letzten Ferientag den Ranzen fein säuberlich sortierte und befüllte, ein wenig wehmütig darüber, dass die Ferien schon wieder vorbei sind, und doch auch ein bisschen aufgeregt wegen dem Kommenden und neugierig auf das Unbekannte.

Bin spät dran mit meinem ersten Blogbeitrag 2015. Immerhin ist bereits der 04.01., und zwei herrlich faul-gemütliche und auch – ich gestehe – voll verfutterte lange Wochenenden liegen hinter mir. Die Waage wird mich so schnell nicht ertragen, denn ich könnte es nicht ertragen, dabei Zahlen zu erschielen, die mir nicht gefallen würden. Dass ich etwas tun muss in den kommenden Wochen und Monaten ist mir jedoch sehr eindringlich klar, denn die Lieblingshose kneift doch arg mittlerweile.
Deswegen habe ich auch zwei größere Vorsätze gefasst:
Das Sportprogramm muss und wird rediszipliniert, Ausreden gibt es keine mehr! Drahtesel, Schwimmen, TV-App-Workout und Joggen, und zwar mindestens 3 Mal in der Woche. Möglicherweise kommt auch noch Zimmertrampolin-Springen dazu (so mein Amazon-Zaunpfahl-Wunsch zum Geburtstag erhört wird [und da bin ich eigentlich recht zuversichtlich!]). Den Detlef bekomme ich wohl auch mitgeliefert, obwohl ich den eigentlich gar nicht mag. Aber jemand muss mir ja zumindest am Anfang zeigen, was ich mit dem Trampolin anstellen soll. Wenn es soweit ist, wird darüber aber gesondert berichtet. Kohlenhydrate (also Brötchen & Co.) wird es nur noch am Wochenende geben. Soweit der Plan.
Das andere Vorhaben ist dergestalt, mir jeden Monat etwas Besonderes vorzunehmen. Noch fehlen mir dazu die konkreten Ideen, und teuer darf es eigentlich auch nicht sein, spare ich doch mal wieder für Vancouver in 2016. Im Mai ist die Rom-JIB wieder, die zwar schon zum größten Teil bezahlt ist, doch trotzdem noch Löcher ins Sparbudget knabbern wird. Das ist immer so.
Das Besondere muss also im Kleinen liegen: Ein besonderes Spaziergangsziel, Kinoabend, Museumsbesuch, Konzert … Wir werden sehen. Für den Monat Januar soll das Besondere mein Geburtstag sein. Über alle weiteren denke ich noch extra nach.
Beruflich wird sich wohl in 2015 wenig für mich ändern. Meine zwei Jobs, die ich mag, mit Kollegen, die ich mag. Im Vormittagsjob steht noch ein Gespräch mit Chef aus über meinen Bruttostundenlohn. War seine Idee, nachdem er nach eigener Aussage im Herbst feststellte, dass ich seit Jahren „durch das Raster“ falle; heißt wohl, ich bin die Einzige in der gesamten Kanzlei, die gerade so über dem nun geltenden bundesweiten Mindeststundenlohn jobt. Wäre ja schön, wenn nun am Monatsende etwas mehr in meine Vancouver-Sparbüchse kullern könnte.
Und natürlich wird zum Jahr 2015 auch wieder #supernatural gehören. Was auch sonst? Ich liebe diese Serie nach wie vor und ich bin neugierig, wie es mit den Brüdern weitergehen wird. Auf Twitter liest man ja die absonderlichsten Theorien. Ich habe zurzeit gar keine Theorie, außer, dass ich noch immer glaube, dass das Thema Demon!DEAN noch nicht endgültig abgeschlossen ist.
Dann schauen wir mal, was das 2015 so alles kann. Es wird – wie so oft im Leben – an uns selbst liegen, was wir daraus machen.
„Komm einfach mit zu uns ans Meer, wenn du willst!“ lautete die Einladung, und ich wollte. Zwar dachte ich, ich fahre nach GrömNitz, wie sich dann aber doch herausstellte, heißt das Örtchen an der Ostsee Grömitz. Dank Navi kam ich aber doch wie geplant beim Darbie’schen Bumble und im richtigen Ort an. Ich war ja ein bisschen aufgeregt, schließlich war ich so etwas wie ein Eindringling, und da war das angekündigte Kampfhundtier namens Jessü. Doch alle Sorgen und Befürchtungen wurden quasi von der ersten Minute an weggeweht. Jessü – der ich extra noch Bestechungshundesüßigkeiten mitgebracht hatte – war das liebste Hündchen auf dem Erdball, mit der ich mir gern für eine Asylnacht die Ferienwohnungscouch teilen würde (da wusste ich ja noch nichts von den Jessü-Pupsattacken unter meiner Bettdecke! Oh, Kampfhündchen, was pupst du chemisch-biologisch tödlich!)
Spätestens als dann aber Mazda die supernatural-signs vererbt bekam, und zwei Männer vor dem Mazda knieten und schraubten, während ich aufgeregt drum herum hibbelte, waren alle Beklemmungen abgelegt. Das würde ein lustiger Silvesterabend werden, genügend Sekt war auch im Haus … läuft.

