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Lückendorfer Sicht auf das SudetenlandPanorama1(Klick vergrößert)

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Umgebindehaus

Das hier:

Umgebindehaus

ist eines der typischen Umgebindehäuser meiner alten Heimat. Die meisten stehen unter Denkmalschutz. In den letzten Jahren sind viele restauriert und neu hergerichtet worden, so dass sie nun im neuen Glanz erstrahlen. Umgebindehaus nennt man sie deswegen, weil ein Holzbalken als Grundgerüst sich „um das Haus bindet“. Das Mauerwerk bestand ursprünglich aus Lehm und Stroh. Im Sommer kühlt es, im Winter ist es kuschelig warm. Die Zimmer sind meist niedrig und klein geschnitten. Es ist unglaublich gemütlich in so einem Haus.

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Wo ich aufwuchs

Die nächsten Bilder zeigen das Haus, in dem ich aufwuchs. Zu DDR-Zeiten war das eine HO-Gaststätte. Ich habe natürlich viele Erinnerungen an das Haus: die kühlen Steinstufen im Hausflur, auf denen wir Kinder eigentlich nicht spielen sollten; an den Blitzableiter, dem ein paar Meter fehlten.

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Ich war positiv überrascht, dass das Haus wieder hergerichtet wird. Das letzte Mal, als ich es gesehen hatte, war es in einem bedauernswertem Zustand, verwachsen und unzugänglich, der Putz bröckelte und die Fensterscheiben waren alle mehr oder weniger zerschlagen. Offensichtlich kümmert sich aber jetzt jemand darum, auch wenn noch nicht alles wieder richtig ist.

Wir haben in der 1. Etage gewohnt: Nr. 1 war das Schlafzimmer meiner Eltern, Nr. 2 das Küchenfenster und Nr. 3 das Wohnzimmerfenster. Über den Eingang der Gaststätte (Nr. 4) war das erste Kinderzimmer von meinem Bruder und mir. Dort schliefen wir auch; und so kam es, dass ich bereits als 4-Jährige sämtliche Trinklieder des Dorfes auswendig mitträllern konnte. Nachts huschten durch das Fenster die Lichter der vorbeifahrenden Autos und warfen groteske Schatten an die Wände. Heute hat sch dort ein türkischer Imbiss angesiedelt. Wir waren aber nicht drin.

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An das Kohlenfenster, in das ich regelmäßig die Kohlen schippte, zuerst mit meinem Vater zusammen, später allein (das war ein von der Gaststätte gut bezahlter Job, denn die Kohlenlieferung kam im Winter alle 14 Tage und versperrte die Zufahrt; musste also schleunigst weggeschippt werden.)

Kohlenfenster

Die Hausrückseite. Auf diesem Hof verbrachte ich meine Kindheit, warf den Ball gegen die Mauer und bekam deswegen oft Schelte vom Gaststättenleiter. Eines der damaligen Küchenfenster seht ihr ganz unten links. Daraus wurde uns oft Eis im Sommer gereicht.

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Nummer 5 ist die Rückseite unserer ehemaligen Wohnstube. Eigentlich war dort ein hölzerner baufälliger, selbstkonstruierter brauner Balkon. Auf ihm beobachteten Vater und ich oft die Gewitter und die Sommerregenschauer. Vater hatte dort auch eine Vielzahl von Kakteen stehen; und im Sommer – wenn ab dem Mittag die Sonne durch die Fenster schien – musste Vater einen großen Vorhang vor die Scheiben ziehen, damit mein Bruder und ich drinnen am Sonnabend die Flimmerstunde schauen konnte. Ohne den Vorhang hat man nämlich gar nichts gesehen.

Nummer 6 und die halbe 7 gehörten zu dem kleinen Dachzimmer, das ich dann endlich als Jugendliche beziehen und mich damit ein bisschen von der vor allem stiefmütterlichen Aufsicht entziehen konnte. Diese 16 m² unter dem Dach waren ursprünglich einmal Zimmerchen für das Personal. Dort wuchs Moni das erste Jahr ihres Lebens auf. Es war ziemlich klein, Dachschrägen und im Sommer hielt man es kaum aus vor Hitze. Im Winter dagegen fielen oft die Heizung aus und das Wasser tropfte bei Regen durch das Dach. Und trotzdem war es eine schöne Zeit.
Nach rechts unten – hier jetzt nicht zu sehen – ging es in die alte Waschküche. Ich kann mich noch ziemlich verschwommen daran erinnern, dass diese noch bis in die 1980iger Jahre wirklich verwendet wurde. Dort war ein großer Kessel eingebaut, in dem Wasser gelassen wurde und das dann mit Feuerholz erwärmt wurde. Dann wurden überwiegend große Bettlaken darin gekocht und gerührt, bevor sie zum Trocknen und Bleichen auf die Wiese hinter dem Haus gelegt und gehangen wurden. Aber irgendwann war das mit Waschmaschinen dann doch einfacher; und die Waschküche wurde zum Abenteuerspielplatz für uns Kinder.

