Die letzten Tage

…. nicht nur des Oktobers, sondern auch bei meinem Nachmittagsjob in OL. Es ist eine Mischung aus noch nicht ganz Realisation, leichtem Zweifel, ob es vielleicht doch die falsche Entscheidung war, und Erleichterung, dass nun der Stress der letzten Wochen bald ein Ende haben wird, oder zumindest die Fahrerei aufhört.  Es ist seltsam, wenn sich Menschen von mir mit einer Umarmung verabschieden, mit denen ich seit Jahren zusammenarbeite; die ich aber bald nicht mehr sehen werde (bis auf die Weihnachtsfeier, zu der ich unbedingt wieder kommen soll dieses Jahr). Es ist noch irgendwie unreal. Ein wenig habe ich auch Angst vor dem kommenden Montag, wenn ich mein Abschiedsmahl ausgebe, und vermutlich Reden gehalten werden, wie traurig alle sind, dass ich weggehe. Dann wird die Ernsthaftigkeit unausradierbar in mich hereinkriechen; wenn ich meine Schlüssel und die Parkplatzkarte abgebe und 16komma5 Jahre NWP hinter mir lassen muss. 

Andererseits macht es mir mein Vormittags-CHEF auch nicht gerade einfach. Noch versuche ich ja im Oktober im Vormittagsbüro 25 Wochenstunden so zu strecken und zu dehnen, dass ich die Aufgaben für einen 40 Wochenstunden-Job halbwegs schaffe. Dass das nicht geht, weiß ich, das weiß auch CHEF, aber ich kann nicht aus meiner Haut; ich versuche es verbissen weiter. Ich komme Stunden eher ins Büro, opfere den Gitarrenunterricht am Freitag, um im Büro noch ein wenig Aktenchaos zu beseitigen; ich komme regelmäßig fast zu spät im Nachmittagsjob an, weil ich eben nicht einfach mitten im Diktatsatz alles fallen lassen oder unangekündigte Mandanten stehen lassen kann. Ich kehre abends ins CHEF-Büro zurück, und wenn ich schon mal da bin, kann ich ja auch gleich die eingegangenen beA-Nachrichten abrufen, die CHEF zwar gesehen hat, dass sie da sind, aber nicht ansehen kann (weil er sich auch weigert, diesen beA-Mist wirklich zu benutzen). Kurzum: 

Ich reiße mir den Arsch auf, tippe Akkord, ignoriere die überfällige Buchhaltung. Aber natürlich kann ich mit 25+ Stunden nicht die Vollzeitkraft ersetzen; etwas wird immer auf der Strecke bleiben. Ich  bin dermaßen kaputt, dass ich abends nur noch Essen herunterschlinge und ins Bett falle, kaum noch 1 Kapitel lesen kann, bevor ich wegdämmer bis zum ersten nächtlichen Klogang. Twitter seh ich nur noch von weitem, auch die Gitarre stand 2 Wochen unausgepackt vom letzten Gitarrenunterricht herum. Die Hausarbeit bleibt total auf der Strecke; ich kann derzeit keinen Besuch empfangen. 

