Die FB Nachricht

Seit Tagen schleppte ich sie gedanklich mit mir herum; vor allem den Vorwurf, der mir darin gemacht wurde. Ich würde mich nur noch für meine Serie interessieren und Menschen, die damit nichts anfangen können oder wollen, in Klassen einteilen und diejenigen ausradieren, die weder twittern noch wissen, was gerade Jensen oder Jared zum Frühstück für Shorts trugen.

Ich war verletzt!

Denn so ist es nicht! So bin ich nicht!

Aber offenbar sieht man mich so.

Ich bin nicht fehlerfrei, ganz bestimmt nicht. Natürlich hätte ich mich – gerade in der 2. Urlaubswoche, in der ich einige Besuche quasi versprochen und in Aussicht gestellt hatte – wenigstens melden können. Ich tat es nicht, verschob alles immer auf den nächsten Tag und versank weiter in Lethargie auf dem Sofa. (hier)

Aber mir vorzuwerfen, dass ich mich nur noch für diese eine Serie interessiere und deswegen Freundschaften wegwerfe … das tat weh!

Heute habe ich auf die FB Nachricht geantwortet, nachdem ich lange darüber nachgedacht hatte, ob – und sei es nur eine Winzigkeit – Wahrheit in dem Vorwurf enthalten sein könnte.

Es ist nicht wahr!

Natürlich nimmt die Serie einen großen Stellenwert in meinem Leben ein; ihr verdanke ich eine ziemliche Veränderung in meinem Leben, neue Freundschaften, die Kraft, neue Träume auch wahr werden zu lassen. Ich habe Canada gesehen!

Aber dass ich deswegen Menschen „wegwerfe“, die nicht mehr in mein Serienleben passen?!

Was ist das überhaupt für ein Leben, das ich (derzeit) führe? Zwischen den beiden Bürojobs, die von Montag bis Donnerstag täglich 12 Stunden beanspruchen? Danach noch das auferlegte Sportprogramm und der Englisch-Kurs; Freitagnachmittag putze ich meinen Haushalt, es sei denn, die geerbte Tante benötigt ihre Haferflocken und jemanden, mit dem sie über J. reden kann.
Nach der Woche bin ich meistens froh, wenn ich mich nicht mehr viel bewegen muss und niemand mehr von mir etwas erwartet. Aufregung? Nein, Alltag!

Der Vorwurf hat mir jedenfalls zu schaffen gemacht, mich herunter gezogen, mich zweifeln lassen. Jetzt, wo ich meine Gedanken dazu sortiert und ausgedrückt habe, geht es mir etwas besser. Ob die Freundschaft noch zu retten sein wird, wird sich zeigen. An der Serie liegt es dann jedenfalls nichts.

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Von Dir!

Letzte Nacht habe ich von Dir geträumt!

Es war ein sehr intensiver Traum, angefüllt mit Gefühlen, die kaum ein einzelner Mensch zu fassen vermag.

Du warst tot, und ich spürte die Verzweiflung und die Trauer, meine eigene und die Deiner Eltern, wortlose Fassungslosigkeit, Dich verloren zu haben. Du lagst auf einer Bahre, als würdest Du nur schlafen.

War da nicht eine Bewegung, ein Atmen von dir? Kaum wagte ich zu hoffen. Ist es nicht grausam, Deinen Eltern davon zu erzählen und ihnen einen zerbrechlichen Strohhalm zu zeigen?

Doch dann – schlugst Du tatsächlich die Augen auf! Warst verwirrt, verschlafen, verstandest unsere Trauer nicht! „Alles ist gut!“, sprachst du tröstend, „Ich schlafe doch nur! Das ist jetzt eben so!“

Wir hüllten Dich in warme Decken und brachten Dich nach Hause, zu Deinen Eltern. Sie weinten und wollten dich nicht mehr los lassen.

Dann schliefst Du wieder ein!

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Windows 10-Adrenalin

Windows10

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Gedanken

Die zweite Urlaubswoche komplett verschlafen. Aber so richtig! Kein Sport, keine Fahrradtouren, kein Schwimmen … nothing but sleeping. Und gelesen. Die AYLA-Saga. Mittlerweile bin ich nun im vorletzten Band, bevor ich den ganz neuen (naja, für mich neu!) anfangen werde.