Ebenso wie der Schuppen:

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Einmal habe ich sogar nach einer Disco-Nacht auf dem oberen Heuboden geschlafen. Wie ich im angeduselten Zustand dort hinauf gekommen bin? Keine Ahnung mehr. Eigentlich war es später der Katzenboden; denn Muckelchen hatte dort ihr eigenes Reich, da sie ja nicht mehr in die Wohnung durfte, als die Stiefmutter dort das Zepter führte.

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Schließlich noch der Blick in den Garten. Das ist nur die Hälfte, früher war der Garten doppelt so groß – quasi hinter dem Bauzaun noch weiter. Im Sommer mähte mein Vater dort das Gras und legte es zum Trocknen auf Holzgerüste, die wie kleine Zelte zusammengestellt waren. Natürlich krochen wir Kinder mit Vorliebe im Heu herum, auch ich mit meiner Heuschnupfenallergie. Im Winter lag oft meterhoch der Schnee und wir bauten Iglos. Im Garten standen verschiedene Apfelbäumchen. Mein liebster war der Augustäpfelbaum, der dann selbstverständlich auch regelmäßig geplündert wurde. Natürlich kletterten wir auf jeden Baum, keiner war vor uns sicher. Und noch eine Erinnerung bahnt sich an das Licht: die an das alte Ehepaar, die noch lange in dem Haus mit uns wohnten. Er hatte zittrige Hände. Sie spielten im Sommer im Garten immer Rommé und ich durfte oft mitspielen.

Wir haben überhaupt die meiste Zeit bei Wind und Wetter draußen herumgetobt. Legendär (zumindest in meinen Erinnerungen) sind die Versteckspiele. Oft waren wir mehr als 20 Leute im Alter zwischen 5 und 18 Jahren, die stundenlang durch die Gegend tobten und abenteuerliche Verstecke erklommen.

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Großschönau

Der emotionalste Moment war natürlich, als wir am Montag Nachmittag endlich die Spitzkunnersdorfer Straße nach Großschönau hinein herunter fuhren und ich zum ersten Mal nach über 10 Jahren das Dorf wiedersah, in dem ich Kindheit und Jugend verbracht habe. Es hatte sich kaum etwas und doch auch wieder so viel verändert. Es war überwältigend. Viele Häuser sind neu restauriert und erstrahlen im neuen alten Umgebindeglanz. Davon wird es auch ein paar Bilder geben.

Zunächst aber direkt zu Großschönau. Den besten Überblick hat man auf das Dorf vom Hutberg aus. Und damit fange ich auch an.

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Zu den einzelnen Gebäuden komme ich noch. Wie oft war ich als Kind auf dem Hutberg; sei es von der Schule  aus (weil wir den Wald fegen mussten und anschließend Räuber und Partisanen spielten), oder weil mich Vater mit zum sonntäglichen Frühschoppen nahm. Die Blaskapelle spielte und Vater schnitzte mir aus jungen Weidenzweigen kleine Trillerpfeifen. Und dann waren da natürlich noch die legendären Faschingsfeiern auf dem Hutberg! Der große Berg im Hintergrund ist die Lausche.

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Das Gebäude mit der Nummer 1 ist mein eigentliches Elternhaus, in dem ich aufgewachsen bin. Davon gibt es später noch extra Bilder. Es war zu DDR-Zeiten eine HO-Gaststätte, die meine Mutter bis zu ihrem Tod leitete.

Nummer 2 zeigt die Dächer meiner damaligen Grundschule. 1977 stand ich mit einer großen Zuckertüte auf deren Stufen. Sie ist auch heute noch eine Grundschule und in ihr wurde auch Moni 1996 eingeschult.

