Gerannt

Gemächlich schwebte ich auf einem blauen Schwimmhilfebrett schwerelos durch den Raum. Der war angenehm abgedunkelt und entspannende Musik erklang. Niemand sonst schwebte neben mir. Und doch war ich unruhig, wollte raus aus dem Raum. So, als wenn man zwar für etwas bezahlt hat und das genießen sollte, aber sich gar nicht darauf konzentrieren kann, weil man eigentlich dringend ganz woanders sein will. Ich hielt es nicht mehr aus und stürmte aus den Raum in einen Gang, der an Umkleidekabinen in einer Schwimmhalle erinnerte. Auf der linken Seite befanden sich eine Reihe von Türen. Auch hier war niemand und ich rannte die Türreihe entlang. Am Ende des Ganges war eine Tür. Sie war nicht verschlossen. Ich holte tief Luft und lief hindurch. Auf der anderen Seite stand ER. Er hielt eine Pistole in der Hand und zielte auf mich. Ich blieb wie erstarrt stehen, hatte aber keine Angst. Ich schaute ihm in die Augen, sagte jedoch nichts. Auch er schwieg, nahm aber auch die Pistole nicht runter. Minuten wie Ewigkeiten verstrichen und ich fragte mich, ob er abdrücken und wie Sterben sich anfühlen würde. Noch immer hatte ich keine Angst, spürte nur Bedauern. Er senkte die Pistole und winkte mich zu sich, packte meine Hand und rannte los. Türen, Fenster und Statuen schienen an uns vorbeizufliegen. Etwas verfolgte uns. Ich wollte seine Hand nicht loslassen, aber ich wollte auch nicht weiter weglaufen. Ich blieb stehen und er drehte sich zu mir herum. Seine Augen schienen zu schreien, ich solle nicht stehen bleiben. Ich lächelte nur und drückte den Lauf seiner Pistole an meine Brust. Er musste mich erschießen, dann wäre er in Sicherheit. Und nur das zählte.

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Mein Hubby

… das Alien räumt heute, ohne dass ich ein Wort sprach, gezetert, oder auch nur zickig geguckt hätte, seinen Schreibtisch auf. Ich falle vom Glauben ab! Andererseits entsorgt er sämtliches Kabelgewirrszeug, das er nicht mehr braucht, in die Schlafstube! Hmpf!

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Harry Potter und die Hackfleischkekse

Eigentlich wollten wir uns den Anfang vom Ende vom letzten Mal vor dem Kinobesuch noch einmal auf DVD anschauen. Aber daraus wurde nichts, denn im gesamten Wesermarschumland war die Harry Potter VII Teil 1 DVD vergriffen. Also fuhren wir mit den kläglichen Resterinnerungen vom letzten Harry Potter Kinobesuch, der ja nun auch schon ein halbes Jahr mindestens zurücklag, und den noch kläglicheren Resten aus den Büchern, los und stürzten uns in das nun wohl letzte filmische Zaubererduell.

Ich gebe zu, ich habe die Bücher damals verschlungen. Zuerst wollte ich ja nicht, aber dann lag eines dieser Exemplare von der Tochter angeschleppt bei uns herum. Um nicht ein Vorurteil gewinnen zu lassen und um meine Unvoreingenommenheit unter Beweis zu stellen, gab ich dem Zauberlehrling, von dem zu diesem Zeitpunkt bereits alle schon sprachen, eine Chance. Also begann ich mit dem ersten Teil, und nach ungelogen 3 Seiten, noch im ersten Kapitel, packte es mich. Vermutlich gibt es nur zwei Arten von Harry Potter-Gefühlen: Entweder, man ist vom ersten Moment an hoffnungslos verfallen oder man findet es einfach nur lächerlich und kindisch. Dazwischen gibt es nicht viel.

