Wiege-Tag … denn man muss sich den Tatsachen stellen

… und die Tatsachen sehen nun mal so aus:

16082014

Es gefällt mir nicht, auch wenn Hubby, der Verstand und diverse Foren mir stets und ständig bestätigen, dass Muskeln nun mal mehr wiegen als Fett. Die Lieblingshose kneift nicht, ich ziehe derzeit T-Shirts an, die noch vor Monaten ignoriert wurden, weil sie spannten. Alles eigentlich gute Zeichen, dass ich der Gewichtszahl nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken sollte. Der Weg ist richtig, das sportliche Pensum (von der letzten faulen Woche mal abgesehen) stimmt.

Sport_16082014

Trotzdem bin ich unzufrieden und ein wenig frustriert. Die 70 scheint so unerreichbar, trotz aller Anstrengungen. Dazu kommen seit letzter Nacht wieder Knieschmerzen. Vermutlich meldet sich die Entzündung zurück, und sie ist schmerzhaft. Die letzte Nacht wanderte ich deswegen bereits ruhelos durch die dunkle Wohnung und war am Weinen.

Nun ja, ich werde nicht aufgeben! Aufgeben steht nicht zur Debatte! Aber ein paar positivere Zahlen würden mir nun endlich auch mal gut tun!

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Peter Pan is dead!

Traurige Nachrichten heute Morgen.

Rest in Peace, Robin Williams.

Captain

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Was war das denn bitte?!

Das letzte Wochenende war … verkorkst! Kein bisschen Sport gemacht, ich stand mir selbst im Weg, wollte ALLES und zugleich GAR NICHTS und am Ende verbrachte ich das komplette WE lethargisch und miesepetrig rumgrummelnd auf dem Sofa, verärgert über mich selbst und dass das angekündigte Gewitter schon wieder Nham einfach ignorierte.

Sonntag Nachmittag die 1. Hälfte der ersten Staffel Akte X geschaut und immer noch mit mir selbst unzufrieden, dass ich soooooo verdammt lethargisch und faul war; und überhaupt … das erste Mal war ich über einen Büromontag froh, denn noch ein paar Stunden mit mir schlecht gelaunten Zicke auf dem Sofa hätte zu Scherben geführt.

Und heute mach ich Sport! Basta – und Klappe, Schweinewuff; du hattest deinen Triumpf am Wochenende. Jetzt ist Schluss; da kannste jaulen, so lange du willst!

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Freitags-Status

08082014_Freitagsstatus

Freitage sind eigentlich meine liebsten Tage, auch wenn der Büroalltag gerade am Freitag meist ziemlich hektisch ausfällt. Heute habe ich nur kopiert. Kopiert … kopiert … sortiert … gelocht … weiter kopiert und kopiert und den Kopierer angepustet, um kopieren zu können. Geschrieben habe ich kaum etwas, dafür aber noch die Buchhaltungsakten für Montag bereits herausgesucht, auch wenn Chef ein bisschen herummeckerte, da die nun alle auf meinem Schreibtisch liegen und er im Falle eines Falles nichts mehr findet. Tja, das Leben ist ungerecht.
Pünktlich um 13 Uhr schmiss mich Chef dann aus dem Büro und ich trat meine Heimfahrt mit dem Fahrrad an, Lieblingsmusik eingstöppselt. Ohne Nebel radelt es sich eindeutig besser, wenn man auch was sieht. Die Sonne prasselte, doch der Wind war angenehm. So brauchte ich auch ganze 10 Minuten weniger, als morgens auf der Hintour, was aber auch daran gelegen haben könnte, dass ich auf der Heimstrecke keine Fotos gemacht habe.
Mittags zu Hause gab es dann das nicht gefutterte zweite Frühstücksbrötchen auf dem Balkon und anschließend Meerblickbilder auf dem TV inklusive Rauschen, während ich sanft zum Hörbuch wegdämmerte auf dem Sofa. Katerchen rekelte sich auf dem Teppich – er mag die neue Entspannungs-DVD auch.