Wie ich mich fühle? Das ist schwer zu sagen. Eigentlich nicht so gut, was damit zusammenhängt, dass ich mal wieder Probleme mit der Haut habe. Sie bring mich um den Verstand! Es kribbelt und juckt und zwickt, ohne dass man  eine Ursache erkennen könnte. Besonders in der Nacht ist es schlimm. Ich schmiere Cremes und Salben, Teebaumölsalbe hauptsächlich, und Linola. Aber es hilft nur begrenzt. Dann falle ich in einen unruhigen Schlaf, nur für 1 oder 2 Stunden, so fühlt es sich jedenfalls an. Ich bin mit mir selbst unzufrieden und mit meinem Verhalten und nahm mir immer vor: Morgen! Morgen setzt du diesem Lotterleben zwischen Bett und Sofa aber ein Ende, gehst Duschen, bewegst dich und vertrödelst nicht nur den Tag! Doch dann … klebe ich fest. Der Tag geht vorbei, wie die anderen vor ihm, ohne dass ich mich Aufraffen konnte, etwas daran zu ändern. „Ich habe Urlaub!“ erkläre ich mir selbst, und niemand verlangt im Urlaub von dir, dass du ihn sinnvoll verbringst! Möglicherweise brauchte ich einfach auch diese Schlafdämmerauszeit … doch warum fühle ich mich dann so schuldig?

Nun, heute Morgen weckte mich das erste Gewitter aus einem unruhigen Schlaf. Danach dämmerte ich nur noch vor mich hin. Immerhin bin ich jedoch geduscht, habe Papier zur Deponie gebracht, meinen 2016er Supernatural-Kalender von der Post freigekauft und Fenistil-Salbe aus der Apotheke geholt, in der Hoffnung, dass sie mir besser helfen wird, meine Haut in Zaum zu halten. Nach einem kleinen Frühstück mit Knuffel schauten wir Guardians of the Galaxy. Natürlich habe ich geheult.  War mir so was von klar.

Jetzt ist es bereits Mittag, das nächste Sommersturmgewitter ist im Anmarsch. In einer Minute wird es stockduster, doch gerade wenn ich mit einem leichten Anflug von entzückter Panik aufspringen will, um sämtliche Fenster zu schließen, wird es ebenso schnell wieder hell. Doch kein Gewitter? Es gab eine Sommersturmwarnung für unsere Gegend, und wie ich Radio hörend erfuhr, wurden auch bereits einige örtliche Festivals abgesagt wegen der Witterungsverhältnisse. Nun, ich habe nichts weiter vor an diesem Samstag und warte gespannt auf die Sommergewitter, die aber sicherlich wieder überall wüten werden, nur nicht hier. Weil ich mich auf das Schauspiel freue. Wenn ich mich auf etwas sehr freue, dann kommt es immer meistens anders, als gedacht.

Ich muss aufhören, den trüben Gedanken Raum zu geben! Ich kenne mittlerweile die Vorboten dieser Seelenlochmonster. Aber es ist schwer, sich daraus selbst zu befreien. Schwer – aber nicht aussichtslos! Es ist ein täglicher Kampf, an manchen Tagen innerlich blutiger, als an anderen. Dann stürzt alles über mir zusammen und auf mich ein! Wozu sich auf eine JIB freuen, wenn du kein Jensen-Foto haben wirst? Du bekommst bestimmt auch nicht mal das J2-Foto! Weil die anderen einfach schneller sind, als du!

Aufhören! brüllt es in mir! Denn so fängt es jedesmal an; dass ich an allem zweifel, was mir gut tut, worauf ich mich freue. Bis ich mich auf gar nichts mehr freuen kann, antriebslos und träge den Tag vertropfen lasse und mir nachts im Bett selbst den Kopf zerbreche, warum „andere“ ein so sinnvolles Leben führen können, und das meinige nur ereignislos vorbei schleicht. Wenn du etwas erleben willst, dann musst du raus gehen! Wenn du rausgehen willst, musst du vorher duschen!

Oder man schnappt sich sein Lieblingsbuch / seine Lieblingsserie … und versteckt sich in seinem eigenen Universum, unbemerkt, unbemeckert … nur für sich selbst, bis der Büroalltag dich herauszerrt und dich zwingt, wieder Struktur in dein Leben zu bringen.