Den Abend verbrachten wir erzählend und später Monsun-brüllend singend zu. Wie viele wir waren? … (durchzähl) … weiß ich gar nicht mehr. Viele. Also es mussten noch Stühle her. *lach* Da war auch eine Stuhlgeschichte. Der Federn lassende Heiligenschein verliebte sich in Tappsy und fortan wird sie damit immer die beste Blauzahnverbindung aller Zeiten haben.
Kurz vor Mitternacht stiefelten wir dann an das Meer, das gleich um die Ecke sein sollte (es waren dann doch 3 Ecken). Eigentlich dachte ich ja, wir sind da mehr oder weniger allein. Das dachten die Tausend anderen vermutlich auch; und dann ging das Geböller los. Herrlich! Sektanstubbser, gute Wünsche für’s frische Jahr, One-Strophen-Singing (weil immer nur irgendwie nur die ersten Zeilen eines Liedes parat waren (Krieg’sch noch nen Wein?). Ich hab’s genossen. Mein erstes Silvester direkt am Meer, hatte ich auch noch nie. Allerdings war das Meer gar nicht zu sehen, weil es dunkel war. (Was ne Logik!).

(Eigentlich dachte ich ja, ich hätte auch ein Video gemacht. Blöderweise ist da aber kein Video! Nirgends. Das muss ich also noch üben!)
Zu Hause auf der Ferienwohnungscouch wurde dann weiter gefeiert, und schon wieder gab es Premiere für mich: Meine erste erlebte Feuerzangenbowle. Das ist quasi Glühwein mit Zeugs drin und mit Feuer.
Dann schloss sich gegen 3 Uhr das langsame Auflösen an und Gespräche wie das hier:
Bist du da drin? Alles in Ordnung? Ja, ich schlafe schon! Auf dem Klo? Nein, im Bett! [Gespräch nach der Silvesterfeier] *immer noch kicher*
— Sabine J. (@werkarniggel) January 2, 2015
Am nächsten Morgen (ich hatte die kleine Pupsattacke von Jessü überlebt, und wer kann der Süßen auch schon böse sein?) wollte ich dann doch noch mal das Meer richtig sehen. Also schlenderten wir durch Grömitz an die Promenade. Es schlenderten Tausende wieder mit. Meine Güte ist das Nest voll. 89 % Touristen, Ferienwohnung an Ferienwohnung und Hotel an Hotel.
Und dann gab es endlich mehr Meer:

Meer mit Böller- und Sektresten (und hier sieht es noch verhältnismäßig gemäßigt aus).

Und dann musste ich auch schon wieder zurück zu meinem eigenen Knuffelchen. Den Tribun sammelte ich gleich mit ein und brachte ihn sanft und trotz klappernder Hutablage (die übrigens nicht mehr klapperte, als Tribun wohlbehalten sein Heim erreicht hatte!) zu sich nach Hause und schaffte Mazda ebenfalls wieder vor die heimische Tür, ein bisschen verschreckt, weil ich erst nach Tribuns Absetzung mal auf den Tankstand geschielt hatte und mit Erschrecken feststellte, dass er so ziemlich gegen Null pendelte. Aber Mazda schaffte es, alles gut. Hubby erwartete mich mit Pizza … und dann fiel ich auch schon ins Bett, doch ziemlich kaputt, aber glücklich.
Danke für die kleine gewährte Flucht.

