Bremen

Es war der 2. Weihnachtssonnabend, und warum den nicht mal in Bremen verbringen, sich mit dem Martin treffen, Fotografieren (Bremen hat fantastische Motive) und nebenbei noch die Weihnachtsgeschenke schoppen. Klang nach einem richtig guten Plan. Leider hatten den selben Plan auch noch gefühlte 20 Millionen andere Menschen, die sich durch die Gassen und Plätze von Bremen durch strömenden Regen drängelten, oder die Cafes besetzten. Lustig war es trotzdem.

Gleich am Bahnhof – ich hatte dort in weiser Voraussicht das Mazda geparkt – wollte ich noch eine Zigarette rauchen, bevor ich mich in die Massen stürzte, die Richtung Innenstadt und Schlachte strömten. Raucher sind ja ein immer seltener werdendes Völkchen, stehen überall bibbernd draußen – und lernen sich kennen. So lernte ich Tim und Erik aus Oldenburg kennen, die – wie sie mir erzählten – vor 3 Wochen beschlossen, spontan mal nach Bremen auf den Weihnachtsmarkt zu fahren. Nun standen sie vor dem Eingang des Hauptbahnhofes, starrten auf den singenden Elchkopf von einer der 4 Buden, die direkt vor dem Hauptbahnhof platziert waren, und machten enttäuschte Gesichter über „diesen mickrigen Bremer Weihnachtsmarkt“. *lach* Ich konnte nicht anders, ich musste mich in das Gespräch einmischen und die Herren erst mal aufklären, dass das ja nur ein Bahnhofsweihnachtsmarkt ist – der richtige Bremer Weihnachtsmarkt ist dann dort hinten *ich wedelte einen wissenden Eindruck vermittelnd mit den Händen*. Erik und Tim machten dann auch sofort den Vorschlag, gemeinsam dort hin zu stiefeln.

So wuselten wir uns mit durch die Massen, wobei Tim mich gleich am ersten Glühweinstand zu selbigen verführen wollte. Aber ich hatte ja schon ein „Date“, verzichtete dankend auf die Einladung und parkte die beiden erst mal an der nächsten Bude auf der Suche nach den Bremer Musikviechern, wo ich mich mit Martin treffen wollte. Das funktionierte auch wunderbar. Die Musikviecher waren da, Martin auch und es goss in Strömen und ein Opa prügelte uns fast aus dem Bild, weil wir es wagten, uns einfach so unter den Esel zu stellen.

Ich brauchte erst mal einen Cappuccino in einem netten trockenen Cafe. Unbedingt. War aber gar nicht so einfach, ein relativ leeres Cafe zu finden, denn eben jene 20 Millionen Bremen-Besucher hatten alle die selbe glorreiche Idee und Cappuccino-Appetit. Irgendwann fanden wir aber doch eines etwas abseits, wärmten uns auf und bedauerten den armen Cafe-Angestellten, der vor der Tür dahineilenden Passanten Glühwein schmackhaft machen sollte.

Als wir uns von außen halbwegs wieder trocken gelegt und von innen gewärmt hatten, ließ der Regen glücklichweise nach; und wir starteten einen neuen Versuch, Bremen fotografisch auf die Spur zu kommen (zumeist mit der BLICK NACH OBEN Devise). So bummelten wir über den Weihnachtsmarkt, am Roland vorbei, durch die Böttchergasse, hörten das Glockenspiel, schlenderten über den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt an der Schachte und durch die Passage wieder zurück in die Innenstadt. Ab und an schauten wir aber auch nach unten.Und jetzt kommen die Ergebnisse:

Weihnachtsgeschenke habe ich nicht geshoppt – das mache ich dann doch lieber online und in Ruhe.

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Projekt 12 – OBEN

Ich bin spät dran, Abgabetermin war ja eigentlich schon am 30. November. Aber besser spät als nie. Und durch den heutigen Bremen-Weihnachtsbummel habe ich auch ein paar OBENs vor die aufgeladene Nikon-Linse bekommen. Mein Favorit ist das hier:

Aufgenommen an einer Ecke des Bremer Rathauses, als es mal nicht in Strömen goss und niemand mich anrempelte.