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Urlaubstag 4 bis Rest

letzter_Urlaubstag

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Sehnsuchtsland

SehnsuchtslandCanada

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Harz

Weg_Schild

„Pack ein paar Sachen für einen Tag oder auch zwei zusammen, dann fahren wir in die Lüneburger Heide!“, sprach das Knuffel-Hubby am Morgen des 3. Urlaubstages, ein sommerlicher Mittwoch. Ich war überrascht, und sofort packte mich freudige Erregung. Aber wollte ich in die Lüneburger Heide? Warum nicht endlich die vor Jahren schon einmal überlegte, aber nie geplante Höhlen-Tour unternehmen? Ich war noch nie in einer Höhle. Schnell schmiss ich Google an, tippte Harz und Höhle in die Suchleiste, und wurde sofort fündig: Einhornhöhle in Herzberg. Treffer! Da wollte ich hin! Und im Harz waren wir sowieso noch nie richtig, nur einmal vor ca. 23 Jahren, quasi eher auf der Durchreise. Einhorn-Höhle! Das klang genau richtig, und als dann auch noch eine recht preiswerte Pension auftauchte, war die Sache beschlossen und aus einem geplanten Tages-Ausflug mit Übernachtung wurde ein kleiner 2-Tage-Spontan-Urlaub im Harz. Ich war so aufgeregt, hatte ich doch an diesem Morgen so gar nicht damit gerechnet, das Knuffelchen zu einem Ausflug überreden zu können.

Vergnügt stopfte ich ein paar Sachen in die Tasche, schnappte mir Kamera und Schlafschaf, und dann ging es auch schon in Richtung Harz!

Wir hatten Glück mit der Autobahn, kamen zügig voran und bestaunten schon bald quasi plötzlich vor uns aufwachsende Berge. Gegen 17 Uhr kamen wir in der gebuchten Pension an; und die war verschlossen. Eine Handynummer stand an der Tür, und das Knuffel fluchte bereits, denn er hatte hier so gar kein Netz. Ich schon, und so funkte ich Frau Brückner an, die auch brav zurückrief und mir dann versuchte, das technische Geheimversteck des Schlüsselkastensafes an der Tür zu erklären, denn unsere Pensions-Mutter war selbst noch am Wandern. Aber ich war zu dämlich für telefonisch übermittelte Anweisungen a la „Sie müssen den schwarzen Hebel herunterdrücken und dann den Code eingeben!“. Da war kein Hebel, auch in schwarz oder in anderen Farben nicht. Glücklicherweise kam zum selben Zeitpunkt noch ein Übernachtungsehepaar herangefahren und drängelten sich mit uns in dem kleinen Eingangsbereich. Dem Herren drückte ich kurzerhand mein Handy ans Ohr, er entschlüsselte dann die Anweisungen, fand einen Hebel (der aber um bei der Wahrheit zu bleiben kein Hebel war, sondern eine Platte, die sich nach unten drücken ließ) und übergab uns freudestrahlend unseren Zimmerschlüssel. Jubelnd eroberten wir sogleich unser neues Reich. Klein aber fein. Kein Fernseher auf dem Zimmer, aber das war egal, wir waren ja auch nicht zum Fernsehen hier. Und weil der Abend noch jung war, die Sonne schien und wir neugierig auf den Ort Wildemann waren, stiefelten wir auch gleich wieder los und erkundeten die traumhaft schöne Gegend.

[Klicken vergrößert meistens die Bilder]

Abendbrotzeit, wir hatten Hunger und ich hatte Hubby Wild auf dem Teller prophezeit. Wir fanden ein gemütlich aussehendes, gut-bürgerliches Restaurant, setzten uns neben die Hexe und studierten die Speisekarte. Und richtig: Hirschgulasch mit selbst gemachten Nudeln für mich und Knuffel bekam Hirschbraten mit Kroketten und Rotkraut. Lecker war’s! An mir jedoch nagte bereits das Kaloriengewissen, das ich aber mit der Aussicht auf einen Abendspaziergang besänftigte. Knuffel wollte ich nicht gleich am ersten Abend überfordern und beließ ihm im Pensionsbett mit dem Versprechen, spätestens um 22 Uhr wieder zu Hause zu sein. Das war auch besser so, denn was sich anschloss, war ein Abenteuer, das leicht hätte auch schief gehen können.

Mit Kopfhörern bewaffnet und die CANON fest im Anschlag begab ich mich auf einen Abendspaziergang. Und der hatte es in sich! Er fing eigentlich ganz gemütlich an, bis ich auf den glorreichen Gedanken kam, auf den Hügel zu laufen, dann um den Hügel quer drum herum, wieder auf die Straße und dann nach Hause zur Pension. Dachte ich so! Der Anfang war auch ganz leicht. Vergnügt stapfte ich vor mich hin. Als ich dann die Serpentinen, die von Fingerhutblüten umgeben waren, immer im Zickzack-Kurs hinauf stapfte, schwante mir, dass das doch anstrengender werden könnte. Blöderweise wollte sich so gar keine GPS-Signal finden lassen für mein runtastic-App. Als ich oben angekommen war, war ich tropfnass, als hätte ich eine Extra-Runde auf dem Ergometer mit Höchstleistung gestrampelt. Ich musste kurz verschnaufen und fand dabei, halb von Schlamm vergraben, eine 5-Pfennig-Münze aus dem Deutschen Reich, 1926. Die Aussicht von hier oben belohnte alle Strapazen.