Die Beschaffung dieser DVD war übrigens ein Mysterium: Es sind wirklich nur Wasser und Strände zu sehen; aber mir wurde diese DVD durch den Lieferdienst nur und ausschließlich höchstpersönlich und gegen Vorlage meines Ausweises ausgehändigt, dass ich schon vermutete, ich habe bei der Bestellung einen geheimen Code übersehen und nach den ersten 5 Minuten Entspannungsmeer läuft plötzlich ein Porno! Tut es aber nicht, hab’s überprüft; die DVD war den ganzen Nachmittag im Player und gaukelte uns Meer vor und Strände, zu denen ich am liebsten sofort pilgern würde.

Nach der Nachmittags-Siesta gab es Familien-Kaffee und Kuchen und eisgekühlte Buttermilch auf dem Balkon, Geplapper und Musik. Der Küchenaufräumdienst anschließend erledigte sich fast von selbst und das kleine Wohnungsputzing ebenfalls. WaMa und Geschirrspüler laufen brav vor sich hin, die Pflanzen haben ihren wöchentlichen Schluck Wasser erhalten. Wischen und Staubsaugen wird morgen erledigt. Für heute bin ich mit dem Putzen bereits fertig, und der Abend ist noch jung und voller Möglichkeiten.

Ich könnte mich auf den Balkon setzen, Hörbuch oder Musik hören, Hugo dazu trinken, supernatural schauen. Oder schreiben, bei Kerzenschein. Vielleicht fahre ich auch in der Dämmerung noch etwas an die Weser.
Überhaupt spukt seit einigen Tagen ein Gedanke durch meinen Kopf: Ich habe noch nie richtig im Freien übernachtet. Also einfach so, nur mit Schlafsack und Iso-Matte, ohne Zelt. Angeblich wird so etwas geduldet, weil es ja kein wildes Campen ist. Stellt sich nur die Frage, OB ich es wirklich wage und wenn ja: WO? Habe bereits die Wetter-App konsultiert, denn bei strömenden Regen wäre das eher ungemütlich. Natürlich ist für die kommenden Nächte immer etwas Regen angedeutet. Nun, ich werde noch etwas weiter in mich hineinhorchen … und spontan entscheiden. Am richtigen Ort (irgendwo an der Weser) mit sternenklaren Himmel stelle ich mir das schön vor, und diese Tage soll es ja auch vermehrt Sternschnuppenregenschauer geben. Andererseits krabbelten bei der Vorstellung, eine Nacht im Freien zu verbringen, sofort die dort lauernden Krabbeltiere mit in die Planungsvorstellungen. Hm … ich lass es mir das noch mal durch den Kopf gehen.

Jedenfalls mag ich Freitage.

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Durch den Morgennebel ins Büro

… war eine gute Entscheidung. Fahren im Nebel ist etwas gewöhnungsbedürftig, denn ich sah 1. wegen des Nebels kaum etwas und 2. beschlug dann auch noch meine Brille und es tropfte von meinen Haaren. Die Schafe hatten mit mir so zeitig noch nicht gerechnet und blökten verdutzt mitten auf dem Weg, den ich entlang radelte, dem Büro entgegen. Hoppelhasen auf der Deichkrone wollten mit mir ein Wettrennen veranstalten. Ein Gentlemen war auch unterwegs und hielt mir jedes Mal das jeweilige Deichtor auf, damit Fahrrad mit mir drauf durchschlüpfen konnte. Die Lieblingsmusik auf den Ohren und dankbar, doch eine Jacke eingepackt zu haben, denn 13 °C am Morgen, selbst mitten im August, fühlen sich nicht warm an. Aber angenehm.

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gemalter Status

… oder: wie es mir geht, ohne Worte:

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Because there is desire …

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Faul!

Der August ist bereits 7 Tage alt und mein Sportkonto ist noch so ziemlich leer! Ärgere mich über mich selbst und dass ich meinen Hintern derzeit abends nicht vom Sofa bekomme. Was ist nur los?!