Nummer 3: Ein jetzt verfallendes Fabrikgebäude, das damals mit zur Frottana gehörte. Dort habe ich in der 8. Klasse ein Jahr lang jeden 2. Donnerstag 8 Stunden lang arbeiten müssen. (Das Fach nannte sich PA = Produktive Arbeit). Ich habe in der Zeit Bademäntel mit der Hand abgefusselt, bevor sie in die Kartons kamen und in die BRD verschickt wurden, für Quelle und Co. Es gab auch Bademäntel und Handtücher, die für das sowjetische Brudervolk bestimmt waren; die wurden aber weniger sorgfältig kontrolliert. An denen für den Westen durfte keine Masche falsch sein und kein Fussel übersehen werden.

Nummer 4 schließlich sind die Dächer der Neubausiedlung, in der wir auch eine Wohnung (unsere erste eigene) beziehen konnten, nachdem Moni bereits 1 Jahr alt war und in dem alten 16 m²-Kinderzimmer (unter dem Dach bei Bild Nummer 1) definitiv kein Platz mehr war.

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Nummer 5: Die „Gelbe Schule“, damals für die Klassen 5 bis 10 bestimmt; ist auch heute noch eine Mittelschule. Mein Klassenzimmer befand sich 5 Jahre lang in der rechten obersten Etage (direkt unter der 5 also). Unser Klassenlehrer war Herr Quaiser, „Pfeffi“ genannt, weil er immer auf einem Pfefferminzbonbon herumkaute, während er Deutsch und Geografie in unsere sturen Gehirne pflanzte.

Nummer 6: Der „Schießwiesn“-Hügel. Im Winter sind wir hier oft Schlitten gefahren, stundenlang, ausdauernd und ungeachtet nasser Schuhe und kalter Finger.

Die Nummer 7 schließlich war auch eine Schule, „Webschule“ genannt. Sie war schon damals baufällig; aber ab und zu hatten wir ersatzweise auch dort Unterricht und Werkstunde. Es roch dort immer sehr stark nach Bohnerwachs.

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Das ist die Aussicht vom Hutberg auf den Finkenhübel. Mit meinem Vater bin ich dort Spazieren gewesen, im Winter, als der Schnee seit Tagen scharf wie eine Betondecke auf den Wiesen und Feldern lag. Einmal – ich muss so 10 Jahre alt gewesen sein – bin ich alleine losgezogen, um auf den Finkenhübel zu gehen. Es war wieder Winter, bitterkalt und schneidender Wind fegte über das Land. Ich war stundenlang unterwegs, der eiskalte Wind hatte meine Lippen aufspringen lassen. Mir war bitterkalt, aber der Weg schien kein Ende zu nehmen. Doch was blieb mir auch anderes übrig als weiterzugehen? Einmal unterwegs, gab es kein Zurück mehr. Es nutzte mir nichts, mich hinzusetzen und zu verzweifeln, weil ich nicht mehr laufen wollte und alles in mir weh tat. Ich musste weiter laufen, wenn ich nach Hause wollte. Das ist mir damals klar geworden, dass es nur auf mich ankommt, dass Weinen nichts nutzt, oder darauf zu warten, dass jemand kommt und dich rettet. Also lief ich und lief und weinte und der Wind schmerzte im eiskalten Gesicht und die Tränen froren zu Kristallen – aber ich lief weiter. Völlig zerfroren und mit steifen Fingern schaffte ich es schließlich nach Hause, wo Vater mir die steifen Hände unter kaltes Wasser hielt, und mich dann ins Bett steckte, mir noch einen heißen Kakao brachte, aber heimlich wohl stolz auf mich war, dass ich die Wanderung durchgehalten hatte.

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Ausblicke auf die Heimat

Wir sind wieder zu Hause. Eine ereignisreiche Woche in der Oberlausitz liegt hinter uns. Viele Bilder wollen bearbeitet und die Geschichten dazu erzählt werden. Aber immer brav eines nach dem anderen, ganz in Ruhe und mit Genuss; schließlich müssen die jetzt aufgefrischten Erinnerungen an Kindheit und Jugend sorgfältig konserviert werden. Es wird also immer wieder in den nächsten Tagen und Wochen Scherbenglanzgeschichten geben.

