13.01.2024

Die letzten 4 Adventskerzen habe ich niedergebrannt und da war sie, die erste „richtige“ Woche des Jahres 2024. Emotional durchaus und erwartbar schwierig, denn es ist nun genau ein Jahr her, dass Torsten gestorben ist. Einerseits kaum zu fassen, andererseits noch so frisch. Vor einem Jahr sind wir mehr oder weniger Hals über Kopf nach FaM gefahren, um alles in die Wege zu leiten, von Tränen und Gedanken überwältigt, was wir eigentlich alles noch machen wollten, worum ich mich/wir uns nun kümmern müssen, Kosten, Termine, Behördengänge … und immer wieder Tränen und die Frage, ob ich eher reagieren und seine Krankheit nicht „wegwischen“ hätte sollen; denn wann immer wir telefonierten, machte ich ihm Mut, dass es bestimmt bald besser werden würde, und dann wird er mich besuchen kommen oder ich ihn, und gemeinsam könnten wir vielleicht in die alte Heimat fahren, So viele Pläne, alle sollten dann umgesetzt werden, „wenn mal Zeit ist, wenn es dir besser geht, wenn dieses oder jenes erledigt ist …“.
Und nun ist es schon wieder ein Jahr her! Unglaublich eigentlich! Es vergeht kein einziger Tag, in dem Torsten nicht in meinen Gedanken ist. Und mit ihm natürlich auch Stefan, auch unsere Eltern, unsere Familiengeschichte und das Gefühl, nun ein bisschen allein zu sein; obwohl ich es ja nicht bin. Das weiß ich wohl.
Auch mit den jeweiligen Nachlässen komme ich einfach nicht weiter. Die im Oktober eingeschaltete Notarin wohl offenbar auch nicht, sie meldet sich einfach nicht. Das steht also immer noch auf meiner To-Do-Liste für 2024, wenigstens die Teilerbscheine zu bekommen und dieses Kapitel abschließen zu können – wie auch immer.

Im Büro herrscht mal wieder Akten-Unter. Noch immer Tippen wir Diktate von vor Weihnachten. Was heißt wir? Gefühlt meistens ich! Zwar ist natürlich 2 Wochen Weihnachts- und Jahreswechselpause mit drin, aber trotzdem: Es ist ein blödes Gefühl, Mandanten anzuschreiben, dass um den 20. Dezember herum irgendein Schreiben gekommen ist, dort eine Frist von 3 Wochen gesetzt ist, die am 10. Januar ablaufen wird und er bekommt das Schreiben am 09.01. – wenn er Glück hat und die Post vielleicht noch mitspielt. Deswegen habe ich für dieses Wochenende mir 7 Diktate mit nach Hause genommen und die fröhlich am Esstisch heruntergetippt, während im Radio diverse Oldies – Schlager?! – liefen, die mich teilweise wieder 6 Jahre alt sein ließen: ich sah mich mit Zöpfen das Eltern-Wohnzimmer saugen … ich schweife ab.
Ich habe jedenfalls ein paar Diktate getippt, damit wir wenigstens etwas wieder aufschließen, denn irgendwie arbeiten wir (also eigentlich nicht wir) ziemlich uneffektiv zurzeit. Ich tippe meist nur B-Diktate, während sich die A-Diktate stapeln und die Kollegin einen 3/4 Arbeitstag verplempert, um 10 neue Akten anzulegen oder Akten zu suchen! Es ist zum Piepen! So geht das nicht weiter! Deswegen auch wohl das Team-Besprechungs-Essen am kommenden Mittwochabend.

… das meinem WW-Plan etwas durcheinander wirbeln wird. Letzten Freitag war Wiegetag. Ich war sehr gespannt! Die ganze Woche bin ich im Budget geblieben und durch die Schrittezählerei bekam ich auch zu den Wochenpunkten täglich 1 oder 2 dazu. Außerdem gab es die ganze Woche über extrem leckeres Essen, meistens mit Hühnchen! Wir haben selbst gemachtes Pesto entdeckt und das neue WW-Rezeptbuch in abgewandelter Form ausprobiert. So gab es montags ein Resteverwertungsessen, das so unglaublich gut war, dass wir das demnächst mal wieder machen werden:

Und so begleiteten uns köstliche Gerichte die ganze Woche über zum Abendbrot, aber alle eigentlich WW-Punkte-konform. Deswegen war ich so enttäuscht und schwer angeschlagen, als die Waage am Freitag dann 200 g mehr anzeigte. Ja, ja, ja … ich weiß um sämtliche Erklärungen: Schwankungen sind normal, Zunahmen auch, denn schließlich baue ich durch das vermehrte Bewegen auch wieder Muskeln auf, die einfach schwerer sind; usw. Aber es verstandesmäßig verstehen und erklären zu können, verhindert eben nicht das blöde Gefühl, dass ich mal wieder feststecke und nichts vorwärts geht. Blöd, ich weiß. Ich bleibe ja auch dran!

Dann habe ich das Mandala-(Aus)Malen entdeckt … und ich bin nicht gut darin! Ich male immer über die Ränder. Aber es entspannt am Abend. Dass die ganze Woche mir arg in den Knochen steckte, merk(t)e ich auch daran, dass ich im Bett kaum noch zum Lesen komme. Meistens fällt mir das KINDLE schlicht aus der Hand. Die neue Geschichte habe ich aber auch schon längst beendet. Zurzeit lese ich wieder mal eine alte, denn es gibt kaum noch Nachschub (obwohl ein paar sind schon wieder in Arbeit, aber es könnte dauern). Und ich habe ja genug auf dem KINDLE, dass ich keine Entzugserscheinungen befürchten muss. Ich träume ja insgeheim davon, dass die KI / AI so gut (und erschwinglich) wird, dass man einfach seine liebsten Fanfictions als Vorlage eingibt, und dann seine eigenen Videos herausbekommt. Ich fürchte allerdings, das dauert noch etwas. Aber gut, das KINDLE und das Kopfkino gehen ja nicht verloren.

Dieser Beitrag wurde unter Abnehmen, Bilder, Blog, Büro veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.