Und wie dankt es CHEF? Indem er ständig mich mobbt mit „Da liegen ja immer noch Bänder!“ oder „Was machen Sie eigentlich den ganzen Tag?!“. Es kam die ganze Zeit nicht ein anerkennendes Wort von ihm, dass ich mehr Stunden rein stecke ins Büro, als ich müsste. Er scheint nur das zu sehen, was liegen bleibt. Und ich bin bereits jetzt frustriert darüber. Es fängt schon damit an, dass er sich beschwert, dass Schlitzi (das ist der Brieföffner) jetzt woanders liegt, weil ich mir „meinen“ Schreibtisch eben anders angeordnet habe. Es hört nicht damit auf, dass er meine Art zu telefonieren mit Mandanten/Leuten, die was von uns wollen, entweder zu ausführlich oder zu kurz hält; aber nie richtig. Mal sage ich zu viel, mal stelle ich zu viel durch, was ich doch selbst hätte erledigen können. Immer, wie es ihm gerade passt. Und dann besaß ich auch noch die Frechheit, ohne ihn vorher um Erlaubnis zu fragen (und vermutlich eher sein NEIN zu kassieren) 2 neue Tastaturen zu kaufen. Stink normale einfache Tastaturen, keine teurer als 20 €, weil ich mit den alten vorhandenen Dingern und besonders mit der am Empfangs-PC, an dem ich ja nun meistenteils sitzen muss, absolut nicht klar kam. Ich PÖSES unbrauchbares, Geld verschleuderndes Angestellte! Vermutlich ist er deswegen wirklich angepisst. Und wegen der Akten, die sich einfach nicht  allein in den Schrank räumen, wenn ich mich derer aber annehmen will, weil er gerade wieder gemeckert hat, dass man ja nichts mehr findet, werde ich sofort angeblufft, wieso ich nicht schreiben würde. Ich kann nur verlieren …

Wenn das sich nicht grundlegend ändert ab November, wenn ich dann wirklich 40 Stunden zur Verfügung haben werde und hoffentlich wieder Grund ins Bürochaos einziehen kann, dann werde ich vermutlich furchtbar bereuen, den Nachmittagsjob gekündigt zu haben; wo man wenigstens meinen Einsatz honorierte und manchmal sogar aussprach: Gut gemacht! Danke. 

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Ein Freitagsupdate

Habe den Gitarrenkurs heute sausen lassen, um Akten zu bekämpfen. Die Aktenfront ist derzeit erwartungsgemäß besonders hart; denn noch immer versuche ich mit 25 Stunden pro Woche den Job einer Vollzeitkraft zu schaffen. Dabei muss ich mich mit A. noch kompatibel machen, was auch nicht immer einfach ist.

Zum Beispiel: Da ich ab November sowieso meistenteils vorn am Empfang sitzen werde und ich mit der dortigen Tastatur und vor allem mit dem Nagetier, das sich Maus schimpft, im Kleinkrieg und Machtkampf stecke, platzte mir am Mittwoch der Kragen, und selbst wenn Chef explodiert wäre, ich hab schlicht beim örtlichen EDV-Dealer eine Sofortlieferung neue Tastatur und Maus bestellt. Die kamen dann auch prompt, wurden schnaufend und mit Kniebeschwerden unterm Schreibtisch herumkriechend von mir höchstpersönlich angestöpselt und ja! So soll es sich schreiben; nicht dieses Herumgestotter der Finger auf der alten, ausgemergelten Tastatur. Meine Güte, ich konnte wirklich flott schreiben … 

… nur um dann heute meinen Platz durch A. besetzt zu sehen, obwohl sie eigentlich als Halbzeitkraft hinten zu sitzen hat. Nein, sie saß vorn an meiner neuen Tastatur, und ich stotterte wieder an der alten hinten herum und hatte das Gefühl, gar nicht vorwärts zu kommen. Aber ich hab’s geschluckt, was soll ich auch diskutieren. Ab November sitze ich vorn. Punkt. Die paar Tage bringe ich bis dahin schon herum, und im Normalfall ist sie ja die restlichen Oktobertage nur da, wenn ich nicht da bin. 

Jetzt bin ich aufgekratzt zu Hause, kaputt und dermaßen aufgescheucht innerlich, dass ich mich selbst wundere. Ich höre Heinz Rudolf Kunze und warte darauf, dass iTunes die neue Folge #supernatural online stellt. Bisher ist noch nichts da. Vor lauter Arbeit bin ich heute weder zum Müsli noch zu einem winzigen Augenblick Twitter gekommen, bin also völlig spoilerfrei und neugierig, ob sie mit der 2. Episode der 14. Staffel gut machen, was mit der Premierenfolge so verkorkst scheint. Muss ich wohl noch abwarten. (Und hoffen, dass ich die Folge heute Abend noch bekomme, und nicht erst wieder morgen im Laufe des Tages).