Aber da waren noch mehr OBENs in Bremen:

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Geschützt: Einfach sö

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Test

Guckt mal, da links unten, da kann man jetzt seine Email-Adresse angeben und dann wird man automatisch per Email informiert, sobald ich hier was getippt habe. So jedenfalls der Plan. Ich bräuchte ein paar mutige Freiwillige, die das mal testen.

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Lebenszeichen

Ja, ja, ja … ich weiß es auch. Der November war blogtechnisch eher mager. Nur ein bisschen Werder, danach kam der Schnupfen … und der blieb eine Weile; ein Emotionsausbruch über dumme Twitter-Gören (Schwamm drüber) und ein neuer Käsefimmel. (Oh, du köstlicher Limburger, was wirst du doch von den denen verschmäht, die nicht ahnen, welche Köstlichkeit du bist …). Mehr nicht.

Dabei war dieser November gar nicht so unausgefüllt. Ich habe bei GISHWHES geholfen, mal eben eine Marsennen Prime-Zahl gefunden, und zwar die 48. (vielleicht), und angefangen, die Wohnung letztes Wochenende auf Weihnachten zu trimmen. Überhaupt Weihnachten:

Den 1. Advent haben wir bei Kerzen, Kaminfeuer, Tee und Klassik-Musik verbracht, und die Harmonie tropfte nur so durch den Karniggelbau. Hach, ich liebe diese Zeit. Auch jetzt sitze ich wieder bei Kerzenschein und virtuellem Kaminfeuer, das Radio spielt irgendwas Klassisches und ich futtere eine Mandarine nach der anderen. Die süßen, kernarmen, leckeren! Yummi!

Am Sonnabend gehe ich shoppen und den Bremer Weihnachtsmarkt besuchen und den Martin treffen. Das wird toll. Außerdem ist es auch wirklich an der Zeit, die „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“-DVD hervorzukramen. Weihnachtskarten habe ich auch schon gekauft, die ich dann postalisch an lieb gewonnene Twitter-Freunde in alle Welt versenden werde.

Alles in allem geht es mir eben gut, und zwar vor allem auch seelisch. Keine dunklen Seelenmonster. Alles ist schön. Ich liebe Supernatural, bange und zittere noch immer; genieße aber auch (das gebe ich an dieser Stelle ein bisschen kleinlaut zu) die Hiatus, denn das bedeutet, ich kann die Nächte von Freitag zu Sonnabend durchschlafen.

Abpropos Supernatural: BOBBY! Arrr …. ich muss mal eben ein bisschen panikattacken! Weil … er ist ja … und wenn er das bleibt, und dann DEAN … und SAM braucht ihn auch …

Calm down … alles wird gut, ganz bestimmt. Noch eine Mandarine.

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Wach!

Freitag Morgen, 5.50 Uhr – und ich bin wach! So richtig wach! Eine ganze Stunde, bevor das Weckervieh mein Lieblingslied schmettert! Okay, meine Blase benimmt sich in letzter Zeit wie ein Kleinkind. Und nun sitze ich hier, höre Radio, checke meine Emails und diverse Blogseiten, trinke Kaffee Kakao und denke darüber nach, wieso ich jetzt verdammt noch mal wach sein muss! Da ich schon so pervers und zur Unzeit hier rumhocke, kann ich die Perversität auch noch auf die Spitze treiben, jetzt ein Stückchen Stinkerkäse schnabulieren und dann den ersten Wohnungsputz des Tages ausrufen; hier sieht es nämlich nach den Schnupfentoten der letzten Tage gelinde gesagt schon wieder verheerend aus.

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Die Wahrheit nach dem Schnupfen

Dem werten und aufmerksamen Leser dieser Seiten – ich wundere mich immer noch, dass es die tatsächlich zu geben scheint – wird es vermutlich bemerkt haben: Ich schleudere Schnupfenbazillen durch die Gegend, und das massiv und ausdauernd. Nun war ich ja seit letzten Montag Abend quasi völlig außer Gefecht geschnupft, blieb am Dienstag erst mal weise im Bett, schnupfte mich am Mittwoch zum Arzt, starb am Donnerstag noch ein bisschen weiter und dachte am Freitag ich hätte es überstanden. Ich dachte, wie so oft in meinem Leben, schon wieder falsch. Denn Sonnabend schlug es dann zu; mit voller Keule und ohne Rücksicht auf Verluste: Husten. Aber wie! Ich hätte heulen können! Ich habe geheult – über der Kloschüssel.