Und wo ich jetzt quasi schon fast oben war, auf dem kleinen Berg, könnte ich doch auch so quer nach links rüber durch den Wald abkürzen und müsste dann wieder auf den Weg kommen, auf dem ich hergewandert war. Dachte ich! Ich kämpfte mich also durch den Wald, jenseits aller Wege, und dachte mir, dass Knuffel jetzt gemeckert und gebockt hätte, wie ich hier so, nur mit einer Ahnung, wo ich hin wollte, in der aufkommenden Dämmerung durch einen mir unbekannten Wald stiefelte. Meine Hose war bald nass, ich schwitzte bereits wieder wie ein Elch in der Sauna, und noch immer ging es weiter bergauf und über Gestrüpp und Gesträuch und an Bäumen vorbei, über Steine und Wurzeln … Da hinten musste doch der kleine Weg auftauchen, auf dem ich auch hergekommen bin! Mittlerweile hatte ich den Wald verlassen und den steilen Wiesenabhang erreicht. Unter dem Hang vermutete ich den Weg, auf den ich wieder treffen wollte. Dann wäre ich einen perfekten hügeligen Kreis gelaufen. Doch der Abhang wurde steiler und steiler und … schließlich gab ich auf, sah mich in Gedanken schon metertief den Hang hinunterschlittern und in einem Baum hängen, ohne den Weg zu treffen. Höchstens ein paar Wildschweine würden mich dann finden und mit ihren Rüsseln anstubbsen. Es nutzte nichts, ich musste die ganze Strecke wieder zurück!

Verirrung

Ich habe es dann geschafft, über den schrägen, glitschigen Wiesenhang wieder den ausgewiesenen öffentlichen Serpentinenpfad zu erreichen und es war mir nun auch egal, wie ich aussah; ich wollte nur noch heile das Pensionsbett erreichen. Das habe ich dann auch geschafft, schleppte mich unter die Dusche und holte mir von Knuffel die kleine Predigt ab, was ich mir dabei nur wieder gedacht hätte, und was alles hätte passieren können! Aber ich war ja heile wieder angekommen.

Wir schliefen wunderbar in den Betten; und ich für meinen Teil konnten den nächsten Tag kaum erwarten, stand dann doch endlich der Besuch der Einhornhöhle auf dem Programm.

Am nächsten Tag frühstückten wir zeitig und in lustiger Pensionsgenossengesellschaft. Der Kaffee war gut, die Brötchen frisch, und auch, wenn das kleine Buffet eher übersichtlich war, musste man auf nichts verzichten. Wir plapperten ein bisschen über unser heutiges Vorhaben, die Einhornhöhle zu besuchen. „Haben Sie eigentlich so kleine Prospekte über die Einhornhöhle? Mit Öffnungszeiten usw.?“ fragte Knuffelchen unsere emsig herumwirbelnde Pensionsmutti, und ich hibbelte vergnügt und in Vorfreude auf das Treffen mit Einhörnern in einer Höhle vor mich hin. „Bringen Sie mir doch bitte welche mit!“, sprach Frau Brückner und schenkte noch einmal Kaffee ein. „Ja, klar, machen wir, wenn wir das Einhorn finden, bringen wir es mit!“, erwiderte ich, und Sekunden später ging mir auch auf, warum der Nachbartisch in Lachen ausbrach. Frau Brückner sprach von Prospekten, ich von Einhörnern. Typisch.

Endlich waren wir fertig und auf den Weg nach Herzberg. Durch malerische Örtchen und gewundene Straßen fanden wir schließlich den Parkplatz zum Einhorn und stiefelten los. Schließlich erreichten wir den Eingang, eine ganze Stunde zu früh. Wir bewunderten das seltsame Skeletteinhornwesen, das den Eingang zierte, und studierten vor Ort die Aushänge. „FOTOGRAFIEREN IN DER HÖHLE NICHT ERLAUBT!“ Ach menno! Bitte, lasst mich fotografieren! Bitte, bitte! Doch ich durfte nicht, die Kamera wanderte in den Rucksack zurück und über die vorsorglich mitgeschleppte Jacke war ich mehr als froh. Denn obwohl es mittlerweile 11 Uhr und ca. 28 °C aufwies, in der Höhle waren es kühlschrankige 7 °C, und zwar immer! Sommers wie winters, immer konstante Kühlschranktemperaturen. Wir wanderten geführt durch einen schmalen langen Gang in die Höhle, im Halbdunkel, nur hier und da installierte Lampen gaben ein wenig Licht, gerade so viel, um einigermaßen etwas zu sehen, und trotzdem das Höhlenflair zu erhalten. Es tropfte und rauschte überall, Höhlendämmerung und die Ahnung, dass wir nicht alleine sind. Ich wünschte mir, ich wäre alleine.