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Herbst 2018

Bei fast 23 °C, Sonnenschein, laufen wir im T-Shirt durch den Seenpark; d. h. ich watschel mehr und bleibe bei so ziemlich jedem zweiten Blatt stehen. 

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Und dann war da noch

… das plötzliche Verlangen, Terry Pratchetts und Neil Gaiman’s Meisterwerk GOOD OMENS zu lesen, nachdem auf Twitter (wo auch sonst?) die Info verbreitet wurde letzte Woche, dass  irgendwo irgendwann eine Miniserie dazu gedreht wurde, die ich so was von mir ansehen werde! Doch dazu muss man ja noch ein wenig Warten, und in der Zwischenzeit könnte ich ja endlich mal das Original lesen, wo ich doch nur noch in English lese und das kein Problem mehr sein sollte. 

Man kann ja schwups alles, was man sich wünscht (mehr oder weniger) sofort auf’s KINDLE pushen, und so ist da jetzt auch GOOD OMENS drauf und wartet, angefangen zu werden. Ich hätte auch noch irgendwo das Taschenbuch stehen, in deutsch, damals geliebt und ich könnte das auch noch einmal lesen … wenn, ja 

… wenn da nicht noch immer das unstillbare Verlangen nach Brian & Justin wäre. Ungebrochen. Und wenn es keine neuen Geschichten gibt (weil die erst noch vollendet und mit dem Happy End versehen werden müssen, ohne das ich keine einzige lesen werde), dann lese ich eben die geliebten bewährten wie IN HIS KISS & TOGETHER schlicht noch einmal (zum 6. Mal oder so?), genieße es, schlage mir doch noch halbe Nächte um die Ohren, lesend, und kann mich nicht durchringen, dieses geliebte Universum zu verlassen – auch nicht für Good Omens. 

Und gerade habe ich ein paar neue stories heruntergeladen, vielversprechend, in dem Stil, den ich bevorzuge, natürlich gecheckt, ob es gut ausgeht … Brian & Justin sind zusammen und happy = me happy.  Die Guten Omen werden also noch ein wenig warten müssen, bis mein Herz bereit ist, Seitensprünge lesend zuzulassen. 

The end is nigh. ⚡️ #GoodOmens: Coming to @PrimeVideo in 2019. pic.twitter.com/UVIypsq0rt— Good Omens (@GoodOmensPrime) 6. Oktober 2018

https://twitter.com/GoodOmensPrime/status/1048589384692289536

Auf GOOD OMENS freue ich mich trotzdem!

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Stranger In A Strange Land

Vermutlich sollte der Titel darauf hinweisen, das MICHAEL/DEAN in einer für ihn völlig fremden Welt selbst ein Fremder ist; auf der Suche nach dem einen Grund, diese (unsere) Welt von der Vernichtung zu bewahren *gähn*. Ich nehm’s vorweg: Er findet am Ende einen …. Vampir, der seine Anstrengungen Wert ist? (Netter Nebenschauplatz, als Mr. und Mrs. Ackles die Szenen hatten, und MICHAEL/DEAN der/dem Angel Jo erklärt, dass all die Dinge, die sie schätzt – Liebe, Familie, ein home – nichts Wert sind in den Augen eines Engels, dass sie, wie alle anderen, ihren Weg verloren hat.

Und damit wären wir auch schon bei der Kernantwort auf die Frage: Wie war der 14. Staffelauftakt? Wäre es nicht für Mr. Jensen Ackles und seine Performance eines von Bizarro-World besetzten Angels MICHAEL gewesen, ich hätte nach 10 Minuten fast abgeschaltet! Schlechtester Auftakt aller Zeiten einer Supernatural-Staffelpremieren-Folge!