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Moll-Töne in der Seele

Vielleicht ist es ein universelles Seelengesetz, dass, wann immer ich mich tage- oder gar wochenlang pudelwohl fühlte, die Tage fast perfekt schienen, unausweichlich danach dunkle Seelenwolken oder eben Moll-Töne aufziehen und alles zuvor Schöne, fast Perfekte, verdunkeln, einnebeln, eintrüben und schmälern. Diese bleiernede Müdigkeit im Inneren, die plötzliche Kraftlosigkeit und unbeschreibliche Traurigkeit in einem, die ich nicht fassen oder definieren kann, für die es keine Begründung zu geben scheint; die einfach da ist und sich schwer macht und mich schwer macht. Dann lausche ich in mich hinein und stelle mir die Frage: ‚Bin ich glücklich?‘ Und möchte weder ein striktes NEIN noch ein absolutes JA darauf antworten; irgendwas dazwischen, als wenn etwas fehlt, und ich weiß nicht, was! Als wenn ich mich nach etwas sehne, aber ich weiß nicht wonach.

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Sicherlich sind die Büroarbeitstage – vor allem bei den gerade herrschenden Sommertemperaturen – anstrengend.

Aber Hey! Es ist Sommer (ich werde mich nicht beschweren), unternehme möglichst viel, auch ganz für mich allein. Am Freitag zum Beispiel werde ich mal wieder morgens mit dem Fahrrad ins Büro fahren. Darauf freue ich mich! Ernsthaft, ich freue mich; denn wenn ich ganz viel Glück habe, bekommt meine kleine Nikon wundervolle Morgennebelbilder vor die Linse.

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Sicherlich ist da auch die Sehnsucht nach Vancouver,

denn nun ist es schon fast zwei Jahre her, dass ich auf dieses Abenteuer ging! Zwei Jahre! Wie die Zeit verfliegt! Und noch immer lässt mich dieses Land nicht los; Canada ist so faszinierend vielfältig, dass sich jede Faser in mir danach zurücksehnt. Dann zu wissen, dass meine zwei damaligen Vancouver-Buddys sich gerade jetzt darauf vorbereiten, in knapp zwei Wochen wieder das „heilige supernatural-Land“ zu betreten, und ich kann nicht dabei sein …  *seufz* … Ich weiß ja nicht einmal, ob ich es 2015 oder 2016 schaffen werde …

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Sicherlich spielt auch supernatural einen kleinen Moll-Ton-Part in der Seele mit,

denn diese Serie begleitet mich und Sommerpausen sind so anstrengend, mit den vielen Spoiler-Schnippseln, die man hingeworfen bekommt, ohne wirkliche Information (es ist ja alles streng geheim!). Das Warten ist so zermürbend; die Ungeduld, das Bangen, denn in mir drin fürchtet ein nicht geringer Teil Schlimmes auf die Winchesters wieder zukommen. (Lacht nicht!)

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Die Sportdisziplin

kränkelt etwas die Tage. Ich stieg auf die Waage und war unzufrieden; naschte aber gestern z. B. schon wieder Eis und abends auch noch oberleckeres Zwiebelbrot, obwohl der Verstand sagte: Denk an die verflixte Waage! Sonst bist du wieder unzufrieden!
Montag wollte ich Sport machen, aber ich konnte mich nicht aufraffen, hörte statt dessen traurige Lieder und sinnierte auf dem Sofa müde vor mich hin, während der Schweinwuff in Triumpfgeheul ausbrach. Dumme teeniehafte Fragen kreisten durch meinen Kopf: Für wen denn? Interessiert es meinen Knuffel? Ist es nicht völlig egal, wie ich aussehe und rumlaufe? Ich bin schließlich alt und verheiratet und überhaupt … Wozu die Plackerei? Iss mal wieder richtig und ohne schlechtes Gewissen. Wen willst du eigentlich beeindrucken?