Nun saßen wir also zu dritt im neuen Toyota Auris auf dem Weg in den Bremer Kristallpalast, um den Abenteuern von Harry ein letztes Mal die große Leinwand zu gönnen. Hubby fuhr und hinter mir saß mein aufsässiges Kind. Auf meine Frage, woran sich eigentlich die restliche Familie vom letzten Teil des letzten Teiles noch so erinnert, also quasi an den vorletzten Teil, kamen aus Hubbys Richtung nur stümperhafte Antworten. Er hatte komplett alles in seinem Muggelgehirn verschüttet. Offen gestanden, ich konnte mich auch nur noch daran erinneren, dass Dobby gestorben war und ich an der Stelle damals bitterlich geheult habe.  Dafür waren die Erinnerungen aus dem 7. Buch kristallklar, das hatte ich ja auch schließlich einmal in englisch und einmal in deutsch gelesen. Als Hubby anfing, Heiligtümer und Horkruxe zu verwechseln, wollte ich ihn auf den richtigen Pfad schubsen, bevor er sich in das Pottervergnügen stürzen würde, wurde aber bereits von der Rückbank aus gebremst, ich sollte gefälligtst die Klappe halten. Meine Tochter ist manchmal einfach zu erwachsen. Das nervt!

Das Kino war noch erfrischend leer, als wir es stürmten. Schlauer Weise buchen wir unsere Tickets immer vor, so hatten wir auch relativ gute Plätze für das angekündigte 3D Event. Entgegen sonst üblicher Prozedur hatte ich heute Nachos mit Käse und einen Eimer Cola. Ich mag eigentlich keine Nachos, hatte aber Hunger und so futterte ich dieses Teigblättchen mit dem Plastikkäse. Der Kinosaal füllte sich. Die Pepsi war zur Hälfte leer, Werbung und Kinovorschau waren vorüber. Wir sollten unsere Brillen aufsetzen. Meine Nachos waren alle, dafür klebte ein Rest Käse auf meiner 3D Brille, wie ich dann feststellte, und das kann einem den Kinoabend versauen! Ich versuchte, den Käse durch lecken zu entfernen, was zwar gelang, doch das Durchblickresultat war immer noch genau so scheuslich, wie der Platikkäse schmeckte. Ich zückte eines der Tempotaschentücher, die ich in weiser Voraussicht in rauhen Mengen eingesteckt hatte – ich erinnerte mich an die ausgelösten Heulorgien, als ich zum ersten Mal das Ende habe kommen sehen; und da habe ich das auf Englisch gelesen, mein Englisch war damals noch grottiger als heute und es hätte auch gut gewesen sein können, dass ich irgendwelche dahingeschiedenen Fußpilze in totaler englischer Verpeilung beheult hätte. (Ich erwähnte ja bereits, mein Englisch …. damals jedenfalls!). Mit dem Tempo rubbelte ich auf der Brille herum, dass die ganze Sitzreihe mit wackelte und mir das Fräulein Tochter nicht zum ersten Mal an diesem Abend den pädagogischen Ellenbogen in die Seite hieb! Hubby hatte dann doch ein Brillenputztuch mit und so konnte ich dem Endkampf klaren Blickes folgen, was aber dann doch getrübt wurde: Ich heulte bei einem der Weasly-Leichen, ich heulte bei Remus und Nypho, ich heulte besonders bei Snape, bei seinen Erinnerungsrückblicken, bei Harry’s Tod – eigentlich heulte ich nur noch, wie es zu erwarten war. Große Tränen kullerten mein Gesicht hinunter. Die Reihe hinter mir schniefte aber auch. Nur das Fräulein Tochter neben mir hielt es auch in dieser traurigen Situation für angebracht, mich zu maßregeln. Ich solle mich nicht so anstellen, wollte sie mir wohl mit einem weiteren Hieb deutlich machen.

