Und wieder eine Woche weg vom 2020

Ich glaube, ich wiederhole mich, wenn ich sage, dass die Wochen nur noch so dahinrasen. War nicht gerade erst Wochenende? Es ist unglaublich. Aber ich will mich nicht zu viel beschweren, vielleicht geht damit dieses blöde 2020 schneller vorbei; wobei es ja keine Garantie gibt, dass 2021 irgendwie besser werden würde.

Torsten Sträter, für dessen Show wir im Oktober 2019 für November 2020 Tickets gekauft haben, wurde auf November 2021 verschoben.

Ich warte seit einigen Tagen eher ungeduldig auf die Fertigstellung einiger neuer #qaf-stories, die einfach nicht fertig zu werden scheinen. Eine Herausforderung für mein Geduldsfaden. Ansonsten habe ich Zeugs geshoppt – oder war das schon letzte Woche? Ich komme ziemlich durcheinander mit den Wochen in letzter Zeit, denn es passiert ja auch nicht wirklich viel – oder ich darf nicht darüber sprechen, was passiert, jedenfalls nicht so öffentlich.

#supernatural hatte gestern nach 15 Jahren den letzten Drehtag und alle waren total sentimental und emotional. Es geht eben eine Ära zu Ende, ob man das nun mag oder nicht, es ist so. Ich verdanke der Serie viel und werde dafür auch dankbar sein und noch im Altersheim davon erzählen; auch wenn ich die letzten Staffeln (ab Staffel 12 eigentlich) eher so semi-gut fand.
Wie es mit der JiB weitergehen wird, weiß auch noch niemand so genau. Seit dem 7.9. könnte man das Handover-Prozedure starten; zumindest in der Theorie, denn in der Praxis gibt es noch kein genaues Datum, wann denn nun die Jib 11 stattfinden wird; und so lange, wie ich kein festes Datum habe, kann ich auch nicht sagen, ob ich nun meine Pässe und Photo-Ops verkaufen will / muss oder selbst hinfahren kann. Aber wehe! man muxt auf und äußert Kritik! Dann wird sofort auf einen eingehackt, man wäre undankbar und fordernd, und man sollte doch dankbar sein, dass man überhaupt die Chance hat … bla bla bla … meine Güte … wir reden hier von 3-stelligen Beträgen die man nicht mal so eben auf der hohen Kante hat. Da möchte ich schon beizeiten verlässliche Daten haben!

Ja, ich bin ein bisschen gnatzig die Tage. Ja, ist das denn ein Wunder? Man muss ja nur einmal Nachrichten schauen: Die Welt geht vor die Hunde und wir brüllen uns gegenseitig Schuldzuweisungen zu und verlangen, dass der jeweils andere sofort den ersten Schritt tut, um was zu ändern. Mir ist bange um die US-Wahl im November, denn so sehr, wie ich das orangene TRUMPel verabscheue, ich fürchte fast, dass der wieder wie auch immer gewinnt! Dann muss ich mich leider betrinken, an dieser Welt vollends verzweifeln und mich noch mehr in mein eigenes Universum zurückziehen.

Und jetzt gehe ich das Schlafzimmerfenster putzen und die Betten herbstfertig machen. Dann will irgendwann Bazillchen bei uns Salz machen und während das dann trocknet, wollen wir den nachts geshoppten low carb and low fat cheesecake essen und Mulan auf DISNEY+ gucken. Ich hab jetzt also noch gut zu tun. Bis nachher, Kollegen.

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Es gab schon bessere Sonntage

… obwohl ich nun nicht behaupten kann, dass es mir (körperlich) schlecht ginge. Es ist eher … das andere; und mittlerweile habe ich auch das Gefühl, nicht mehr offen darüber schreiben zu können, aus Furcht, die falschen Leute könnten das lesen und letztendlich gegen mich verwenden. Ist es dann nicht besser, den Blog hier zu schließen, wenn ich sowieso nicht mehr schreiben kann wie ich denke? Ich denke ernsthaft darüber nach.