Kommen wir zu SAM (den sie jetzt Bart tragen lassen) und der das Kommando im Bunker übernommen hat zu all den aus Bizarro-World rübergeschubsten Huntern. Zwischendurch hackt er sich auf der Suche nach DEAN in Computers, putzt die Küche, therapiert einen depressiven Nicht-mehr-ganz-Nephelim, der sein Grace verloren hat und daher seiner Kräfte beraubt ist und sich nutzlos fühlt, jetzt, wo er das hat, was er in der letzten Staffel noch haben wollte: SO zu sein, wie alle anderen, gut zu sein! SAM putzt auch die Küche und flickt das verlassene Vessel von LUCIFER wieder zusammen, das auch im Bunker hockt. Ganz recht: NICK ist wieder da … und wie der Rest der Welt frage ich mich, was wir mit dem denn noch wollen? 

Derweil lässt sich CAS auf der Suche nach DEAN von einem Möchtegern-Demon-King als Geißel nehmen, um SAM in eine Falle zu locken. Der MGDK will einen Deal, dass die Winchesters, oder besser SAM in Ruhe seine Geschäfte machen lassen, SAM sagt nein, Prügelei, SAM hält eine Ansprache an den Rest, dass er immer nein sagen wird zu Demons, worauf sich die restlichen panikartig verkrümeln. (An der Stelle wollte ich mich auch verkrümeln, weil dieser Plot nun wirklich dämlich ist und alle anderen Staffeln absurd macht!) 

Sie finden MICHAEL/DEAN nicht, Mutti MARY versucht den zweiten Peptalk der Folge zu SAM, aber es klingt irgendwie alles nur so halb. Einziger Lichtpunkt in der derzeitigen Bunker-Folks-Growd: BOBBY – und der flirtet mit MARY, was einfach nur … GOD! NEIN! Bitte nicht!

Und so blieb ich gestern sehr enttäuscht zurück, nach der ersten Folge der 14. Staffel, und hoffe, dass sie irgendwie noch die Kurve kriegt. Vor allem. wenn sie Jensen mehr MICHAEL/DEAN Szenen geben könnten. Aber ich fürchte … nun, wir werden sehen. 

Die Titelcard aber sieht fantastisch aus!

Das sieht ja schief und unscharf aus? Ja, kein Wunder, denn warum auch immer kann ich von iTunes keine Screenshots mehr machen! Habs ja gerade versucht, und kurz an meinen Fähigkeiten gezweifelt, die richtigen Tasten zu finden. Offenbar ist das nun unerwünscht, Screenshots zu fertigen und wird durch Kopierschutzmaßnahmen unterbunden! Selbst das! Screenshots! Diese Gängelei bringt mich auf die Palme. Deswegen hab ich es eben mit dem Handy abfotografiert. 

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Auch wenn man

vermuten könnte, dass sich die Tage alles um die Winchesters drehen würde, oder – wie seit Monaten nichts anderes mehr von mir gewohnt – entweder #QAF Geseufze oder Büro-Gejammer; gibt es doch noch andere Dinge, auf die ich mich freue und für die ich sogar das KINDLE aus der Hand legen würde und lege. Gerade bei der morgendlichen Zeitungslektüre das entdeckt: 

Und das werde ich schauen, noch bevor ich supernatural schauen werde, denn für die Winchesters bin ich ja quasi bereits mit den Mädels auf Skype verabredet. Vermutlich werde ich bei dem Film heulen. Ich bin so. 
Das S.  bei O’Donovan steht übrigens für Sunshine – schon allein deswegen muss man diesen Film schauen. 

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Du sollst nicht

… böse und verbotener Weise deine Lieblingsserie kostenlos downloaden!

deswegen streamte ich, das war in der Grauzone

du sollst aber auch nicht streamen in Deutschland!

also besorgte ich mir einen iTunes Account und lernte applish

das funktionierte eine zeitlang ganz gut und ich war froh über den angebotenen Staffelpass

du sollst aber nicht die 14. Staffel innerhalb der ersten 24 Stunden sehen, wie der Rest der Welt, der im richtigen Land hockt oder technisch begabt ist und sich schlicht um Verbote nicht schert!

Den Staffelpass schaffen wir auch ab, dann musst du für jede Folge einzeln zahlen (wenn wir sie dann irgendwann mal online stellen) und wir kassieren eben das 2- oder 3-fache.

