Bazillus ist nun kein Azubillus mehr

Gestern war Bazillus‘ großer Tag; ihre Freisprechung. Sie ist nun kein Fachverkäuferin für Bäckereiwaren-Azubinchen mehr, sondern Gesellin.  Mit 3 Hammerschlägen wurde sie traditionell freigesprochen. Ich gebe zu, ich bin mächtig stolz auf mein Töchterchen. Sie hat sich prächtig gemausert in der Zeit, ist erwachsener und verantwortungsbewusster geworden.

Die Freisprechungszeremonie fand in Bremerhaven im 16. Stock eines Hochhauses statt, von dem man einen gigantisch schönen Blick auf die Stadt und den Hafen hatte. Es war ziemlich familär, mit Kaffee und Kuchen und einer rührenden Ansprache ihres Prüfers, der ganz angetan von unserem Bazilluschen war während ihrer Prüfung.

Anschließend sind wir zur Feier des Tages noch in unser Stammlokal marschiert, also besser gefahren, wo es Grünkohl für Knuffel, Fisch für Bazillus und für mich das leckerste Gemüse mit Bratkartoffeln und einem in Bacon gewickelten Stück Schweinefleisch gab. Wow, war ich satt. Und obwohl es ein ziemlich entspannter Nachmittag war, merkte ich dann abends doch, dass es mich mehr angestrengt hatte, als erwartet. Aber nichts mindert den Stolz auf mein Töchterchen, dass sie diesen Abschnitt gemeistert hat. Was nun in den nächsten Monaten und Jahren kommen wird … wir werden sehen. Das Leben besteht aus ständigem Lernen.

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Gut gemacht, Töchterchen!

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I believe

SPN9x12

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Sharp Teeth

Ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr mich die letzten 5 Minuten – diese sog. „Aussprache“ zwischen den Winchestern – aufgeregt hat. Sam kann Dean nicht mehr vertrauen? Am Arsch! Abgesehen davon, wie oft Sam Dean ebenso angelogen hat in den vergangenen Staffeln, wie oft Dean über seinen Schatten sprang und sich darauf besann, dass NICHTS, aber auch rein gar nichts zwischen sie als Brüder kommen kann; wie oft Dean Sam irgendwas verziehen hat … und jetzt kann Sam nicht sehen, warum Dean tat, was er tat? War es denn wirklich so vertrauenszerbrechend, dass Dean, um Sam zu retten, Gadreel in ihn hineinließ? Erinnern wir uns: Es war SAM, der sich dann – für DEAN und das Leben – entschied! Ich versteh es einfach nicht, warum Sam das nicht sehen kann! Ich will es nicht verstehen! Dean wird Sam brauchen, mehr denn je zuvor, jetzt, wo er das Mark of Cain trägt! „You’re are my big brother … there is nothing what I wouldn’t do for you, Dean“! Schon vergessen? Mich regt das gerade dermaßen auf! Dabei will ich nichts anderes, als BEIDE Winchester together, das, was sie ausmacht. They keep each other human! Oh, diese Serie bringt mich um den Verstand! Killing me softly.

Ansonsten verweise ich auf Jo’s Blog. Sie hat es treffend auf den Punkt gebracht. (http://www.jmaclean.com/blog/?p=705) [Aus mir gerade nicht nachvollziehbaren Gründen kann ich seit dem neuesten WP-Update keine Links mehr einbinden. WTH? Edit: Bug behoben – es lag an einem Chrome Tool, das ich mir irgendwie eingefangen hatte]

Dass Garth jetzt nebenbei auch mit Reißzähnchen jagt, ist eine neue Entwicklung, völlig unvorhergesehen und interessant. Es sind eben doch nicht mehr alle Monster böse, es gibt mehr grau. Habt ihr die Kirche erkannt? Ich glaube, das ist die selbe, in der wir auf der location tour 2012 waren, in der CAS/God die Fensterscheiben ver-cas-te. 🙂 Dass Jensen in der Folge brillant war, ist selbstredend, aber bei dem Kerl bin ich so was von voreingenommen: Er könnte auch das Telefonbuch vorstottern und ich würde es brillant finden.

Meine supernatural Twitter-Timeline ist scheinbar gespalten, viele möchten Sam mal (wie ich) so richtig die Meinung geigen, ihm einen Klapps geben und zurecht rücken. Ein Teil ist der Meinung, dass Sam alles Recht der Welt hätte, Dean abblitzen zu lassen und die Bruderschaft zu kündigen. Aber am Ende – wenn wir alles zusammen nehmen – gibt es nur eine Lösung für alles: Winchester united forever! Denn nur beide zusammen, als Brüder! können alles überstehen und meistern. Daran glaube ich fest. Das ist es, was die Serie ausmacht. Natürlich kann nicht alles Liebe Freude Brüderlein sein; sie brauchen eben diese Kanten, um immer wieder sich bewusst werden zu lassen, dass sie WINCHESTERs sind, dass sie Brüder sind, und dass es das ist, was sie besonders und unschlagbar macht.