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Dann ist da noch die Job-Situation.

Was wird kommen? Was sich verändern? Will ich Veränderungen? Es lief doch mehr oder weniger gut die letzten 12 Jahre. Lief es zu lange gut? Ist es nicht längst Zeit, sich zu verändern? Entscheide ich mich richtig, wenn ich mich für einen Job entscheiden soll?

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Das Bazillus wird bald in ihre eigene Wohnung ziehen,

und auch, wenn ich es mittlerweile ebenfalls herbeisehne, denn unsere Ordnungsansichten driften auseinander, so ist doch damit auch ein Punkt im eigenen Leben erreicht, ein Abschnitt, der damit endgültig beendet ist. Wir werden mehr Platz haben und niemand wird mehr Badehandtücher tagelang auf dem Sofa liegen lassen mit der Bemerkung ‚Hätte ich schon noch weggeräumt!‘

Und was kommt noch in meinem Leben? Zwischen Job(s) und Haushalt? Bin ich ingesamt auf einem eingefahrenen Gleis, ohne Aussicht auf Ausbruch und Aufregung?

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Wir sind die Neuen

… und nicht etwa die Anderen! 🙂 (Diejenige wird verstehen; never mind).

Gestern war endlich mal wieder Kinomädelsabend! Geschaut wurde oben erwähnte deutsche Komödie mit Heiner Lauterbach als Alt-Macho-Student, der von Anne und Johannes überredet wird, wieder in eine WG zu ziehen, wie in den guten alten Zeiten. Das Problem nur: In dem Haus, in das sie schließlich einziehen, lebt bereits eine Neuzeit-Studenten-WG oben drüber – und die sind … total anders, nämlich verspannt, arrogant, auf’s Studium fixiert, verlangen, ein Treppenhaus zu putzen, das gar nicht dreckig ist, und geben bei jedem Mucks, das die Alt-Hippies unten drunter machen, genervte Klopfzeichen von sich. Es kommt zu einem lustigen kleinen Alt-gegen-Jung-Krieg, der sehenswert, lustig und unterhaltsam ist, aber doch – für meinen Geschmack – eben auch einen Moll-Ton in sich birgt. Man kann eben die Zeit nicht zurückdrehen und so tun, als wäre man wieder jung.

Die offizielle Seite zum Film

Wir_sind_die_Neuen

Zum Schluss jedoch versöhnen sich die Generationen (so viel sei verraten), wobei beide Seiten von der jeweils anderen lernen. Endlich lernen die Jung-Spunde, dass man als Student Spagetthi zu kochen hat und Frisbie auch in der Küche spielen kann. Das Ende kam für mich persönlich aber etwas abrupt; ich hatte irgendwie noch auf die große Dramatik gewartet.

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Let’s go take a howl at that moon

… und ich liebe es jetzt bereits, auch wenn es eineinhalb Nummern zu groß ist.

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Ausbruch des Mittelalters

Es gibt Tage, Alltagstage, die sind irgendwie perfekt von der ersten Minute an. Gestern war so einer, obwohl es wie ein gewöhnlicher Sommersonnabend begann.