Ich war übrigens schon Laufen heute; seit 14 Tagen etwa das erste Mal wieder. Diesen Urlaub war ich faul und gefräßig und gestern Abend gab es sogar noch dieses oberleckere bestellte Schnitzel Haiwaii. Danach war ich so vollgefressen, dass ich kaum schlafen konnte, und so kam es, dass ich schon früh morgens bei etwas Nieselregen losjoggte, um dem gefräßigen und faulen Schweinehund in mir wieder Manieren beizubringen.

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Dresden – Saurier – Heimat

Es war wie gesagt eine gute Idee, schon am Sonntag loszufahren, denn so hatten wir den gesamten Montag bereits zur Verfügung, den wir in Dresden mit der Entdeckertour verbrachten. Die Tour begann mit einer Stadtrundfahrt in einem roten Doppeldeckerbus, durch die Altstadt, auf dem Blauen Wunder über die Elbe nach Löschwitz, wo es dann mit der Bergschwebebahn zum Luisenhof ging. Das ist ein kleines Restaurant, in dem sich bereits viele Prominente ein Bierchen hinter die Binde kippten, wie diverse Beweisfotos an den Wänden belegten. Gerade Derpadieu, Gunter Emmerlich, diverse Bundespräsidenten und Böttchern und Fischer, die wir zu unserer Oberlausitzer Zeit immer gern im Radio gehört haben.

Die Sicht von der Terrasse war zwar ein bisschen „düchtsch düsch“, aber trotzdem fantastisch. Unter anderem auch auf die Waldschlösschen-Brücke, deren Bau Dresden den Titel „Weltkulturerbe“ kostete. Zu Fuß ging es dann wieder über das Blaue Wunder zurück zum Dampfer und mit dem an das Elbufer an den Brühlschen Terrasse. Noch einen Abstecher in die Frauenkirche, in der man eigentlich keine Fotos machen sollte, aber trotzdem alle rumblitzten und auch ich habe ganz heimlich zumindest eines von dem atemberaubenden Altar geschossen, als auch schon eine Stimme hinter mir raunte: Die sollen doch keine Bilder machen! Als dann auch noch eine Predigt begann, haben wir kurzerhand dann doch die Flucht angetreten, nicht, dass dann noch der Blitz wegen meines Ungehorsams in das gottesfürchtige Volk einschlägt.

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Nach Dresden ging es schnurstracks nach Kleinwelka, in den Saurierzoo. Da waren wir früher oft und gern. Natürlich ist er in den letzten 12 Jahren tüchtig gewachsen. Da uns zwischendurch Hunger überkam und am dortigen Imbissstand „Germknödel mit Vanillesoße“ lockten … also wir konnten nicht Nein sagen und Hubby und ich teilten uns eines. Meine Güte, ist das Zeug köstlich. Wie lange hatte ich schon keine Germknödel mehr gegessen? Im Saurierepark selbst gibt es jetzt auch kurzgeschorene Alpakas – die Viecher sind nicht die grünesten Tiere auf der Erde (verstehen jetzt nur SPNler), sondern auch unglaublich niedlich. Ich hätte jetzt gern ein Alpaka. Außerirdische gab es auch und Jurassic Park hautnah. Man läuft in einen abgegrenzten Bereich läuft man durch eine Art Urwald, aber immerhin ist der Weg mit Mulch markiert. Und dann hört man Urviehgeräusche. Urplötzlich. Es trampelt und raschelt, röchelt und faucht, brüllt und kracht aus allen Ecken. Die ersten Kinder fingen an zu schreien und forderten Flucht. Ich hatte Spass.

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Und dann endlich hieß es: Auf in die eigentliche Heimat. Durch Bautzen, wo das Navi uns erst zu spät sagte, wir hätten uns links einzuordnen. Also wollten wir noch eben auf die linke Spur so kurz vor der Ampel, was einem einheimischen Opa hinter uns in den Wahnsinn zu treiben schien, er ein wahres Hupkonzert veranstaltete, nur weil er 3 Minuten später erst rechts abbiegen konnte. Blödarsch!

Und dann kamen sie in Sicht: die Heimatberge. Lausche, Jeschken, davor die Felder und Wälder und Hügel. Hach. Richtige Tränen kamen mir, als wir dann Spitzkunnersdorf herunter fuhren, Großschönau vor uns lag, mit dem Hutberg und den Umgebindehäuschen. Die Eisdiele und das alte Gemeindehaus, die Schule, Frottana, die alte Webschule, die Kneip0e „Zur alten Eiche“ und dann sogar ein Stückchen Buchbergstraße und ein winziger Rest Pappelallee. Wir haben noch nicht angehalten und ich habe auch noch keine Fotos gemacht. Ich hatte Tränen in den Augen und freue mich darauf, das alles morgen in Ruhe zu erkunden.