Ich will grad kotzen, und hoffe noch, dass iTunes sich nicht so arschig wie PrimeVideo benimmt.

Edit am Sonntagmorgen nach dem Drama

Du sollst auch nicht gänzlichst die Hoffnung aufgeben. iTunes (wenn auch erst quasi nach Anstubbsen und Twitter-Kreisch-Tiraden) hat jetzt den Staffelpass auch für mich, und die erste Folge der neuen Staffel downloadet gerade. Jo, die liebste, war so eifrig, mir, die ich auch deswegen doch 2.28 Uhr oder so putzmunter im Bett herumlag letzte Nacht, gleich sofort eine Twitter-DM zu schicken (und ich vermute sie war ziemlich überrascht, dass sie prompt eine Antwort bekam von mir schlaflosen grummelnden Etwas). Kurz war ich am Überlegen, da schon aufzustehen (schließlich war ich wach) um die Stranger In A Strange Land-Folge zu schauen; aber ich blieb dann doch liegen. Ich schau sie auch jetzt noch nicht, 4 Stunden später; denn wir (also Knuffel und ich) müssen noch Papier zur Deponie bringen, den Einkauf meistern und mein Auto noch vom Büro abholen und für mich bleibt dann noch ein wenig Hausputz; also allerhand noch zu tun.

Es ist auch gar nicht der Punkt, dass iTunes mehr als 24 Stunden später mit der neuen Episode rausrückte, sondern im deutschen store im Gegensatz zu fast allen anderen stores so tat, als wäre supernatural mit 13 Staffeln genug (ok, man kann darüber sicher diskutieren, und das bereits seit der 12. Staffel; aber darum geht es ja gar nicht!) Es geht / ging darum, dass ich im US/CAN-store schon sah, dass dort der Staffelpass zu haben war, und wenn ich dann klickte, mich mit meinem Account anmeldete, wurde ich natürlich in den für mich zuständigen deutschen store weitergeleitet, ob ich wollte oder nicht, wo es eben (noch) keine 14. Staffel gab; und ich hatte keine Möglichkeit, denen irgendwie beizupuhlen, dass ich auch den amerikanischen Preis bezahlen würde, wenn man mich nur kaufen lassen würde! 

Was habe ich mich gestern aufgeregt!

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Die letzten 2-Jobs-chaotischen Tage

Ich muss meinen Rhythmus umstellen, und zwar komplett. In der ersten Oktober-Woche mit dem freien Einheitstag konnte ich schon mal reinschnubbern, wie es sein wird, wenn ich ab November Vollzeit bei Chef arbeite und nicht mehr mittags nach OL hetze. Zunächst einmal hieß das, dass ich bis nach 7 Uhr schlafen konnte (wenn ich doch sonst um die Uhrzeit bereits schon die ersten Akten in den Schrank zurückschubste). Dafür war ich aber mit Chef und den Akten alleine, und das ist immer prädestiniert dafür, dass ich irgendwann in Hektik verfalle, weil einer allein eben nicht alles schaffen kann, so sehr ich mich auch anstrenge, mich zu vierteilen – es klappt einfach nicht und irgendwas bleibt auf der Strecke. Diesmal aber ging es zumindest in der ersten Woche erstaunlich gut, vermutlich auch deswegen, weil Chef sich zurückhielt mit Nörgelei, wusste er doch, dass ich quasi meine letzten freien Oldenburgischen Urlaubsnachmittage ihm schenkte, damit nicht alles liegen bleibt im Büro, während wir personaltechnisch im Oktober hoffnungslos unterbesetzt sind. Dafür – und den Deal habe ich mit Chef am ersten Tag ausgehandelt – wird dieses Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr das Anwaltsbüro das erste Mal in meinen 16 Jahren geschlossen werden. Das war meine Bedingung; und Chef verhandelte gar nicht erst, sondern sagte ja. 