Die Wahrheit ist nämlich: Nach dem Schnupfen geht es erst richtig los! Wollte ich am Mittwoch noch sterben, wünschte ich mir Sonnabend Abend den Gnadenschuss um so mehr. Schnupfen überlebt man ja irgendwie (auch wenn man theatralisch herumjammert und zetert) – aber diesen Schleimhusten, der dir jedes Mal noch eine Gehirnerschütterung schenkt … Bäh!

Heute waren Knuffel und ich dann gemeinsam beim Arzt, ergaben uns beide in das Antibiotika-Schlucken-Schicksal und husten uns gemeinsam durch die Tage und Nächte. Hoffen wir, dass die Chemie nun endlich wirkt, ich habe nämlich die Nase voll – vom Husten und Schnupfen!

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I stopped following you!

Eigentlich denke ich, dass ich ein sehr geduldiger Mensch bin, wenn es sich nicht um Internetseiten oder Programme handelt jedenfalls. Bisher dachte ich auch, ich bringe sehr viel Toleranz mit und lasse jedem seine Meinung, so lange dadurch niemand verletzt wird. Dass das mit der Toleranz so eine Sache ist, wissen wir ja alle, sie muss auch irgendwann aufhören, gewisse Taten kann man eben nicht tolerieren, dann muss man die Toleranz im Namen der Menschlichkeit ein Shut up! zubrüllen und eingreifen. Darin werden mir sicherlich alle zustimmen.

Nun bin ich ja ein twitterndes Wesen und ich liebe meinen Twitteraccount und die Leute, die ich da so in meiner Timeline versammelt habe. Klar, die meisten sind irgendwie supernatural-related. Und geschätzte 70 % davon sprechen nicht deutsch. Alles kein Problem, man verständigt sich irgendwie und tauscht sich über die Lieblingsserie aus, bangt zusammen, hofft zusammen, betet und lacht und weint und lebt mit seinen Helden. Jeder darf dazu auch seine eigene Meinung haben und behalten. Fakt ist, dass die 6. Staffel bei einigen nicht gut ankam, und wenn ich ehrlich bin: Auch ich halte sie für die schwächste der bisherigen Seasons, auch wenn sie ihre Momente hatte und nun zu Supernatural einfach dazu gehört. Man kann darüber diskutieren, geteilter Meinung sein – alles schön und gut und so soll es ja auch sein.

Warum ich das alles schreibe hat einen Grund: Heute habe ich zum ersten Mal jemanden bewußt entfollwert auf Twitter; jemanden aus der sog. Supernatural-Familie. Nein, ich werde jetzt keine Namen nennen und mich weiter über diese Person auslassen. Sie wird ihre Gründe haben, warum sie – seit Monaten – abschätzig über die Serie tweetet, sie lächerlich macht und verhöhnt. Soll sie. Damit konnte ich leben. Doch als es anfing, sich auf die Personen auszudehnen, inklusive me, die diese Serie nach wie vor lieben und verehren, hörte die Toleranz bei mir irgendwann auf. Ich muss mir von niemanden sagen lassen, dass ich wegen meiner Gefühle zu einer TV Serie „bescheuert“ bin. Zugegeben: ich bin ein bisschen verrückt, vernarrt und süchtig, das habe ich nie bestritten. Aber ich würde es mir niemals anmaßen, mich über die Gefühle von anderen lächerlich zu machen! Nein, das würde ich nicht! Und da genau das aber jedesmal der Nachgeschmack war, den „ihre“ Tweets bei mir hinterließen, habe ich heute auf „unfollow“ gedrückt; und ich habe kein schlechtes Gewissen deswegen!