Spekulationen:

Nach Körnerkäse und Brennnesseltee habe ich mich etwas beruhigt. Da sind ein paar Gedanken, die mir schon länger im Kopf herumspuken, und die nach dieser Episode irgendwie noch mehr Gestalt annehmen:

  1. Ich vermute ja schon länger, dass Gadreel kein böser psychopathischer Engel ist. Aber das nur am Rande. Ich möchte Gadreel vertrauen. Er wurde damals betrogen und versucht nun seinen Ruf wieder  herzustellen und mit Metatron (der der wahre Schweinehund zu sein scheint) den Himmel wieder aufzubauen.
  2. Dean ist ja nun quasi Kain. Er war schon immer irgendwie auch Kain. Um ehrlich zu sein, kam mir schon in der 5. Staffel der Gedanke, dass Sam und Dean wie Abel und Kain werden könnten; und dass irgendwann der ultimative Showdown darauf hinauslaufen würde. Aber dann ging es in der 5. um Michael und Lucifer. Nun, wie auch immer, Dean trägt das Mark of Cain und seine Rolle ist damit erst einmal grob umrissen klar. The real Cain tötete seinen Bruder Abel, um ihn vor Lucifers Einflüsterungen zu schützen. (Ich liebe es, wie supernatural die Bibelgeschichten neu interpretiert!) Wenn also Dean = Kain ist, dann muss Sam logischerweise Abel sein. Abel (so die Bibel) fand vor Gott mehr Anerkennung usw. Seine Opfergaben waren in Gottes Augen gerechter als die von seinem Bruder … bla bla bla. Wenn also die supernatural-writer einen Showdown zwischen Dean/Kain und Sam/Abel hinzaubern wollen, müssen sie die Brüder vorher entzweien, die ja seit dem Ende der 8. Staffel sich näher als je zuvor standen. Deswegen lassen sie jetzt Sam nicht sehen, was für mich offensichtlich ist: Dass Dean aus Liebe zu seinem Bruder handelt und immer gehandelt hat. Sie konstruieren also einen (völlig verblödeten) Grund, damit die beiden auseinandertriften und als Kain und Abel sich gegenüber stehen können. Übrigens: Auch realCain gestand Dean ja, dass er aus Liebe zu seinem Bruder Abel gehandelt und diesen erschlagen hat. Ui.
  3. (Verbindet 1 und 2) und bezieht sich wieder auf Gadreel: Ich weiß, rein biblisch gesehen werden menschliche Seelen nicht zu Engeln. Die Engel wurden von Gott erschaffen. Also ist meine These eigentlich nicht umsetzbar, und trotzdem ist in mir so ein hunch, dass Gadreel in dieser Abel/Kain-Beziehung noch eine Rolle spielt. Vielleicht ist Gadreel in Wahrheit Abel? Ich bin verwirrt und laber vielleicht völligen Unsinn. Denn als real Abel von Kain abgemurkst wurde, muss Gadreel schon Jahrhunderte im himmlischen Bunker schon eingesessen haben.Trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, dass Gadreel noch eine bedeutende Rolle hier spielen wird.

Edit: Es ist doch nicht die CAS-Kirche, sah nur beim ersten Mal gucken danach aus. Aber bei Überprüfung stellte sich heraus, das einige winzige Details nicht übereinstimmen. Aber die Kirchen in Vancouver sehen alle ein bisschen ähnlich aus.

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Die gefürchtete Woche

Da ich im Krankenhaus entgegen den vorab gecheckten Zusicherungen nicht den Hauch eines WLan hatte, gibt es jetzt eine kurze Zusammenfassung der letzten Tage, frank und frei und was ich eben dachte:

Der Tag der Einweisung

Ich war ja nervös und wollte die Nacht davor kaum schlafen gehen, aus Angst, dass ich sowieso keinen Schlaf finden würde. So kam es dann auch, und um kurz vor 6 klingelte auch schon das Höndü. Mir war schlecht vor Aufregung, aber wenigstens wusste ich, dass ich noch ein Müsli essen durfte, bevor ich mich bei der Hospital-Anmeldung einfinden sollte.

Da war ich dann auch pünktlich, musste nur ein paar Minuten warten, und dann kamen die Ärzte und Schwestern von allen Seiten auf mich zu, zapften mir Blut ab, wollten Urin, Blutdruck (vorbildlich 120/80), Fieber messen und zwischendurch ein Haufen Fragen beantworten. Das ging Ratz Fatz und ich hatte gar keine Zeit in Panik zu verfallen. Dann wurde ich auf Station geschickt, da war es dann so gegen 10, wurde noch einmal gynäkologisch untersucht, nur um festzustellen, dass mein Uterus immer noch viel zu riesig ist. „Wieso ich den so lange habe wachsen lassen?“ Tz, was ist das denn für eine Frage? Ich wurde dann aufgeklärt, was alles gemacht werden muss, was eventuell passieren könnte, wie man dann schnippelt usw. Ich wollte das einfach nur hinter mir haben und gar nicht wissen, was alles schief gehen könnte. Ich habe auch nicht vor, die von der Assistenzärztin betonte Statistik, dass in ihren 3 Jahren, in denen sie hier schon mit wehenden Arztkittel durch die Stationen schwebt, nie etwas derartiges passiert ist, zerstören. Aber man kann ja nie wissen und im Falle eines Falles … eben die übliche Krankenhausabsicherung, damit ich dann als Leiche nicht sagen kann, man hätte es mir vorher ja nicht gesagt.