Ich gebe zu, ich hab mich in der Woche relativ schnell daran gewöhnt, so lange schlafen zu können und trotzdem wie gewohnt zu Hause zu sein. Es tat mir auch körperlich scheinbar gut, denn ich fühle mich wieder mehr energetisch und unternehmungslustig – und das allein ist bereits Indiz dafür, dass es nach wie vor die richtige Entscheidung war und ist. 

Morgen und die kommenden restlichen Wochen im Oktober jedenfalls teilen sich noch der Anwaltschef und die OL-Firma meine Arbeitskraft, und jeden Tag wird der Abschied ein bisschen schwerer werden, weil es so endgültig sein wird. Man geht nicht einfach nach fast 17 Jahren. Das wird komisch werden, das ist bereits jetzt komisch. Vor allem, wenn sie es doch noch hinbekommen sollten, dass ich meine Nachfolgerin dort noch einarbeiten werde. 

Aber es ist nun einmal so, wie es ist; und wenn ein Ergebnis der Veränderung ist, dass ich wieder mehr Spaß an Dingen außerhalb von Büro (und erstaunlicher Weise ohne KINDLE) habe, dann bin ich auf dem richtigen Weg. Vielleicht sogar bald wieder mehr und mehr sportlich – und mein Flurspiegel weiß, das wäre so dringend nötig! Es ist jedenfalls erstaunlich, wie eine Verschiebung der Arbeitszeiten mehr Zeit und Energie freisetzen kann, dass sich das ganze Leben anders anfühlt. 

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Die Diktatur der Blase

Es ist einfach lächerlich! Da könnte ich – rein theoretisch jedenfalls – bereits jetzt jeden Tag 1,5 Stunden länger im Bett bleiben, weil ich ja erst um 8 Uhr die Gerichtspost abpflücken muss; und wo findet man mich morgens statt dessen? Küche putzend! Weil die Blase beim geringsten Anflug von WACH des restlichen Körpers, und zwar auch bei bloßer Vermutung, dass der restliche Körper wach sein könnte, weil eben jene Blase in geradezu terroristisch-egozentrischer Manier Aufmerksamkeit und den Gang zum WC diktatorisch verlangt, egal wie, oder über was man dabei unweigerlich stolpern muss. Und dann bin ich wach. Wirklich wach! Dann kann ich ja auch die Küche putzen, die sowieso auf dem Weg liegt, während ich darüber nachdenke, wie schön es wäre, wenn ich einfach noch hätte liegen bleiben können.

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Das soll ein Sturm gewesen sein

… letzte Nacht? Das bisschen Wind? Pah! Das war rein gar nichts, nur ein bisschen Regengeprassel ans Fenster und schnelle Luft unterwegs! Aber Sturm? Nee, Sturm war das bestimmt nicht!
Dafür durfte ich mehrmals aufs Klo watscheln, während die restliche Familie inklusive Kater das köstliche ALDI-Eisbein vom Abendbrot noch verdauten.
Und überhaupt, warum ist es schon wieder Montag und ich bin müde wie Rapunzel im Mohnfeld? Eigentlich sollte heute die Kanzlei nach 15 Jahren ausnahmsweise montags über den Rodenkirchener Markt spazieren, aber auch das fällt aus, weil alle krank oder sonstwie verhindert sind. Auch schön, hatte sowieso nicht vor, von Bierbude zu Bierbude zu kriechen, mich an Wasser/Cola festzuhalten, durchnässt zu werden, mit Knieschmerzen herumzustehen und zu frieren und dann die halbe angetüdelte Belegschaft nach Hause zu kutschen. Also ich vermisse das Marktbegängnis ganz sicher nicht – bin ich früher zu Hause im Bett beim KINDLE, wo ich hingehöre.
Während ich mich diese Woche im Anwaltsbüro mehr oder weniger langweilen werde, weil Chef urlaubt und alle Akten bereits getippt/abgelegt sind und die Buchhaltung soweit uptodate ist, werden im Nachmittagsbüro Panikemails an mich versandt, was alles noch an Synopsen geschrieben werden muss, bevor ich endgültig verschwunden sein werde. Vormittags kann ich also zumindest noch diese Woche gemütlich dem KINDLE frönen, während nachmittags Hektik das Motto zu werden scheint. Und dazwischen bin ich einfach nur froh, wenn ich wieder zurück ins Bett kann. Mist, Spontanschnupfen habe ich auch gerade bekommen. Die Woche scheint keinen guten Start hinzubekommen.