Es war einfach zauberhaft, märchenhaft, wäre da nicht ständig der innerliche Aufschrei in mir gewesen: LASST MICH UM GOTTES WILLEN FOTOGRAFIEREN! Ich atmete die kühle, staubfreie Luft und befahl mir selbst, nicht weiter an das Fotografieren zu denken, sondern das Gefühl mit allen Sinnen in mich aufzunehmen und die Höhlenbilder in meinem Gehirnspeicher für alle Zeiten einzubrennen. Die Vorstellung, in einer solchen Höhle zu leben, wie AYLA damals, vor tausenden von Jahren.

Bilderlink zur Einhornhöhle 

Link zur Einhornhöhlenpage

Nach einer dreiviertel Stunde betraten wir wieder die Oberfläche, fast erschlagen von der plötzlich auf uns einbrennenden Sommerhitze und noch unter dem totalen Einfluss des Höhlengefühls stehend. Eigentlich wollte ich nicht raus, aber die nächste Gruppe drängelte sich bereits an dem Eingang.

Es war nun Mittag, aber wo wir schon mal in dieser Gegend waren, konnten wir auch die Burgruine besuchen, die nur wenige hunderte Meter entfernt sein sollte. Frohgemut wanderten wir los, saugten die würzige Waldluft ein, nahmen das satte Grün in uns auf. Es ging bergab, wir waren vergnügt. Doch nach jedem Bergab folgt unweigerlich ein Bergauf, und die Burgruine stand eben nicht im Tal. Wir schnauften den Berg hinauf, Schritt für Schritt, immer mehr Pausen einlegend. Oh mein Gott, ich hatte so gar keine Kondition für Berge, und meinem Knuffel ging es noch schlechter. Aber aufgeben? Niemals! Wir schafften es zur Bergruine, und eine wehende Hier-Gibt-Es-Eis-Fahne mobilisierte die letzten Kräfte. Wir waren die einzigen Gäste, der Baudenwirt saß rauchend und Zeitung lesend vor seinem Bretterbüdchen. Der Ausblick war traumhaft, eine Ziegenglocke bimmelte in der Nähe. Wir bekamen Wasser, Eis und ein nettes Gespräch, erholten uns, und der Weg hierauf kam uns gar nicht mehr so schwer vor. Die Ruine jedoch erkletterte ich nach ein paar Minuten ohne meinen Knuffel.

Nachdem wir uns soweit erholt hatten, um den Rückweg anzutreten, beschlossen wir, den steilen Quer-Durch-Den-Wald-Pfad zu meiden und stattdessen die leichter begehbare Straße zu wählen. Im Schatten war es wunderbar zu laufen. Allerdings war die Beschilderung mehr als mangelhaft, und nach einer guten Stunde fanden wir uns an der Straßenkreuzung wieder, die wir querten, als wir von der Einhornhöhle hinunter liefen, um dann hoch zur Burgruine zu kommen. Ach bitte nicht! So gemütlich der Einhornhöhlen-Abwärtsweg gewesen war, so anstrengend würde nun der Aufstieg werden. Aber was nutzte Gejammer? Das Auto stand nun mal am Einhornhöhlenparkplatz und ich bezweifelte arg, dass uns hier ein Taxi oder ein Lift finden würde. So schnauften wir wieder hinauf.

Wir haben es geschafft, und wir waren geschafft. Den Hunger hatten wir weggelaufen. Doch für eine Rückkehr in die Pension war es noch zu früh, und so beschlossen wir, die auf unserer Hinfahrt erspähte Welfen-Burg in Herzberg näher in Augenschein zu nehmen.

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Pluspunkt war: Man konnte mit dem Auto bis ganz nach oben fahren! Halleluja! Und es gab ein Burggarten-Cafe, das wir sofort mit Beschlag belegten, uns an Eiskaffee und Kuchen labten und wo ich fast in dem Liegestuhl eingeschlafen wäre.