Und dann begann die Warterei auf ein freies Bett. Warten, warten, warten. Wenigstens hatte ich den Kaffeeautomaten entdeckt und bei einem kleinen Spaziergang auch den Netto-Markt nebenan, der Körnerkäse verkauft. Der wird heute Abend sozusagen meine Henkersmahlzeit werden.

Das Zimmer, das mir dann endlich zugeteilt wurde, teile ich mir mit zwei jungen Frauen, beide in anderen Umständen. Sogleich beäugten sie mich, aber es ist ja unschwer festzustellen, dass mein Bauch nur Ergebnis von zu viel Körnerkäse ist. LOL

Die schlimmste Nachricht, als mir die Schwester (alle sehr freundlich hier) das Bett und sein Zubehör erklärte: WLan? Nee, so was haben wir hier leider nicht. Ich wäre am liebsten wieder umgekehrt. So ein Mist aber auch. Aber die Höndü-Connection ist nicht ganz so schlecht und so lange wie ich eine Steckdose finde, um Höndü und iPodNano aufzuladen, wird es schon gehen. An die neue Folge supernatural werde ich schon irgendwann kommen. Ich hoffe ja, dass alles auf den einfachsten Weg morgen von Statten geht und ich am Freitag hier wieder meine Sachen packen darf.

Jetzt sitze ich also endlich auf meinem Bett und möchte eigentlich weglaufen. Die zwei Zimmergenossinnen scheinen auf den ersten Blick nett zu sein, aber ich habe nicht vor, viel mit ihnen zu reden. Hab meine eigenen Gedanken. Außerdem ist mindestens eine von ihnen bekennende Shopping Queen Fan und wohl auch DschungelQuatsch Guckerin. Glücklicherweise habe ich meinen Laptop mit. Wenn es mir zu bunt wird, stöpsel ich mir meine Winchesters ins Gehirn und versuche, alles um mich herum inklusive TV Programm auszublenden. Ach, ich mach das am besten gleich. Das ShoppingQueenGelaber geht mir jetzt schon auf den Senkel.

22.01.2014

Ich habe die OP überstanden, das aufwachen war auch gar nicht so schlimm. Ich hörte mich selbst eine Mischung aus Deutsch und Englisch reden. Der Katheder, den ich eine Nacht lang dran hatte, war gewöhnungsbedürftig, und die ganze Bauchdecke fühlt sich an, als hätte ich zu viele Situps gemacht und den tierischsten aller Bauchmuskelkater. Auch die Schlüsselbeine taten weh, von dem Gas, das man in mich hineingepumpt hat und das jetzt erst so nach und nach wieder den Weg nach raus finden muss. Ich bin noch ein wenig wacklig unterwegs, aber immerhin schon wieder unterwegs und geduscht habe ich auch. Der Wasserdruck der Dusche ist hier übrigens ein Witz, denn mit Druck hat das nicht viel zu tun. Den gestrigen Tag verbrachte ich mehr oder weniger dämmernd. Da meine Zimmerkolleginnen Dschungelcamp-süchtig sind, musste ich da auch durch, allerdings nur hörender Weise. Dafür hatte ich mein eigenes Fernsehprogramm dank schwenkbaren Mini-TV direkt über dem Bett. Aber als nach 23 Uhr immer noch über mir der Gemeinschaftsfernseher mit Dschungelzeugs plärrte, war ich schon etwas genervt. Die anderen schliefen scheinbar ständig ein, zumindest diejenige mit dem Wissen, wie man das Teil um- bzw. ausschaltet. Dann ging das Schnarchen los. Irgendjemand schnarcht ja immer. Ich vermutlich auch, denn meine Nase ist dicht. Knuffelchen brachte mir aber glücklicherweise Salbeitabletten mit, außerdem Körnerkäse und Marmelade und GANZ WICHTIG die neue supernatural-Folge. Oh man … die hab ich gerade geschaut, Salbeitabletten lutschend. Das sind ja ganz neue Handlungsbögen, die sie uns da zumuten. Hoffentlich bin ich für die nächste Folge wieder zu hause. Das sieht aber gut aus, ich steh ja schon wieder und der Bauchdeckenschmerz lässt auch langsam aber immerhin nach. Andererseits sollte ich die Tage hier noch ausnutzen, wo ich nichts weiter zu tun habe, als ein bisschen rumzulaufen, zu schlafen, auf das Essen zu warten und darauf, dass mir wieder jemand Blut abnimmt. Dazwischen kann ich supernatural schauen oder lesen und twittern, ganz wie ich will. Das reinste Schlaraffenleben hier. Sogar das Essen ist genießbar, jedenfalls bin ich nicht so meckerisch drauf. Die Dinkelbrötchen zum Frühstück sind jedenfalls klasse. Aber zu hause ist es eben doch noch bequemer in manchen Dingen, besonders, was das Schlafen betrifft.

