Folter!

Morgens in’s Büro kommen, die Timeline checken, den neuen SPN-Trailer-Link finden – und nicht sehen können, weil dieser KacksDrecksPissBüro-PC dazu nicht ausgelegt ist (kein Ton, kein Flashplayer und die strikte Anweisung, dergleichen NICHT zu installieren). Ahhhh .. ich muss warten bis heute Mittag, am anderen Job-PC …. und das ist eben Folter für einen SPN Süchtigen wie mich. Weil: Alle anderen kennen den Trailer schon, machen Ahh … und … OMG … und Can’t stop to watch it … und ich lese die Tweets, ergrüne vor Neid, bin neugierig wie Hölle, mache mir Sorgen um Dean … und kann nichts tun, außer mich in Geduld zu fassen.

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Nachtrag, 12.50 Uhr

O M G. Ich hab ihn gesehen, den Trailer und nun kann ich den 24. Sept. kaum noch erwarten! Schnappatmung. Herzrasen. Falls ich noch dachte, dass Staffel 6 zurückkehrt zur wöchentlichen Monsterjagd ohne Loopings in der Gefühlsachterbahn wurde ich gerade eines Besseren belehrt. Staffel 6 macht genau so weiter, wie die 5. aufhörte. O M f G

Ich sollte mich jetzt beruhigen! Bin ja noch im Büro, aber zurzeit nicht in der Lage, irgendetwas Vernünftiges zu tun oder auch nur zu denken. Wieso verprügelt Dean Sam? Wieso liegen sie beide in dieser Art Wanne? Warum müssen sie aus einem Fenster springen und ist Sam doch verändert? Wer war der tote unter der Plane und wird Dean so sein wie immer?

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Oh, der Schweinewuff

… säuselt verführerisch. „Bleib doch mal einfach auf dem Sofa, mach dir einen warmen Kakao, kuschel dich ein und schau deinem Mr. Green beim Welt retten zu. Du warst doch gestern erst planschen, deine große Zehe stirbt gerade den Heldentod und morgen ist doch wieder Badminton. Außerdem regnet es wie verrückt und die Familie zickt rum – die Eine, weil es nichts von McDoof gibt, der Andere, weil kein Geld im Haus ist, um dem Flying-Pizza-Boy eine Schachtel abzuluchsen. Klecks möchte auch gestreichelt werden …“

Aber nein! Es wird dem Schweinewuff kein Stückchen Land freiwillig überlassen! Ab auf’s Fahrrad mit mir …. strampeln gegen die Faulheit, gegen die Pfunde und für Mr. Green.

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Back und wet. Es war nicht das Fahrrad, sondern der Stepper. 30 Minuten. Ich bin klitschnass und die Waden machen jetzt dem Zehenschmerz vehement Konkurrenz. Aber auch hier gilt: Man fühlt sich zwar fix und fertig, aber happy. Seltsame Mischung im Glückshormoncocktail. Jetzt will ich nur noch duschen – falls ich es noch unter die Dusche schaffe.

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Es gibt etwas

… das ist noch schlimmer, als die Poolnudel – der Ball. Also Bälle an sich sind ja nicht schlimm, jedoch im Wasser zwischen die Knie geklemmt, und mit der Aufgabe, die beiden Hanteln vor- und zurückzubewegen und dabei mit den Beinen so eine Art Unterwasserklimmzüge zu bewerkstelligen (also irgendwie so) …

Ich bin grandios gescheitert und habe den Kampf mit dem Ball so was von verloren. Außerdem habe ich mir – als  ich mal wieder dem runden weghüpfenden Ding hinterher hüpfen wollte – die linke große Zehe sehr unchristlich am Beckenrand geditscht. Jetzt tut das blöde Ding von Zehe weh.

Alles im allen war es gestern ein sehr amüsantes Aquaplansching; dass ich heute Muskelkater habe, werte ich als gutes Zeichen, dass trotz meiner Ballverluste genügend Muskeln an Stellen beansprucht wurden, deren Existenz ich bisher für ein Gerücht hielt.