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Schließlich kamen wir auch in Oybin an. Das Hotel ist knuffig, aber total woanders, als ich eigentlich vermutet hatte. Das Zimmer ist klein, aber ausreichend und direkt an der Bimmelbahn gelegen mit Blick auf den Oybin.

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Gerade haben wir Abendbrot verdrückt – Knuffel sein Wildschweinfilet mit Rotkraut und Kartoffelecken und ich Hausgemachte Sülze mit Bratkartoffeln. Jetzt sitze ich mit dem Lappi und bei Weißweinschorle und genieße den lauen Sommerabend, versuche meine Gefühle in den Griff zu bekommen. Die erste Durchfahrt durch Großschönau hat mich ziemlich aufgewühlt, ich hätte nie geglaubt, dass Heimatgefühle derart intensiv werden könnten. Bin gespannt, wie das morgen wird.

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Heimat

Da ich es vor Hibbeligkeit nicht mehr ausgehalten habe, und Hubby eigentlich hätte wissen müssen, dass ich zu seinem spontan ausgerufenen Vorschlag am Balkonfrühstückstisch: „Wieso fahren wir denn nicht schon heute los?“ sofort JA! brüllen würde, sind wir eben heute schon los gefahren. Auf gut Glück; irgendein Hotel werden wir schon finden. Und nun sitze ich bereits in Dresden, in einem Best Western Hotel, bin voll gefuttert mit Rinderbraten mit Rotkraut und Knödeln und zum Nachtisch gab es Palatschinken und im Fernsehen blubbert der Tatort, während komischerweise Knuffel und nicht etwa ich in der Hotelbadewanne relaxt.

Dresden selbst empfing uns mit Gewitter. YEAH! Und morgen schauen wir uns die Stadt an, machen vielleicht eine Dampferrundfahrt, gehen in den Zwinger und in die Frauenkirche und was uns noch so einfällt, bevor es nachmittags dann weiter nach Oybin geht.

Blitzhinfahrt

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Blick

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Noch immer

… ist es so intensiv, wie vor Jahren, die No Rest For The Wicked -supernatural Folge. Das ist unglaublich, aber ich breche noch immer heulend am Ende zusammen, verzweifelt, entsetzt, hilflos … Dabei weiß ich doch längst, dass es weiter geht, dass Dean gerettet wird – und das das längst nicht das Schlimmste war, was den Brüdern zustieß und noch zustoßen wird.

Aber darum geht es ja gar nicht. Worum es mir geht, ist, mir selbst zu beweisen, dass die Gefühle für und in dieser Serie noch immer so stark sind in mir, dass es längst mehr als nur eine Show für mich geworden ist. Was ich supernatural alles verdanke! Ich habe Vancouver gesehen, Rom, J2 natürlich und so viele liebe Menschen, die mich seitdem täglich durch die kleinen Berge und Täler des Alltages begleiten.

Warum ich nun gestern in einem Anflug von Selbstzerstörung unbedingt diese Folge (und anschließend natürlich Lazarus Rising!) schauen musste, weiß ich nicht. Ich bin noch immer ein bisschen sentimental heute gestrickt, keine Ahnung warum. Vielleicht fehlt mir etwas Schlaf, denn dieser Garagengrasmäheroberkontrolleur war heute Morgen seit 7.30 Uhr am Rattern und ich wollte töten! Der erste Urlaubstag, an dem ich gewillt war, wirklich länger als 8 Uhr zu schlafen, und dann dieser Rasenmäherterror! Dabei haben wir heute gar nichts vor, nichts geplant, keinen Ausflug, kein Schwimmen; selbst zum Joggen hab ich keine rechte Lust (aber vielleicht ja heute Abend, wenn mir vom Couchsitting der Hintern eingeschlafen ist). Bis dahin schaue ich sicher noch wahllos durch alle bisherigen Staffeln diverse Folgen meiner Suchtserie; auf dass es schneller Oktober wird! Wenigstens kam die Tage die Ankündigung, dass die Season 9 eine Woche früher Premiere haben wird. *seufz* Es ist trotzdem noch so lange hin!