24.01.2014

Die heimische Couch hat mich wieder. Alles geht in Slow Motion, aber es geht. Nur, dass ich mindestens 4 Wochen nicht einmal daran denken soll, mich sportlich zu bewegen, macht mir jetzt schon etwas Sorgen. Andererseits verspüre ich momentan gar keinen Drang, mich irgendwie zu bewege, was aber an dem Abschiedsgeschenk „Schnupfen“ liegt. Der macht mir gerade mehr zu schaffen, als die Nachwirkungen der Gebärmutter-Amputation. Schauen wir mal, was die nächsten Tage und Wochen so bringen werden, ob es mir gelingen wird, meinen Eisenstand zu pushen und wann mir die Stubendecke auf den Kopf zu fallen droht. Auf die heutige Abenddusche freue ich mich, denn endlich wird es wieder Duschen sein, und nicht nur „betropfen“. Und jetzt muss ich mich schon wieder hinlegen, der Kreislauf hat das Kommando und ich werde auf ihn hören.

Beste Zitate aus dem Krankenhaus: 

Wieso haben Sie das denn so wachsen lassen? (In Bezug auf die Myome in der Gebärmutter)

Haben Sie ihren Mutterpass dabei?

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Das Hühnchen, das Karniggel und eine Prinzessin

… oder: Auch das Internet ist ein Dorf!

Es war einmal ein PUR-Chat. Das ist jetzt gute 15 (?) Jahre her. Dort trafen sich zum ersten Mal ein Hühnchen und ein (damals noch so genanntes) Gestrüppkarnickel, und trieben mehr oder weniger ihr Unwesen, erfanden Mirkos als neue PUR-Schlagzeuger, spielten Black Stories und erzählten sich überhaupt ganz viel voneinander oder sangen Max-Raabe-Lieder, bis die Nachbarn protestierten. Das Hühnchen und das Gestrüppkarnickel wurden Freunde, es folgten gegenseitige Besuche, wenn auch aufgrund der Entfernung lange nicht so viele, wie man sich das wünschte. Das Hühnchen und das Karniggel stehen auch heute noch in regen Kontakt, auch wenn PUR verblasste.

Daneben chattete das Karniggel noch weiter durch die Weiten des Internets, wurde supernatural-süchtig und stalkte fortan noch mehr Leute auf Twitter, die irgendwie ihre Sucht teilten. Irgendwann im letzten Jahr lief ihr eine Buch-Prinzessin über den virtuellen Weg. Die Prinzessin hat einen VLog und verstand die Supernatural-Sucht, und fortan lauschte das Karniggel immer gern sonntags diesem Vlog auf YT, kommentierte mehr oder weniger fröhlich dort herum; und auch auf Twitter abonnierten Karniggel und Prinzessin sich gegenseitig.

Eines Tages schrieb das Hühnchen dem Karniggel: „Hey! Das ist ja total irre, du kommentierst auch überall, so lange es nur um supernatural geht, was?“ Das Karniggelchen ging in sich und dachte darüber nach. Ergebnis der inneren Einkehr beim Hasen war: Nein, eigentlich war das Karniggel eher kommentierfaul! Nach dieser Erkenntnis trat die übliche Verwirrung ein! Welchen Kommentar meinte denn das Hühnchen? 2 Nächte lang wälzte sich das Karniggel schlaflos herum und überlegte, bis es endlich das Hühnchen fragte. „Na, du und die A. Auf YT. Das war total komisch zu sehen, dass du bei ihr die Videos kommentierst! Mit ihr bin ich eine zeitlang zur Schule gegangen, damals, in D.!“

Und dann stellte sich heraus: Prinzessin und Hühnchen kennen sich eben auch gegenseitig! Das Internet ist ein Dorf!
Nun wäre es sicher ein köstliches Bild gewesen, wenn das Hühnchen die Prinzessin unter einem Vorwand zu sich nach hause gelockt und es dann dort als Überraschung Hasenbraten gegeben hätte. Aber bevor der Plan funktioniert hätte, wäre das Karniggel vor Geheimnis-Krämerei fast geplatzt. Also bat das Karniggel das Hühnchen um Erlaubnis, der Prinzessin alles zu erzählen, bevor es in die Luft fliegt. *kicher* Und das tat es dann auch. Das Karniggel telefonierte gerade zum ersten Mal mit der Prinzessin, und ist jetzt neugierig, was daraus noch werden wird. 🙂

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Freier Freitag

Gleich möchte ich noch in die Stadt, ein wenig shoppen, und der Wochenendeinkauf steht auch noch an. Aber immer eines nach dem anderen und nichts überstürzen.

Gestern habe ich das zum Geburtstag bekommene neue Objektiv ausprobiert und WOW! Das macht vielleicht geile Shots. Bin ganz begeistert und merke jetzt erst im direkten Vergleich zum alten, wie schwerfällig das bisherige (und jetzt auseinandermontierte) gewesen ist.