Dazwischen war Pause, also zwischen der Heulerei. Die Hälfte der Kinobesucher stürmte auf die Klos oder den nächsten Tempotaschentuchautomat. Ich schnappte mir Hubbys gefaktes iPhone und schob vertikale und horizontale Labyrinthbalken weg, um den kleinen roten Balken durch den Ausgang zu puzzeln. So musste ich wenigstens nicht heulen. Mit Touchscreens komme ich aber früher oder noch früher immer in Clinch und ich schiebe und drücke wie behämmert auf dem Display herum, auf dem gar nichts mehr geht. Von der Seite wurde ich wiederum geboxt von Fräulein Tochter (langsam reichte mir das mit der!), während Hubby mir sein Fake iPhone entriss und mir demonstrierte, dass nur ich zu blöd bin, Touchscreenbalken durch ein Labyrinth zu schieben. Tochter hielt mir ihr Handy unter die Nase und verlangte eine Bestätigung, dass die Kekse, die ein Freund gebacken und die sie – weil sie so unsagbar lecker waren – als Handyhintergrundbild verewigt hatte, wirklich total lecker waren. Für  mich sah das Bild mit den Keksen aber aus wie ein Bild von Frikadellen. So sprach ich zu ihr, dass sie mir keine Frikadellenbilder unter die Nase halten soll, wenn ich noch immer das Trauma des zähen Käse und der Nachos verarbeite. „Das sind keine Frikadellen, das sind Kekse!“ boxte sie mir beleidigt ein weiteres Mal in die Seite. Langsam hatte ich echt die Schnauze voll. Wenn die Kekse nunmal eher wie Frikadellen aussahen, musste das auch erlaubt sein, zu sagen. Ich war bereit, hier und auf der Stelle eine Zeugenbefragung durchzuführen. Ich war mir sicher, dass alle Anwesenden  die Kekse als Frikadellen identifizieren würden. Schon hob ich an, die entscheidende Frage an die vor und hinter uns hockende Meute stellen zu wollen, als ich schon wieder Schmerzen in der Seite verspürte, diesmal boxten mich Hubby von links und Tochter von rechts in trauter Übereinkunft. Da gerade wieder das Licht ausgeknipst und der Film seinen Ende entgegenzauberte, wurde die Hackfleischkeksdiskussion vergessen. Dachte ich. Ich dachte falsch, denn nun dachte ich an Hackfleischkekse und das ich Hunger hatte. Bäh!

Die Heimfahrt im Regen verlief schweigend und außer Reichweite irgendwelcher Boxattacken von Tochter oder Hubby, da ich mich auf die Rückbank verzogen hatte. Ich mag es, wenn die Lichter zu Streifen verschwimmen und die Leitblanke wie ein Band am Autofenster dahingleitet. Ich dachte an den Film, an die Zwillinge, an DEV (das ist bereits ein Automatismus, den nur bestimmte Personen jetzt verstehen können). Meine Gedanken wanderten zurück auf die Straße und den Regen und ich vermisste supernatural. Ich hatte heute noch nicht eine Folge geguckt! Dafür war der Sturz von Harry und Voldi am Schluss in den Abgrund voll aus Swan Song geklaut. Nur bei Swan Song habe ich geheult wie ein Wasserfall, heule ich noch immer, während ich mich bei dem Voldi/Harry-Fall nur fragte, ob jemand durch so eine Schlangenase nun besser Luft bekommt, wenn er 300 Meter oder so in einen Abgrund stürzt.

Harry Potter hatte mir als Buch besser gefallen, aber gut, das Kinogeld war jetzt keine Verschwendung. Eher das Geld für die Nachos. Ich wünschte, ich hätte Hackfleischkekse.

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Otterndorf

Ich mag ja so kleine Gässchen, verträumte alte Stadtwinkel und interessante alte Architektur. So wie in Stadt Otterndorf, nahe Cuxhaven.

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Rund

Es gibt da so ein Projekt, wo man jeden Monat zu einem bestimmten Thema ein Foto sucht, findet und teilt. Letzten Monat war das „rund„. Ich schleiche schon eine ganze Weile gedanklich um dieses Projekt drum herum, bin mir aber nicht sicher, ob ich „offiziell“ mitmachen soll, denn ich kenne mich: Ich verschlampe gerne mal „Abgabetermine“. Auf dem gestrigen Urlaubsspaziergang jedenfalls lief mir dieses stachelige Rund vor die Canon.