Heute sieht es verdammt nach Regen aus. Genauer gesagt regnet es seit heute Morgen Sternchenzwirnbindfädchen, was mein heutiges Laufen wohl verhindern wird. Aber: Aufgeben gibts ja nicht – dann eben auf dem Hometrainer. Da wird dann auch die Zehe geschont, das bockige Teil.

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Was war ich faul

… diese letzte Woche. Gerade mal am Montag das Aquadingens, ansonsten … nüscht! Nicht, dass ich nicht wollte oder keine Lust hatte. Neee .. so ist das ja nicht. Der Wille war da, allein das Fleisch war so was von unwillig. Von den anfänglichen biotechnischen Hürden will ich nicht reden. Aber von den Ohrenschmerzen. Rechtseitige Ohrenschmerzen. Ziemlich blöde Angelegenheit. Aber jetzt ist Schluss mit dem Rumjammern und Tee-Trinken; morgen wird das Fit for JiB Programm fortgesetzt, mit Auqaplansching, Dienstag Laufen/Fahrrad (je nach Wetterlage), Mittwoch Badminton (und wenn ich die faule Bande an den Schnürsenklen in die Halle schleifen muss), Donnerstag Laufen/Fahrrad und Freitag Schwimmen. Der gigantischen Problemzone wird mit frischen Elan zu Leibe gerückt. Schließlich ist bald April! Und SUN soll zwinkern!

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Hm, eigentlich …

… wollte ich nur eben ein bisschen meinen Blog übersichtlicher gestalten, vor allem, was das rewatching betrifft. Jetzt habe ich zwar irgendwie den Menu-Punkt rewatching in die obere Leiste hingebastelt, aber man kann nur in die Season 1 klicken, obwohl zu Beginn alle bisherigen 5 online gestellten rewatching-Seiten angezeigt werden. Ich hab gerade keinen Plan, wie ich das ändern kann. Es ist zwar nicht schlimm, denn man sollte ja auch bei Season 1 anfangen und hat außerdem noch auf der rechten Seite alle rewatching-Links aufgelistet, wenn man eine bestimmte sucht, aber trotzdem: der Perfektionist in mir schreit gerade gequält auf. Knuffel hat aber die Ohren eingeklappt und jagt virtuelle Monster.

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Dieses Zwinkern

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Rot

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Die t-t-K-d-d-G-z-Geschichte oder kurz: Plüschkatzenrettung

Sommer 1994. Es hatte tagelang geregnet. Dann endlich brach der Wolken verhangene Himmel auf und versprach, wenigstens für ein paar Stunden dicht zu halten. Ich schnappte mir meine damals 4-jährige Tochter, pflanzte sie in ihren Buggy und machte mich auf den Weg zur Dorfbibliothek. Auf dem Rückweg würden wir durch den Park laufen, am See ein paar Enten füttern. Zum Mittagessen wollten wir zurück sein – ein netter kleiner Spaziergang. So der Plan. Und wie so oft sollte es ganz anders kommen:

Der Nachhauseweg führte uns an dem Dorfplatz, genannt „Schießwiese”, vorbei, an dem im Sommer der Rummel stattfindet und wo ich Jahre zuvor meine ersten heimlichen Moped-Fahrstunden genommen hatte. Meine Tochter hüpfte vergnügt in ihren neuen Gummistiefeln durch die Pfützen, entdeckte Steinchen, Scherben, Schnecken und Tannenzapfen und übergab mir jedes einzelne davon mit einem strahlenden und begeisterten Lächeln. Am Rande des ziemlich matschigen Platzes standen Müllcontainer. Und wie alle Müllcontainer hatte auch die hiesigen die Eigenschaft, Sperrmüll und Abfall anzuziehen. Und Sperrmüll wiederum zieht neugierige 4-Jährige ebenso magisch an. Selbige turnte dann auch quietschfidel zwischen weggeworfenen Holzregalen, Autobatterien und verschimmelten Kleidersäcken herum und war nicht zu bewegen, den von mir als „bäh” titulierten neu entdeckten Abenteuerspielplatz so schnell wieder zu verlassen. Gerade schien es, als hätte ich sie doch mit der Aussicht auf geliebte Nudeln zu hause überreden können, weiterzulaufen, als ihr Blick auf ein dreckiges, nasses Etwas fiel, was aus einem zerrissenen Altkleidersack hervorschielte.