Klecks16012014

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Road Trip

Ahhhhh! Wie ich sagte: Drama! Besonders und überhaupt die letzte Szene! Wie konnte Sam Dean gehen lassen? Ich begreif es nicht! Ich möchte Moose an den Ohren ziehen, schütteln, zerren und ohrfeigen! So ein Doofkopp! Wieso sieht er nicht, was ich sehe?

Diese Serie macht mich fertig!

Und ich habe keine Zeit, jetzt ausführlicher darüber zu bloggen, weil hier ein eiliges Band liegt. Ich muss also mein aufgewühltes Gefühlsleben zusammenkleben, unter Kontrolle bringen und irgendwie durchhalten! Am besten, ich lege mir den Crowley-Shotgun-Cas-Moment auf die Gehirn-Endlos-Schleife. *kicher*

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Fack Ju, Plömgebauschel!

Endlich hab ich auch Fack Ju, Göhte im Kino gesehen, der Film, über den scheinbar ganz Deutschland – bis auf meine Frau O. (an dieser Stelle lieb gegrüßt *kicher* – du wollstest ja erwähnt werden!) begeistert ist und lacht; und sich auf den 2. Teil freut. Ja, gut, es ist kein großes feingeistiges Theaterstück mit dem philosophischen Hintergrund, über den man anschließend bei Rotwein und Käsewürfeln und Beethoven-Klängen danach in der Bibliothek diskutiert. Man hat einfach Spaß, manchmal ist es auch eklig und am Ende ist man froh, dass man in der heutigen Zeit weder Lehrer noch Schüler sein muss. Der Ablauf ist vorhersehbar, natürlich bleibt der Aushilfslehrer und sogar die Chantalle lernt noch was. Ich hatte jedenfalls jede Menge Spaß und bereue es nicht, die 7 € fürs Kino ausgegeben zu haben. Es war ein netter kurzer Kinotrip in MinimalKinoMädelZBesetzung, und die Kinokarte wird mein Marmeladenglas füllen.

Und warum jetzt Plömgebauschel?

Weil ich auf dem Heimweg mal wieder den Ohrenbär gehört habe. Das ist quasi der Radio-Sandmann für Kinder. Dort wurde eine Geschichte aus Saponien erzählt, und die fand ich einfach nur niedlich. Hier geht es zum Plömgebauschel. Was ein Plömgebauschel ist? Ich habe da so meine Vermutung.

Und jetzt muss ich doch ganz fix ins Bett, denn morgen ist ein besonderer Tag! Supernatural ist nämlich endlich aus der hellatus zurück, und es wird DRAMA!

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Supernatural Season 1 und ein VLog-Projekt

Zur Erklärung:

Seit einigen Wochen verfolge ich einen bestimmten Vlog auf YT. Ein Vlog ist so etwas wie ein Blog, nur eben in Video-Form. Kurz dachte ich auch darüber nach, zumindest ab und an hier VIDs mit den Status-Updates einzubinden, verwarf das dann aber gleich wieder aus folgenden Gründen:

  1. Wer will schon mein Gelaber hören? Ich weiß ja nicht mal, ob das jemand liest.
  2. Es würde vermutlich immer Stunden dauern, bis ich mit einem VID zufrieden wäre, falls dieser Zustand jemals überhaupt erreicht werden könnte. Denn ich finde mich selbst total unvorzeigbar und fange an zu stottern, wenn ich nervös werde. Und nicht nur stottern, ich laber den reinste Unfug.
  3. Schließlich wüßte ich nicht, wo ich das VID aufnehmen sollte. Hier ist schlicht kein Platz, und ich kann ja auch schlecht die restlichen zwei Karniggel-Family-Members mit einem Schweige-Gelübbde verfluchen.

Also wird es keinen karniggel-Vlog in naher Zukunft geben. Da aber die liebe @buchprinzessin mich schon auf Twitter fragte, ob ich an ihrem neuen Projekt partizipieren möchte und es um supernatural dabei gehen soll, konnte ich schwerlich NEIN sagen. Ich soll folgende Fragen beantworten. Meine Antworten schubs ich immer gleich hinterher.

  • Wie bist du auf Supernatural gekommen?

Tja, das ist jetzt (nachrechne) 7 Jahre her bei mir. Ich habe schon immer Buffy, Angel, Akte X geschaut. Eines Tages kam meine Kollegin mit der Nachricht zu mir: „Schon gelesen? Da kommt jetzt auf Pro Sieben eine neue Serie. Ähnlich wie Buffy, Mystery halt, nur mit zwei Typen!“
Also hab ich natürlich eingeschaltet – und ja, da waren zwei (damals noch blutjunge) Jüngelchen, wobei ich den einen süß fand, den anderen so … naja … anders halt. *lach* Ihr werdet nie erraten, wer wer ist! Ha! Falsch!, wenn ihr dachtet, ich wäre von der ersten Sekunde an in DEAN verschossen gewesen. Nein, zu allererst fand ich Sam ganz süß. Nun, ich hab die ersten 4 oder auch 5 Folgen der 1. Staffel geschaut, fand Sammy immer noch ganz niedlich, aber so richtig gepackt hatte es mich da noch nicht. Wenn ich mal eine Folge verpasst hatte, war das (noch) kein Weltuntergang, ich konnte gut damit leben.

