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Ich mag den Herbst.

Ich mag den Herbst sehr.

Vielleicht liebe ich den Herbst auch ein kleines bisschen mehr, als alle anderen Jahreszeiten.

Und vielleicht ist es deshalb, weil der Herbst meinen eigenen Seelenfarben so nah kommt, selbst den nebligen. Besonders den nebligen!— Sabine J. (@werkarniggel) September 8, 2018

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Wann war ich

eigentlich das letzte Mal im Kino? War das wirklich zu Das Flüstern des Wassers? Oder haben wir zwischendurch … ? Ich kann es gar nicht mehr genau sagen. Oder doch, warte, ich erinnere mich dunkel:
ich war zu Jurassik World Nummer X oder so mit Jo im Kino.

Aber den Film hier:

werde ich mir irgendwie selbst gönnen; oder auf iTunes so shoppen. Auf jeden Fall möchte ich ihn sehen! Ich hoffe nur inständig, dass der Wolf am Ende überlebt; sonst würde es mir das Herz brechen.

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Wake me up when September ends

… Green Day 

Dabei hat er gerade erst angefangen, oder schon angefangen! Plötzlich war er gestern quasi da, der September. Und ich war erstaunt, dass er schon da war.
Die letzten Tage waren wieder hektisch, vor allem im Vormittagsbüro. Veränderungen stehen mal wieder ins Haus. Ich habe keine Ahnung, was sie bringen werden.

Momentan versuche ich jedoch nur, halbwegs zu funktionieren und nicht aufzugeben. Ich klammere mich an mein KINDLE und an die Lieblingsgeschichten und hoffe, dass ich irgendwann wieder die Energie finde, um wieder aufzustehen und mir selbst einen Sinn zu geben … außerhalb von Akten und Synopsen. 

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War gar nicht

…. so chaotisch, der erste Arbeitsnachmittag nach dem Urlaub. Eigentlich sogar ziemlich entspannt soweit.
Nur auf die ständige Frage der Kollegen: „Na, auch wieder da?“ antwortete ich dann irgendwann nur noch patzig mit „Nö!“

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Der erste halbe Arbeitstag

nach dem Urlaub; 4,5 Stunden Anwaltsbüro, umzingelt von der gesamten Buchhaltung, die natürlich 2 Wochen lang ohne mich vollständig ignoriert wurde. Ich hab wohlweislich aber verschwiegen, dass ich am Nachmittag noch frei habe; denn ich kenne mich … sobald der Druck raus ist, ab 12:30 Uhr im anderen Büro sein zu müssen, kann man ja eben das eben schnell zu Ende machen oder sich um das fix noch kümmern, weil man muss ja nicht weg. Und so ließ ich wie gehabt fast pünktlich 11.30 Uhr den Kugelschreiber fallen und verschwand, bevor jemand hinterfragen konnte.

Und das war gut so, denn dieser erste Bürovormittag hat mich dermaßen geschlaucht, dass ich nach dem Mittagessen direkt 3 Stunden im Bett wie ein Stein verpennt habe. Da frage ich mich, was für Arbeit ich eigentlich abliefere, wenn ich dermaßen geschafft bin, dass ich so tief einschlafe nachmittag, wenn ich Gelegenheit habe, anstatt im anderen Büro Synopsen zu tippen …. 
Oder ich werde halt schlicht zu alt und verbraucht, um 4 x die Woche 12-Stunden-Arbeitstage abzuliefern, freitags nochmal 5 + anschließender Gitarrenunterricht, sowie eventueller Tante-Aenne-Einkaufstour. Und dann habe ich noch keinen Handschlag Haushalt getan … 

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Etwas Sonntagsmitleid

Sonntag, der letzte freie Tag, dann sind die Urlaubstage 2018 auch schon wieder Geschichte. Es fühlt sich gerade so an, als bräuchte ich dringend wieder Urlaub. Glücklicherweise fange ich erst mal langsam an, mit nur Vormittagen im Anwaltsbüro für Montag und Dienstag. 

Wer weiß, was mich da erwarten wird. Unmengen von Buchhaltungsakten, so viel steht fest, denn das bleibt ja alles liegen, wenn ich nicht da bin. Und dann sicherlich auch noch mal so viele Diktate. Und ganz schnell wird mich der Aktenalltag wieder eingeholt haben. 

