Was für eine hektische Woche im Büro, und sie ist noch nicht vorbei. Nichts scheint mehr zu klappen, man will ein Problemchen lösen, und hat schwuppdiwupp 2 neue an der Backe und versteht einfach nicht, wo die herkommen. Der Flut der Diktate ist kaum Herr zu werden, es sieht wohl so aus, als wenn ich mir für das Wochenende ein paar mit nach Hause nehmen werde, damit wir wieder Land sehen.
Das LIDL-Geschirr, das ich online geshoppt habe und auf das ich mich freute, kam gestern in Scherben an und ist heute schon wieder auf dem Weg zurück. Sehr schade, das war wohl nichts. 60 % der Teller und Schüsseln waren kaputt; und die Tassen sowieso zu klein. Traurig bin ich schon. Auch die anderen angekündigten Geburtstagsgeschenke, die angeblich auf dem Weg sind, sind noch nicht angekommen. Die gewünschte Mosaik-Katzen-Lampe habe ich mir heute selbst beim großen A gekauft, keine Ahnung, warum die bei Knuffel aus China zusammengeklöppelt und verschickt wurde und wer weiß wo gerade herumdümpelt. Bei meinem Füller ist die Tinte alle und Batterien konnte (zumindest die preiswerten in AA) waren komplett ausverkauft letzte Woche, so dass meine zahlreichen Kerzen und Dekoleuchten im Waldwohnzimmer eher schwach nur noch glimmen. Nichts scheint also so zu klappen, wie man denkt.
Alphahosting hat es endlich geschafft, unsere Homepage auf irgendeinen Cloud-Hoster zu verfrachten. Hat auch nur 1,5 Jahre gedauert. Die aktuelle php-Version habe ich aber immer noch nicht, das muss ich mir erst in Ruhe anschauen, am besten mit Knuffel zusammen. Vielleicht klappt ja wenigstens das nun.
Beim täglichen Blick in die Nachrichten wird einem auch schlecht und übel! Es ist, als wenn die ganze Welt verrückt geworden ist und jeden Tag ein neues bizarres TRUMPel-Verlangen heftigst und aufgeregt diskutiert werden muss. Alles wird in Frage gestellt und man erwartet, dass jeden Augenblick die Nachricht kommt, dass jemand durchdreht und alles in Schutt und Asche legen wird. Tote im Iran, Hinrichtungen; von Syrien und der Ukraine ganz zu schweigen. Überall brennt es und die angeblich Stärkeren lassen die Waffen schon mal klappern. Aber auch im Kleinen setzt sich fort, was mir schon 2025 aufgefallen ist: Alle hetzen durch den Tag und durch die Supermarktgänge, kein Lächeln, keine Rücksichtnahme, sofort auf 180. Die Welt hat ihre Zuversicht und die Solidarität verloren.
Es ist also gar nicht so sehr verwunderlich, dass auch ich fahrig und hektisch bin und leicht explodiere, meistens aus Ärger über mich selbst. Ich versuche, gelassener zu werden, aber es gelingt im Moment nicht immer, ruhig zu bleiben, und das bei Kleinigkeiten, wie wenn mir zum 3. Mal der Löffel herunterfällt, ich zum 4. Mal den selben Brief suche oder schlicht vergessen habe, warum ich gerade in die Küche gerannt bin.
Deswegen klammere ich mich noch mehr an meine Zuflucht, das KINDLE und seine (Lieblings)Stories und seit heute auch noch an den Schlafotter. Der gehört eigentlich Jakob, aber ich darf ihn mir bestimmt ausborgen und teile ihn mit dem Kleinen, wenn er bei uns zu Besuch ist.