„Mama, Mama! Guck! Da ist eine Katze!”

Tatsächlich, das waren Knopfaugen, Fell und ein Schwanz. Alles in allem ergab eine ziemlich nasse und vor Dreck starrende Plüschkatze, ca. 60 cm groß und früher sicherlich weiß und kuschlig, die jemand in den Müll geworfen hatte. Vermutlich lag sie da bereits einige Tage. Meine Tochter begann, mit der Sturheit eines Kleinkindes an dem toten Plüschvieh zu zerren. Ich seufzte innerlich und wusste, dass ich keine Chance haben würde. Ich versuchte es trotzdem:

„Lass das M., die ist doch ganz schmutzig und nass!” argumentierte ich.

„Aber ihr ist bestimmt kalt und sie weint. Wir können sie doch mitnehmen, Mama! Dann ist sie nicht mehr allein. Bitte!”

Ich seufzte noch mehr und gab mich geschlagen. Was hatte ich auch gegen diese Argumentation schon aufzubringen? Und im Grunde tat mir das Plüschvieh ja auch Leid. So ein Ende hatte es einfach nicht verdient. Also gut, nehmen wir sie mit.

Ich pflückte mein Kind und die tote Plüschkatze von dem Müllberg und stopfte letztere in die durchsichtige Plastiktüte, die eigentlich zum Transport der Bücher diente. Das Plüschvieh stank und tropfte und war so vollgesogen mit Wasser und Schmutz, dass sie gut und gerne ihre 8 Kilo wog. M. schob ihren Buggy mit den Büchern und ich zog das nasse, schwere, stinkende Bündel totes Katzenplüschvieh hinter mir her. So trabten wir langsam wie eine seltsame Prozession nach hause.

Kurz überlegte ich noch, wie wir wohl auf die anderen Passanten wirken würden: Ein fröhlich singendes, Buggy schiebendes Kind vorneweg und ich mit einem tropfenden Bündel hinterher, das bestimmt den Anschein erweckte, als würde ich eine Katzenleiche durchs Dorf schleifen. Und wirklich, ein paar ältere Damen, die unseren Weg kreuzten, rümpften angewidert die Nasen, blickten mich vorwurfsvoll an und wechselten die Straßenseite. Ich fühlte mich wie auf dem Präsentierteller, mit der toten tropfenden Plüschkatze im Sack, die mit jedem Schritt schwerer zu werden schien.

Tapfer ignorierte ich missbilligende Blicke und neugierige Hunde. Wen ich nicht ignorieren konnte, war der Dorfpolizist, der vermutlich seine große Stunde als Columbo witterte, sich vor mir aufbaute und meinen Ausweis zu sehen verlangte. Ich lies den tropfenden Sack auf den Boden fallen und kramte in den unendlichen Weiten meiner Handtasche nach dem verflixten Ausweis, fand ihn auch gleich neben der Tüte mit den zermatschten Gummibärchen und präsentierte ihn etwas verlegen dem Gesetzeshüter, während ich überlegte, ob ich vielleicht gerade einen Diebstahl begangen haben könnte. Der Polizist warf nur einen flüchtigen Blick auf meinen Ausweis, räusperte sich und stellte dann die Frage, auf die ich bereits gewartet hatte:

„Was haben sie denn da in dem Sack? Sie wissen schon, dass tote Tiere durch den Amtstierarzt entsorgt werden müssen? Sie können hier nicht einfach tote tropfende Katzen durch die Gegend zerren!”