Das ist das beste Erbe ever! Und Mazda wird sie mit Stolz durch die Gegend tragen. Danke, Mrs. Darbie. *knutsch*
„Willst du den haben?“ fragte mich V., ihres Zeichen eine der Chefs meiner Nachmittags-Chef-Riege. Es war Anfang Dezember und in ihrer Hand baumelte hilflos ein silbern schimmernder Gießtopf mit Schnur und Deckel.
„Das ist ein Milchschäumer, aber der funktioniert nicht richtig. Das war wohl ein Fehlkauf. Wenn du ihn willst, nimm ihn mit oder schmeiß ihn in den Müll.“
Sprach’s, drückte mir das Ding in die Hand und entschwand.
‚Och joa!‘ dachte ich so bei mir. Einen Milchschäumer wollte ich immer schon haben, einen, der funktioniert wäre noch besser. Bisher tummelten sich mehr der weniger nur diese 1-€-Dinger in diversen Küchenschränken, die man ein- oder zweimal benutzt, aber dann ihrer überdrüssig wird, weil es nicht so wird, wie man will. Letztens – ich schwöre – habe ich einen dieser Milchschäum-Antennen-Dinger bei Dr. Who wiedererkannt, dort war es allerdings eine Art Mikrofon.
So trug ich brav den soeben geerbten und angeblich nutzlosen Milchschäumer nach Hause und war entschlossen, ihm zumindest eine Chance zu geben. So schwierig würde das schon nicht werden, selbst ohne Bedienungsanleitung. Was konnte man schon falsch machen?
Zu Hause wurde natürlich sofort skeptisch ausprobiert. Ich erwartete nicht viel, eigentlich gar nichts. Höchstens den Spruch von Hubby: Was schleppst du auch anderer Leute Müll mit zu uns? Okay, Versuch macht klug. Das Dingens kurz mit kalten Wasser ausgespült, eingestöpselt, einen Schwupps Milch reingekippt, den Deckel drauf und vorsichtig auf ON gedrückt. Er surrte sofort los, schleuderte und erhitzte die Milch. Aber Schaum? Schaum ließ sich keiner blicken. Aber ich wollte ja keine Erwartungen haben. Die Müllabfuhr käme bereits Montag.
Und dann plötzlich – kurz vor Schluss – machte es PLOPP, der Schäumer schaltete sich aus, und wo gerade eben noch Milch kreisend um Hilfe brüllend geschleudert wurde, war …. taaadaaaaa : SCHAUM! Richtiger Schaum, warmer Schaum, den man nur noch in die Kaffeetasse kippen muss.
Ich war begeistert! Ich bin es noch. Milchschäumi ist meine Errungenschaft 2014!
Komischer Weise funktioniert er aber nur bei mir richtig gut, sobald Hubby Milch schäumen soll, verweigert er unerklärlicher Weise das perfekte Schäumen. Ob nun Hubby etwas (bewusst oder unbewusst) nicht richtig macht, oder der Milchschäumi aus purer Dankbarkeit wegen meiner Rettungsaktion nur bei mir eine Schaumexplosion veranstaltet – keine Ahnung. Ist mir auch egal, bei mir schäumt es seitdem in jedem Kaffee und Kakao.