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It’s a new day

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Heute gehe ich Schwimmen (Keine Ausreden!) und vielleicht heute Abend mit Knuffelchen ins Kino – Pacific Rim schauen. Oder was anderes. Einfach mal sehen!

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Der erste wirkliche Urlaubstag

… und ein Wochenend-Rückblick

Fangen wir mit dem letzten Wochenende an. Das war faul. Ich hab kein Sport gemacht, jedenfalls nicht wirklich. Knuffelchen war auswärts jammen und Bazillus feiern, so war ich Sonnabend alleine. Ich erwischte die einzigen 20 Minuten ohne Regenguss, schwang mich aufs Fahrrad und radelte zu REWE. Dort lief mir eine Flasche HUGO in den Einkaufskorb; und so nahm der Abend seinen Gang. *kicher* Fußball und HUGO. So weit, so fein. Nach dem Fußball – ich war immer noch allein zu hause und genoss es – zappte ich mich eher lustlos durchs TV Programm und fand Paranomal Activity! Okay – wahre Begebenheit? Scheiße! Ich überprüfte die Salzvorräte im Haus, machte überall das Licht an und wartete mit dem Zu-Bett-Gehen auf Bazillus. Alleine war mir das doch zu heikel. *lach* So viel dazu.

Der Sonntag startete dann mit HUGO-Kopfschmerzen. Nicht wirklich schlimm, aber doch merkbar. Also verbrachte ich den Sonntag faul auf der Couch und pflegte meinen Kopf mit Kaffee. Abends gab es böser Weise dann noch McD Hamburger und einen Wrap. Das schlechte Gewissen deswegen hielt bis heute vor.

Montag – der erste „richtige“ Urlaubstag

Urlaubstage haben ja ihre eigene Beschleunigung, und bevor ich auch diesen ersten Tag faul und am Ende leicht frustriert verplempern würde, schwang ich mich kurzerhand für eine kleine Fahrradtour aufs Real-Drahteselchen und radelte los. Außerdem war da ja noch der Hamburger von gestern Abend, der noch immer auf dem Gewissen rumtrampelte. Aus der geplanten „kleinen“ wurden knapp 40 km; und bis auf meinen Hintern, der ein Coolpack jetzt braucht, fühle ich mich prächtig!

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Endlich Urlaub!

2 herrliche freie Wochen liegen vor mir. Noch am Freitag im Vormittagsbüro sah es ja fast danach aus, als würde mir Chef einen Strich durch die Rechnung machen wollen. Seine albernen Spielchen! „Urlaub? Wie kommen Sie denn da drauf?“ Aber nun bin ich offiziell mit „Schönen Urlaub!“ verabschiedet worden. Der letzte Feierabend vor dem eigentlichen Urlaub – also der gestrige Freitag bei mir – ist dabei immer der schönste Tag. Alles liegt noch so unangetastet jungfräulich vor einem. Urlaubstage haben ja ihre eigene Geschwindigkeit, und mit einem Schwups fliegen sie förmlich nur an einem vorbei. Aber daran will ich jetzt nicht denken. Ich bin im Urlaub!

Gestern jedenfalls habe ich nachmittags mit Hilfe des Ventilators den Nachmittag verschlafen. Das war notwendig, denn die letzten Nächte waren nicht wirklich mit viel Schlaf gesegnet. Am frühen Abend kam dann ein ersehnter kleiner Sommerregenschauer; brachte aber kaum Abkühlung.
Abends dann haben wir Cloud Atlas geschaut. Ähm – ja! Ich sollte bei Wiki nachlesen, um was es da nun eigentlich ging. Denn obwohl ich ohne Twitter diesen Film mit Knuffelchen wirklich aufmerksam geschaut habe, blieben einige Fragezeichen übrig. Die Kernaussage ist wohl, dass bestimmte Menschen durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hinweg miteinander verbunden sind; und dass unsere Verbrechen als auch unsere Taten der Güte Auswirkungen haben, eben in Vergangenheit und Gegenwart und Zukunft. Oder so. Sicher bin ich mir nicht. Lustig war aber die Sprache, die Tom Hanks und Halle Berry im letzten gezeigten Zeitalter benutzt haben. Es wahr wahr.