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Zur Abendbrotzeit fuhren wir „heim“ Richtung Pension, kehrten noch vorher in ein kleines Wirtshaus ein, wo Knuffel wiederum Wild, diesmal Wildschweinbraten, und ich eine Harzer Bratwurst vertilgten. Müde lächelnd beobachteten wir die örtliche Quadbike-Gang, wie sie donnernd und knatternd die Dorfstraße erst hinunter und kurze Zeit später wieder heraufdüsten, wie schon am Abend zuvor um diese Zeit. Ich bewunderte, während ich auf meine Wurst wartete, den einsamen Mountenbiker, der sich die Serpentinen heraufschlängelte, und war froh, dass ich an nach diesem aufregenden Tag nur noch irgendwie die Treppen zu unserem Pensionszimmerchen hinauf musste.

Ordentlich müde fielen wir in die Betten, ich war nicht einmal mehr in der Lage, den angepriesenen Wassertretbach hinter der Pension zu benutzen. Ich wollte einfach nur noch schlafen. Der Muskelkater schnurrte bereits laut.

Schon war es wieder Morgen, der Tag, dem wundervollen Harz Goodbye zu sagen. Es regnete leicht und Nebel lag über den Bergen und den Wäldern. Wir frühstückten gemütlich, bekamen auch unsere Frühstückseier neu serviert, die ersten waren versehentlich roh. *lach* Unsere Pensionsmutti war deswegen ordentlich durcheinander. Wir verabschiedeten uns von den Motorradfahrern, die ihrerseits auch an diesem Tag ihre Heimreise antraten, packten unsere Taschen und versuchten, das Örtchen Wildemann – das eine Bergstadt! ist, worauf Frau Brückner schmunzelnd bestand – zu verlassen. Das stellte sich als schwierig heraus, die Handy-Satelliten wollten uns einfach nicht auf den richtigen Weg führen. Wir verließen uns daher ganz auf unser Gedächtnis. Die Iberger Tropfsteinhöhle hatten wir auf der Hinfahrt schon gesehen, sie müsste uns also auch auf der Rückfahrt wieder begegnen, und natürlich wollte ich nun auch eine richtige Tropfsteinhöhle sehen – und fotografieren, wenn möglich. Wir fanden Höhle und warteten auf den Einlass. Doch es war wie verhext: Auch hier war Fotografieren untersagt, wie ein Hinweisschild schon am Eingangstor hinwies. Wenigstens bekamen wir auch endlich eine Erklärung für das strikte Foto-Verbot geliefert: Der Autofokus der Kameras macht Ultraschallgeräusche, von denen die Fledermäuse, von denen einige in der Höhle leben und die teilweise auf der Roten Liste stehen, Kopfschmerzen bekommen. Nun, ich wollte nicht verantwortlich sein für Fledermauskopfschmerzen, und seufzend lies ich die Canon gleich im Auto.

Link Iberger Tropsteinhöhle

Die Iberger Tropfsteinhöhle war auf ihre Weise ganz anders als die Einhornhöhle, aber nicht weniger magisch. Leider hatten wir das „Pech“, mit einer Schulklasse zusammen die Wanderung durch Höhle zu absolvieren. Meine Güte! Was für ein Geschnatter! Ich versuchte dem zu entkommen, aber es gab kein Entkommen. Möglicherweise bin ich zu alt für Kinder, die gingen mir gehörig auf den Zeiger. Ich wünschte, sie würden einfach verschwinden! Waren wir als Kinder auch so laut? Vermutlich. So blieb die Magie der Höhle für mich etwas auf der Strecke und ich war froh, als wir wieder hinausgeschubst wurden.

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Draußen trafen wir schon wieder auf unsere Motorradfahrer, verabschiedeten uns erneut, und traten unserseits die Heimfahrt an. Bedauernd beobachtete ich den kilometerlangen Stau auf der Autobahn gegenüber. Wir hatten Glück und freie Fahrt, auch die Sonne hatte sich mittlerweile wieder herausgetraut. Wir kamen zügig voran, bis auf der A 27, bei Hagen, die Strecke noch immer wegen eines Unfalles am Morgen gesperrt war. Wir wurden wie alle anderen von der Autobahn herunter- und umgeleitet, und standen nun in einer schier endlos scheinenden Schlange, die sich durch Hagen schlängelte. Wir wollten nicht mitschlängeln und beschlossen, umzudrehen und die Fähre in Golzwarden zu nehmen. Das war eine gute Entscheidung! Wir kamen an, ploppten gerade noch so auf die Fähre und schipperten auch schon über die Weser in Richtung Heimatstadt. Ich genoss den Fahrtwind auf der Fähre, sah lächelnd auf die Wellen der Weser und den Autofahrern hinterher, die 3 Minuten zu spät auf denselben Gedanken wie wir gekommen waren, und freute mich auf mein Zuhause und auf Kaffee, und darauf, die vielen Bilder und Eindrücke zu sortieren und meinen Klecks zu streicheln. Heimkommen ist doch auch immer wieder schön. Und doch werden wir den Harz nicht das letzte Mal besucht haben, das nächste Mal jedoch – das haben wir uns beide, Knuffel & me, fest vorgenommen – in weitaus besserer und bergtauglicher Kondition.