Am nächsten Tag verkündete ich meiner Chefin die frohe Botschaft, dass der tot gelaubte Milchschäumer auf wundersame Weise nun bei uns seinen Dienst verrichtet, sich wohl fühlt und ich den nie wieder hergeben werde.
Da ist er also, der letzte Arbeitstag 2014. Ich konnte nicht mehr schlafen und bin daher überpünktlich im Büro gewesen, um die Kaffeemaschine anzuschmeißen, Twitter nachzulesen (es wird da immer chaotischer, aber dazu ein anderes Mal vielleicht mehr) und die Buchhaltungsakten herauszusuchen. Eigentlich ein ziemlich entspanntes Arbeiten, vor allem, da Chef in diesem Jahr gar nicht mehr Bonbon-lutschend in seinem Büro sitzen wird. Es hat auch was, dass ich im Nachmittagsbüro Ferien habe und so mittags bereits den Stift fallen lassen kann.
In den letzten Tagen fallen mir auch vermehrt Jutta’s Spuren im Büro wieder auf: Ihre Kürzel in den Akten, ihre kleinen Notizen am Telefon. Auch ihre heilige Star Trek-Tasse, die wir zusammen bei der Star Trek-Park-Eröffnung in Bremen erstanden haben, steht noch immer im Schrank. Es ist ein seltsames Gefühl, mit Trauer durchsetzt und noch immer mit einem Hauch Fassungslosigkeit und Nicht-Begreifen-Können. Seit ihrer Beerdigung war ich noch nicht wieder an ihrem Grab, ich wollte, aber ich konnte noch nicht.

Lange war es still auf dem Blog. Die Worte fehlten mir, der Nebel in der Seele schien undurchdringlich. Mich auf die Weihnachtsfeiertage zu freuen, erschien mir ab Mitte Dezember – nach der unbegreiflichen Nachricht – falsch. Wie konnte ich mich auf etwas freuen, das sie nie wieder erleben würde?
Doch es ist etwas dran, an der Weisheit, dass Trauer sanfter wird, der Schmerz nachlässt, der Verlust sich nicht mehr so tief in Seele und Herz schneidet und die Erinnerungen alles milde einhüllt, bis Dankbarkeit und Lächeln bleiben.
So kam der Heilige Abend, den wir gemeinsam in unserer kleinen Familie verbrachten: Knuffel, Töchterchen, Kater Klecks und Enkelkaterchen Lio (Bazillus besteht darauf, dass ich Lio mit „i“ schreibe!). Wir zündeten Kerzen und die schon etwas angesengte Pyramide an, schauten den virtuellen Kaminflammen zu, hörten Musik, futterten Stollen und Brownies zu Kaffe und Kakao. Zum Abendbrot gab es traditionell Mauke mit süßem Sauerkraut und Bratwurst, und nachdem die Küche gemeinsam fix wieder auf Vordermann gebracht worden war, gab es Bescherung.

Von Knuffel bekam ich das lang ersehnte Makro-Objektiv für die Canon geschenkt und eine Tasche, die ich schon lange auf meiner Amazon-Wunschliste stehen hatte. Monna schenkte mir einen Supernatural-Anhänger, einen kleinen Impala und einen Amazon-Gutschein; und ich war ganz aus dem Häuschen. Alle freuten sich über die Geschenke, und so saßen wir noch lange beisammen, kosteten und probierten und naschten, spielten mit den Katzies, schauten „Hüter des Lichts“ und verbrachten einen gemütlichen Heiligen Abend gemeinsam.
In dieser Gemeinsamkeit liegt das Geheimnis unseres Weihnachten. Es geht bei uns nicht um ein gigantisches Essen (obwohl auch die Mahlzeiten an diesen besonderen Tagen im Jahr doch auch etwas Besonderes sind), das pünktlich, wie es die Etikette vorschreibt, in Schlips und Kragen eingenommen werden muss. Wir brunchen ausgiebig, lassen das Mittag ausfallen, trinken dafür zeitig Kaffee und freuen uns auf ein besonderes Abendessen. Jeder darf dabei anziehen, worin er sich am wohlsten fühlt, und so sitzt Familie Karniggel meistens in Jogging- und Hausanzügen, manchmal auch den ganzen Tag im Schlafanzug beisammen; malt, hört gemeinsam Musik, spielt, schaut Märchen und erzählt oder döst mit einem oder gar zwei Katzentieren angekuschelt auf dem Sofa und lauscht dem Regen und dem Sturm, der draußen wütet.
So mag ich die Weihnachtstage am liebsten, kuschelig, zusammen – und dankbar dafür, das ich das haben kann. Und zwar nicht nur an Weihnachten.