Nach dem Familienfrühstück auf dem Balkon startete ich meinen Hausputz, den Knuffel gekonnt und wie immer ignorierte. Seine Tat war Staub-Saugen. Holla! Nun, ich putzte, denn etwas anderes blieb mir auch gar nicht übrig. Man hatte unser Internet weggepustet. Ich war noch nicht einmal halb mit der Küche fertig, als das über WLan dudelnde Radio mit Santiano einfach abbrach. Zuerst dachte ich (wie immer), dass ich irgendwas wieder falsch oder gar kaputt gemacht hatte. Aber wie sich herausstellte, war das Internet spurlos verschwunden und hatte auch das TV mitgenommen (das ist der Nachteil, wenn man Fernsehen und Telefon/Internet beim selben Anbieter hat). Frust brach kurz bei mir aus, aber ich wollte ja sowieso putzen. Knuffel rief bei KabelD handytechnisch an um zu erfragen, ob das ein generelles Problem wäre, oder nur bei uns was kaputt ist. ‚Es lägen noch keine anderen Störungsanfragen vor; wenn doch, würden wir per SMS informiert; wenn es nur bei uns kaputt bleibt, käme Montag (!) ein Techniker! Montag! Ein ganzes WE ohne Internet und Fernsehen? Sind die noch bei Trost?!
Bei einer Putzpause auf dem Balkon sah ich jedoch das KabelD-Auto um die Ecke schleichen und vor unserem Balkon anhalten. Gerade wollte ich schon herunterbrüllen: „Hey! Ich will mein Internet wieder haben!“, als mich Knuffel auch schon ans Schienbein trat. Hmpf! Der KabelD-Typ stieg aus, fing an, ein Loch zu buddeln und fluchte, buddelte und fluchte, drehte das Auto um, buddelte weiter und fluchte noch mehr. Wir checkten minütlich das Internet, aber wir waren immer noch so gänzlich ohne. Knuffel regte sich (mit Recht) noch darüber auf, dass die Störungsstelle offensichtlich nicht wusste, dass KabelD bei uns heute rumbuddelt! Wie ich Gesprächsfetzen von vorbeihuschenden Nachbarn entnahm, hatte das ganze Viertel über KabelD weder Fernsehen noch Telefon und Internet schon gleich mal gar nicht. Aber wenigstens erfüllte ich mein geplantes Putzsoll in Rekordzeit und kramte dafür sogar wieder eingestaubte CD’s mit Musik der 80iger Jahre heraus.

Am frühen Nachmittag hatte ich dann das Putzen erledigt. Bazillus war arbeiten und Knuffel hatte sein jährliches Whiskey-Date bei seinem Kumpel und war schon abgedampft. Vor Sonntag Nachmittag würde er nicht zurück sein. Ich hatte also die geputzte Wohnung ganz für mich, ein gutes Gefühl, aber immer noch kein Internet. So pflanzte ich mich zufrieden mit Kaffee und dem Hörbuch auf den Balkon und überlegte, wie ich am besten mit dem Fahrrad zum Mittelalterdorffest komme, das an diesem Wochenende in Ovelgönne zum ersten Mal ausgetragen wurde.
2,5 Stunden später radelte ich dann auch mal wieder durch das Moor auf den Weg ins Mittelalter. Die erste Strecke von knapp 20 km hin war ziemlich windig, aber easy fahrrading sozusagen. Ich genoss es, selbst ohne die sonst übliche Musik auf den Ohren. Nach 1 Std. und 13 Minuten war ich in Ovelgönne, suchte und fand das Mittelalter. Es war … süß. Sie haben sich wirklich Mühe gegeben. Natürlich ist es kein Vergleich zum Rasteder Mittelalter- und Phantasie-Spektakulum, aber ich könnte mir vorstellen, dass es sich etablieren würde. Obwohl nur traurig wenige Besucher anwesend waren. Ein paar passend verkleidet, und die meisten schienen aus Ovelgönne selbst zu sein. Die Büdchen, die aufgebaut waren, waren jedenfalls nicht gerade umlagert (nur die aus der Zeit gefallenen Bierbuden). Die Preise waren aber auch ziemlich happig. Für die zwar oberleckere Gemüse-Pilz-Pfanne mit süß-scharfer Chilisoße habe ich ganze 5 Eurotaler berappen müssen, für die Apfelschorle und das Wasser zusammen auch noch mal 5 Euronen! Für ein gebratenes Stückchen Spanferkel sollten gar 6 Euro den Besitzer wechseln! Hmpf! Das war mir dann doch zu happig.