  • Dein Lieblingscharakter?

Das ist jetzt schwer, denn wie bereits beschrieben, war es am Anfang Sam. Die totale Herzumdrehung kam bei mir erst mit einer bestimmten Folge in der 2. Staffel. Ab da war und ist es immer noch DEAN – DEAN – DEAN; wobei ich auch offen gestehe: Supernatural funktioniert nur und ausschließlich mit den Brüdern, fehlt einer, wäre die Serie und die Dynamik kaputt.

  • Die Beste Folge der ersten Staffel? oder dein Highlight

Highlight-Folge der ersten Season von supernatural für mich ist definitiv: Bloody Mary; denn die ist wirklich gruselig.

  • Hast du eine lustige Anekdote rund um die erste Supernatural Staffel?

Bis auf den bereits erwähnten Fakt, dass ich am Anfang tatsächlich ein kleines SAM-Girly war? Nein. Wobei die erste Staffel noch ein paar witzige kleine Film-/Schnittfehlerchen aufweist, wie zum Beispiel der hier:

Filmfehler

  • Möchtest du sonst noch etwas zur ersten Staffel sagen?
  • Wie gefällt dir die erste Staffel?

Ich hätte damals es noch nicht für möglich gehalten, dass eine TV Serie dermaßen mein Leben beeinflussen würde! Ohne supernatural wäre ich vermutlich niemals nach Vancouver und Rom gekommen, hätte nicht einmal im Traum daran gedacht, auf CONs irgendwelche Schauspieler zu stalken. Ich stand neben Jensen und Jared (und sie sind beide in real life noch umwerfenderererererer!) *kreisch*. Ich habe viele viele neue Leute kennengelernt, und einige nenne ich heute Freunde. Ich habe mein English ausgegraben und lerne seit 3 Jahren im Montags-Abendkurs, damit ich meine beiden Winchester wirklich perfekt verstehen kann; denn man muss supernatural im Original-Ton schauen! Und ich lernte Musik kennen, die vorher achtlos an meinen Ohren vorbeiplätscherte …
Die erste Staffel fing noch eher harmlos an; aber was sich daraus entwickelt, ist unglaublich! Sie waren so jung! Bitch! Jerk! Supernatural ist eine Serie, die man über die Jahre begleiten muss, das Band der Brüder fühlen und aufnehmen …
Ich fürchte den Tag, an dem sie für immer zu Ende gehen wird, und weiß doch genau, dass auch dieser Tag kommen wird. Aber noch ist es nicht so weit! Noch darf mein Herz mitfiebern, ich mir die Fingernägel abknabbern und immer ein bisschen zu besorgt sein um DEAN und um seinen little brother und um den nerdigen Angel …  Supernatural ist bei mir mehr als Liebe … es ist eine Obsession! Und ich möchte niemals davon exorziert werden!

Ich werde gerade pathetisch, theatralisch und zu emotional! Supernatural is LOVE!

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Spaziergang 12.01.2014

Gute Vorsätze soll man umsetzen. Da ich gestern – wie bereits berichtet – nur faul auf dem Sofa verbracht habe, ging es heute raus, damit ich nicht am Ende des Wochenendes (die immer viel zu schnell zu Ende gehen) mit mir selbst rumzicken muss. Und nun die Bilderausbeute:

Karte

Spaz1 Spaz2 Spaz3 Spaz4 Spaz5 Spaz6 Spaz7 Spaz8 Spaz9 Spaz10 Spaz11

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Das war ein verschlafener Sonnabend

Was gestern bei mir abging, kann ich heute – 12 ausgeschlafene Stunden später – auch nicht mehr so ganz nachvollziehen. Eigentlich war ich relativ fit, als um Halb Acht der Wecker das supernatural theme anschlug. Warum so zeitig an einem Sonnabend, wo man doch normalerweise ausschlafen könnte? Fotoshooting war angesagt, für die neue Kanzlei-Homepage, die irgendwann im nächsten Jahrtausend (vermutlich nach der Eröffnung des Berliner Flughafens) online gehen soll. Eigentlich wollte ich vorher noch Joggen gehen, aber dieses Vorhaben konnte ich aus fraulichen Gründen gepflegt in die Tonne kloppen. Aber das wird hoffentlich das letzte Mal gewesen sein, dass mir dieser monatliche Zeugs meine Pläne durchkreuzt. Ich hab mich also in Ruhe aufgebrezelt und fertig gemacht, die Haare lagen ausnahmsweise mal brav und wie sie sollten, und so begab ich mich zu dem Fotoshooting, das chef-seitig als Pflicht angeordnet war. Frau J. allerdings war ja „verhindert“. War klar. Das Shooting selbst war … anstregend! Ich verkrampfe immer so im Gesicht und mein Lächeln … Pah! Ich kann so was nicht. Ich seh‘ bestimmt total furchtbar aus! (Bilder habe ich keine zu Gesicht bekommen). Das Shooting dauerte ca. 1/2 Stunde, und ich war fix und fertig danach und merkte, wie mein Kreislauf in die Knie ging. Und damit war der komplette Sonnabend quasi gelaufen. Ich schleppte mich mehr oder weniger wieder nach hause; und verbrachte den Rest des Tages auf dem Sofa. Meine Stimmung sank gegen Null und dann in Minusbereiche. Ich war so unzufrieden mit mir selbst, haderte mit allem und jedem und hätte grundlos heulen können. Ich hab dann geheult, bei jeder Folge #supernatural, die auf SKY ATLANTIC lief (8. Staffel). So verplemperte ich den Nachmittag im Dämmer- und Heulzustand. Und als ich abends ins Bett gehen wollte, zappte ich blöderweise noch in dieses Gen-Experiment-Movie hinein, den ich dann zu Ende schauen musste. So ist es kein Wunder, dass ich heute bis 11 Uhr geschlafen habe, womit der Sonntag auch zur Hälfte bereits verplempert wäre. Aber da es mir heute besser geht, die Sonne scheint und ich ja „vorarbeiten“ muss wegen der übernächsten Krankenhaus-Woche und der sich daran anschließenden Sport-Abstinenz, werde ich mich gleich aufmachen und die Canon Spazieren tragen. Der iPodNano lädt zu diesem Zweck gerade und wenn ich nicht meinen Arsch bewege, wäre ich wieder unzufrieden und zickig mit mir selbst und der Welt. Und das wäre doch blöd, heute, zum 3rd season #Sherlock Finale auf der BBC1.