„Ähm, die ist nicht tot! Die ist nur nass. Und dreckig. Wir retten sie gerade. Es ist ein Plüschtier” erklärte ich ziemlich hektisch, während der Sheriff sich in ein „So, so!” flüchtete und weiterhin zweifelnd den Beutel beäugte, als würde er erwarten, dass das tote nasse dreckige Plüschkatzenvieh urplötzlich aus der Tüte und ihm ins Gesicht springen könnte. Dann lies er uns ziehen.

Endlich zu hause angekommen, verfachtete ich das nasse stinkende Etwas in die Waschmaschine, das Protestgeschrei meiner Tochter diesmal ignorierend. Ich versicherte ihr, dass Plüschkatzen total gern in Waschmaschinen herumgeschleudert werden und ihr das nichts ausmachen würde. In Anbetracht des wirklich immensen Dreckvolumens des Plüschviehs lies ich sie sämtliche Programme der Waschmaschine durchlaufen. Nach 4 Stunden baumelte dann tatsächlich eine weiße Plüschkatze an den Ohren festgeklammert an der Leine und zog anschließend – trocken und wirklich kuschelig weich – zu den 3 Millionen anderen Kuscheltieren in das Kinderzimmer meiner Tochter ein.

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Ein paar kleine Geschichten

…  sind wieder aus der Versenkung geholt. Wie ich meinen letzten Milchzahn verlor finde ich zu schade, um es auf der Festplatte versauern zu lassen. Und nach der Geschichte der Namen Gestrüppkarnickel / werkarniggel werde ich auch immer wieder mal gefragt.

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Wie ich meinen letzten Milchzahn verlor

Ihr kennt das vielleicht: der letzte Milchzahn nervt einfach nur. Mein letzter Milchzahn machte mir – als ich 12 oder 13 Jahre alt war – das Leben schwer. Das ständige Gewackel ging mir tagelang tierisch auf die Nerven. Das blöde Teil musste also irgendwie raus. Aber zum Zahnarzt wollte ich auf keinen Fall! Und dann kam mir eine Zeichentrickserie zu Hilfe.

“Lolek und Bolek” – und einer von den beiden hatte das gleiche Problem wie ich: einen wackelnden Zahn. Das Zahn-Wackel-Problem wurde dort mit Hilfe einer Tür und einem Stück Bindfaden gelöst. Die Idee fand ich clever – sie könnte funktionieren. Ich hatte sowohl eine Tür als auch Sternchenzwirn zur Verfügung. Also – Versuch macht klug.

Ich wickelte um meinen letzten sturen nervenden Milchzahn Sternchenzwirn, was gar nicht so einfach war, denn wie befestigt man das an diesem Biest? Ständig rutschte der Zwirn wieder ab und ich musste wieder von vorn anfangen. Je länger man auf Zwirn rumkaut, um so ekliger schmeckt der und macht das Anbinden eines Zahnes auch nicht leichter. Mittlerweile taten mir schon die Arme weh und eine Kiefersperre war auch nicht mehr so ganz abwegig. Aber schließlich schaffte ich es. Der Zahn war festgebunden und der restliche Faden hing mir wie ein überlanger dürrer Mäuseschwanz aus dem Mund.

Ready for Step 2: Das andere Ende des Fadens wickelte ich an die Klinke der Badtür und legte mich auf den Badteppich in der Erwartung, dass – sobald jemand die Badtür aufreißen würde – mein letzter nervender störrischer Milchzahn kurz und schmerzlos und im hohen Bogen herausgerissen werden würde.

Ich lag also – zugegebenen doch ein bisschen ängstlich – mitten im Bad und versuchte mich abzulenken. Noch war scheinbar niemand zu hause. Ich hätte vorher prüfen sollen, ob überhaupt jemand in nächster Zeit ins Bad musste. Aber nun lag ich schon mal da und konnte also auch warten. Früher oder später würde schon jemand auftauchen: mein Bruder, oder mein Vater vielleicht. Die mussten doch ständig aufs Klo.

Unsere Katze strich neugierig um mich herum und in ihren Augen blitzte es amüsiert.