Dafür shoppe ich … Schuhe, Handtaschen (okay, um diese eine Tasche bin ich jetzt seit Wochen online drum herumgeschlichen, sie fiel mir immer wieder auf und ich wollte sie jedes Mal haben, auch wenn ich sie nicht brauche, und heute habe ich nachgegeben), Plüschhunde, BHs, Jacken, Schmuck … es ist ja immer nur ein Klick und ich weiß .. nichts davon bräuchte ich wirklich, aber für einen Moment macht es mich glücklich und dann noch einen Moment, wenn das Paket ankommt und ich längst vergessen habe, was ich bestellt habe. Das ist falsch, ich weiß das. Es ist so falsch, wie maßlos Schokolade essen.

Ich könnte, und ich sollte raus gehen, an die Luft, Spazieren gehen, für mich sein … der Verstand weiß, dass mir das gut tun würde in mehr als einer Hinsicht, aber ich bringe seit einigen Wochenenden nicht mehr die Energie auf, das Sofa zu verlassen, wenn ich nicht wirklich muss. So bestehen die meisten Sonnabende und Sonntage aus Warten, dass das Wochenende wieder vorbei geht und es Montag ist. Es hilft auch nicht sonderlich, jede Viertel Stunde nachzuschauen, ob eine neue Geschichte fertiggestellt ist auf meinen diversen KINDLE FANFIC Dealer Seiten. Wenigstens kommt heute ein (glaube ich) neuer #Tatort und vielleicht … aber das kann ich niemanden an der Stelle versprechen, nicht einmal mir selbst … raffe ich mich vorher doch noch auf und gehe für eine Stunde raus; der Appetit kommt ja beim Essen, das trifft auch beim Rausgehen zu.

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Angepisst!

Es ist endlich Wochenende – damit enden aber die guten Nachrichten auch schon. Was folgt, ist eine Aneinanderreihung von Piss-Meldungen:

  • Der Black Panther Schauspieler ist tot, Fuck!Cancer … und das ist schon traurig genug
  • Jensen wird ganz emotional, weil sie nun die wirklich allerletzte Folge supernatural abdrehen und nach 15 Jahren TBC nun THE END nach dem letzten Absatz steht.
  • in Berlin egoistische Verschwörungsdeppen mit Nazis gegen Corona-Auflagen demonstrieren und Freiheitsberaubung proklamieren, egal, welche Konsequenzen das dann für alle haben wird, die auch Corona satt haben, sich jedoch aus RÜCKSICHT AUF ANDERE an die Regeln halten!
  • es gibt seit Tagen keine neue story auf meinen FanFic-Seiten und ich bin quasi etwas auf Entzug
  • der Geschirrspüler liegt nun ernsthaft mit Pumpenversagen im Sterben

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Meine Woche in kleinen Bildern

Was ich mir wünsche, aber nur als APP-Geräusche abends im Bett erhalte …

… es sei denn, sie versuchen mich zu veräppeln, indem sie vortäuschen, es könnte ein Gewitter geben …

… und ohne den geht mal wieder gar nichts, schon gar nicht im Büro.

(alle Bilder von Instagram „werkarniggel“ … da gibts noch mehr).

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Geschützt: Auch von verwahrlosten Schlössern und Freitagen, die sich wie Montag anfühlten

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Balkontage

… oder es wären fast welche in diesem Sommer 2020, wenn man es nach 15 Uhr auf dem Balkon aushalten könnte. Kann man nicht. Der Ventilator rennt auf Hochtouren und ist das beliebteste Familienmitglied derzeit. Letzte Nacht ratterte der kleine Ventilator am Bett und fächelte zwar die erwünschte schnellere Luft und die Illusion von Abkühlung zu mir, allerdings war er eben zu laut. Lösung dafür: Kopfhörer und eine der True Crime Folgen in der Audiothek, während die Gewitterapp ihren virtuellen Donner und Regengeprassel in das Dachgeschossschlafzimmer und in mein Unterbewusstsein flößten. Die Folge davon war allerdings nicht wie sonst, dass ich nach der ersten Leiche einschlafe, sondern dass ich immer nur sporadisch einnickte, den Anfang der Crime Story und das Ende der nächsten mitbekam, immer getrieben von dem Gedanken, dass ich ja bevor ich einschlafe den Ventilator ausmachen müsste. Erholsam ist anders! Wenigstens ist endlich Wochenende.