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Ausgeschlafen!

Erst einmal DANKE für die vielen netten Wünsche zur Guten Nacht – ich hatte eine. Endlich konnte ich mal wieder halbwegs schlafen. Woran die letzten nächtlichen Theater-Chaos-Tage nun gelegen haben? Wer weiß! Ich hoffe nur, die karniggel-Zombie-Versuchsreihe ist nun beendet und kommt so schnell nicht wieder. Ich denke nicht, dass ich ADHS oder so etwas habe; Bier trinke ich nur im Sommer und auch dann nur diese Spassbiere wie BECKS Gold oder JEVER fun … Vielleicht hat das Joggen (auch wenn ich mehr gekrochen bin gestern und es außerdem ab der Hälfte der Strecke nur noch am Regnen war) geholfen, so wie die heiße Dusche und die Baldrian-Einschlafkapseln … oder dass mich mein Knuffelchen zugedeckt hat …

Nun, wie auch immer: Heute lache ich wieder die Welt an und laufe nicht mehr erschreckend und wankend wie ein Karniggel-Zombie durch den Tag. 🙂

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Die 4. Nacht schlaflos

Langsam dreh ich am Rad! Wenn ich diese Nacht wieder kaum Schlaf finde, wird es kritisch, denn ich laufe jetzt bereits wie ein Zombie herum. Dabei kann ich nicht einmal erklären, woran es nun genau liegt! Ob zu viel geschlafen / ausgeruht über die Weihnachtsfeiertage und die erste Woche Urlaub? Aber auch nach dem ersten anstregenden Büromontag gestern, der mit 16 Stunden nun wirklich gut gefüllt war, fand ich keinen Schlaf. Egal, was ich tat, es funktionierte nichts. Ich wälze mich stundenlang schlaflos im Bett. Mal kribbelt es im Ohr, mal juckt der große Zeh, dann bekomme ich Zahnschmerzen, dann wieder nicht; dann klemmt irgendwas am Nachthemd, selbst, wenn ich gar keines an habe, dann tut meine Haut weh. Wenn das einiger Maßen wieder auszuhalten ist, bekomme ich Kopfschmerzen, oder muss auf Toilette, oder habe einen trockenen Mund etc. …. endlos … stundenlang! Nacht für Nacht mittlerweile. Wenn ich doch in eine Art Dämmerzustand verfalle, dann nur für ca. 30 bis 40 Minuten vielleicht; danach geht alles wieder von vorn los, bis ich verzweifelt und heulend unter der Dusche Trost und Linderung suche. Ich kann einfach nicht mehr! Selbst die Baldrian-Klopper, die mich sonst zuverlässig ins Traumnirvana pfeffern, helfen nicht mehr. Ich habe keine Ahnung, was das soll, aber es muss aufhören! Fehlt nur noch, dass Luci mir pausenlos Heino-Lieder ins Gehirn tröpfelt!

Chaos

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Spaziergang

Die neuen Schuhe mussten eingelaufen werden, was sich nach der Hälfte der Strecke als nicht so gut herausstellte, die Füße schmerzen jetzt. Andererseits: Fast alle meine Lieblingstreter sind am Anfang etwas steif; danach aber möchte ich sie nicht mehr hergeben. Und die neuen Stiefletten (die ersten überhaupt nach langen Jahren wieder mit einem kleinen Abatz) klappern so herrlich auf Asphalt, ich mag das.
Dann ließen mich heute auch auf dem guten 1,5-stündigen Spaziergang sämtliche Satelliten schnöde im Stich und machten keinen Pieps, so dass ich zu hause die Strecke bei runtastic manuell nachkonstruieren musste.
Und obwohl ich die Kamera brav mit hatte, ergaben sich heute nicht wirklich gute Bilder. Nur einmal war das Licht kurz fantastisch: Spaz04012014_1

Aber es gibt auch noch nicht wirklich viel zu fotografieren: Es ist meistens grau, nass und matschig. Es liegt kein Schnee und für Frühlingszauber ist es bei weitem noch zu früh im Jahr.