Edit am 30.07.2011:

Da ich nun doch wild entschlossen bin, beim Projekt12 auch weiter mitzumachen, gibt es nun eine neue Kategorie dazu.

Das Thema für Juli wurde auch schon festgelegt, es lautet „kalt„. Habe dazu schon einen Fotofang gemacht, sobald das GO kommt, wird er auch gepostet.

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Grün

in einer anderen Dimension. Das

war unser Blick beim Kaffee trinken. Wir waren ganz allein in dem kleinen Cafe/Restaurant, genossen die Ruhe, die Idylle und auch das Essen.

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Stoteler See und ein Hauch Antike

Der zweite eigentliche Urlaubstag, einfach mal ins Grüne fahren, Kaffee trinken, am Stoteler See entlang laufen, sich wirklich wie im Urlaub fühlen. Die Seele frei lassen und gedanklich ins alte Griechenland reisen. Paris, wie er Aphrodite den Apfel gibt …

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Hängend

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Noch

… eineinhalb (Arbeits-)Tage bis zum Urlaub, bis zum Nirvana, bis „Ich bleibe im Bett, bis ich würge!“. Vielleicht bleibe ich auch nicht den ganzen Urlaub über in den Federn. Ich weiß es schlicht noch nicht. Aber Ausschlafen gehört ganz bestimmt zu den Vacation-to-do-lists.

Genau so natürlich supernatural! Wann habe ich das jemals auch nur für einen Tag aus meinen Leben geschmissen? Gab es überhaupt ein Leben VOR supernatural? Ehrlich? Das gab es? Nicht mehr vorstellbar! Gestern (also die letzte Nacht genauer gesagt) starteten in Vancouver die Dreharbeiten zur 7. Staffel und Mr. Jensen Ackles himself sitzt zum 2. Mal im Directors-chair. Hach, ich wäre jetzt so gerne dort am Set!

Na dann … auf in den letzten Kampf vor dem Urlaub.

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Wenn

… ich euch verraten würde, auf welchen Internetseiten ich mich neuerdings so herumtreibe, dann würdet ihr entweder:

  • euch auch sofort dort rumtreiben oder
  • verschreckt sämtliche Kontakte abbrechen und mich noch mehr so ansehen, wie ihr mich sonst schon beäugt, nur noch viel viel … weird…er LOL (das ergab gerade keinen Sinn? Doch, für mich schon!)
  • spätestens dann vollständig wissen, dass ich total vernebelt im Gehirn bin und dieser Gehirnvernebelungsqualm eindeutig supernatural ist

Deswegen: Schweige ich, gebe keinerlei Kommentar oder Hinweis dazu ab und halte die geheimen Seiten des geheimen Karniggel-Lebens auch weiterhin unter Verschluss und geheim  und tu toooootaaaaal unschuldig, wann immer man mich fragt! So.

PS: Neues WordPress-Update. Leerzeichen hinter Kommas u. Ä. immer noch verschollen.

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Die Sackleiche

Morgens im Büro. Der Kaffee war fertig, Twitter zwitscherte bereits, das Putzfeechen wirbelte herum – alles schien normal. Bis ich die Lamellen des Bürofenstervorhanges öffnete und ihn entdeckte: Einen weißen Sack, vor dem gegenüberliegenden Feuerwehrgebäude.

Meine erste Vermutung: Da ist eine Leiche drin! Länge und Form würden jedenfalls passen. Der Sack rührte sich nicht. An Arbeiten war aber nicht mehr zu denken. Was, wenn da wirklich eine Leiche abgelegt wurde? Oder jemand eine Leiche aus Versehen dort verloren hatte? Ruft man in dem Fall gleich die Polizei? Das CSI Rodenkirchen? Die Twitter-Timeline war auch nicht gerade hilfreich.