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I won’t cry

… auch wenn mir oft danach ist, ich bin einfach zu müde. 

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Stuck

Gefühlt seit immer, aber wohl noch gar nicht so lange her, lese ich ja nur und ausschließlich Brian+Justin – stories (und auch nur solche, die happy enden, oder sie kommen immer noch nicht aufs KINDLE, nur, falls es da zwischendurch Zweifel geben sollte). Derweil sind auf dem KINDLE mehr als 1.200 stories, davon sicher mittlerweile mindestens 51 % QAF.

Aber bekomme ich genug? Nö! Niemals. BEKOMME ich genug? Auch nicht! Derzeit ist es irgendwie …  leer auf den üblichen story-findungs-Wiesen. Jedenfalls was die betrifft, die meinen Ansprüchen am nahsten kommen. Ich lese ja nun wirklich nicht wahllos, was irgendwie am Schluss mit nem Kuss endet.

Aber es gibt momentan nichts! Oder ich findet sie gerade nicht. Ein oder vielleicht zwei sind works-in-process; aber das scheint noch zu dauern. Also flüchte ich mich in die bekannten und lieb gewonnen (derzeit schon wieder Smoldering, aber ich habe auch In His Kiss wieder im Visier), und heule an den bekannten Stellen.

Es ist so eine Zwischengefühlswelt bei mir gerade:
Ich will ja Neues lesen, aber das soll auch so gut sein, wie das Vertraute, bitte, und nicht enttäuschen! Das kann doch so schwer nicht sein, und auch nicht zu viel verlangt. Und die Vorstellung macht mich auch ein kleines bisschen amokig, dass vermutlich noch viele hervorragende stories irgendwo von mir unentdeckt im Netz verstauben. Wenn ich also keine guten neuen stories finden kann, dann will ich bei meinen guten alten stories bleiben; was es aber schwer macht, mich auf neues einzulassen, denn das könnte ja enttäuschen, wenn es nach dem ersten Kapitel sich schon wie der Aufsatz eines Drittklässlers liest …

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Wat’n Schiiet

Okay, über zu wenig emotionale Achterbahnfahrten kann ich mich derzeit sicher nicht beschweren. Die Kündigung fühlt sich auch jetzt noch immer wie ein Verrat an, das Gefühl wird einfach nicht weniger, auch wenn alle versichern, dass sie meine Entscheidung verstehen. Zu wenig Arbeit gibt es auch nicht gerade, vor allem im (noch) Vormittagsbüro, das bald mein Ganztagsbüro werden wird. Chef ist im Urlaub hier, und die Woche davor steppt und steppte eben der Bär im Bastrock.

Und daher ist es kein Wunder, dass ich am WE, als endlich ein wenig Ruhe einkehrte, mit meinem Darm in Clinch lag. Im Stundentakt zwang der mich auf’s WC. Dazwischen lag ich komaartig herum. Okay, ich hatte zumindest noch mein KINDLE, aber irgendwie war selbst das an dem Wochenende eher … zäh. Und LUCIFER’s letzten Folgen der 3. Staffel zu schauen, war nun auch nicht gerade Seelenbalsam, aber zumindest ging so die Zeit rum zwischen den Klobesuchen.

Und nun bin ich froh, dass Montag ist und ich ins Büro darf, denn da sind genügend Akten, die mich davon ablenken, dass mein Leben sich gerade derart umkrempelt.

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Lennie

… oder warum ein kanadischer Schriftsteller, der einst dem Englischen Patienten auf die Welt verhalf, dadurch bekannt wurde und der heute auch noch Geburtstag hat, mich daran erinnerte, dass ich Lennie und Tom verloren habe.