Heute haben wir dann mal den Vormittag noch genutzt um auf dem Balkon zu frühstücken. Morgens geht dass noch, aber wenn ab ca. 15 Uhr die Sonne wie gesagt um die Ecke lugt, kann man nur noch die Flucht antreten und in der Dusche ausharren.

Heute ist Weltkatzentag und ich vermisse Klecks. Aber ich brauche gar nicht erst ankommen mit der Frage, ob wir wieder einem oder auch zwei Katzen ein zu Hause geben könnten. Die Diskussionen kenne ich. Ich hab da keinen Bock mehr darauf. Dann bin ich eben wirklich allein und heule eben nur für mich abends, im Bett.

Ich finde gerade wieder alles Scheiße (und es ist mir egal, wer das liest). Ich bin frustriert, ausgepowert und das Jahr 2020 kann mich mal kreuzweise. Eigentlich könnte man alles hinschmeißen und sich einen Strick nehmen oder die Kugel geben. Ich pendel nur noch zwischen Büro und Bett, bin immer an allem Schuld, kann es niemanden Recht machen und außer meinen KINDLE stories ist da nichts, auf das ich mich freuen kann. WW habe ich gekündigt (hat keinen Sinn mehr, und wofür auch?)

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Aus! Aus! Vorbei!

Der Urlaub 2020. So schnell sind 2 Wochen vorbei. Morgen geht es wieder ins Büro. Ja, ich gestehe, ich vermisse es auch ein bisschen. Oder besser ausgedrückt: Es ist nicht völlig unerfreulich, dass ich morgen wieder an meinen Platz darf. Trotzdem hätte ich auch nichts dagegen, noch ein paar Wochen dranzuhängen, obwohl ich NICHTS großartig gemacht habe, das aber mit Ausdauer. Klar, war da der kleine Ausflug zu Jo und in die Höhle und das war großartig; oder das Shoppen und Treffen mit Frau O. in der ersten Woche. Ansonsten aber war ich brav zu Hause, habe mein KINDLE aufgeräumt, neue stories gefunden, auf dem Sofa abwechselnd gelesen und gedöst – was immer gerade eben über mich kam.

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Kleine Fluchten in sagenhafte Schluchten

Dechenhöhle im Juli 2020 und noch so drum herum, wie Schippern auf dem Baladaynsee (oder so!, ich krieg den Namen einfach nicht hin). Das meiste habe ich schon via Instagram & Twitter herumposaunt, aber hier noch mal die komplette Handybilder-Ausbeute. Wir hatten mal Glück, denn eigentlich darf man in Höhlen nicht fotografieren (denn die wollen ja schließlich ihre Bilder selber verkaufen anschließend, aber weil wegen der Corona sowieso alles schon anders und anstrengender ist unter der Maske, durften wir nach Herzenslust wenigstens mit dem Handy knippsen was das Zeug hielt, und das tat ich dann … immer drauf, gesehen habe ich die Ausbeute meistens erst hinterher, weil wegen angelaufener Brille und so.

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Geschützt: Hintenherum

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Es gibt Tage

… da kann man im Prinzip nur verlieren. Und egal, wie man sich entscheidet, es wird die falsche Entscheidung sein. Hier kommt dann das Supermarktkassenschlangenbeispiel zum Zuge, das mir am Donnerstag direkt um die eh schon etwas späten Ohren geschleudert wurde.

‚Nur noch eben schnell‘ vor dem Büro die Einkäufe für abends erledigen, auch wenn nur noch 10 Minuten bis zum Büroantritt bleiben; das muss eben reichen, es ist ja Donnerstag Morgen und so viel wird schon nicht los sein. Außerdem war ich am Abend davor auch 20 Minuten wieder länger im Büro. Also: Fix in den Netto, die paar Tomaten und die Eier für das abendliche Tomatenbrot waren schnell zusammengesammelt. Es war nur eine Kasse geöffnet, an der saß der Azubi. Es dauerte etwas, wie er gemächlich die Sachen über den Scanner schob. Es dauerte ziemlich lange. Vor mir standen, im derzeit geschuldeten gebührenden Abstand, 4 Leute. Azubi scannte gemütlich vor sich hin, Opa suchte Kleingeld, alle hatten alle Zeit der Welt, nur ich nicht.