Ich kann nur für mich sprechen: Supernatural ist mehr für mich, als „nur eine Serie“. Das mögen einige verstehen, andere belächeln – aber ich werde mich für diese Gefühle nicht entschuldigen oder sie verstecken. Ich bin dankbar, dass ich das fühlen darf. Versteht das, oder lasst es. Aber wenn permanent schlecht und abwertend und arrogant über meine Lieblingsshow gelästert wird und die Personen als dumme realitätsferne Kinder abgestempelt werden, von jemanden, der selbst nicht mehr als eine dumme Göre … nein, ich steigere mich jetzt nicht schon wieder in diesen Zorn hinein. Bei Twitter wird niemand gezwungen, einen bestimmten Account zu folgen. Unfollow und fertig.

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Schnupfenkoma

Drei Tage lang war ich im Schnupfenkoma; in 2-Stunden-Takten geschlafen und die seltsamsten Träume gehabt, konfuse und verrückte Kurzgeschichten, die genau so schnell wieder im Vergessen verschwanden. Da sind nur noch vernebelte Erinnerungen an Miniaffen, Kuchenstückchen, Jim’s in Miniröcken, diverse Twitterfreunde, mit seltsamen Anfragen und Kürbiskanonen.

Noch immer schniefe ich mich durch die Tage und Nächte, aber nicht mehr als der Zombie, der ich Montag Abend noch war. Ich werde wohl überleben. Irgendwie. So einen blöden katastrophalen Schnupfen braucht man wirklich nicht. Langsam erwachen meine Lebensgeister wieder und – als bestes Indiz dafür, dass es mir wieder besser geht – heute zum ersten Mal wieder Cappuccino gekostet und an einer Zigarette geschnüffelt. Beides ist noch bäh, also weiter auskurieren und Salbeibonbons lutschen und Tee trinken. Es gibt sicherlich Schlimmeres, aber hey – das hier ist meine Seite und ich darf hier hemmungslos jammern, wie es Männer ja auch tun in Wahrheit. Ab pro po’s Männer: der meinige ist jetzt auch infiziert. An ihm kann ich quasi meine Leidensgeschichte wie in einm Doku-Drama wieder finden. So niesen und husten wir uns gegenseitig unser Leid und teilen brav die Taschentücher, deren Verbrauch in den letzten Tagen in schwindelerregende Höhe schoss.

Ich werde es langsam angehen, merke ich doch, dass mich diese 3 Tage geschlaucht haben. Ich bin eben alt, und im Alter ist selbst ein Schnupfen bereits potenziell tödlich und dauert eben seine Zeit.

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Werder Bremen

Gestern war Premiere  – jedenfalls für mich. Mein erstes Bundesliga-Spiel, bei dem ich direkt im Stadion bin. Werder Bremen (lebenslang grün-weiß) vs. 1. FC Köln. Was war ich aufgeregt! Aber zuerst sah es so aus, als wenn meine Familie es gar nicht bis zum Weserstadion schaffen würde. Und das kam so. Wir fuhren zuerst einmal zum Bremer Hauptbahnhof und stellten dort das Auto ab. Auch wenn wir vorher nie bei einem Spiel dabei waren – die Verkehrsstaumeldungen, die jedesmal durch das Radio fluten, wenn Werder zu hause spielt, ließen erahnen, dass wir keinesfalls mit dem Auto bis zum Weserstadion durchdringen würden. Auto war also schon mal brav untergebracht, als uns der Weg durch den Hauptbahnhof führte. Und der ist nun mal mit Fressbuden überfüllt. Mai-Mai, Pizza, Currywurst, Subway, Burger King,… Starbucks. Überall leuchteten die Augen meiner beiden karniggelfamilienangehörigen. Noch bei Starbucks einen Kaffee (für mich nur eine Zigarette); und dann kam Hubby auf die sehr schlaue Idee, einfach mit dem Taxi zum Stadion zu fahren, anstatt sich in die Busse und Straßenbahnen zu quetschen, die bereits vollgestopft waren mit grün-weißen Massen. Und so kamen wir dann doch noch rechtzeitig im Stadion an. Während Tochterherz und me noch mal eben auf gewisse Örtchen verschwanden, versuchte Hubby Sitzkissen zu erwerben. Der Verkäufer wollte aber eine Karte haben, was – so Knuffels Annahme – sich auf die Eintrittskarten bezog, die aber mit Töchterchen auf das WC gesprintet waren. Als wir alle inklusive unserer Eintrittskarten wieder beisammen vor dem Sitzkissenverkäufer standen und Hubby siegessicher die Eintrittskarten ihm hinhielt, in der Annahme, nun Arschuntersätze kaufen zu dürfen, brach der Verkäufer in mitleidiges Gelächter aus; denn er meinte diese Werder-Karten, mit denen man nur und ausschließlich jetzt im Stadion an irgendwelche Artikel, ob nun Bier, Bratwurts oder Sitzkissen …  kommt. Die hatten wir natürlich nicht und so war dieser Stadion-besuch für die Karniggel-Familie insgesamt sehr billig, aber ungemein unterhaltsam.