Dann hörte ich Schritte im Flur – gleich würde es geschehen – gleich würde die Badtür aufgerissen werden! Aufregung und noch ein bisschen mehr Angst kroch in mich. Aber: Es musste jetzt sein! Noch einen Tag mit dem wackelnden Ding wollte ich auch nicht mehr. Ich wagte kaum zu atmen.

Und dann:

Schwang die Tür auf (wie ich erwartet hatte) und knallte mir an den Kopf (was ich nicht erwartet hatte).

Ich hatte schlicht übersehen, dass sich die Badezimmertür nach innen öffnet und mein Kopf als Türstopper fungierte.

Mein Bruder war erst verdutzt, mich mit meiner Zahnentfernungskonstruktion auf dem Badfliesen liegend zu finden – und fing dann fürchterlich an zu lachen. Ich rieb mir den schmerzenden Kopf und wußte nicht recht, ob ich weinen oder mitlachen wollte. Ich entschied mich für das letztere.

Die Beule war nicht zu verachten, ich würde die nächsten Tage also nicht nur mit meinem letzten Milchzähnchen, sondern auch mit einem grünlich-blauen Horn auf meiner Stirn leben müssen. Der störrische kleine Milchzahn fiel dann einfach so – ohne dass ich darüber nachgedacht hätte – einem herzhaften Biss in einen Apfel zum Opfer. Die Geschichte selbst wurde bei jedem Familiengeburtstagskaffeeklatsch vor allen Tanten und Onkeln, Neffen und Nichten und – wenn es sich ergab – auch Nachbarn zum Besten gegeben – und jedesmal stieg mir vor Verlegenheit die Röte ins Gesicht.

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Wie kommt man denn auf Gestrüppkarnickel?

Es war im März 2003; mein erstes Ärzte-Konzert stand an, mitten in Braunschweig. Wir standen bereits Stunden vorher vor dem Einlass, um die besten Plätze zu ergattern. Plötzlich hoppelte ein Kaninchen oder ein Hase, jedenfalls etwas kleines mit vier Pfoten, einem Stummelschwänzchen und braunem Fell, von einem Gebüsch quer und unter Missachtung sämtlicher Verkehrsregeln über die Straße und verschwand in einem anderem Gesträuch. Ich suchte nach den richtigen Worten, um so etwas intelligentes wie: “Seht mal, dort, ein Hase im Gebüsch!” zu rufen und die Umstehenden auf das eben beobachtete exorbitante Ereignis hinzuweisen. Herauskam allerdings nur ein völlig verhaspelter Ausruf: “Gestrüppkarnickel!” – der ja auch das Wesentlich ausdrückte, von allen sofort verstanden wurde und seitdem als Name an mir haften blieb.

Nach einiger Zeit kam dann noch Werkarniggel als Twitter-Name dazu, das ist quasi die verwandelte Form des Gestrüppkarnickels. Allerdings hatte Lestat, der Vampir, zum Zeitpunkt meines Gebissen-Werdens, heimtückischen Schnupfen, so dass ich kein Vampir, sondern eben nur ein Werkarniggel wurde, das aber ebenfalls herzhaft zubeißen kann, wenn man es in Topf oder Pfanne stecken will.

(Werter Leser: du merkst schon, so todernst sollte man die Namen nicht nehmen, sie sollen einfach Spass vermitteln und eine Geschichte erzählen. Wer das albern findet, nun, der teilt eben meine Art des Humors und meine Fantasie nicht; das ist nicht tragisch, sollte mir aber auch nicht zum Vorwurf gemacht werden.)