Das Bild hier wurde im Museum of Archäology in Heraklion aufgenommen. Ich hatte Glück und erwischte einen Moment, wo kein anderer Besucher sich vor meine Linse drängte. So ein bisschen erinnert mich dieser Stiertanz an meine Arbeit. Ich tanze auch immer zwischen „Alles perfekt machen wollen“ und doch regelmäßig genau das Falsche gemacht zu haben und den Anschiss dafür zu kassieren. 
Ach, vergesst es, ich bin gerade ziemlich dunkel.

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Wenn man mich aber

fragt, was am schönsten war auf Kreta, dann war es der eine Morgen bevor wir Santorin besuchten, als wir die Sonne aufgehen ließen. 

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Knossos

Unser erster Tagesausflug während unseres Kreta-Urlaubes ging letzten Samstag nach Heraklion, zum Palast des Knossos und in das Archäologische Museum. Es war beides beeindruckend, draußen wie erwartet heiß, das Museum angenehm klimatisiert. 

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Zurückfinden in Non-Urlaubs-Realität

Gestern war quasi mein letzter Urlaubstag. Ein wenig Trauer schlich schon mit ein bei dem Gedanken, dass es ab jetzt nun ein normales Wochenende sein würde, als wenn ich 13 Uhr Feierabend im Anwaltsbüro gemacht hätte und nun auf dem Weg zum Gitarrenunterricht bin, wie an jedem anderen normalen Freitag eben, an dem man nicht im Urlaub ist. Wo ist nur die Zeit geblieben? Sind es wirklich schon wieder zwei Wochen gewesen? 

Und nun ist eben Sonnabend. Fast schon Mittag, ich hab es immerhin aus dem Bett geschafft. Ein wenig Hausputz steht eigentlich an, wenn ich mich dazu aufraffen kann. Wenn wir nicht wieder in Diskussionen über das bestehende deutsche Schulsystem verstrickt werden, oder über Politik (Was hat das Arschloch da in den USA nun wieder getwittert?!), oder wo wir das nächste Mal in den Urlaub fahren könnten, wenn wir bis dahin wieder abgenommen haben würden … 

Eigentlich will ich mich gar nicht aufraffen, irgendwas zu tun, ich sitze gerade so gut, habe zwei neue stories auf das KINDLE geschubst und bei mindestens einer weiß ich bereits jetzt schon, dass ich durchheulen werde bis zum unausweichlichen Happy Ending. Wieso quäle ich mich eigentlich durch all das Drama des Brian & Justin universe? Ich sag es euch: Weil mein eigenes Leben so dramalos ist.

Dramalos? Pah! Wer behauptet denn so was? Little Drama kann mein Knuffel auch! Wie er gestern beim Einkaufen bewies. Ich war hungrig einkaufen gewesen, denn der Kühlschrank war noch immer leer, nachdem wir aus Kreta zurückkehrten und nicht wirklich Bock hatten, einkaufen zu gehen. Wozu gibt es auch Lieferservices? Jedenfalls mussten wir dann aber irgendwann doch, weil uns das Fehlen von Klopapier zwang. Wie gesagt: ich war hungrig, und während mein Mann und Gemahl noch Eis in den Einkaufswagen bugsierte, stand mir der Sinn eher nach diesen kleinen geräucherten Minisalamis, also nach Herzhaften. Gleich nach der Kasse angelte ich mir eben besagte Minisalamis in der Absicht, wenigstens eine bereits zu essen, als mir mein Knuffel diese aus der Hand riss, mich wie ein kleines Kind schalt, ob ich damit nicht warten könne! Eine Viertel Sekunde lang war ich verblüfft, und dann verärgert! Wer denkt er denn, der er ist?! Und genau das sagte – eher brüllte – ich auch entrüstet! Es war  mir egal, ob mich Leute hörten, ich ließ mich nicht einfach behandeln wie ein Kind! Er schnappte sich dann nur wortlos den Einkaufswagen und stürmte aus dem Laden, ohne beim Araber-Stand noch anzuhalten, wie wir es eigentlich abgesprochen hatten, um noch ein paar Oliven, gefüllte Paprika und Salate einzukaufen. Er stürmte raus, ich humpelte hinterher. Er redete kein Wort mehr mit mir, auch keine Antworten mehr auf direkte Fragen! Wer verhielt sich jetzt wie ein Kind?

Aber nun ist es wieder gut, er hat sich beruhigt, oder vergessen, warum er so ein Drama abzog, und schließlich ist Wochenende. 

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More Crete

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Drama kann die Sonne beim Aufgehen in Kreta

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Urlaubsbilder-Ausblick

Gestern sind wir aus Kreta zurückgekommen und im Gepäck nicht nur jede Menge Dreckwäsche, deren erste Ladung bereits in der WaMa rotiert, einen beidseitigen Schienbeinsonnenbrand und natürlich jede Menge Bilder. Obwohl, nicht ganz so viele, wie sonst, denn wir waren lieber mit Erholen beschäftigt, als mit Fotografieren. Kreta ist toll! Aber auch warm. 