Ich rief das Putzfeechen herbei, zeigte ihr die Sichtung und fütterte sie mit meiner Vermutung, dass Form und Größe genau auf eine Leiche passen würden. Putzfeechen schlug vor, sich mit einem Besen zu bewaffnen und die Leiche direkt zu untersuchen. Also stiefelten wir los – ohne Besen, aber ich wollte wenigstens Salz mitschleppen, man kann ja nie wissen – schnurstracks auf die Leiche zu. Ein wenig mulmig war mir schon.

Der Sack inklusive Leiche entpuppte sich dann doch als liegen gebliebener Feuerwehrschaum. Aber es hätte auch eine Leiche sein können!

Die weitere Überlegung war dann meinerseits, dass dieser Schaum gar kein normaler Leichenschaum ist, sondern die Überreste eines Monsters darstellen könnte, das von den Winchestern, wie es nun mal ihre Art ist, in einer Nachtaktion zum Monstertod befördert wurde.

Welches Wesen hinterlässt als sterbliche Überreste Schaum? Genau: Meerjungfrauen. Wir sind (fast) an der Nordsee! Meerjungfrauen und auch weniger sexuell unausgelastete Seebewohner wären also gar nicht soooo weit von der Hand zu weisen. Das supernatural-überdosierte Gehirn zieht dann logischerweise sofort folgendes Fazit: Sam und Dean Winchester waren letzte Nacht hier und haben eine Meerjungfrau auf dem Parkplatz vor der Feuerwehr in Rodenkirchen gekillt! Fall gelöst!

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CON Blues

… bekämpft man mit der Aussicht auf eine weitere CON, auch wenn diese noch so weit weg zu sein scheint. In dem Fall jetzt Mai 2012. AEcon3. Das ticket habe ich heute bezahlt. Jim und Mark S. haben bereits bestätigt, und ich freue mich auf Jim. Auf Mark auch, keine Frage, aber insgeheim hab ich vor Mark ein bissel Angst. Wie konnte ich ihn auch als Demon bezeichnen. LOL Aber wenn ich ehrlich bin: Ihr wisst ja, auf wen ich hoffe. Also auf beide, aber besonders auf IHN. Nur in seiner Nähe sein zu dürfen, reicht mir schon aus …

Noch 1 1/2 Wochen Arbeit und dann endlich endlich Urlaub. Die ersten Tage ausschlafen, nichts tun, rumgammeln … dann ein bisschen auf Fotosafari, Freunde besuchen, Eiskaffee trinken gehen und .. mal sehen, was man noch so anstellen kann. Bis dahin heißt es einfach: durchhalten.

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Nüscht

.. zu berichten. Faule Wochenenden, couch, #supernatural, ein bisschen Frauenfußballwehen und warten auf Gewitter.

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Von Regen, Kühen, Pferden, Schafen und Ziegen

Heute Morgen dachte ich noch: ‚Nimmste die Kamera mit? Vielleicht kannste ja nach dem Büro auf der Heimfahrt noch einen kurzen Fotoabstecher machen.’ Dann hörte ich die Wettermeldungen im Radio: Regen – Regen – Regen! war angekündigt und ich vertraute den Wetterkachelmännern und ließ die Canon zu hause.

Sie sollten auch durchaus Recht behalten, denn auf der Heimfahrt schüttete es kübelweise, so dass die Mazdascheibenwischer völlig hektisch auf höchster Stufe flatterten. Gesehen hat man trotzdem nicht mehr viel, außer Regen und die Rücklichter des Vordermannes. Wegen dem ominösen Aquadingsbums war es auch angebracht, nicht mit den sonst üblichen 120 km/h durch die Gegend zu schreddern.

Nun wohne und durchfahre ich seit 11 Jahren in bzw. durch die Weserwisch – also rechts und links entlang der Straßen gibt es massenweise Wiese. Wiese, Wiese, Wiese! Überall! Total grün (und total Grün ist total gut!) Und zwischen dem Grün stehen die Huftiere aller Couleur: Kühe, Pferde, Schafe und auch Ziegen. Und genau jene haben unterschiedliche Ansichten, wie man mit Regen und Wind von der Seite umzugehen hat.