Dann ertönte die ersehnte Ansage: Kasse 2 öffnet bald! Die nach mir Wartenden stürmten an die besagte Kasse. Es stand damit 3 Abzukassierende vor mir gegen 4, die noch an der geschlossenen Kasse warteten. Ich entschied mich zu bleiben wo ich bin, denn schließlich kassierte der Azubi, wenn auch immer noch laaaaaaangsam und gemächlich. Dann öffnete Kasse 2 und die Kassiererin war flott. Während ich immer noch die gleichen 2 Leute vor mir hatte, schrumpfte dort die Anzahl der Wägen von 4 auf nur noch 2, es kamen aber schon neue hinterher. Bald stand es: meine immer noch 2 vor mir stehende Kassenkunden gegen 3 neue an Kasse 2, die aber ruckizucki abkassiert wurden.

Ich wechselte die Kassenschlange!

Nun war ich Nummer 4 bei Kasse 2, während bei lahmarschiger Azubi-Kasse die Anzahl der Wartenden auf 5 anwuchs. Ich schaute zu, wie seine Schlange langsam und meine neue Schlange schneller vorankam. Schon legte ich meine Sachen an das Kassenlaufbandende als bei der Azubikasse gegenüber noch immer die eine Kundin, hinter der ich stand, endlich dran kam. Ich könnte sie noch einholen! Ich hätte sie noch eingeholt, wenn: Mein Vor-Mir-Kunde nicht einen Flaschenbon aus dem Jahre 2019 einlösen hätte wollen, was nur unter Aufsicht des Supermarktchefs geschehen konnte. Der wiederum stapelte am entgegengesetzten Ende des Marktes irgendwelche Flaschen. An der Azubi-Kasse wurde jetzt bereits der Kunde, der nach mir angestanden hätte, abkassiert. Ich stand, und stand und wartete wieder an der falschen Kasse, und langsam hätte ich explodieren können.

Ich wurde dann auch irgendwann abkassiert und war 20 Minuten zu spät im Büro, gefrustet wie Hölle. Und so setzte sich dann auch dieser Tag fort: Nichts funktionierte, wie geplant oder erhofft, Akten gingen auf Tauchstation, ständig klingelte jemand mit total eiligen Angelegenheiten und war persönlich beleidigt, dass Chef im Urlaub ist und erste Termine erst wieder im Juli frei sein würden. Das beA ließ mich erst nicht rein oder öffnete dann die Schreiben nicht.
So kämpfte ich mich durch den Tag und hatte dann noch 15 Minuten bis zum Feierabend. Da könnte ich ja noch ‚eben fix‘ die paar Kontoauszüge buchen. Bei der ersten Durchsicht war da nichts ungewöhnliches dabei, das sollte in 15 Minuten locker zu schaffen sein. Also habe ich Kontoauszüge gebucht. Bei der letzten Buchung dann aber, 17:55 Uhr, fand ich kein Aktenzeichen, suchte erst das, dann die Akte, es war die falsche, also die richtige Akte herausfinden, Kostenrechnungen addieren, ob das mit der überwiesenen Summe hinkommt, stimmte natürlich nicht, Betrag musste gesplittet werden; also noch eine Akte suchen, umbuchen, zusammenfassen, Forderungskonto aktualisieren …. dann war es 18:22 Uhr.
Es war definitiv und gar nicht mehr überraschend wieder die falsche Entscheidung gewesen, diese letzte Buchung 2 Minuten vor Feierabend anzufangen.