Wir enterten dann erst einmal unsere Plätze und ich war erstaunt, dass man doch einen sehr nahen Blick auf das Spielfeld hat. Es sah auch gar nicht so groß aus, wie im Fernsehen.

Schlagartig füllten sich auch die Plätze und die Ostkurve (von unserem Standpunkt aus gesehen rechts, hinter dem Tor) machte Stimmung, dass es einfach eine Freude war und man ganz von allein angesteckt wurde und mitbrüllte, mithüpfte und – so man hatte – den Werder-Schal in die Höhe streckte.

Es war faszinierend, wie die Menge dort tobte und trommelte und das restliche Stadion mitriss. Konditionstechnisch war ich jedoch froh, dass Hubby für uns Sitzplätze erstanden hatte, denn ich bezweifelte ernsthaft, den Werder-Hüpf-und-Brüll-Marathon durchgestanden zu haben. Die Kölner Gäste übrigens waren in der entgegengesetzten Kurve quasi eingezäunt und taten mir ein bisschen Leid.

Dann begann das Spiel und es riss mit. Nach 3 Minuten kassierte Werder schon das erste Tor und das kollektive Ahhhh – FUCK -Scheiße geraunt von fast 40.000 Anwesenden, schwappte durch die Ränge. Überhaupt war ich von lauter Kommentatoren umzingelt. Die schrieen immer schon ABSEITS, während ich noch auf die völlig falsche Spielfeldecke konzentriert war, weil sich dort jemand die Schuhe zuband. Auch die Wörter, die da so mit Inbrunst Richtung Schieri gebrüllt wurden, bescherten mir am Anfang rote Ohren; färbten aber schnell ab und ich ertappte mich selbst, wie ich IHR BLINDFISCHE brüllte und mit einem DU DUMME SAU den Schieri betitelte.

Zur Halbzeit stand es 0:2 gegen Werder. Mein Banknachbar unkte bereits, dass der Drops gelutscht wäre und schimpfte wie ein Rohrspatz, dass es immer das selbe wäre mit Werder. Ich sah mich genötigt, als Live-Spiel-Gucker-Noob optimistisch zu behaupten, dass das Werder noch schaffen kann; da es ja unser erster Besuch ist und man da nicht einfach verlieren darf. Ich sollte Recht behalten. Die 2. Halbzeit war dann spannend wie sau – und sehr viel schneller und lauter, als die 1. Werder besiegte Köln mit 3:2 und wir dackelten zufrieden und heiser, aber mit dem festen Entschluss, das noch mal zu erleben, nach hause.

Fazit: Werder live macht Spass – jedenfalls dann, wenn sie gewinnen. 🙂

 

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Status am Mittwoch Abend

Heute war ein anstrengender Bürotag. Nicht unbedingt hektisch, eher im Sinne von kompliziert. Beim Anwalt (gefühlt) zigtausende Tabellen gebastelt, um den Fehler der Abrechnung vom Jobcenter zu finden. Es ging dort zwar nicht um 55,5 Milliarden, aber um viel Geld für den Mandanten. Damit habe ich den Vormittag verbracht, Bescheide gewälzt, Zahlen eingetragen, verglichen, Summen abgezogen, dazugerechnet, gelöscht, weil es der falsche Bescheid war … kompliziert eben. Aber so etwas mache ich durchaus gern, wenn ich dann auch irgendwann mal zu einem zufriedenstellenden Ergebnis komme und Chef meine tabellarischen Erkenntnisse dann auch verständlich machen kann, was noch einmal eine Herausforderung für sich ist.