Es tut weh. Es ist schwer zu begreifen. Vielleicht werde ich es nie ganz verstehen.
Noch immer fällt es schwer, Worte zu finden.
Letzten Montag war ich auf deiner Beerdigung. Du lagst in dem schwarzen Sarg, mit weißen Rosen überdeckt. Der Sarg und die Blumen hätten dir sicher gefallen. Mir liefen die Tränen pausenlos und alles um mich herum war wie hinter einem Schleier. Meine Hände zitterten. In meinem Kopf wisperte und brüllte gleichzeitig immer nur ein Wort: NEIN! Die Vorstellung, dass du kalt und still in dem schwarzen Sarg liegst: unbegreiflich und schmerzlich. Der Pfarrer erzählte aus deinem Leben, und so vieles wusste ich noch gar nicht, hätte ich gern von dir selbst erfahren. Andere Dinge aber teilten nur wir zwei, wussten vertraute Geheimnisse voneinander.
Du warst meine Freundin, nahmst mich auf, als ich außer meiner Familie hier niemanden kannte. Wir feierten verrückte Partys, philosophierten nächtelang über Star Trek, Buffy und die Welt, unternahmen Fahrradtouren. Beim Shopping waren wir völlig verschieden und nicht kompatibel; doch mit der Zeit lernten wir den anderen so zu lassen, wie er ist. Manchmal riefst du mich mitten in der Nacht an, weil du nicht allein sein konntest und jemanden zum Reden brauchtest. Viel zu spät erst merkte ich, wie sehr du vom Alkohol abhängig wurdest.
Dann kam ich an dem einem Montag nach einem langen Arbeitstag nach Hause – und erfuhr die scheckliche Nachricht. Du bist gestorben. Einfach so. Alleine in deinem Haus. Deine Eltern fanden dich. Deine armen Eltern, die mir so leidtun. Niemand sollte sein Kind vor sich gehen lassen müssen. Sie hatten immer die Sorge, dass sie dich eines Tages tot finden würden. Deswegen klammerten sie, nervten dich mit ihrer Sorge und Angst. Und dann ist es doch genauso gekommen, wurde ihr Albtraum wahr. Ach Jutta, hätten wir etwas tun können? Hätten wir irgendwas verhindern können? Wenigstens schienst du einfach so eingeschlafen zu sein. Ein kleiner Trost. Irgendwie.
Die Tage nach deinem Tod verbrachte ich wie im Nebel. Ständig sah ich dein Gesicht vor mir, erinnerten mich Kleinigkeiten an dich. Und immer wieder kreiste dieser unbegreifliche Gedanke durch meinen Kopf, mal wispernd, mal brüllend: Du bist nicht mehr da.
Vorgestern nun war deine Beerdigung. Sie ließen den Sarg in die nasse, klamme Erde. Nun liegst du also dort. Doch ich klammer mich an den Gedanken und die Vorstellung, dass da noch etwas anderes kommt. Ich betäube mich mit der Vorstellung, dass du gerade neue Welten erkundest, Freunde kennenlernst … und anfängst bei ihnen zu putzen. *lächel* Und eines Tages werden wir uns wieder sehen und lachen.
Mach’s gut, liebe Freundin.

Heute Abend ist Kinozeit. Die epische Schlacht der fünf Heere steht auf dem Programm. Zur Vorbereitung haben Hubby und me gestern und heute noch einmal die beiden ersten Hobbit-Teile in der Extended Version gewatched. Weil Hubby nichts verraten wollte über das Schicksal meiner beiden Lieblingszwerge, habe ich das Twitter-Orakel befragt und Antwort erhalten. Natürlich überleben meine beiden Brüder-Zwerge nicht. *wein* Das heißt für mich also: Ungeschminkt und mit einer Ladung Taschentücher heute den Kinoplatz in Beschlag zu nehmen, und was auch passieren mag … KILI & FILI bleiben meine Lieblingszwerge! For ever!
And when we’ll die in fire, we will all burn together …