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Dem Ritter hinterher schlendernd fand ich dann auch den Bereich von Ovelgönne, den ich noch nie betreten hatte (weil ich ja sonst immer nur durch dieses kleine niedliche Burddörfchen hindurchfahre auf meinem mittäglichen Job-Wechselturn). Sie haben einen hübschen Park, an dessen Rand dann noch mehr Büdchen aufgestellt waren, Kinder mit Holzschwertern herum rannten und überall Hunde auf der Suche nach Futter waren. Eine Bühne war auch vorhanden und bei meinem Eintreffen versuchte gerade eine typische Dudel-Band unter den 28 Zuschauern, die sich davor auf den Bänken platziert hatten, etwas Stimmung zu verbreiten, was nur bedingt gelang. Mir gefiel’s trotzdem und ich hätte gern noch den zweiten Konzertabend ab 21 Uhr gesehen, traute aber dem Wetter nicht ganz. So schlenderte ich noch einmal um den Markt und bestieg dann doch besser wieder meinen Drahtesel, um gen Heimat zu treten.

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Die Heimfahrstrecke war mit 21,80 km etwas länger, aber komischer Weise noch kurzweiliger; vielleicht, weil der Wind nicht mehr so stark von vorne blies. Ich brauchte exakt 1 Stunde und 20 Minuten, bis ich wieder zu hause war. Auf der Heimfahrt wurde ich von einer  rücksichtslosen Hummel gerammt, befreite ein Schaf aus einem Maschendrahtzaun (wo es neugieriger Weise seinen großen Kopf zwar hindurchgesteckt, aber nicht mehr hinausgezogen bekam), erschreckte einen mit zwei Hunden spazierenden Opa mit iPod-Stöpseln, der sich wunderte, dass um diese Zeit (es war nach 21 Uhr) noch jemand da am Deich unterwegs war; ich sagte Pferden, Schafen, Krähen und zwei Hasen Gute Nacht und kletterte noch eine Deichtreppe kurz hinauf, um dahinter einen Pulk von unglaublich laut lärmenden Piepmätzen zu beobachten.

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Wieder zu Hause angekommen war ich immer noch ganz für mich, genoss den restlichen Abend bei Musik auf dem Balkon und beobachtete eine lautlose blitzende einzelne Gewitterwolke. Hatte auch versucht, diese zu filmen, aber scheiterte an den Lichtverhältnissen.

Ich habe jedenfalls diesen Sonnabend genossen, sogar das mehr oder weniger erzwungene twitterlose Dasein und das fernsehlose Putzen. Vielleicht wäre – wenn ich durch die Flimmerkiste zur Faulheit verführt worden wäre – dieser Sonnabend so ganz anders verlaufen, nämlich weniger Marmeladenglasmomentig.

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RA-Sommerfest

RandbildNach der ersten Arbeitswoche nach dem „richtigen“ Balkonurlaub stand das alljährliche Sommerfest der Kanzlei an. Das ist immer ganz unterhaltsam und nie langweilig, weil eigentlich immer etwas unternommen wird. Dieses Jahr stand ein Besuch des Braker „Harrier Sand“ auf dem Programm.

Ach, hätte ich mal eher gewusst, was die Wesermarsch doch für herrliche Ecken hat! Die Wiesen- und Moorlandschaften habe ich mehr oder weniger erradelt, ich vermisse eigentlich nur die Berge und vor allem Wälder. Die Nordsee liegt quasi vor der Haustür, aber wenn ich die Wahl hätte, würde ich einen Tag am Meer an der Ostsee verbringen, wegen der Wellen und der Strände.

Aber ich wusste ja nicht … !

Es war also Freitag. Die neue VK A. schlug vor: „Lass uns doch mal dieses Frühschwimmen ausprobieren!“ Wir trafen uns 5.45 Uhr noch ziemlich schlaftrunken vor der Schwimmhalle und warteten auf Einlass. Ich hatte darauf bestanden, so zeitig dort zu hocken, da ich eine Einlass-Verweigerungsphobie aufgebaut hatte. Es war nämlich einmal so, dass ich an einem freien Freitag auch beschlossen hatte, das Frühschwimmen auszuprobieren, mich an einem freien Freitag also noch vor 6 aus dem Bett rappelte, meine Schwimmsachen packte und wenige Minuten nach 6 Uhr vor einer verschlossenen Schwimmhallenkasse stand, weit und breit niemand zu sehen, dem ich hätte den Eintrit in die Hand hätte drücken können. Daraufhin zog ich ziemlich vergnatzt wieder ab.