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Morgen gibt es den Harz-Bericht

EinhornMorgen

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Urlaubstag 2

Fast drohte er, völlig auf dem Sofa dahinzutropfen, als ich mich dann eher kurz entschloss, doch noch aufs Fahrrad zu steigen. Eigentlich wollte ich nur Zigaretten holen; und wenn ich dann schon mal unterwegs bin, könnte ich ja auch eine Fahrradtour machen, nur eine kleine, es war ja schließlich schon nach 16 Uhr. Und plötzlich stand ich an der Fähre und setzte über. Warum nicht mal auf der anderen Seite der Weser radeln? Und das war fantastisch!

Route

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Das Bild mag ich am meisten. Was man hier leider nicht so sieht, ist die Tatsache, dass dieser Baumzombie gänzlich weiß ist.

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Urlaubstag 1

Wetter13072015

Da ging er dahin, der erste reine Urlaubstag des Jahres 2015. Verregnet war er, und verschlafen. Obwohl ich meiner seit Jahre antrainierten inneren Uhr, die mich montags eben kurz nach 6 aus dem Bett schmiss, folgte und aufstand. Doch was dann? Da kam mir der Youtube-Link mit dem gestrigen San Diego Comic Con supernatural panel gerade recht. Es tat so gut, J2M2 so entspannt und lachend zu sehen. Ein bisschen hatte ich Angst, zu viel gespoilert zu werden, was die Staffel 11 betrifft, aber man hielt sich zurück. Dass die Brüder wieder zusammen gegen jede Art des Bösen und der Finsternis antreten, enger verbunden als jemals zuvor und ohne, dass einer von ihnen gegen Einflüsse einer dunklen Macht ankämpfen muss, lässt mein Herz schneller schlagen. Ich freue mich auf die neue Staffel und kann es kaum erwarten.

Doch dann geht auch mal das lustigste, berührendste Panel zu Ende. Was nun? Die Couch schien verlockend, und so verdämmerte ich den Tag, Kaffee trinkend und AYLA lesend, zwischendurch etwas die Wohnung aufräumend und die Betten beziehend, natürlich auch immer Twitter im Blick behaltend. Aber meistens lesend.

Immer, wenn eine Email in meinen Mailkasten gespült wurde, keimte kurz Hoffnung auf, es könnte die Mitteilung sein, dass ich meine J+J-Fotos bezahlen darf; aber diese Mail kam nicht. Im Gegenteil: Nachmittags dann ein Tweet, dass mittlerweile alle Jensen / Jared / Misha-Extras bereits ausverkauft sind und man eine Warteliste einrichtet für diejenigen, die keines bekommen haben. Meine Hoffnung schwindet von Stunde zu Stunde, dass meine Email es geschafft haben könnte, und mir war nach heulen zu mute. Eine JIB, ohne Jensen (wenn auch für ein paar wenige Sekunden) nah sein zu dürfen, ihn zu umarmen?

Nun ist es bereits Abend, der Tag wurde kaum hell. Eigentlich ein perfekter Couch-Tag. Ich sollte duschen gehen, und vorher sollte ich mich bewegen. Deswegen schicke ich mich an, nun doch noch ein bisschen das Ergometer zu rocken, um mich danach geschafft aber zufrieden unter die Dusche zu schleppen. Vielleicht kann ich mich danach damit abfinden, kein Jensen-Foto für die JIB7 zu bekommen … oder doch noch nicht gänzlichst die Hoffnung aufzugeben. Und vor allem das Gefühl zu erstrampeln, diesen ersten Urlaubstag nicht vollkommen vertrödelt zu haben.