Nicht lesen, wenn du nichts wissen willst! Weiterlesen
Das letzte Wochenende habe ich twitterlos verbracht. Huch, das geht? Ja, das geht. Ich hatte einfach keine Lust (und teilweise auch keine Zeit = Freitag, oder war nicht (mehr) in der Lage = Samstag). Sogar der obligatorische Sonntags-Tatort musste diesmal ohne meine Kommentare auskommen. Und er kam aus – und ich ging nicht ein mit ohne Twitter, sondern genoss eine völlig internet-freie Adventszeit übers letzte Wochenende.
Am Freitag hatten wir die Kanzlei-Weihnachtsfeier. Sie war … nett. Ja, nett trifft es. Allerdings gibt es ein ABER, denn ich freute mich auf den Schlachtezauber. Geplant war:
Ich freute mich besonders auf den Weihnachtsmarkt-Bummel, denn dazu bin ich dieses Jahr noch gar nicht gekommen und der Bremer Schlachtezauber (und auch der reguläre Weihnachtsmarkt) sind zauberhaft. Was dann aber kam, war kein Bummeln, sondern eine Flucht. So hetzten wir – wir hetzten wirklich! – an der Bretterbudenrückseite der Weihnachtsstände und immer an der Wand entlang zum nächsten Restaurant mit geöffnetem Klo, weil einige der Damen ihre Blase nicht in der Gewalt hatten. Ausgemacht war, dass alle Müsser „eben fix aufs Klo“ huschen und wir dann wirklich über den Schlachtezauber schlendern, gucken, naschen, Glühwein trinken …
Da ich kein Müsser war, wartete ich mit 2 anderen Nicht-Müssern dann auch geduldig vor dem LUV darauf, dass die Müsser (also alle anderen) irgendwann auch mal wieder herauskamen. Wir warteten, und warteten, und warteten … mittlerweile schon mehr als 30 Minuten. Waren die ins Klo gefallen? Irgendwann wollten wir nicht mehr warten, also schickten wir einen Spion hinein, die dann auch gleich gefrustet wieder heraus kam und mitteilte: Die sitzen da alle bei Sekt, während wir draußen warten. Wie bitte?! Ja, man hatte dann spontan in der warmen Kneipe beschlossen, doch nicht mehr über den Schlachtezauber zu bummeln, weil der überraschender Weise an einem Freitag Abend mit zwar kalten Temperaturen aber trockenem Wetter restlos überfüllt war. Nein, man hockte sich einfach in das Restaurant … und vergaß uns Nicht-Müsser draußen. Da war ich sauer und enttäuscht, denn (wie erwähnt) ich freute mich auf den Weihnachtsmarktbummel, der damit einfach gestrichen war. Mehr oder weniger. Denn danach hetzten wir zwar nicht mehr an der Bretterbudenrückseitenwand entlang wieder zurück, hatten aber dennoch keine Zeit. Die Bowlingbahn war ja bestellt.
Das Disco-Bowlen nachher war lustig und komisch: Den ersten Durchgang vermasselte ich komplett und schoß einen Pudel nach dem anderen. Dann kam das für mich bestellte Schnitzel Hawaii (ich hatte aber auch einen Mordshunger), danach bowlte ich wie ein Weltmeister und gewann fast haushoch mit 4 Strikes und mehreren Strokes? Also die, wo man mit dem 2. Wurf alle Kegels umhauen konnte. Dann stottert mein Erinnerungsvermögen, aber der 3. und letzte Durchgang war wohl wieder unter der Rubrik Desaster zu verbuchen. Ich gestehe auch, dass ich mein vermasselter-Weihnachtsmarkt-Grummeln in Cocktails auf Chefkosten ersäufte.
Demzufolge war der Putzsamstag von Natur aus anstrengend und twitterfrei, ich hätte vermutlich sowieso nur gejammert über den Kopfschmerznachweihnachtsfeierbowlkater.
Der 2. Advents-Sonntag nun wieder war mit dem Familienfrühstück, den flackernden Kerzen, Stollen und Dominosteinen, Kaminfeuer, Märchenfilmen, viel zu vielem und gutem Essen und Spaß mit dem Enkelkaterchen viel zu gemütlich, um ihn mit Twitter zu verlabern. Also blieb der Twitter-Kasten da auch zu.
Es geht also auch ohne Twitter, bis man in das Montags-Twitter-Mimi einsteigt. 🙂
Daher: Kein Grund zur Sorge, ich habe meine Twitter-freie Zeit genossen.