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Verflixt und verwurmt und auch ein bisschen ahhhhhh

In dieser Woche steckt der Wurm drin. Jedenfalls was mein Fit for JiB Programm betrifft. Gut, am Montag war ich ja noch gerade so beim Aquaplansching. Biotechnisch … ach naja … kommt eben vor im Leben einer Frau. OB Schwamm drüber, abhaken. Am Dienstag sollte Kino-Abend sein, also hatte ich sowieso kein Sport eingeplant. Kino fiel aus – Sport aber auch weil … siehe Montag, nur extremer. Ist ja nicht schlimm, ein Tag Pause. Gestern war Mittwoch; sprich: Badminton. Aber nein – keiner da. Kein Badminton. Gut, dachte ich, fährste eben nach hause und weil es in Strömen goss und stürmte, wollte ich mich selbst auf dem Hometrainer quälen. Ich wurde allerdings anders gequält – Ohrenschmerzen. Braucht niemand, sind total ätzend und wie der zweite Teil des Namens schon andeutet auch noch überaus schmerzhaft. Statt Hometrainer schmiss ich mir eine Schmerztablette in den Hals und verkroch mich ins Bett.

Heute ist Donnerstag – und ich hab noch keine Ahnung, ob ich heute den Schweinehund aufs Maul hauen kann und laufen gehe oder es bleiben lassen sollte. Momentan fühle ich mich ein bisschen wie ausgekotzt, schlapp, müde, mir ist ständig kalt, Kopfschmerzen – aber die Ohrenschmerzen sind gerade weg. Wenigstens das.

Bevor ich mich gleich in die Arbeit stürtze (ein eiliges Diktat drängelt hier schon), möchte ich aber noch eben von dem letzten Traum in Kurzform berichten.

Traumsequenz:

Ich war in einem großen Park. Sehr grün,  große, alte Bäume, deren Rauschen wie Meer klang und es roch nach Gras und Pilzen. Ich war allein und fühlte mich wohl. In der Ferne sah ich Menschen, die wie schwarze Schatten ebenfalls im Park spazieren gingen. Durch das Blättergrün funkelte eine untergehende Sonne. Ich lief unter den Bäumen entlang und breitete die Arme aus, um das Glitzern der Sonne einzufangen und ich sang und tanzte. Plötzlich war ich nicht mehr allein. SUN stand neben mir und blickte mich an und sein Lächeln war unbeschreiblich und einhüllend. Er ist so groß, ich musste meinen Kopf in den Nacken legen, um zu ihm aufzublicken. Wir sprachen kein einziges Wort, sondern gingen schweigend gemeinsam unter den glitzerenden Bäumen, meine Hand in seiner. Seine Hand ist sanft und stark gleichzeitig.

Dann veränderte sich der Weg unter den Bäumen. Die vorher erdigen Wege unter den Bäumen füllten sich plötzlich meterhoch mit Wasser und wurden zu Kanälen.  SUN schaute auf mich herab und nickte und dann sprangen wir beide in den Wassertunnel, anmutig wie Delfine. Es fühlte sich völlig normal an, durch die grün-blauen Kanäle unter den Bäumen entlang zu schwimmen. Die Sonne glitzerte noch immer durch die alten Bäume  und ihr Gold vermischte sich mit dem Blau des Wassers und dem Grün der Blätter. Ich schwamm auf dem Rücken und blickte nach oben, verzaubert von dem Farbenspiel, das über mir und rings um mich herum rauschte. Ich spürte SUNs Körper, er schwamm neben mir, seine Hand noch immer in der meinigen, und ich war einfach … glücklich.

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Sollte diese Art Traum durch den Einwurf von DocMorris Schmerztabletten (Name grad vergessen) hervorgerufen worden sein, dann will ich unbedingt mehr! 🙂

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Warum ich twittere (Part II)

Auf der Suche nach bestimmten Informationen verlaufe ich mich oftmals im www. Gerade zum Beispiel suchte ich ein App, um mir anzeigen zu lassen, wer mich auf Twitter eigentlich so entfollowert (reine Neugierde, ich werde niemanden aufhalten!). Das entsprechende App dazu hab ich auch schließlich gefunden – es funktioniert nur noch nicht richtig. Gefunden habe ich aber außerdem auch diesen Artikel; und damit stellte sich bei mir wieder die Frage: Wieso twittere ich eigentlich?

Hatte ich über diese Frage nicht schon einmal gebloggt? (Antwort: Ja – aber der kleine Artikel darüber wurde ein Opfer der Blog-Hinrichtung 2009).