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Wie mir das angekündigte beA Versagen den Freitagnachmittag rettete

Chef ist seit Tagen, ach was sage ich, seit Wochen urlaubsreif, und man merkt es an seinen Diktaten, die sich, je näher sein Juni-Urlaub rückte, immer mehr verschachtelten und verzweigten und irgendwann gar nicht mehr erst versuchten, jemals zu irgendeinem Sinn oder zumindest zu einem vernünftigen Punkt am Ende des Satzes zu kommen. So, Chef ist jedenfalls urlaubsreif … und wir gleich mit, denn wir kämpfen gegen seine Phobie an, die da zu sein scheint, dass, wenn nicht wenigstens 3 Aktenberge liegen, die noch auf das Geschrieben werden warten, er der irrigen Annahme ist, er bezahlt seine Mitarbeiterin für’s Kaffee trinken.

Gestern hatte er seinen letzten Arbeitstag vor Urlaubsantritt. Freitag ist auch der Bürotag, wo ich alleine gegen Aktenberge kämpfe, und Chef war an diesem letzten chef’schen Friday auf Großeinsatzkampftag für das Flüchtlingsrecht irgendwo weit weg. Also konnte ich in relativer Ungestörtheit die Aktenberge reduzieren und tippte wie eine Blöde aber vergnügt, auch gegen das neuerliche WORD korrupte Autokorrekturprogramm an, das wohl bei einem letzten Update was an die Waffel bekommen haben muss und mir ungefragt und vor allem ungewollt ständig völlig sinnlose Tippfehler, die gar keine waren, noch verschlimmert. Aus dem 4 Mal richtig getippten Wort Ihnen machte es zum Beispiel ständig Ichnen, weil in der Korrektur so sinnlose Eintragungen plötzlich auftauchen, wie ‚Mache aus ih auf jeden Fall und immer ich, egal, was der Mensch mit der Tastatur eigentlich tippen will!‘ Und Ihnen (also dann Ichnen) kommt in unseren Schreiben quasi überall vor!

Ich kämpfte also vor mich hin, um so viele Schreiben wie möglich noch fertig zu haben, obwohl Chef angekündigt hatte, dass wir uns wohl nicht mehr sehen würden, wenn er dann nach dem Gerichtstermin wieder im Büro landen würde – da hätte ich schon Wochenende. Aber es kam anders, und er kam vor 13 Uhr zurück, unterschrieb im Blindflug alles, was ich ihn unter die Nase hielt und meinte noch, „Das ist ja gut, dann geht das ja auch noch alles raus heute, vor allem die beAs. Ich bin dann mal weg! Sie haben jetzt 14 Tage Ruhe vor mir! Tschüss ….“. Sprach’s, winkte und war aus dem Büro wieder weg.

Nun muss man wissen, dass wir mittlerweile auch bürotechnisch im 21. Jahrhundert angekommen sind und daher 80 % der Schreiben per eMail rausgehen, die Anschreiben an das Gericht per beA (das ist nur ein etwas umständlicheres weil ewig gesichertes Email-Postfach für Justizbehörden und Anwälte, die Abkürzung beA steht für besonderes elektronisches Anwalts(postfach)). Nun geht das in der Regel mit dem Einscannen und Vermailen der Schreiben ziemlich rasch – nur nicht beim beA, denn da muss man ständig die 6stellige PIN eingeben, neue Fenster öffnen, alles 4fach kontrollieren und das dauert eben, das ist nicht das schnellste Postfach auf Erden. Und damit fing ich am Freitag 5 Minuten vor 1 erst an … bei 8 beA-Schreiben wäre ich also mindestens noch eine halbe Stunde nach meinem Freitagnachmittagfeierabend am Rumfummeln gewesen; und hatte darauf eigentlich keine Lust. Ich wollte zum KINDLE.

ABER: gerade wollte ich mich aufregen, dass mich das beA natürlich genau dann, wenn es schnell gehen sollte, überhaupt erst gar nicht rein ließ ins Programm, da erinnerte ich mich: Irgendwas sollte am 12.06.2020 ab 12 Uhr am beA umgestellt werden. Da war doch was! Und richtig, da gab es vorgestern die Email, dass es nicht erreichbar sein würde. Ha! Fix das Baustellenschild des beA’s für Chef noch ausgedruckt, hingelegt, das Büro abgeschlossen und das Weite gesucht. Feierabend! Die Woche war lang genug. Die nächsten beiden cheflosen werden zwar arbeitsreich, aber sehr viel entspannter ablaufen. Aber jetzt habe ich Wochenende, und die haben sogar Gewitter versprochen.