1. Die Kühe:

Die stehen mit stoischer Kuhgelassenheit in einer Reihe, das Hinterteil in die Richtung gestreckt, aus der der Wind kommt, und lassen den Regen auf sich einprasseln. Dabei scheint es ein ungeschriebenes Gesetz zu sein, dass wirklich alle an vorderster Front, quasi Kuh an Kuh stehen und keine Kuh einer anderen ins Kuhloch hinten guckt. Und so kommt es, dass dir auf dem Teilstück der Landstraße auf etwa 2 km Länge Kühe ins Autoseitenfenster glotzen – oder du Kuhhinterteile siehst, je nachdem eben, von wo der Regen kommt. Da stehen sie also, und warten einfach ab, denn irgendwann muss es ja auch wieder aufhören mit regnen.

2. Die Pferde

Die Pferde stehen elegant im Pulk und sehen dabei ziemlich genervt aus. Es mutet ein bisschen surrealistisch an, da sie sich nicht bewegen. Sie stehen da, wie erstarrt, nicht mal der Schweif wackelt. Nur die Ohren klappen manchmal auf und zu und ab und an hebt mal eines ein Bein. So stehen sie, alle in eine Richtung blickend und ich schwöre: Bestimmt verdrehen die auch die Pferdeaugen bei so viel Nass von allen Seiten.

3. Die Schafe

Schafe sind komisch. Sie stehen gewürfelt quer durcheinander, dabei sind sie sich auch nicht einig, in welche Richtung man nun das Schafhinterteil in den Sturm halten muss. Jedes Schaf tut seine eigene Auffassung von der richtigen Hinterteilstellung kund und blökt den anderen zu: Eh! Ihr steht falsch! Der Wind kommt von hier! Die Mama-Schafe haben alle Mühe, die Lämmer einzusammeln, die, kleinen Kindern gleich, durch die Pfützen hüppeln. Manche Schafe interessiert der Regen aber nicht die Bohne und sie tun so, als wäre da gar nichts. Vermutlich lachen die auch über die Pferde, die immer noch auf der Nebenweide genervt in eine Richtung gucken.

4. Die Ziegen

Die Ziegen auf meiner Heimfahrstrecke sind privilegiert, denn sie haben ein Eigenheim Häuschen. Da dürfen aber nicht alle rein, sondern eine Ziege muss draußen bleiben, vermutlich um Bescheid geben zu können, wann es wieder aufgehört hat zu regnen. So gucken also ca. 5 Ziegenköpfe aus dem Eingangsloch heraus, während die 6. um das Haus herumwatschelt und versucht, durch ein Fenster einzudringen, was aber verwehrt wird.

Ich stand bei der Beobachtung gerade an einer roten Ampel und schmiss mich weg vor Lachen, bedauerte, doch nicht die Canon mitgenommen zu haben und wurde dann von dem Hintermann mit einem Hupkonzert daran erinnert, dass es nun GRÜN ist und ich meine Huftierbeobachtungen einzustellen habe.

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Pappelallee

Eine Allee aus Pappeln reihte sich direkt vor unserem Wohnhaus in G. Das Rascheln der Bäume im Wind klang wie Meeresrauschen, hatte etwas ungemein beruhigendes und heimatliches. Oft spazierten wir diese Allee entlang, genossen den Wind und das glitzernde Sonnenlicht der Abendsonne in ihren Blättern. Sie gehörte zu meiner Heimat, zu meiner Kindheit und manchmal vermisse ich sie. Und jetzt ist sie nicht mehr da, abgeholzt, entfernt, verstümmelt. Angeblich, weil es zu gefährlich wurde, Äste abstürzen könnten. Alle Bürgerinitiativen und Proteste halfen nichts. Es macht mich nur unendlich traurig. Und heute – bei dem stürmischen, fast schon wieder herbstlichen Wetter – in der Wahlheimat, musste ich an die Pappelallee denken.

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