Für mich persönlich kann ich sagen: Mir macht es einfach Spass!

Zum einen (und das war ja damals der ausschlaggebende Grund, warum ich mir einen Twitter-Account zulegte und die ersten 235 Tweets ziemlich verwirrt auf meinen Monitor starrte) bin ich dadurch gefühlt so viel näher an meiner Lieblingsserie dran; erfahre Spoiler, Infos, Bilder, Links, teilweise direkt von den Schauspielern. Ohne Twitter hätte ich nie oder vielleicht zu spät erfahren, dass es dieses Jahr die erste deutsche Convention gab!

Abgesehen davon verbindet mich Twitter weltweit mit Menschen, die die selbe Leidenschaft teilen: Supernatural. Ein paar dieser Menschen durfte ich in real kennenlernen; und wenn ich heute das Wort „Freunde“ in diesem Zusammenhang benutze, dann hat das nicht diesen abgegriffenen Beigeschmack a la Facebook und w-k-w. Dann meine ich Freunde.

Ganz nebenbei kann ich über Twitter meine kleine Blogseite posten – und die monatliche Statistik beweist mir, dass ich dadurch scheinbar ein paar Leser dazugewinnen konnte (ja, ich gebe zu: in der Beziehung bin ich doch mittlerweile sehr neugierig!).

Ich weiß also, wem und warum ich auf Twitter folge – oder nicht. Lady Gaga interessiert mich nicht, also verfolge ich sie auch nicht. Ende. Wer mich nicht lesen will (weil ich manchmal auch in Plapper-Stimmung bin), der entfolgt mich eben wieder – fertig. Kein Grund für Aufstand. Ich liefere mir auch mit niemanden einen Wettkampf über die meisten Followerzahlen – die sind mir ziemlich schnuppe. Doch ich wundere mich mittlerweile, dass es nun über 500 bei mir sind. *lach* Keine Ahnung, was die wollen. Aber gut, sie müssen dann mit meinen Tweets klar kommen.

Durch Twitter verbessere ich gerade mein Englisch (also das bilde ich mir zumindest ein) und es ist spannend für mich, den Menschen hinter dem Account zu entdecken. Auch das funktioniert, nicht immer vielleicht, aber doch oft. Es ist morgens mittlerweile zum Ritual geworden: Kaffee und Twitter, bevor der Bürostress eine Chance bekommt. Ich mag die meisten Menschen hinter deren Accounts. Ihre Tweets würden mir fehlen, wie mir Milch im Kaffee fehlen würde.

Cyberfux – und sein fast täglicher Kampf mit #es

Vergraemer – der mir auch in der dunkelsten Stimmung ein Lachen entlocken kann

Hansedog – mit Bully-News und Weisheiten

Aussermensch – der irgendwie so sympathisch durchgeknallt meine Timeline neuerdings bereichert

Wankoro2000 – der mir ganz neue Einblicke nach Japan beschert

p_null – den ich immer am liebsten irgendwie trösten will

pirgofabrik – den ich für unglaublich talentiert halte

Knuspy – mit der ich einen schwierigen Start hatte, aber die mir jetzt einfach fehlt, wenn sie weniger twittert

und natürlich meine gesamte SPN-Clique; ob deutsch oder in welcher Sprache auch immer ….

ich will sie einfach nicht mehr missen.

Gut, ich sollte manchmal vorsichtiger sein, was ich für alle (also auch für neugierige Chefs) in die Welt hinaus posaune. Daran arbeite ich.

Alles im allen kann ich für mich persönlich sagen, dass ich Twitter mag, mich dadurch verbunden fühle und manchmal Frust und Glücksgefühle gleichermaßen der Welt ungefragt zwitschere – und Resonanz erhalte. Früher hätte ich das vielleicht in ein Tagebuch gepinselt und niemanden hätte mein Gemütszustand interessiert. Heute teile ich ihn eben mit, erhalte Aufbau-Tweets, neue Infos, gebe virtuelle Streicheleinheiten zurück und bin Teil einer großen Familie, die am Mystery-Montag die deutschen Timelines in den Wahnsinn treibt. Früher war das vielleicht mal chatten – heute ist das für mich Twitter, sozusagen als Verlängerung meines Blogs hier.