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Was mich durchhalten lässt:

AU stories
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Was soll ich schon bloggen?

Das Jahr rast, die Hälfte von 2020 ist schon fast rum, nur dass das Jahr bisher einfach nur größtenteils Mist war (aber wem erzähle ich da was Neues?).
Die Ereignisse werden immer abstruser und erschreckender, hier und in der Welt, und ich mag einfach nicht mehr! Nichts mehr hören und lesen von dem Trumpel und von dummen Leuten, die denken, Corona ist ein Verschwörungsmärchen. Ich hab es einfach satt! Ich kann mich auf nichts freuen! Da ist einfach nichts! Keine Urlaubsziele! Keine CONs, keine Konzerte, Shows, Kinofilme … nichts! Nur Büro und Bett und Bett und Büro. Dazwischen Einkaufen mit dem MNS.
Okay, doch, da gibt es zumindest noch ein bisschen #QueerAsFolk-AU-FanFic, die mich jetzt mehr denn je über Wasser hält und die mein Rückzugsuniversum sind. Ohne die wäre das für mich tatsächlich nur sehr viel schwerer alles zu ertragen.

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Langes A-Wochenende voraus

… und das A steht für Arbeit, oder Arschloch, oder Akten … ich kann mir wohl was aussuchen, es trifft alles zu. Denn wir haben so viel zu tun im Büro, dass ich heute schon am Freitag 3 Stunden dran gehängt habe und morgen, am Samstag, wohl noch mal ein paar Stunden Akten schubsen sollte, um dann in der kommenden Woche so halbwegs auf dem Laufenden zu sein. Es ist ja schon megapeinlich, wenn man Mandanten anschreibt, dass man vor 15 Tagen das und jenes Schreiben erhalten hat und dass die Frist dann zur Stellungnahme morgen ablaufen wird – wenn sie nicht schon vorbei ist. Also mir ist das peinlich!

Chef versteht noch nicht so ganz, dass sich gerade die Tagesaufgaben ziemlich verkehrt haben: Die Vollzeitkraft, die früher (also zu Zeiten, als ich noch Halbzeitaktenschubserin war) zu 80 % nur Bänder tippen konnte, weil ihr der Rest von eben der Halbzeitkraft auch abgenommen wurde (sprich mir), ist nun nur noch ca. 40 bis 50 % mit Tippen beschäftigt. Der überwiegende Teil geht drauf für Aktensuche, Telefongespräche, beA’s und Emails abrufen, Schreiben einscannen und versenden, wieder abheften, immer noch Akten suchen, zwischendurch noch Buchhaltung und eilige Bänder erledigen, die den geplanten Ablauf durcheinander bringen, Besprechungsraum nach jedem Termin desinfizieren und zur Abwechslung immer noch Akten suchen …

Und ich hatte 14 Tage Urlaub! Kein Wunder, dass wir diese erste Arbeitswoche wie gegen Windmühlen ankämpften. Und ich bin nicht alleine mit meiner Besessenheit, das Chaos halbwegs wieder einzudämmen: Kollegin hockte heute bereits um 4 Uhr im Büro und wird morgen am Sonnabend auch eben noch herkommen. Gemeinsam rocken wir das. Immerhin hatte Chef ein Einsehen und wird die Zusatzstunden diesmal bezahlen.

Jetzt habe ich erst mal Feierabend, koche mir gleich ein zauberhaftes Tomatenbrot, genieße eine entspannende Dusche und verkrümel mich dann mit dem KINDLE ins Bett. Haushalt und Einkauf erledige ich dann morgen – vor und nach der Sonderschicht im Büro.

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Die Erhabenheit eines funktionierenden Spülkastens

oder wie schnell man in Schablonen gerät. Aber eigentlich ist es einfach so, dass mir gerade langweilig ist. Deswegen kommt selbst ein Blogeintrag über den nach 8 Jahren Undicht-Seins ausgetauschten Spülkasten gerade gelegen.