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The Notebook

… oder warum es auch außerhalb von B&J Geschichten/Filme gibt, die mich emotional total erschöpfen. 

Eigentlich sollte ich packen, für Kreta, hab ich auch. Aber dann war da auf ARTE eben jener Film. The Notebook … oder auf Deutsch: Wie ein einziger Tag. Ich ahnte, dass ich weinen würde, aber ich ahnte nicht, wie sehr. 

Und nun sitze ich hier, schniefe und weine und seufze und fühle mich befreiend elend, weil es so schön und so traurig war, und doch irgendwie auch tröstend. 
(PS Ich gestehe aber, dass mein FanFic-verseuchtes Hirn autoamtisch ab und an Brian und Justin statt Noah und Allie sah; und vielleicht bin ich deswegen gerade ein wenig emotional sanft aber eben doch von einer Klippe geschubbst worden.)

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Das grüne Wesen

 Es könnte wirr werden, der Traum war wirr, aber aufregend, spannend und abenteuerlich. Und ein wenig magisch:

Ein hoher Raum, altmodisch eingerichtet, eine Art Bibliothek. Es roch nach Holz und Wachs und die Dielen quietschten, wenn man sie betrat. Hohe Fenster, vor denen weiße Vorhänge wehten. Es ist idyllisch, ruhig, fast zu ruhig. Zwei Menschen betreten den Raum aus entgegengesetzten Richtungen, und ihre Blicke treffen sich. Sie verharren in ihrer Bewegung, sehen sich an, minutenlang, schweigend, nur wenige Meter voneinander getrennt. Seine grünen Augen funkeln, ihr Lächeln ist strahlend. Sie kommunizieren ohne Worte, nur mit Blicken. Die weißen Vorhänge wehen und Licht flutet den Bibliotheksraum, in dem sie sich noch immer schweigend und gebannt gegenüberstehen. 

Doch die Ruhe ist nicht von Dauer, weitere Menschen nähern sich, bewaffnet mit Forken und Harken, wütend schreiend, sich gegenseitig aufputschend. Sie stürmen in die Bibliothek und bleiben plötzlich stehen, starren auf das Paar und wissen nicht, ob und wie sie weiter vorgehen sollen. Das Schweigen ist unheilvoll. Gewalt knistert. Ein Funke, ein Ausruf genügt, um die Situation eskalieren zu lassen.

Sie überwindet die letzten wenigen Schritte zu ihm, nimmt seine Hand in die ihre. Ihr Lächeln überstrahlt das Licht, das noch immer in die Bibliothek flutet, überstrahlt die drohende Gewalt und den wabernden Hass, der ihnen von der Meute entgegenschlägt. Seine Augen sind grün und beschwören sie, bei ihm zu bleiben.

Noch immer wortlos, ein leichtes Drücken seiner Hand, und sie versteht: „Vertrau mir!“ Sie greift seine Hand fester und lächelt. Sie vertraut. Sie kann nicht erklären, warum und wieso, doch sie fühlt, dass sie vertrauen kann. Bedingungslos. Blind. Von der ersten Sekunde an. Er umschließt sie mit seinen Armen, drückt sie an sich, beschützend.

Und dann verwandelt er sich, seine Augen beginnen zu leuchten. Er dreht sich, hält sie noch immer in seinen Armen, wendet seinen Blick nicht von ihr ab. Sie dreht sich mit ihm, schmiegt sich seiner Bewegung an. Sie hat keine Angst. Die Drehung wird schneller, wirbelnder, er wird zum kristallischen Grün; und während sie sich mit- und umeinander drehen, schweben sie in die Höhe, aus der Reichweite der Harken und Speere der Menge, die am Boden zurückbleibt, in Angst und Furcht vor dem, was sich vor ihren Augen abspielt, was sie nicht verstehen, und doch oder deswegen ablehnen.

Er hält sie fest umschlungen, besteht nur noch aus funkelndem Kristallgrün. Sie sieht sein wahres Wesen, sie spürt nach wie vor den leichten Druck auf ihrer Hand und sieht sein Flehen in den Augen, keine Angst vor ihm zu haben. Und sie hat keine Angst, sie vertraut, während das grüne funkelnde Kristall sie umschließt und davon trägt, weg von der tobenden Meute unter ihnen, die nicht verstehen will.

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