Aber war es denn ein Vertrödeln? Ich habe mich nicht schlecht gefühlt, bei dem was ich tat. AYLA lese ich gern, auch wenn ich die Geschichte natürlich längst kenne. Und wer (außer mir selbst) verlangt denn von mir, dass ich jeden einzelnen Urlaubstag mit Erlebnistrophäen besiegeln muss? Ich habe Urlaub, Erholungsurlaub, und so lange, wie es mir auf dem Sofa nicht zu langweilig wird, mache ich doch nichts falsch! Ich muss wohl lernen, auf das innere Glücksgefühl in mir zu achten, auch wenn es bedeutet, dass ich eben keinen Freizeit/Urlaubserlebnissen nachjage und socialmedia-stolz vorzeige. Und was ich morgen machen werde, entscheide ich morgen …  ganz nach Stimmung und innerem Bedürfnis.

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Nervös

Es ist Sonntag. Nicht irgendein Sonntag, sondern DER Sonntag, an dem man die Email schicken muss, um an die begehrten Photo-Ops für die JIB7 zu kommen. Ich bin nervös, denn wie immer gilt: Wessen Email zuerst ankommt, bekommt Photo-Op … bis sie alle sind. Und sie werden schnell alle sein. Aber eine JIB ohne ein Jensen-Foto? Ohne das Herzflattern davor, während und danach? Undenkbar! Ich hoffe so sehr, dass es klappt, und ich jeweils ein Jensen und ein Jared-Photo ergattern kann. Deswegen bin ich nervös, und es hilft auch nicht sonderlich, alle 3 Minuten auf die Uhr zu starren, ob es schon 14 Uhr ist.

Die Email ist jedenfalls vorbereitet, die Uhr gecheckt und Twitter wird nachher ausgeschaltet, um ablenkungsfrei sekundengenau den SEND button drücken zu können. Danach heißt es warten und hoffen, dass es geklappt hat … und alles mit rechten Dingen zugeht. Denn je länger meine Gedanken darum kreisen: Überprüfen, ob da nicht doch geschummelt wird und ein paar Auserwählte vorgezogen werden, weil sie eben etwas gleicher sind, als andere, kann ich nicht. Ich muss Vertrauen haben … und hoffen, dass es eben klappt. *seufz*

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Leidend

leidend

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Ayla – Wischmoppse – URLAUB!

Der beste Teil des Urlaubes hat angefangen … der freie Nachmittag, bevor man tatsächlich an den Urlaubstagen kratzt.

Mein AYLA-Buch – der letzte Teil, auf den ich nun bis ca. 2009 fieberhaft und vergebens gewartet hatte und die Hoffnung dann aufgab, jemals das Ende von Ayla + Jondolar zu erfahren, bis ich vorgestern zufällig auf Twitter darauf gestoßen wurde, dass es eben jenen letzten Teil nun doch schon seit 2012 gibt, und den ich dann unbedingt und sofort bestellen musste – also jenes Buch kam einträchtig mit dem neuen Wischmopp heute frei Haus geliefert, und ich kann es kaum erwarten, damit anzufangen, mit dem Buch. Allerdings muss ich nun natürlich die vorherigen 5 Bände noch einmal lesen, was aber Vergnügen ist denn Pflicht. Eigentlich habe ich damit – zum Leidwesen des Knuffel-Hubbys – bereits damit angefangen, und obwohl ich die Geschichten aus der Steinzeit nur zu gut kenne, konnte ich es nicht aus der Hand legen, auch wenn der Wecker mitten in der Woche bereits ein vorwurfsvolles ES IST WEIT NACH MITTERNACHT blinkte!

Natürlich habe ich auch das Wischmoppsystem sofort ausprobiert. Es ist eine  … andere … Wischmopperfahrung. So ganz anders, aber ich werde mich schon daran gewöhnen. Knuffelchen muss nur noch ein oder zwei Ersatzwischmoppse bestellen.

Aber nun habe ich erst einmal den wundervollen, verpflichtungsfreien Freitagnachmittag und Kaffee vor mir, und ich fühle mich einfach großartig. Tante Aenne hat ihre monatliche Haferflockeneinkaufstour mit mir absolviert und davor konnte ich ein paar Minuten an Jutta’s Grab für mich sein und ihr davon erzählen, dass sie mir fehlt, dass ich brav Tante Aenne jeden Monat zum Einkaufen kutschiere, dass ich nun Urlaub habe und unbedingt mein Sportprogramm nicht vernachlässigen darf. Dass ihr Grabstein nun endlich da ist, und das kleine Rosenbäumchen einfach zauberhaft aussieht – es hätte ihr bestimmt gefallen.

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Weil wir Mädchen sind – auch im Büro.

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:-(

Chicken Wings

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