Es ist ja bald vorbei, die Zeit, die ich mittags Radio hörend damit verbringe, von Job 1 zu Job 2 zu kutschen; aber noch kutsche ich – und höre Radio; und erfahre dadurch so Dinge, wie zum Beispiel, dass der kanadischde Schriftsteller Michael Ondaatje heute 75 Jahre alt wird. Oder wurde. Oder schon ist. Das allein würde mich noch nicht aus dem Auto schleudern und ich gebe sogar zu, dass ich weder das Buch noch den Film zum Englischen Patienten gelesen oder gesehen habe, wobei aber zumindest letzterer 9 Oscars mit nach Hause gebracht haben soll … also ich kenne weder den Roman, noch den Film und auch sonst habe ich heute den Namen Michael Ondaatje zum ersten Mal gehört.

Und doch stubbste es etwas an in mir, als er im Interview davon erzählte, dass er ja nur für sich schreibt, und nicht, um irgendwelche Preise zu gewinnen; und dass er – wenn er dann einmal ein Buch veröffentlicht hat – er es nie wieder liest. Außerdem verriet er, dass er manchmal ein Buch eigentlich 2 oder 3 Mal komplett überarbeitet hat, bevor er damit zufrieden ist.

Dem allen lauschte ich, und dachte nach; darüber, dass bei meinen geliebten FanFics es Autoren/innen gibt, die schreiben – schreiben – schreiben ….  Tag und Nacht scheinbar (und ich beschwere mich nicht, sondern warte mehr oder weniger geduldig so manches Mal auf die Vollendung des nächsten Werkes). Also diese (meistens) Damen schreiben Zehntausende von Wörtern und basteln Geschichten, mit scheinbarer Leichtigkeit und nie endenen Enthusiasmus, obwohl sie auch mit Jobs und Familie jonglieren.

Und ich scheitere daran, meine Lennie-Story seit mehr als einem Jahrzehnt in die nächste Umlaufbahn zu schubsen. Mittlerweile ist sie sogar verschwunden, denn der Laptop zu Hause wurde in den vergangen Jahren bereits 2 mal gewechselt; und als ich heute nachgucken wollte, ob ich die Lennie-story irgendwo in der Blogcloud gespeichert habe, musste ich feststellen: habe ich nicht. Sie ist erst mal weg!

Aber ich müsste sowieso wieder ganz von vorn anfangen, wenn ich dann wieder anfange. Will ich wieder anfangen? Heute – nach dem inspirierenden kurzen Interview mit Herrn Michael Ondaatje im Radio – würde es mich schon reizen. Ab November, wenn sich meine berufliche Situation nach 16 Jahren grundlegend geändert haben wird, hätte ich sogar ein wenig mehr Zeit, genau das zu tun … Lennie und Tom neu zu beginnen, auszubauen, stetig aber konsequent zu entwickeln; denn sie ist nach wie vor in meinem Kopf, ihre Geschichte, noch ein bisschen foggy aber eben da; und sie sollte erzählt werden.

Das Problem ist eben nur: JETZT bin ich voller Schreibdrang, aber schon nächste Woche könnte mir das Leben wieder schwer in der Seele liegen und dunkel herumjaulen; oder ich falle in mein FanFiction Universum, und das ist so viel weicher und schöner, selbst wenn es aus lauter Drama vor dem jeweiligen Happily Ever After besteht. Was also, wenn ich dieses Projekt (wieder) anfange, aber auf nicht mal halben Wege scheitere, an der nötigen Disziplin und an der Konsequenz, weil ich schlicht zu erschöpft bin? Käme dieses Scheitern dann nicht zu der Waagschale des kompletten Versagens hinzu? Sieh, wie dein Abnehmen, wie dein Sportprogramm … du fängst Dinge an, bist Feuer und Flamme, und am Ende versagst du doch und lässt Unfertiges zurück! So typisch!

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Geschützt: BAMM!

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