Aber diesen Freitag klappte es, und so schwammen A. + ich brav zwischen 6 und 7 Uhr unsere Bahnen. Danach wurde Frühstück besorgt, im Büro hungrig gefuttert und sich dann an den Freitagsbürowahnsinn gewagt. So gegen 10 Uhr hatte ich einen Müdigkeitsanfall deluxe, dem selbst mit Unmengen an Kaffee nicht mehr beizukommen war. Aber Durchhalten war angesagt. Schließlich würde ich auch mittags nicht zum Ausruhen kommen, weil Punkt 14.30 Uhr bereits wieder Treffen am Bahnhof N. war, um zum mir bis dato völlig unbekannten Harrier Sand zu fahren.

Es war ein heißer Freitag, 30 °C, eine tanzende Sonne. Der Bollerwagen war gefüllt mit meinem derzeitigen Lieblingsbier mit Granatapfel und allerlei anderen Sachen. Wir erreichten die Fähre, die uns auf die Braker Insel „Harrier Sand“ schipperte – und spätestens hier ahnte ich, dass es dumm war, weder Handtuch noch Badesachen eingepackt zu haben. Ich war aber nicht die Einzige, die überrascht war … und schlecht vorbereitet, denn bis auf S. hatte niemand an Badesachen gedacht.

Was sich als Fehler herausstelle.

Wir watschelten also inklusive Bollerwagen über den Strand und suchten mehr oder weniger ein schattiges Plätzchen, aber die gab es kaum. Egal, alles abgeladen, einen Platz am Strand gesucht und sofort mit den Füßen ins Wasser. Herrlich!

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Ich wusste, dass ich ins Wasser wollte, nicht nur mit den Füßen! Es war warm aber trotzdem erfrischend, das Weserwasser. Die vorbeiziehenden Schiffe verursachten schöne Wellen … ich wollte ganz ins Wasser! Pfeif auf Etikette, ich hatte ja BH, Unterhemd und Schlüpper und die würden bei 30 °C und ungehemmten Sonnenschein bis zum Grillen wohl wieder trocknen. Hinein!

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Und so schwamm ich das erste Mal überhaupt wirklich (und an diesem Tag von der Kanzlei-Belegschaft als einzige) in den Weserfluten und genoss es. Wie geplant war ich zum Grillbuffet tatsächlich halbwegs wieder trocken, ließ mir Steak und Bratwurst und Alster-Bier schmecken … und war einfach nur zufrieden. Was Chefs und Kollegen wohl gedacht haben mögen, dass ich einfach so in Unterwäsche in die Weser hüpfte? Mir egal! Ich würde es wieder tun.

Alles in allem war es ein toller Tag, fast schon wieder wie Urlaub, und den Braker Harriersand werde ich definitiv wieder besuchen.

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Nur mal so

… zwischendurch, weil ich mit allen Aufgaben hier fertig bin und nur noch auf den Fahrradkurier warte. Deswegen stalke ich ein wenig Twitter (ist ja nichts Neues) und amüsiere mich. Seit ich quasi mit Links meine Twitter-Ergüsse hier einbinden kann, und Twitter (das ja viel besser ist als Facebook!) nichts anderes als ein Miniblog ist, mache ich es mir leicht:

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Der Juli 2014 war sportlich

Sport_Juli2014

und kann sich damit sehen lassen. Der Muskelkater, den ich seit Montag habe, ist mörderisch. Besonders in den Oberschenkeln, was total gut kommt, wenn man auf Toilette muss und sich nur unter Ächzen niederlassen kann. *lach*

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