Nachmittags dann entpuppte sich der Auftrag, ein simples Namensschild für die kommende Tagung mit ca. 100 Teilnehmern Seriendruck-technisch vorzubereiten, schwieriger als erwartet. Irgendwo hakte es immer. Aber auch das habe ich so halbwegs hinbekommen und hoffe nun inständig, dass nicht noch jemand Änderungswünsche hat und ich noch einmal von vorn anfangen darf.

Alles im allen bin ich heute ziemlich geschafft, aber zufrieden. Ich suche mir jetzt noch einen Apfel zum naschen, und pflanze mich mit einer Tasse Erdbeer-Vanille-Tee auf’s Sofa – supernatural wartet nämlich – und ich muss ja meiner Sucht Futter geben.

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Projekt12 – Spiegelungen

Es war für mich ziemlich schwer, das passende Objekt zu finden. Bis zuletzt hielt ich Ausschau, aber irgendwie waren meine Vorstellungen von „meinem“ Spiegel-Bild immer anders, als das, was NIKON oder CANON dann einfingen. Mir schwebten natürlich bunte Bäume, die sich im Wasser spiegeln, zwar vor das geistige Auge – aber eben nicht vor die Kamera.

Dann musste es eben dieses Schaufenster-Tänzer-Paar werden; und nach etwas photoshoppischer Rumbastelei habe ich auch irgendwie eine Spiegelung hineingezaubert, wo vorher keine war.

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Der andere Montag

Es geht auch anders, an Montagen, die ich normalerweise meckernd und motzend beginne, zumindest reihen sich üblicherweise die meisten meiner Montagstweets in die Motz- und Meckerabteilung mit ein. Aber heute war es … anders. Vielleicht lag es daran, dass ich – wie immer wenn ich die Urlaubsvertretung für J. übernehme – angenehmer Weise eine ganze Stunde morgens länger schlafen kann. Das macht viel aus, jedenfalls bei mir, und so begann mein Tag erst um 7 Uhr mit einer wundervollen Dusche. Hatte ich erwähnt, dass wir einen neuen Duschkopf haben und das Duschen seitdem wieder ein Erlebnis ist? Nun, jetzt wisst ihr es.

Dann ließ mich Chef tippen – tippen – tippen und die Finger flitzten nur so über die Tastatur. Zwischendurch gabs zu Mittag den gekauften Stinkerkäse, der wunderbar in meinen Diät-Plan passt, aber Chef quer aufstieß. Jedenfalls rümpfte er die Nase, was mich aber nicht weiter anficht. Ich hab meinen Kram erledigt, eines nach dem anderen, ohne störende Kollegen-Aufforderungen wie: Mach mal das! Such die Akte. Kannste mal eben die Überweisung …? usw. Nur das Telefon benahm sich montagsartig wie immer und stand so gut wie gar nicht still.

Das Ergebnis: Ich bin zufrieden mit dem, was ich geschafft habe; konnte Chef zwei tadellose volle Unterschriftenmapen auf den Schreibtisch legen und er hatte nichts zu meckern – außer meine neue Käsesucht. *lach* Aber da muss er durch.

Es ist ein gutes Gefühl, wenn man abends zufrieden auf das Tagewerk zurückblicken kann und nicht komaartig und kaputt auf dem Sofa neben der Katze zusammensinkt. Ich hoffe, ihr hattet einen ebenso erfolgreichen Montag und mögen die kommenden Montage sich an dem heutigen ein Beispiel nehmen, wobei: wenn wir ehrlich sind, liegt es nur an jedem selbst, was er aus dem Montag und aus jeden anderen Tag der Woche macht. In diesem Sinne …

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Goldener Oktober

… gab es dann doch noch:

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Wir essen anders

Das letzte Wochenende in Speyer hat es mehr als deutlich an den Tag gebracht. Ich muss dringend abnehmen, wenn ich Vancouver nicht mit Sauerstoffflasche erleben will! Nun staubt #Fit for Van auch schon wieder geraume Zeit vor sich rum und es ist einzig und allein meine Schuld; da kann man nichts anderes als Ausrede gelten lassen! Nicht, dass die Wochen lang sind und die Arbeit stressig ist und ich mich abends der Couchschwerkraft widerstandslos ergebe; ebenso resistance-los den abendlichen Vorschlag der restlichen Familienmitglieder absegne, den diversen Lieferdiensten der Gegend noch ein Umsatzplus zu bescheren. Auch das lieb gewonnene Croissant so zwischendurch, weil die eine Bäckerei nun mal genau auf der Strecke liegt. Kein Wunder also, dass sich in punkto Fit for … so gar nichts tut.

Aber damit ist jetzt Schluss. Seit einer Woche trennen wir das Essen und die ganze Karniggel-Familie macht mehr oder weniger mit. Hubby rechnet die Kalorien aus und durchforstet das Netz nach Rezepten, die erlaubt sind; sprich: Keine Kohlenhydrate mehr am Abend, wie Nudeln, Kartoffeln, Brot oder Reis. Ich war erst skeptisch, denn eben jene finde ich besonders lecker. Aber es geht! Ich entdecke Gemüse wieder (auch wenn Hubby nach bereits einer Woche Rosenkohl nicht mehr sehen mag). Heute soll es nach Hubby’s Rezepte-App Rotbarsch mit Spinat zum Abendbrot geben. Überhaupt erlebe ich nicht nur einen begeisterten Hobby-hubby-Koch, sondern erfahre (dank seines Rezepte-Apps) auch so Sachen wie welchen Fisch man nicht kaufen sollte, weil er überfischt ist und auf einer Roten Liste steht. So retten wir auch noch ein bisschen die Welt, indem wir auf unser Essen achten.

Aber wir alle wissen auch – trotz gegenteiliger Behauptungen diverser Diät-Pläne – dass es ohne Bewegung nicht wirklich langfristig funktioniert. Noch immer macht mir mein Bein zu schaffen; und da ist noch eine andere Furcht, die ich bald abchecken lassen muss. Was den Bewegungsplan betrifft: Schwimmen erscheint mir da das beste Mittel. Allerdings ist es gerade schwierig, denn während der Oktoberferien sind die Öffnungszeiten des Hallenbades nicht kompatibel mit meinen Arbeitszeiten. Aber auch Ferien gehen irgendwann zu Ende.

Noch ein paar Zeilen zum allgemeinen Befinden: Es geht mir gut. Seit Wochen wieder gut. Vielleicht nicht bombastisch, aber auch nicht so am Abgrund rumhampelnd, immer in Gefahr, in ein tiefes Seelenloch zu fallen. Mit den Tagen bin ich zufrieden. Manchmal wünschte ich mir, meinen inneren Schweinehund besser unter Kontrolle zu halten, aber daran arbeite ich.

Letzte Nacht habe ich das erste Mal seit Jahren den Livestream von supernatural verpasst. Schlicht verschlafen. Das ist nicht ganz richtig: Ich habe bewusst keinen Wecker gestellt. Entweder, meine innere supernatural-Uhr weckt mich um 2.30 Uhr auf – oder eben nicht. Sie tat es nicht und ich schlief durch. Natürlich hatte ich ein ganz klein wenig ein schlechtes Gewissen, kam doch dieses Durchschlafen einem Verrat an meiner Lieblingsserie gleich. Aber ich habe überlebt, bekam dank G. auch noch rechtzeitig den download-Link geschickt. Ein bisschen aber fühle ich mich trotzdem schlecht, denn ich will meine tiefen Gefühle für diese Serie nicht verlieren. (Meine Güte klingt das dramatisch!) Was ich einfach sagen will: Es macht mir etwas Angst, dass ich einfach so eine Livestream-Folge verschlafen konnte. Supernatural soll eben keine Serie wie jede andere für mich sein! Andererseits: Ich lerne durchgeschlafene Nächte zu schätzen, schleichen sich doch immer wieder welche darunter, die zerrissen werden und mich müde aufwachen lassen.

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