Der Spülkasten ist also seit dem legendären Vancouver-Trip-Jahr kaputt, genauer das Dingens, das den Wasserzufluss beendet, wenn der Kasten voll ist, funktionierte nicht mehr. Und damit nicht Niagarafall-artig Wasser sinnlos direkt ins Klo plätschert, drehten wir eben seitdem immer direkt am Ventil auf und nach dem Spülen zu. Das bedeutete, dass man auch immer so lange sitzen musste, bis genügend Wasser zum Spülen im Kasten nachgelaufen war, wenn der Vorgänger nicht geduldig genug war, das Nachfüllen abzuwarten, um danach erst zuzudrehen. Wann immer ich also auf dem heimischen WC hockte, folgte automatisch der verrenkte Griff nach hinten, um das Ventil aufzudrehen, was nach Jahren de facto in meine Gene mit hineinprogrammiert worden ist.

Bis das Ventil – nie dazu auserkoren, jahrelang täglich hin- und hergedreht zu werden – schlicht sich überdrehte und zum Schluss ganz aufgab. Natürlich am Feiertag (Himmelfahrt), natürlich nachts um 22 Uhr, natürlich in der Stellung „Wasser Marsch“; was nicht nur laut ist, sondern auch eine Verschwendung sondergleichen!

Also musste Knuffel 3 Stockwerke + 1 Kellergeschoss runter , das Wasser abdrehen.

Die Nacht war schrecklich; ich hatte das Gefühl, alle 20 Minuten auf Toilette zu müssen, aber nicht zu dürfen, was das Bedürfnis nur noch vergrößerte. Ich war unruhig, schlief wenn überhaupt nur minutenweise; bescheuerter Weise auch von der Angst getrieben, dass Knuffel den falschen Wasserhahn des nächtens eventuell abgedreht haben könnte, und uns am Morgen ein wütender Nachbarmob mit Forken und Gießkannen aus dem Bett brüllen würde.
Oder wie wir das in den kommenden Tagen praktizieren sollen, wenn warum auch immer keine Reparatur innerhalb der nächsten Stunden möglich sein würde! Vor jedem Klogang 4 Etagen in den Keller und wieder zurück? Ich schaff es ja manchmal gerade so die paar Meter von Schlafzimmer ins Bad! Kein Geschirrspüler, keine Waschmaschine; und selbst das Zähneputzen würden strategisches Vordenken erfordern.
Man merkt erst, was man für Annehmlichkeiten hat, wenn man sie nicht mehr hat.

Morgens dann den Wohnungshauptwasserhahn eben fix wieder öffnen –> Knuffel musste wieder alle 6 Treppenstiegen runter, während ich alle verfügbaren Behältnisse und insbesondere die Kaffeemaschine mit dem kostbaren Nass bestückte, bevor Knuffel am Wasserhahn harrend den Befehl zum erneuten Abdrehen bekam.

Und dann hieß es Warten auf dem den Klempner!

Der kam dann auch überraschend nach einer Stunde, hatte sogar ein neues Ventil und einen neuen Schwimmer (so heißt korrekter Weise das Ding von vorhin) dabei, aber das Wasser lief nach Austausch immer noch minimal durch. Ich hätte damit leben können; ich würde eben wie vorher auch am neuen Ventil wieder Wasser auf- und zudrehen. Aber offenbar war das nun eine Frage der Klempner-Ehre! Es kann nur einen geben – und das ist ein tadellos funktionierender Spülkasten! Den er dann auch noch neu holte und anmontierte.

Und nun muss ich mich bei den täglichen Klogängen nicht mehr verrenken, und bin noch immer fasziniert, dass die Wasserzufuhr von ganz alleine stoppt. (Ja, ich bleibe immer noch stehen und warte, um wirklich sicher sein zu können, dass das Wasser wirklich nicht ungewollt ins WC-Becken abfließt.)

Übrigens: Seit Tagen klappert die Waschmaschine. Es klingt, als wenn sie sich nach und nach selbst in ihre Einzelteile zerlegen würde. Ich sag‘ ja nur.

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