Nachtrag an dieser Stelle: Ich habe mir gerade den Wiki-Eintrag zu Cloud Atlas durchgelesen und war nur so am Hä? Der war das auch?! Meine Güte, ich sollte den Film noch mindestens 3 Mal anschauen, um wirklich alle zu erkennen und den Inhalt zu verstehen. Aber die verbindende Musik (eben jener Cloud Atlas) ist wunderbar!

Nun haben wir schon Sonnabend. Ich bin seit 7.30 Uhr auf, sitze bei Kaffee auf dem Balkon, hänge meinen Gedanken nach, höre dem Gurren der Tauben zu; Musik aus der SqueezeBox plätschert leise. Sommerdunst liegt noch auf der Stadt; es ist diesig und bereits jetzt warm. Für heute Nachmittag haben sie heftige Gewitter auch für den Nordwesten angekündigt! Ich habe nichts dagegen! Her mit denen! Gleich gibt es ein ausgiebiges Frühstück. Sommerurlaub fühlt sich einfach gut an.

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Summertime

Es ist zu warm! Zu warm, um sich zu bewegen. Deswegen hing ich das ganze – mehr oder weniger ereignislose – letzte Wochenende vor dem Ventilator und schaute Fernsehen oder meine Serie. Dabei will ich mich gar nicht beklagen. Es ist endlich Sommer, der ersehnte heiße Sommer. Und bestimmt kommen auch bald die Gewitter.

Da ich am Sonnabend und am Sonntag – wie soeben berichtet – nur faul auf dem Sofa abhing, beschloss ich gestern in einem Anflug von schlechten Gewissens wegen des 3. (?) Eises, das sich auf unerklärliche Weise in meinen nach Erfrischung japsenden Mund geschlichen hatte und da quasi verdunstete – also ich beschloss, heute am letzten Montag vor meinem Urlaub eine Stunde früher als sonst aufzustehen und die relative morgendliche Kühle zu nutzen, um meine Joggingrunde zu drehen. Gute Entscheidung, denn es lief sich prima, sieht man mal von dem Umstand ab, dass morgens meine Abfallproduktion noch unschlüssig zu sein scheint, und generell erst nach den ersten 2,1 km verkündet: Ich bräuchte mal ein Klo! Doof, wenn man dann jeden Busch näher in Augenschein nimmt, während man vor sich hin joggt, ob jenes Gesträuch genügend Deckung geben könnte, oder ob man es doch noch bis zu Was auch immer noch aushält. Das war jedenfalls das einzige Manko des heutigen morgendlichen Laufens, sonst war es gut.

Na gut, da ist auch noch die nun letztendlich gefestigte Erkenntnis, dass ich ein neues Höndü brauche, denn das alte verkackt (hust) im wahrsten Sinne immer mehr. Ich bekomme selten noch einen runtastic-APP-Lauf vollständig und komplett bis nach hause. Meistens sind die Satelliten weg, so dass mir das Höndü-Lauf-App nach 30 Minuten mitteilt, ich hätte jetzt 1 km zurückgelegt! Am Arsch! Du Mistteil! Von dem Hochladen am Ende der Tour ganz zu schweigen! Wie oft ich schon – zu hause angekommen – dann auf das Display starrte um festzustellen, dass da die ganze Zeit „BITTE WARTEN!“ – „SCHLIEßEN ERZWINGEN?“ oder „BERICHT?“ blinkerten! Ahhhh, ich möchte dann regelmäßig flippen! Blödes Teil! Dafür habe ich aber die ganze Strecke über alle 2 Sekunden dieses KNARZEN in den (zugegeben auch schon mitgenommenen) Kopfhörern, die meine Rockballaden in Regelmäßigkeit wie Furze durchzucken. Ich  brauche jedenfalls neues Equiment – so geht das auf keinen Fall weiter!

Die Devise für diese letzte Arbeitswoche heißt: Durchhalten! Durchatmen! Alles step by step! und sich nicht unterkriegen lassen.

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Der 1/2 Juli kann sich sportlich sehen lassen!

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Habe das Bike entstaubt

… und aus dem Kellerverließ befreit. War eine gute Entscheidung, denn es war perfektes Fahrradfahrwetter. Also radelte ich ca. 26 km, die Canon immer mit dabei; und verliebte mich neu in meine Wahlheimat, die Wesermarsch.

Fahrradtour14072013

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