Nun bin ich mit couching beschäftigt und päppel noch ein wenig meinen Kreislauf, der heute irgendwie nicht in Form ist. Körnerkäse gab es auch, gleich noch Tee, und dann freu ich mich auf Sherlock 3×02. Ich werde live gucken, auch wenn morgen wieder der Büroalltag startet und mit dem Montag und dem Englisch-Abendkurs ein langer Tag vor mir liegt. Doch die letzten zwei Nächte habe ich unruhig und unterbrochen geschlafen, wachte gerädert und kaputt auf und alles tat weh. Entweder brüte ich etwas aus, oder es ist höchste Zeit für eine neue Matratze. Jedenfalls werde ich heute nicht vor 23 Uhr ins Bett fallen und hoffen, dass dann die restlichen knapp 7 Stunden mit erholsamen Schlaf gefüllt sein mögen und mich den Montag überstehen lassen werden.

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Schwarzer Schnee

Die Menschenmenge stand mit lodernden Fackeln bewaffnet auf dem nass schimmernden Kopfsteinpflaster vor dem mächtigen alten Kirchenbau. Schweigend warteten sie. Unruhig zitternde Schatten tanzten auf den Gemäuern. Die Stimmung war unheilvoll, gefüllt mit Erwartungen und Angst, nahm sie Besitz von den Anwesenden, paralysierte sie, zwang sie, auszuharren. Schwarzer Schnee rieselte herab, langsam und glitzernd, in großen Flocken, wie ein unheilvolles Omen bevorstehender Ereignisse.

Nach einiger Zeit öffneten sich unglaublich lautlos die schweren eisernen Flügeltüren der Kirche. Einen Raunen wogte durch die Menge, als hintereinander 13 schöne Frauen in prächtigen Brautkleidern die Stufen hinab stiegen, würdevoll und majestätisch. Jedes der 13 Kleider war anders gestaltet; doch alle waren sie schwarz und mit glitzernden Perlen bestickt. Die weit ausschweifenden Säume der Kleider wischten über die Steinstufen. Still weinend schritten die Bräute langsam die Stufen hinab. Die schwarzen Schneeflocken schienen noch mehr zu funkeln und umhüllten die Frauen wie ein Schleier. Die Menschenmenge vor ihnen spaltete sich, gab eine Gasse frei, und die 13 weinenden Bräute verschwanden  in der Dunkelheit. Ein dumpfer Glockenschlag hallte durch die Gassen. Die Menschen fröstelten. Die Fackeln erloschen. Es hatte begonnen.

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Getrieben hetzten 7 Menschen die schmale gewundene Steintreppe nach oben auf den Glockenturm. Zumindest vermuteten sie, dass die Stufen zu dem Glockenturm führten, genau wussten sie es nicht. Die Wendeltreppe schien ständig ihre Dimension zu ändern, so dass sich bald niemand mehr sicher sein konnte, in welche Richtung er sich bewegte, ob nach oben oder gar nach unten. Die Menschen liefen weiter, hintereinander, schweigend, getrieben; weil es das einzige war, was sie tun konnten. Hoffend, dass sie bald ein Ziel erreichen würden, wo immer es auch war. Ihre Fingerspitzen glitten über den Putz des alten Gemäuers. Das Mauerwerk wurde porös, bildete immer filigranere Stuckverzierungen, durch die das Mondlicht schimmerte und sich in grotesken aber wundervollen Schattenmustern niederlegte. Endlich hatte die Gruppe eine Plattform erreicht. Der Glockenturmaufgang lag hinter, ein von Mondlicht beschienener See glitzerte unter ihnen. Atemlos blickten die Menschen herunter. Überraschtes Staunen darüber, es geschafft zu haben, lag in ihren Augen. Doch es blieb keine Zeit um zu verschnaufen. Der See unter ihnen verlor seine Ruhe, bäumte sich auf, wurde wild. Sturmböen peitschten gigantische Wellen an den Glockenturm, der plötzlich in der Mitte des Sees stand und sich wie ein Leuchtturm den Gewalten entgegenstemmte. Wolken rasten durch den Himmel und verdunkelten den Mond. Der Glockenturmes zerbröckelte unaufhaltsam, Stück für Stück. Die enge Wendeltreppe des Glockenturmes zerfiel Stufe für Stufe. Die 7 Menschen klammerten sich an das verbleibende Geländer der Plattform und blickten verängstigt auf das tobende Chaos unter ihnen. Schwarzer Schnee rieselte unwirklich sanft herab. 7 Riesenadler flogen heran, umkreisten die Plattform mit den Menschen. Sie ergriffen jeweils einen Menschen und trugen ihn fort. Einen Glockenschlag später zerbarst die Nacht mit dem Mond, dem Schnee und dem tobenden See.

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