Also dann … wir folgen uns auf Twitter – oder eben auch nicht – jeder, wie er mag.

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Die Einladung

Vorneweg: Eigentlich bin ich total normal. Also fast. Jedenfalls habe ich Freunde und auch einige Bekannte und die meisten laufen nicht schreiend weg, wenn sie mich auch nur von der Ferne sehen. Aber uneigentlich gestehe ich an dieser Stelle, dass ich noch immer überrascht bin, wenn Menschen mich so ganz offensichtlich mögen! Ich frage mich dann immer nach dem WARUM? Wieso sollte man sich so überschwänglich freuen, wenn ich meinen Besuch ankündige (es sei denn, ich schulde demjenigen noch eine Menge Geld *lach*).

Warum ich darüber blogge? Nun, das hat diesen Grund:

Unsere Tochter hat ja Freunde, diese Freunde haben Eltern und bei einer gemeinsamen Geburtstagsfeier der Muh und Mäh-Clique (müsst ihr jetzt nicht verstehen) lernten wir auch die Eltern näher kennen. Wir verbrachten einen fröhlichen Abend miteinander, redeten über Gott und die Welt, Serien, Urlaub, zogen insgeheim über die Macken unserer Kinder her … kurz und gut: wir hatten einen wirklich tollen Abend.

Das ist jetzt mehr als ein halbes Jahr her. Ich hatte die Feier längst wieder abgehakt als: nett.

Am letzten Wochenende dann fanden wir die Einladung in unserem Briefkasten. Eine Einladung eben jenes anderen Elternpaares und deren befreundeten Nachbarn. Ich war — überrascht. Und ich hatte keine Ahnung, wie ich reagieren sollte. Aber unser Bazillus nahm uns quasi die Entscheidung ab, legte kurzerhand fest, dass wir am 18.09. doch sowieso noch nichts vor haben und ruhig auf der Geburtstagsfeier dort erscheinen könnten – und sagte für uns zu. Später berichtete sie uns dann, dass die Mäh-Elterntiere bei der Überbringung der Zusage durch unseren Bazillus in Freudentaumel und Jubelgeschrei ausgebrochen wären. Ähm … ja …

Und jetzt frage ich mich seit ein paar Tagen: Wieso freuen sich Menschen so freaky, uns in ihrer Nähe zu haben? Es kommt nicht oft vor, dass es mir so deutlich gezeigt wird. Gut, wir stinken nicht, benehmen uns durchaus zivilisiert, haben auch immer ein bisschen Senf mit in die Diskussionen zu schmieren und kommen im Großen und Ganzen mit allen gut zu Recht.

Ich bin ein bisschen verunsichert, wie ich mit derartig gezeigter Zuneigung von „Bekannten“ (deren Vornamen ich zu meiner Schande auch ständig vergesse) umgehen soll. Sind wir dann nicht verpflichtet, eine Gegeneinladung auszusprechen? Aber wäre das emotional fair? Denn es wäre dann vielleicht nur aus Höflichkeit, weil man es eben so macht in diesem Breitenkreis …. lädst du mich ein, lad ich dich ein; schenkst du uns was, schenken wir dir auch was …

Vielleicht erwarten sie, dass nun eine Freundschaft entsteht? Aber kann man so was planen? Was, wenn sie nun vorschlagen, sich öfter und regelmäßig zu treffen, um etwas gemeinsam zu unternehmen? Ich kenne doch meinen Knuffel … Und was, wenn sie merken sollten, dass wir eigentlich ziemlich langweilig sind, Knuffel lieber in Ruhe und für sich virtuelle Monster erschlägt und ich in meinem eigenen DEAN-Land träume.

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Aquaplansching

.. mit biotechnischen Hindernissen. Trotzdem 45 Minuten für das Fit for JiB. Hab ich noch Arme?

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